Kurze Frage zum Thema Fräszirkel

world-e

ww-ahorn
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Hallo zusammen,

habe bisher noch nie mit einem Fräszirkel gearbeitet, wird aber bald der Fall sein. Dazu meine Frage:
Wenn ich einen Kreis mit dem Fräszirkel ausfräse, wie verhält es sich dann, wenn die Holzplatte dann komplett durchgefräst wird? Also in dem Moment sind Innenkreis und Außenkreis nicht mehr verbunden. Der Fräszirkel ist dann zwar mit dem inneren Kreis verbunden, aber nicht mehr mit dem äußeren. Also kann es ja sein, dass man den inneren Kreis (mit Fräszirkel) verschiebt und dann ungewollt in den äußeren Kreis fräst. Wie wird das gelöst? Oder habe ich hier einen Denkfehler?

Ideal:
Fräszirkel01.jpg

Innerer Kreis verrutscht und Fräser fräst in den äußeren Kreis:
Fräszirkel02.jpg


Vielen Dank
 

civil engineer

ww-robinie
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Hallo,

ich löse das so, dass ich nicht komplett die Tiefe durch fräse, sondern 2-3 mm stehen lasse. Danach den Kreis mit der Stichsäge aussägen (in der Nut am inneren Kreis) und Schnittkante mit einem Bündigfräser mit Anlaufring glätten (äußerer Kreis, also fertige Kante des Ausschnittes).

Gruß
 

Holzrad09

ww-robinie
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Oder habe ich hier einen Denkfehler?
Joar. Mit dem Fräszirkel wird nicht immer durchgefräst, sind bei einer runden Platte die Ecken Abfall, dann kann man durchfräsen. Ansonsten fräse meist so 8 mm breit und auch tief, das reicht dann als Anlage für den Anlaufring. Nach dem einfräsen schneidet man den Überstand mittels Stich / Bandsäge ab, dabei schneide Ich Mitte Nut.
P160215_10.55.jpg P160215_11.02.jpg P160215_11.24.jpg
LG
 
Zuletzt bearbeitet:

ManuelS

ww-eiche
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Im Prinzip reicht es auch wenn du wie beschrieben den Kreis auf 3mm fräst und dann im letzten Durchgang (volle Tiefe) drei kurze Stege von 20mm stehen lässt. Dann musst du nur die drei kurzen Stücke sägen. Ist auch mit einer Handsäge schnell gemacht.
Das Risiko in den Kreis zu sägen ist geringer.
Fräsen musst du natürlich trotzdem. Bei groben Sachen reicht aber vielleicht auch ein Schmirgelpapier.
 

world-e

ww-ahorn
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Klingt natürlich alles sehr plausibel, was ihr geschrieben habt. Hatte längere Zeit im Internet nach passenden Infos gesucht, aber nichts gefunden. Vielen Dank nochmal.:emoji_thumbsup:
 

Rookie77

ww-esche
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Alternativ eine Unterlage aus MDF benutzen und den auszufräsenden Kreis einfach mit einem kleinen Stück doppelseitigem Klebeband am MDF fixieren.
Aber wenn man ganz vorsichtig und nicht mit der Brechstange fräst, geht so etwas auch ohne Klebeband:
Screenshot_20201025_104821.jpg
 

xv_treiber

ww-eiche
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Ich lege i.d.R. eine Opferplatte unter, der "Abfall" am Rand wird fixiert (kleine Schrauben) und die innere Scheibe entweder mit Doppelklebeband oder - wenn die Zentrumschraube/der Nagel durchgehen sind darf - eben damit die Scheibe am Platz gehalten. Kommt darauf an, ob ich z. B. meinen Fräszirkel benutze, eine alternative Möglichkeit wie Schablone, ob das Mittenloch ein Sackloch sein darf usw.
Möglichkeiten gibt es einige, aber meist fräse ich durch, da es oft die einfachste Alternative ist. Ist auch davon abhängig, ob ich die ausgefräste Scheibe zum Ziel habe oder ich ein Loch produzieren möchte.
 
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