KammerProjekt

ww-pappel
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Hallo zusammen,

ich bin momentan dabei, mein Zimmer umzugestalten und bin auf die tolle Idee gekommen, eine alte Hochebene als Schlaffläche zu nutzen.

Die Hochebene beginnt auf 2,57 m und ist ca. 90 cm tief und 210 cm breit. Nun soll ein Anbau an die Hochebene entstehen, der als Liegefläche dient. 90 cm liegt man auf der Hochebene und 110 cm auf dem Anbau, der in das Zimmer hineinragt.

Die Wand, an welcher der Anbau steht, ist leider nicht tragend, das heißt, der Anbau hält sich selbst und kann nur zusätzlich an der Wand befestigt werden, um Stabilität zu sichern. Anstatt eines Kreuzverbandes gegen horizontale Schwingung hatte ich überlegt, eine Art Verbindungsstück zwischen dem Holzrahmen des Anbaus und einer tragenden Massivwand rechts des Anbaus anzubringen.

Der untere Rahmen der Hochebene ist 30 cm unterhalb der Hochebene, um die Konstruktion einer Treppe zu ermöglichen und die Möglichkeit einer Zwischenebene zu schaffen, um sich aus dem Bett hinzusetzen. Für die Konstruktion des Lattenrosts habe ich sicherheitshalber 15 cm Höhe eingeplant.

Könnte man die (in 3D) vordere rechte Säule nach rechts unter das Verbindungsstück bewegen und trotzdem Stabilität gewährleisten?

Um ehrlich zu sein, habe ich keine wirkliche Ahnung, wie man so eine Konstruktion am besten baut. Deswegen suche ich hier nach Rat. Die Schnitte sind etwas ungeordnet, aber ich hoffe, sie helfen trotzdem dabei, sich das Ganze vorzustellen.

Ich bedanke mich für alle Antworten (auch die negativen :emoji_wink:) und freue mich auf eure Kommentare!
 

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Djslimer

ww-eiche
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Bin kein Statiker, auch kein Tischler, insofern würde ich alles was ich sage nochmal hinterfragen, aber beim Bau meines Carports sind mir ein paar Grundsätze begegnet.
(Sorry für die Länge, ich sitze gerade im Zug, der auf offener Strecke steht und wartet. Ich hab also gerade Zeit und Langeweile).

Vorneweg, beim Lesen stellen sich mir ein paar Fragen.
Welches Pfosten meinst du mit "(in 3D) vordere rechte Säule"?
Ist das der Pfosten, der in Bild 1 mit 210cm beschriftet ist oder der rechts daneben auf der Seite, auf der die Wand die Auabuchtung hat (Ausbuchtung ist mit 75cm beschriftet). Vielleicht Nmmerierst du die Pfosten mal durch, um Missverständnisse zu vermeiden.
Ich bekomme die Beschreibung leider nicht mit den Bildern zusammen.

So, zu den Verbindungen.
Hier ist es wichtig zu wissen, ob die Pfosten an den Wänden befestigt sind.

Wenn ja, musst du nur ein wegrutschten des Rahmens verhinden,
Wenn nein brauchst du meiner Meinung nach Versteifungen, da du mit 210cm Länge einen großen Hebel hast der auf die Verbindungen einwirkt. Dem musst du entgegenwirken.

Was du vermeiden musst, sind Schrauben senkrecht ins Stirnholz.
Die Schrauben sollten einen möglichst großen Winkel zur Holzfaser haben, um genug Halt zu finden, eine stabile Verbindung zu erzielen. Bei Strinholz auf Querholz sind das dann (+/- 45°).
Darauf achten, dass du mit den Schrauben die Kräfte aus unterschiedlichen Richtungen auffängst.
Bei den Schrauben reichen normale Halbgewinde - Holzkonstruktionsschrauben.

Ich mag auch Fensterrahmenschrauben, da die im Holz verschwinden. Die Ziehen aber das Holz nicht zusammen, die halten es nur an Ort und Stelle.
So wie ich es verstanden habe kommt Stabilität aber vor allem mit der Formschlüssigkeit. Somit sind Fensterrahmenschrauben für statische Konstruktionen nur eine zusätzliche Maßnahmen.
Metallwinkel solltest du nicht benötige.

Echte Holzverbindugnen wären sicherlich das optimum, sind aber auch nicht nötig.

Bzgl. Der Position der Pfosten
Auch ohne genau zu wissen, welchen du meinst, solltest du ohne Probleme verschieben können.
Der Rahmen nimmt die Kräfte auf, die u.a. durch Bewegungen im Bett hervorgerufen werden.
Der Rahmen ist eingepasst und hat wenig Spielraum, so dass die Kräfte, auf die Verbindungen nicht so relevant sind.

Die nötige Stärke der Balken hängt auch von der Spannweite ab.
Schwörerhaus gibt die maximale Feldlänge bei einem Einfeldträger für KVH mit einer Dimensionierung von 10x10 cm und einer Belastung von 2kN/m mit 2,20m an. (bei 1,5 kN/m mit 2,40m), für 6x8 für 2kN/m mit 1,48m; für 1,5 kN/m mir 1,63m).

Alles in allem sollte deine idee passen, offen noch, ob die Balken an den Wänden verankert sind.
 

KammerProjekt

ww-pappel
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Die Bahn mal wieder :emoji_grin:, jedenfalls vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich hab die Pfosten mal fix durchnummeriert. Pfosten 4 soll nach Möglichkeit bewegt und in der Ausbuchtung an der tragenden Wand befestigt werden. Pfosten 2 & 3 werden (wenn möglich) an der Rabitzwand direkt hinter ihnen befestigt.

Der Tipp mit den Schrauben ist sehr hilfreich!! Theoretisch könnte ich echte Holzverbindung herstellen, aber wenn sie keinen riesigen Unterschied machen, spare ich mir die Arbeit vielleicht lieber...?

Hast du noch Tipps, wie ich die Pfosten 2 & 3 und den Rahmen mit der Rabitzwand befestige? Einfach ein paar Schrauben rein?

Und wie befestige ich die Pfosten am besten im Boden? Boden ist klassischer Altbau: massiver Holzdielenboden
Pfostenträger habe ich mir schon angeguckt, gibt es da ein zu empfehlendes Modell?

Die Querbalken sind bisher nur in den Rahmen geschraubt, sollte man die Balken am besten in der Rabitzwand befestigen?
 

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