Konkave Kante herstellen - Schweifhobel oder Pullshave?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Holzwurmanfänger, 24. April 2018.

  1. Holzwurmanfänger

    Holzwurmanfänger ww-kastanie

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    Dresden
    Hallo Forum,
    ich habe eine Werkzeugfrage:
    Ich möchte eine Brettkante mit einer konkaven Wölbung ausstatten (siehe Skizze, etwas übertriebener Materialabtrag).

    Kann ich das mit einem Schweifhobel/Schabhobel mit gerundeter Sohle realisieren oder benötige ich da einen anderen Hobel, z.B. einen Pullshave (Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.?

    Mir ist gerade nicht klar, ob ich mit einem Schweifhobel mit gerundeter Sohle "nur" konkave Kanten bearbeiten oder diese auch herstellen kann.

    Danke für die Hilfe!
    Uwe
     

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  2. dascello

    dascello ww-robinie

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    Lieber Uwe,

    der Schweifhobel ist eine Diva, man muss ein wenig üben. Aber es geht.
    "Pullshave" kenne ich jetzt nicht, funktioniert aber wohl ähnlich einer einfachen Ziehklinge. Die funktioniert hier wunderbar, wenn nicht allzuviel abzutragen ist.
    Ich selbst habe mir, da das bei mir recht häufig vorkommt, eine "Oszillierende Zylinderschleifmaschine" zugelegt.

    Die funktioniert hervorragend.


    Gruß


    Michael
     

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  3. Holzwurmanfänger

    Holzwurmanfänger ww-kastanie

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    Dresden
    Hallo Michael,
    danke für die schnelle Antwort!
    Na, das klingt ja schonmal ganz gut. Eine (weitere) Maschine kommt aus Platzgründen erstmal nicht in Frage, ich würde das Projekt auch gern mit Handwerkzeugen bewältigen. Davon abgesehen aber danke für den Tip mit der Schleifmaschine, wenn ich mehr Teile zu bearbeiten hätte, wäre das sicher das Mittel der Wahl...
    Viele Grüße, Uwe
     
  4. derdad

    derdad Moderator

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    Ich hab's noch nicht ganz kapiert. Soll an einem Brett ein konver Ausschnitt sein, von Hausnummer r 1Meter? Oder soll an der Kante eine Hohlkehle sein von Hausnummer r 5cm?

    LG Gerhard
     
  5. Komihaxu

    Komihaxu ww-robinie

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    Oberfranken
    Du kannst sie auch herstellen.

    Arbeitest du im Hirnholz? Da kannst du nur ganz ganz wenig auf einmal abnehmen. Wenn nennenswerter Materialabtrag nötig ist, wäre es sinnvoll, die Kurve schon mal mit einer Laubsäge grob vorzuarbeiten.

    Tipp: Lass das Hobeleisen (entsprechend der Logik) nicht parallel aus der Sohle ragen, sondern ein bisschen schräg.
    Linke Seite schaut quasi garnicht raus und rechte Seite deutlich mehr. So kannst du deinen Materialabtrag variieren, je nachdem wie du den Schweifhobel ansetzt.
     
  6. Holzwurmanfänger

    Holzwurmanfänger ww-kastanie

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    Dresden
    @derdad: siehe die eingenuteten Kufen am Ulmer Hocker auf dem angehängten Bild - so in etwa soll das werden, also eher weniger Materialabtrag.

    @Komihaxu: Danke für den Tip. Ich probiere das eh mal an einem Probestück, dann versuche ich auch, wie ich mit dem schräg eingespannten (so war das doch gemeint, oder?) Eisen zurecht komme.

    Grüße, Uwe
     

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  7. derdad

    derdad Moderator

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    Wien/österreich
    Jetzt versteh ich!
    So etwas ist beinahe das Beste wenn man es aussägt, und dann mit Feile und Schleifpapier vollendet. Wenn man es "liebevoll" nachputzen will kann man es dann auch mit einer Ziehklinge machen.
    Schabhobel, etc, sind nicht die geeigneten Werzeuge um viel Material abzutragen. Die sind ebenfalls zum sauber nachputzen gedacht.

    LG Gerhard
     
  8. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

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    Bei Heidelberg
    Ich gehe mal nach deinen Äußerungen davon aus, dass du eine Kante in Form einer Hohlkehle profilieren möchtest. Dafür ist ein (Profil)-Schabhobel durchaus das Werkzeug der Wahl. Eine pseudoenglische Bezeichnung, mit der die Hälfte der Foristen nichts anfangen kann ist hier aber nicht sehr hilfreich, zumal das Werkzeug, auch vom kanadischen Hersteller, als Schabhobel bezeichnet wird. Die Pullshaves, die weiter unten auf der von dir verlinkten Seite gezeigt werden haben einen ganz anderen Anwendungsbereich und werden dort auch mit der deutschen Bezeichnung Zieh-Schabhobel geführt. Wenn ich mir dann auf Dieter Schmids Seite durchlese für welchen Anwendungszweck diese Zieh-Schabhobel gedacht sind, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier nur ein halbwegs passender vermeintlich schicker englischer Ausdruck gesucht wurde, ohne sich genau anzuschauen für welchen Einsatzzweck das Werkzeug gedacht ist.
    Aber um deine Frage zu beantworten: Das geeignete Werkzeug für dein Vorhaben findest du, wenn du auf der von dir verlinkten Seite weiter nach unten scollst. Dort findest du einen Profilschabhobel von Veritas Best.-Nr. 307723. Zu diesem gibt es eine Reihe von Eisen in den verschiedensten Profile. Und sollte deines nicht darunter sein, gibt es noch Rohlinge, an welche man das gewünschte Profil selbst anfeilen kann.
    Ich würde das Ganze aber mit der Oberfräse und einem geeigneten Hohlkehlfräser machen.
     
  9. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

    Beiträge:
    4.182
    Ort:
    Bei Heidelberg
    Ups, da bin ich etwas verkehrt gelegen mit meiner Vermutung. Aber auch hier zeigt sich wieder, je ganauer ein Problem formuliert wird,um so eher kann einem konkret geholfen werden. In diesem Falle, kann ich mich, was die Ausführung betrifft, Derdad nur anschließen.
    Wenn allerdings nicht unbedingt mit Handwerkzeugen gearbeitet werden soll, hat man so etwas auch schnell mit der Oberfräse ausgefräst.
     
  10. Komihaxu

    Komihaxu ww-robinie

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    Oberfranken
    Wenn du das ganz genauso machst wie in dem Bild in #6 , dann ist das mit dem Schweifhobel überhaupt kein Problem, selbst ohne Vorsägen.
    Den Radius wirst du aber etwas größer machen müssen, sonst kommst du mit dem Hobel nicht richtig rein. Also so wie in Beitrag #1 - ein größerer Bogen.

    Ich komme mit dem Veritas 307948 gut zurecht. Habe auch einen Kunz, aber der rattert extrem (wenn man ihn nicht vorher aufwändig mit der Feile "optimiert").
     
  11. Holzwurmanfänger

    Holzwurmanfänger ww-kastanie

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    Dresden
    Danke für alle weiteren Beiträge, ich bin jetzt gut informiert.
    Grüße, Uwe
     
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