Kompressor

Wonka

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Hallo,

ich habe zwar bereits einen Kompressor, den hatte ich zum Ausblasen meiner Gartenbewässerung gekauft und im Grunde auch immer nur dafür eingesetzt, bis ich vor ein paar Tagen beim Fräsen so viel Staub und Spähne erzeugt habe, dass ich diese mit dem Kompressor vor jeder weiteren Fräsung erstmal vom Tisch geblasen habe. Klar, hätte ich auch wegsaugen können, aber das ging einfach schneller, außerdem hatte ich Plexiglas gefräst und das wollte ich nicht im Holzstaub haben.

Als dann vor ein paar Tagen ein Video auf YT von einem Werkzeughändler und einem Metabo-Mitarbeiter zu den Metabo Kompressoren kam, hat es mich in den Fingern gejuckt, ob ich mir nicht einen neuen, stärkeren Kompressor kaufen sollte. Rein für die Werkstatt. Zum einen, um dann regelmäßig Spähne, etc. wegblasen zu können, aber mehr noch, um damit eine Nagelpistole - ich will demnächst auch eine Stalldecke dämmen und dann mit Brettern verkleiden, wofür das genial sein könnte - und eine Sprühpistole betreiben zu können. Ähnlich wie LB das auch macht.

Meine Frage ist nur, welche Leistung brauche ich denn für die Sprühpistole. Was ich bisher so gelesen hatte ist die Sprühpistole stellt die Sprühpistole wohl die größere Herausforderung für den Kompressor da, da der Luftdruck gleichmäßig,... kommen muss. Der Nagler würde dann wohl problemlos funktionieren.

Könnt ihr mir sagen, ab welchem Modell der Metabo Kompressoren ich sowohl einen Druckluft-Nagler, als auch eine Sprühpistole und, falls das leistungstechnisch noch anspruchsvoller wäre, einen Schlagschrauber daran betreiben könnte - wobei das nur eine theoretische Option für die Zukunft wäre. Auf was muss ich ggf. achten? In dem Video hieß es, an einem der Kompressoren sei ein "Filter", um Kondenswasser, das aus dem Kompressor kommen kann, auszufiltern, wenn man eine Sprühpistole betreibt. Kann ich sowas nicht als Bauteil an jeden Kompressor anstecken?

Vielen Dank und viele Grüße!
 

Dackeldil

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Meine Frage ist nur, welche Leistung brauche ich denn für die Sprühpistole.

Hängt ein bisschen von der Sprühpistole ab, aber je nach Modell kannst zwischen 100 und 300 Liter pro Minute rechnen - wichtig ist die Abgabeleistung (bei Betriebsdruck), nicht die Ansaugleistung des Kompressors (die gerne höher ist und werbewirksam verwendet wird).

Der Nagler würde dann wohl problemlos funktionieren.

Der ist wirklich kein Problem, der läuft auch an mobilen 500W Geräten.

In dem Video hieß es, an einem der Kompressoren sei ein "Filter", um Kondenswasser, das aus dem Kompressor kommen kann, auszufiltern, wenn man eine Sprühpistole betreibt. Kann ich sowas nicht als Bauteil an jeden Kompressor anstecken?

Ja, kannst und solltest du auch, wenn du gut lackieren willst, brauchst sowohl Wasser als auch Ölabscheider (außer nutzt einen ölfreien Kompressor).

falls das leistungstechnisch noch anspruchsvoller wäre, einen Schlagschrauber daran betreiben könnte - wobei das nur eine theoretische Option für die Zukunft wäre.

Schlagschrauber brauchen zwar einen ziemlich hohen Durchsatz, aber nur kurzzeitig. Das kann man auch durch einen größeren Kessel ausgleichen, willst du zB. Autoreifen wechseln, reicht dir jeder Kompressor mit 50L Kessel, die Schrauben bekommst damit locker, und bis du den Schrauber wieder brauchst, ist der Kessel wieder voll. Wichtiger für einen Schlagschrauber ist der Schlauch, du brauchst hier genug Innendurchmesser. Mit den Standartschläuchen kommt nicht genug Luft an, dann wird auf Kompressor und Schlagschrauber geschimpft.

Auf was muss ich ggf. achten?

Was mir persönlich wichtiger wäre: Verzinkter oder innenbeschichteter Kessel für die Langlebigkeit. Es kein Spaß, wenn ein Kessel durchrostet und irgendwann mal explodiert (tun nicht alle durchrostetenden, auch hier werden bald Schlaumeier kommen, die sagen: "Das gibt nur ein Loch"... joa, in den meisten Fällen schon...)

Anonsten: Hast du ein Gewerbe, musst einen Kompressor wegen der Explosionsgefahr regelmäßig prüfen lassen, daheim privat nicht... Da kann es Sinn machen, nicht allzu groß zu kaufen, denn dann darf die Prüfung eine befähigte Person (zB. Kundendienst) machen, bei größeren muss der TÜV ran.
 

Martin45

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Staub weglassen verteilt dir den Dreck vor allem den feinen überall hin und du atmest die dreckige Luft ein. Nicht umsonst soll man den entstehenden Staub im Bereich der Erzeugung also direkt an der Maschine absaugen.
Klar, jeder macht das mal. Aber ich würde davon abraten das als feste Arbeitsroutine zu etablieren
 

Curby

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Selbst die beste Absaugung an den Maschinen lässt etwas liegen und verteilt etwas in der Luft. Wegblasen ist laut BG glaube ich nicht erlaubt, wegen Gefahr einer Satubexplosion (meine mich zu erinnern), aber wenn man die Luft zusätzlich noch filtert sehe ich da kein Problem drin. Der Luftfilter sollte aber schon ordentlich wumms haben und natürlich gleichzeitig laufen. Der aufgewirbelte STaub benötigt mehrere Stunden, um sich wieder abzusetzen.

Ich habe einen Metabo Mega 520-200. Der braucht knapp 4 Minuten bis der voll ist, der Tank ist aber auch ziemlich groß. Reicht für Lackieren aus, ist aber auch einer der größten von Metabo.
 

Wonka

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Danke euch.

Super erklärt mit den Kompressor-Eigenschaften, @Dackeldil!!!

Die tägliche Arbeitsroutine soll es nicht werden und ich versuche auch alles abzusaugen, auch am Anschlag des Fräsers. Allerdings habe ich da Nuten in das Plexiglas gefräst und konnte nicht absaugen - ich hätte max. mit dem Sauger den angefallenen Dreck aufsaugen können.

Ein Filter ist auf jeden Fall etwas, das ich noch installieren müsste/würde. Meine Werkstatt ist eine Scheune mit 64m² Grundfläche auf mehreren "Ebenen" - die Ebenen sind teilweise nur Balken,... Da müsste ich mich erstmal informieren, was ich bei dem riesigen Volumen an Raum überhaupt brauche, etc. Da darin früher Stroh und Heu gelagert wurde ist da wohl jetzt schon so viel Staub auf den Mauern, den Balken, etc.
 

mj5

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Selbst die beste Absaugung an den Maschinen lässt etwas liegen und verteilt etwas in der Luft. Wegblasen ist laut BG glaube ich nicht erlaubt, wegen Gefahr einer Satubexplosion (meine mich zu erinnern), aber wenn man die Luft zusätzlich noch filtert sehe ich da kein Problem drin.
Ich denke der BG geht es weniger um die Explosionsgefahr, als um das einatmen von Gefahrenstoffen aller Art.
Aber fuer eine saubere Werkstatt braucht man eigenlich nicht viel zu tun. Ausser tief einzuatmen.
Denn im menschlichen Oberkoerper befindet sich ja ein hocheffizienter Feinstofffilter. :emoji_wink:
 

Ikeabana

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Mit Druckluft den Staub wegblasen ist klasse. Das sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Materie im Raum und verhindert zuverlässig zu hohe Staubkonzentrationen. :emoji_wink:
 

Djslimer

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Könnt ihr mir sagen, ab welchem Modell der Metabo Kompressoren ich sowohl einen Druckluft-Nagler, als auch eine Sprühpistole und, falls das leistungstechnisch noch anspruchsvoller wäre, einen Schlagschrauber daran betreiben könnte - wobei das nur eine theoretische Option für die Zukunft wäre. Auf was muss ich ggf. achten? In dem Video hieß es, an einem der Kompressoren sei ein "Filter", um Kondenswasser, das aus dem Kompressor kommen kann, auszufiltern, wenn man eine Sprühpistole betreibt. Kann ich sowas nicht als Bauteil an jeden Kompressor anstecken?

Vielen Dank und viele Grüße!
Das Video habe ich gerade auch zuende gesehen, dort wird deine Frage eigentlich auch beantwortet, wie auch hier durch die anderen.
Ich meine es war der 400-50 (der eins größer als der Silent), der für deinen Zweck empfohlen wurde. Den gibt es wohl sich als Silent.
 

Curby

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Aber in dem Video wird nicht auf die Lebensdauer von Silent eingegangen. Ist da der Stand immernoch so, dass die weniger lange halten (in Betriebsstunden)?
 

Dackeldil

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Aber in dem Video wird nicht auf die Lebensdauer von Silent eingegangen. Ist da der Stand immernoch so, dass die weniger lange halten (in Betriebsstunden)?

Ja, deutlich weniger lange, aber spielt kein so große Rolle. Mit vier Schrauben den Zylinderdeckel lösen, aus dem Zylinder (je nach Modell 1-2 Schrauben raus) und der Teflonring liegt frei. Neuen Ring rein, und alles wieder drauf schrauben. Kostet ca. 10 Euro einer, ist je nach Modell auf unter 10 Minuten getauscht. Sollte sich bei der Aktion der Dichtungsring am Zylinderdeckel tauschen, braucht man hier halt auch noch Ersatz (bisher bei mir nie vorgekommen).

Sollte man zu lange mit den Tausch der Teflonringe gewartet haben (spätestens dann tauschen, sobald man auch nur ein minimalst anderes Geräusch hört), neuer Kolben, aber auch der ist kein Hexenwerk, das sind meistens einfache Aluzylinder, auch die sind schnell getauscht. Passungen spielen keine so große Rolle, die Teflonscheibe gleicht das alles aus.

Was in der Praxis eher ein Problem sein kann: Je nach Qualität der Kühlung werden ölfreie Kompressoren schneller heiß, d.h. sie sind keine Dauerläufer (auch wenn manche Hersteller inzwischen damit werben). Nur: Wo läuft ein Kompressor bei obigen Anforderungen mal mehr als eine halbe Stunde ohne Pause?


Anderer Punkt ist der Kessel: Ölfrei heißt, es kommt kein Ölfilm in den Kessel, heißt er rostet deutlich schneller, was eine Innenbeschichtung umso sinnvoller macht.
 

drucker123

ww-pappel
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Dackeldil hat es dir schon ziemlich gut beantwortet. Für eine Sprühpistole ist die Ausgangsleistung wichtig und ein einigermaßen großer Tank. Dann musst du beim sprühen nicht immer eine Pause einlegen. Je nachdem, ob du später noch eine Kabine oder ein Strahlgerät in deiner Werkstatt ergänzen möchtest, solltest du einen deutlich stärkeren Kompressor wählen.
 

Arkhan1806

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Also ich habe seit kurzem eine Strahlkabine (mit einer einfachen Venturidüsenpistole), dafür hab ich ca. 4 kW Kompressorleistung und ca. 50 Ltr. Kesselvolumen. Die sind tatsächlich aber auch einigermaßen am Anschlag, wenn ich durchstrahle laufen die ca. 75% der Zeit. Kleiner würde ich auf keinen Fall gehen.

Also in meinem Fall hab ich zwei "kleine" Kompressoren mir etwas versetzten Einschaltdrücken. Dann springt erstmal nur einer an, wenn der Druck weiter fällt geht der zweite auch mit an. War gebraucht halt günstiger als ein großer.


Aber Strahlen war ja auch garnicht gefordert, auch wenn's schon ziemlich nützlich ist.
 

Wonka

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Danke euch.

Der 400-50 ist ja riesig. Klar, der hat diesen Wasser- und Ölfilter, aber ich habe gehofft, dass man das auch einfach an einem kleineren als Anbauteil anbauen kann - vorausgesetzt der hat natürlich genug Leistung.

Was ich preislich bereit bin auszugeben? Ganz ehrlich? Keine Idee. Ich wollte erstmal schauen, was man für sowas rechnen muss bzw. welche Größe man wirklich benötigt.

Eine Strahlkabine werde ich mir wohl so schnell nicht bauen. Bei der "Lackierkabine" hätte ich an etwas gedacht wie ein paar Duschvorhänge, die ich zuziehen kann und Pappe auf dem Boden. Klar ist das dann nicht Staubfrei, etc.
 

Holzfummler

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Moin,
es gibt elektrische Sprühpistolen, da benötigst du keine extra "großen" Kompressor.
Außerdem ist Druckluft die teuerste Art, Energie zu erzeugen.
LG
Thomas
 

depitter

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ich habe den ST-510 von Stahlwerk, der hat knapp 400,-€ gekostet und ich bin zufrieden damit.
Gekauft habe ich von denen wegen der 7 Jahre Garantie, ob die etwas taugt weiss ich nicht, Stand jetzt nach zwei Jahren ist ja noch alles ok.
Der wird als Flüsterkompressor verkauft, aber im Vergleich zu meinem Implotex ist der sehr laut, der Implotex ist aber fairerweise auch doppelt so teuer.

Deine Anforderungen gehen damit alle.
Allerdings, mit dem lackieren ist das so eine Sache, wenn Du mal eben 10-15 Minuten ein kleines Teil lackierst ist das in Ordnung.
Wenn das aber längere arbeiten werden, nützt der der Wasserabscheider nichts mehr, dir spritzt nachher das Wasser mit aus der Pistole.
Nicht umsonst haben Leute die viel und oft lackieren sogenannte Kältetrockner.
 
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Dackeldil

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Außerdem ist Druckluft die teuerste Art, Energie zu erzeugen.

Für das bisschen, was unsereins mit obigen Geräten machen kann, spielt das wirklich so eine Rolle? Bzw. wann hätte sich eine gute elektrische Lackierpistole überhaupt durch die Energieeinsparung gelohnt?

ich habe den ST-510 von Stahlwerk, der hat knapp 400,-€ gekostet und ich bin zufrieden damit.
Gekauft habe ich von denen wegen der 7 Jahre Garantie, ob die etwas taugt weis ich nicht, Stand jetzt nach zwei Jahren ist ja noch alles ok.

Die Schwachstelle ist der Kessel, dünnes Blech ohne Rostschutz, zwar Richtlinienkonform, aber sicher nicht für die Ewigkeit gebaut. Andererseits für den Preis... (und ja, hab ich selber auch).

Flüsterkompressor sind die nicht unbedingt, aber deutlich leiser als ein Kolbenaggregat trotzdem. Von nichts kommt halt nichts...
 

Holzfummler

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Moin,
ich selber habe mir damals einen Schneider Kompressor bis 10 bar gekauft, um vom Boot die obere Unterwasserschicht abzustrahlen. War sehr lat und nicht so effektiv wie gehofft. Auch ist das Strahlgut teuer.
Auch ich hatte überlegt, mir in der Werkstatt Druckluft mit ein paar Abgängen zu verlegen. Da aber die Anlage auch regelmäßig zu warten ist, sowie der Kessel vom TÜV auf Druckfestigkeit, habe ich es gelassen.
Nur wer Druckluft geschäftlich nutzen muss, für den lohnt es sich.
Die Handhabung elektrischer Geräte ist deutlich einfacher und effektiver.
Energie kann man eigentlich nicht erzeugen.... nur so am Rande und off topic
Okay, danke, vielleicht hätte ich besser Nutzenergie schreiben sollen.
LG
Thomas
 
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