Kleine "Stämmchen" auftrennen oder am Stück belassen.

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Soulreaver2904, 16. Januar 2018.

  1. Soulreaver2904

    Soulreaver2904 ww-kastanie

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    Hallo, habe aus alten Obstbäumen Äste rausgenommen. Habe mir ein paar Stücke mit in die Werkstatt genommen um daraus kleinigkeiten zu machen. Durchmesser von 5-10 cm. Würdet ihr die erst zu Bretttchen auftrennen und dann trocknen lassen oder am Stück belassen? Habe mit der Bandsäge schon Buchen-Stämmchen aufgetrennt, aber das war schon trocken (Feuerholz).
    Gruß Thomas
    PS: egal was ihr Favorisiert, sollte man etwas zum Schutz vorm reißen auftragen? Was?
     
  2. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Ebstorf
    Hallo,

    mindestens einmal in der Mitte auftrennen und die Hirnholzenden mit alter Farbe
    bestreichen, damit das Holz dort nicht übermäßig schnell trocknet und reißt.
    Das ganze nicht im Warmen trocknen, sondern draußen vor Sonne und Regen geschützt.

    Gruß

    Ingo
     
  3. Soulreaver2904

    Soulreaver2904 ww-kastanie

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    Danke für die Tipps.
     
  4. ranx

    ranx ww-robinie

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    moin,

    du kannst auch in der Mitte spalten oder Vierteln.
    Habe ich mit halb-Meter Stücken Kirsche gemacht und
    die enden dann mit alter Lackfarbe bestrichen und darauf
    einen Bogen Zeitungspapier gepappt, war aber etwas
    grösser im Durchmesser als deine Stücke. Ca. 200 mm

    Die gehen irgendwann mal an die Drechselmaschine für
    Werkzeuggriffe oder für Schubladengriffe etc.

    lG uwe
     
  5. Soulreaver2904

    Soulreaver2904 ww-kastanie

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    34
    Verstehe ich richtig, du hast gespalten, nicht gesägt ja?
    Habe eben festgestellt dass das Blatt auf meiner Säge viel zu fein und zu stumpf ist, bis Ersatz eintrifft kann ich mir also noch Tipps holen. Spalten und später über die Abrichte wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Aber wenn es bei spalten verreißt dann ärgert man sich doch oder?
     
  6. ranx

    ranx ww-robinie

    Beiträge:
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    Ort:
    nähe Kassel
    Ja, sicher ärgert man sich, genauso wie man sich über ein zersägtes Stück ärgert.
    Es gibt aber Möglichkeiten das das Spalten recht sicher gelingt.
    Z.B. wie in folgendem Video:
    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Etwas Erfahrung muss man natürlich auch sammeln... da geht auch mal was daneben.

    LG uwe
     
  7. ... und einem die Eisensplitter um die Ohren und in die Augen fliegen. Bitte keine Eisenkeile nutzen.

    Zum Spalten: Du wirst an Deinen Ästen sicher feine Risse auf den Schnittflächen finden. Wenn Du Dich an diese Risse hältst, dann passt das.
     
  8. uli2003

    uli2003 ww-robinie

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    6.135
    Ort:
    Wadersloh
    Ich nutze auch Eisenkeile. Die aber nur mit dem Holzschlegel, dann passiert nichts.

    Grüße
    Uli
     
  9. Ja, natürlich, Eisen auf Eisen sollte man vermeiden.
     
  10. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Ort:
    Ebstorf
    Hallo,

    was dazu wohl der Schlosser sagt, wenn er mit Hammer und Meißel arbeitet.

    Es ist überhaupt kein Problem, mit Eisenkeilen zu arbeiten,
    allerdings dürfen die keinen "Bart" haben. Da muss rechtzeitig beigeschliffen werden.
    Das wird allerdings meist nicht beachtet.


    Gruß

    Ingo
     
  11. dascello

    dascello ww-robinie

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    Mein Papa war Steinmetz. Er und seine Mitarbeiter haben täglich mit Eisenfäusteln eiserne Meißel traktiert und ja, da waren auc h oft "Bärte" dran. Das war in den Sechzigern. Über eine Warnung vor fliegenden Eisenteilen hätten die nur gelächelt.
    Jede Woche wurden die Meißel in der Schmiede geschärft (nicht geschliffen!). Der Schmied hat die Bärte aber dran gelassen. Eine Entfernung schien ihm wohl nicht nötig.

    Aber politisch korrekt ist der Hinweis natürlich schon.

    Gruß

    MIchael
     
  12. dascello

    dascello ww-robinie

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    Wuppertal
    Und klar: Die "Brecher" haben die Tuffsteinblöcke mit Keilen und Beilegeeisen ("Lämele" genannt, Eifelslang) aus dem Vulkangestein gebrochen. Vorschlaghammedr auf Keile - mit Bärten.

    So war das damals.

    Gruß

    Michael
     
  13. derdad

    derdad Moderator

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    Ich bin kein Metaller, aber geht's da nicht um Stahl auf Stahl.
    Ich glaub es kommt auf die Hartung an. Sonst dürfte man auch keine Mauermeissel verwenden.
    LG Gerhard
     
  14. Ich bin auch kein Metaller, aber "Eisen" ist ja schnell dahergesagt. M.W. handelt es sich immer um Stähle in unterschiedlichen Legierungen und Härtegraden. Reines Eisen wird wohl (?) nicht genutzt. Ich denke, je härter der Keil, umso gefährlicher. Sicher hat Ingo Recht. Wenn der Bart ab ist, wird es unproblematisch sein.
     
  15. Friederich

    Friederich ww-robinie

    Beiträge:
    3.653
    Ich meine, bei bestimmten Waldarbeiterkeilen war manchmal erwähnt, dass sie, obwohl aus Eisen, trotzdem gemäß UVV zugelassen sind.
    Scheint also von der jeweiligen Härtung abzuhängen...
     
  16. tiepel

    tiepel ww-robinie

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    Sauerland
    Hi,
    so ist es.
    Hammer auf Hammer ist z. B. eine ganz blöde Idee.
    Mein Vater hat durch so eine Aktion ein Auge verloren. Da wurde ein Latthammer mit der Spitze auf einen Nagel gehalten um den Nagel zu versenken, mit dem anderen Hammer dann drauf ...
    Gruß Reimund
     
  17. IngoS

    IngoS ww-robinie

    Beiträge:
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    Ebstorf
    Hallo,

    Finne und Bahn des Hammers sind gehärtet. Schlägt man Hammer auf Hammer,
    können Splitter aus diesen gehärteten Flächen brechen und zu schweren Verletzungen führen.
    Beim Meißel ist die Schneide gehärtet, aber nicht der Kopf. Darum pilzt der Kopf mit
    der Zeit auf und bekommt den bekannten Bart. Von diesem können wiederum Teile
    abplatzen und zu Verletzungen führen. Darum muss der Bart immer wieder abgeschliffen werden.

    Landläufig meint man Eisen ist weich, Stahl ist hart.
    Reines Eisen hat (außer für Spezialanwendungen) in der Technik keine Bedeutung.
    Bei schmiedbaren Eisenwerkstoffen handelt es sich immer um Stahl, einer
    Legierung aus Eisen und sehr wenig Kohlenstoff.
    Je nach Anforderung auch vielen weiteren Legierungsbestandteilen.

    Gruß

    Ingo
     
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