Kaufempfehlung Frässchablone Küchenarbeitsplatte

mc2

ww-robinie
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Die Arbeitsplatte in der Küche soll erneuert werden. Die CNC von meinem Bruder steht nicht mehr zur Verfügung, der ist in wohlverdienter Rente.

Jetzt will ich das selbst machen und mir ein Schablone anschaffen, Budget ca. 200 € ( Festool scheidet also aus).

Es ist eine U-Form zu machen, also 2 Eckverbindungen, beide Winkel sind etwas über 90 Grad zu machen, alte Haus eben, daher scheidet der Baumarkt zur Vorkonfektionierung aus, haben auch nicht das Dekor, das wir wollen. Die Recherche zeigt auch, dass der Einbau von Profis weit über 200 € gehen würde.

Eine DeWalt Oberfräse DW621 KT ist vorhanden, aber keine Kopierringe.

Brauche also:
- Frässchablone
- Kopiering
- Fräser für min. 38 mm Materialstärke

Freue mich auf nützliche Hinweise.

 

willyy

ww-robinie
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die über 90 ° im Zusammenhang mit Frässchablone irritieren mich etwas.
Meinst Du für die Verbinder der Arbeitsplatten (einfach Führungsschiene?) oder meinst Du eine Schablone für die Spüle zu fräsen ?

Bei Frässchablone die HolzundMensch mit Skala B-Ware (Kratzer)
 

mc2

ww-robinie
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Die beiden Ecken der Küche sind etwas mehr als 90 Grad. Mein Gedanke ist, dass ich das mit der Schablone das ausgleichen kann, indem ich den äußeren Anschlagbolzen weg lasse und etwas mehr in die Platte einschiebe und somit einen leicht öffneten Winkel erhalte.
In der Skizze ist der Winkel natürlich übertrieben dargestellt.
Ausschnitt für Spüle und Herd mache ich mit der Tauchsäge.

IMG_2976.jpeg
 

flops

ww-pappel
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Ich hab mir meine selbst gebaut. War ein bißchen Gefrickel mit dem Abrunden der Außenecke, aber langsam rantasten, passt...
 

raziausdud

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Hallo.

Hier etwas (??? :emoji_frowning2: ) Theorie zum Prinzip einer Schablone und eines Selbstbaus:
https://www.woodworker.de/forum/threads/küchenarbeitsplatten-schablone-funktion.109274/

Ich verstehe allerdings auf Anhieb selbst kaum, was ich damals meinte verstanden zu haben. Man muss sich da wohl ein wenig „reindenken“.

Prinzip der „speziellen“ Schablonen ist, dass sich an den Innenecken die Fräsungen wegen der schon vorhandenen (!) Abrundung der Kante unter 45 Grad (bei Dir etwas über 45 Grad) treffen müssen, in der Skizze unten, B . Und dass natürlich der „Knick“ an beiden zu verbindenden Platten den gleichen Radius haben muss.

Aber gab es nicht auch die Möglichkeit, die noch nicht (!) abgerundeten Platten erst „ganz einfach“ wie A zusammenzufügen und danach dann die Kanten abzurunden?

Wer befreit mich von meinem Halbwissen? Am besten ein Praktiker … :emoji_wink:

Grüße. Rainer

IMG_9479.jpeg
 
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mc2

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Ein Selbstbau werde ich nicht machen, danke für die Hinweise.

Fertige Dekor-Arbeitsplatten aber eine Rundung oder zumindest eine ausgeprägte Fase. Da kommst um dein Prinzip B nicht drum rum.
 

Berde

ww-fichte
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Bei Winkel über 90° würde ich eine tiefere Platte nehmen (90 cm) und diese
vor Ort einpassen. Die Küchenschränke sollen doch auch in 90° stehen, nehme
ich an?

Vlt. hilft dir unteres Video?
 
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Pareto

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Deine Frage direkt beantworten kann ich nicht, aber ich war lange im (hochpreisigen) Küchenbau unterwegs. Eine Schablone hatte ich auf der Baustelle nie dabei, aber dennoch öfter verbunden:

Die Kante vorne kann man auch als Gehrung ausbilden.
Den langen Schnitt habe ich immer mit der Tauchsäge gemacht: 1-2mm Schnitttiefe rückwärts sägen, dann volle Tiefe durch. Die Gehrung vorne ist eigentlich schnell und einfach mit der Handsäge, einem Stecheisen und einem harten Schleifklotz gemacht; bzw. das "Außeneck" auch mit der Tauchsäge.
Klingt schwierig, ist aber einfach. Der Zeitaufwand, eine Schablone zu suchen, bestellen, einrichten... ist ungleich höher als der für zwei Verbindungen.

Bei meiner eigenen Küche habe ich mir den Luxus gegönnt:
Weil ich beim Händler nur volle Länge bestellen kann und das vom Maß her ausging, habe ich die Ecke komplett auf Gehrung gemacht. Gerade bei einem Holzdekor sieht das viel besser aus als längs auf quer.

Was ich damit sagen will: Die 200.-€ kannst du dir sparen.
 

derdad

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Ich hatte auch schon das Vergnügen Küchenarbeitsplatten vor Ort zu verbinden. Immer wenn alte Küchen übersiedelt, oder neue Arbeitsplatten benötigt wurden. Gemacht hab ich es wie Pareto es beschrieben hat.
Wenn man handwerklich in der Lage ist mit Schablone und Oberfräse die Ecke zu machen, geht es auch mit Tauchsäge und Stemmeisen. Einmal hab ich es sogar mit der Stichsäge gemacht und die Fugen mit Handhobel und Feile nachgearbeitet.
Die Verbindungsschrauben unten sind nur Löcher (meist 35mm, glaub ich) und jeweils kleine Schlitze für die Schraube/Gewindestange.
LG Gerhard
 

Neige

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Die Frage ist, was sind es denn für Platten, Postforming oder Dickkante?

Wenn Dickkante, dann hab ich sowas schon so gemacht. Die anhängende Beschreibung hab ich mal für einen Laien erstellt, daher ist das jetzt so beschrieben.

An einer Platte die Dickkante einsägen, rechts mit 2 Leisten
Kante sägen1.jpg

Die Dickkante lösen, idealerweise mit OF
Kante lösen.jpg

An der anderen Platte die Dickkante je nach Winkel anpassen
Kante neue Platte.jpg

Sieht nacher so aus.
Plattenstoß.jpg

Ich fräse an beiden Schnittkanten eine sehr minimale Fase, dass nachher eine kleine V-Fuge entsteht. Plattenverbinder verstehen sich von selbst. Ich bin ein Fan von diesen Verbinder.

Mein Tipp, niemals den Stoß verleimen, denn dann lässt sich der Stoß nicht mehr korrigieren, falls es notwendig wird eine saubere plane Flache zu erzeugen. Ich Silikoniere den Stoß immer im oberen Drittel der Schnittfläche mit farblich passendem Silikon zur Platte. Der Überschuss füllt die sehr filigrane V-Fuge, abziehen dann hat man einen sauberen Stoß.

Vorteil ist, dass das auch super bei Winkel außerhalb der 90° funktioniert, sollten die Unterschränke nicht im 90°Winkel stehen.
 

mc2

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Leute, seit mir nicht böse. Ich bin Quereinsteiger und mehr Bastler als Schreiner/Tischler, Hätte ich jahrelang Arbeitsplatten montiert, würde ich mir das sicher auch anders zutrauen.

Daher warte ich geduldig auf Schablonen Empfehlungen, Danke.
 

Pareto

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Das ist zu respektieren. :emoji_thumbsup:

Dennoch möchte ich nochmal auf Trick #2 hinweisen: Investiere in 2x60cm Arbeitsplattenlänge und säge/fräse einfach eine Gehrung an.
Das ist einfacher, schneller, billiger und fehlertoleranter als eine Frässchablone.
 

raziausdud

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(Text war wohl unpassend, weil es hier offensichtlich - bisher aber nicht erwähnt - um eine Dekorplatte geht. Ich bezog mich auf Massiv-Platten, da kann man die abgerundete Kante in vielen Fällen nach hinten legen, die Platten „einfach“ und gerade verbinden und am Ende dann die Rundung an die Vorderkante fräsen).
 
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carsten

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Hallo

bin eindeutig bei pareto
habe selten mit Schablone Küchenarbeitsplatten gemacht. Die meisten Küchen haben wir als Sub gebaut und die AP kam nachträglich Stein Kunstmineral und Co durch dritte. Oder eben von der Geometrie Standard so dass das Makro der CNC verwendet werden konnte.
Kann mich an einmal erinnern wo ich auch eine sehr außer 90° Variante hatte und das beidseitig also eine U-förmige AP.
Ich konnte das Makro der CNC nicht anpassen. Muster mit Resten gemacht
Hab dann die Gesamtgeometrie per CAD gezeichnet und da ist mir klar geworden weshalb das nicht passen konnte.
Alle Schablonen und auch das Makro starten an der profilierten Kante mit einer 45° Linie. Weil die alle von einer perfekten 90° ausgehen.
Das funktioniert bei 89° oder 91° noch vielleicht auch bei 88° oder 92°. Bei mehr wird der Spalt schon sichtbar größer.
Man könnte jetzt noch eine Seite bei 45° lassen und die andere manuell anpassen. Oder es sich eben einfach machen und mit Schiene und Säge beide AP passend auf Gehrung sägen. Die Löcher mit einem 35 Bohrer von hinten reinbohren, Den Steeg mit der Feinsäge einsägen und mit einem schmalen Stechbeitel zur Not tut es ein Schlitzschraubendreher "rausstemmen".
Das ist nicht falsch nur anders. Mehrfach so gemacht, Kosten-, Zeitgründe oder der Einbausituation geschuldet.
Die von neige beschriebene Variante funktioniert wenn die Profilierung nur 2-3 mm ist also z.B. nur die ABS Kante.
 

wasmachen

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HinternDiwan
Titman könntest z.b. suchen.

Aber nochmal: du hast eh schon die 'falsche' OF. Und wenn du das mit fräsen kannst, kannst du es auch anders...

Bin jetzt aber raus.
 

brubu

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Klar geht es mit zusammenpassen für ein Einzelstück. Wir hatten einmal eine grössere Anzahl Arbeitssimse bis 900mm tief und vorn am HPL Belag sichtbare 20mm Massivholzkanten. Da haben wir anhand einer Duropal Lehre die Geometrie kopiert und alles gefräst. Die Winkel wurden den Räumen angepasst.
 

brubu

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Noch ein Tipp, die Oberfräse muss sehr genau senkrecht fräsen. Wir mussten damals unsere ELU deswegen auswechseln. Hab nicht alles gelesen, aber zuerst mit einem kleineren Fräser vorfräsen und dann auf den richtigen Durchmesser wechseln.
 

WoodyAlan

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Ein Selbstbau werde ich nicht machen, danke für die Hinweise.

Fertige Dekor-Arbeitsplatten aber eine Rundung oder zumindest eine ausgeprägte Fase. Da kommst um dein Prinzip B nicht drum rum.
Ich hab eine günstige von Silverline vom großen Fluss für kleines Geld. Alle üblichen Verbindungen beidseitig möglich inkl anschlagstiften. Funzt einwandfrei.
 

mc2

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Wir nähern uns:

Aktuell liege ich mit der Trend kwj650, einen Satz Kopieringe (30mm ist dabei) und dem 12 mm Fräser mit 50 mm Nutzlänge bei knappen 170 €.

Der Tipp mit 10mm vorzufräsen finde ich gut und werde es so beim Probestück auch schon machen.

Die Unterschränke sind an den Wänden ausgerichtet, da kein Eckschrank vorhanden. Zudem würde es auch nicht gut aussehen, wenn die Hochschränke am Ende ein paar cm Wandabstand hätten
 

WoodyAlan

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Krass wieviel??? Grad mal nachgesehen die silverline 633488 hat damals 44€ gekostet. Gut scho a paar Jahre her aber so eine Preissteigerung? Puh.
 

mc2

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Die Trend koste 100 €, Fräser 40, Kopierringe 35.

Es hat sich aber eben noch ein Türchen aufgemacht. Wenn das klar geht, melde ich mich wieder…
 

Martin Graf

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Wenn Du das nur ein einziges Mal machen musst, dann würde ich mir die Ausrüstung ausleihen. Beim gut sortierten Werkzeugverleih mal nachfragen. Da gibt es dann auch gleich die richtige OF mit dazu. Oder bei einem Makerspace o. ä. nachfragen.
Alternativ, die Festool-Schablone kaufen und nach Benutzung wieder verkaufen. Oft ist der Wertverlust geringer als die Kosten fürs Leihen.
Gruß Martin
 
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