Kantenfräse - Welche Form der Grundplatte?

Sigi11

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Hallo zusammen,

ich mache mich gerade mit dem Thema Fräsen vertraut und habe mir dazu das Buch "Handbuch Oberfräse" von Guido Henn zugelegt. Er empfiehlt eine Fräse mit einer "viereckigen Grundplatte" zu kaufen. Warum ist leider nicht erläutert. Jetzt frage mich welche Vorteile diese Form zum Beispiel gegenüber einer runden Grundplatte hat?


Viele Grüße
Sigi
 

tmw

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Was ich mir vorstellen kann: bei einer Kantenfräse taucht man ja gerade nicht ein, das heißt, man hat beim Einschalten der Fräse schon den Fräser unten herausschauen. Damit man dennoch quasi eintauchen kann entlang einer Anschlagleiste (Eintauchen aus seitlicher Neigung der Fräse) ist es hilfreich, wenn man über die Länge der Grundplatte eine gerade Kante hat.
Ist das verständlich? Ich bin mir nicht sicher.
 

Sigi11

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Hallo,
meiner Meinung nach, ist das Geschmacksache. Ich habe beides. Du könntest natürlich auch einfach beim Autor @Guido nachfragen.

Es grüßt Johannes

Interessant, dass Herr Henn auch hier im Forum aktiv ist oder war. Wenn ich mir sein Profil anschaue, ist sein letzte Aktivität leider schon etwas her. Vielleicht bekomme ich auch hier gute Anregungen.


Was ich mir vorstellen kann: bei einer Kantenfräse taucht man ja gerade nicht ein, das heißt, man hat beim Einschalten der Fräse schon den Fräser unten herausschauen. Damit man dennoch quasi eintauchen kann entlang einer Anschlagleiste (Eintauchen aus seitlicher Neigung der Fräse) ist es hilfreich, wenn man über die Länge der Grundplatte eine gerade Kante hat.
Ist das verständlich? Ich bin mir nicht sicher.

Das ist schon mal eine gute Idee, dann wäre man bei Eintauchen in einer Richtung stabil. Für Langlöcher evtl. interessant.
 

Helibob

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Jetzt frage mich welche Vorteile diese Form zum Beispiel gegenüber einer runden Grundplatte hat?
:emoji_grin: Ich habe es damals auch überlesen.

Hier nochmal der Hinweis.

Finde die Auflageplatte der Bosch Akkukantenfräse in der Praxis da sogar noch etwas besser, dreht man sich so, wie man es braucht, bzw. der Platz da ist.

Gruß Matze
 
Zuletzt bearbeitet:

raziausdud

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Hallo.

Nicht ganz die Antwort auf Deine Frage, aber da Du Dich als Einsteiger geoutet hast:

Egal ob eckige, runde, kleine oder größere Grundplatte, so „von Haus aus“ liegt ja immer nur knapp die Hälfte der Grundplatte auf der Kante.

ICH hab keine extra kleine Kantenfräse. Aber wenn ich Kanten fräse, hilft mir selbst bei der größeren Oberfräse eine noch weiter vergrößerte Eigenbau-Grundplatte, kippsicherer an der Kante entlangzufahren. So sieht das aus am Beispiel einer Bosch :

https://www.holzideen-haschke.de/p/grundplatte-oval-gleitplatte-passend-fuer-eine-bosch-gkf-18v-8

Auch dort heißt es im Text: „Die Grundplatte dient als händische Verbesserung beim Arbeiten mit der Bosch GKF 18V-8 Kantenfräse. Somit eine bessere Führung durch extra große Grundfläche (240mmx130mm, Lx:emoji_sunglasses: und dem zusätzlichen Haltegriff“.

Grüße. Rainer
 

bast_ig

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Ich habe die mittelgroße 1400 Watt Oberfräse von dewalt undseit kurzem die kleine Katsu kantenfräse.

Wie @Johannes sagt: das ist Geschmackssache. Ich finde die kleine und runde Grundplatte der katsu sehr praktisch. Einerseits ist die fräse wegen ihrer kompakten Größe so gut zu führen, dass man kaum einmal verkippelt.

Andererseits kann man eine runde Grundplatte super an einer Leiste führe, weil der Fräsermittelpunkt immer gleich weit weg ist, egal wie die fräse gedreht ist. Habe ich jetzt tatsächlich schon öfter für Taschen sehr angenehm gefunden, weil auch bei kleinen Werkstücken fräse und leisten noch drauf passen. Das ist bei einer größeren Grundplatte oft nicht der Fall.

Grüße
 

Johannes

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Hallo,
noch ein Hinweis zum Kanten fräsen. Ich schraube dann gerne ein Stück Sperrholz unter die Fräse mit einer Öffnung, die nur ganz wenig größer ist als der Durchmesser des Fräsers. Da gibt es dann auch an den Ecken kein Verkippen.

Es grüßt Johannes
 

Guitarfreak

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Also ich habe die: Bosch Akku Kantenfräse. Bei der ist die Grundplatte auf der einen Seite länger, sodass man sich eigentlich keinen größere Grundplatte bauen muss. Vom Handling finde ich die Super. Kippelt auch nicht so leicht. Und man hat kein störendes Kabel.

Viele Grüße
Daniel
 

SteffenH

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Er empfiehlt eine Fräse mit einer "viereckigen Grundplatte" zu kaufen. Warum ist leider nicht erläutert.
Ich kenne das Buch nur aus der Leseprobe bei Amazon. Danach erklärt er das eigentlich an mehreren Stellen. Abgesehen davon ist ja jede Grundplatte austauschbar, und sei es nur um eine größere, kippelfreie Auflage zu haben. Oder eine längliche Platte mit Erhöhung zum Abfräsen von Überständen, etc. Soll heißen, man ist nicht unbedingt zwingend an die Form der Grundplatte gebunden, mit der die Oberfräse ab Werk kommt.
 

Sigi11

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:emoji_grin: Ich habe es damals auch überlesen.

Hier nochmal der Hinweis.

Finde die Auflageplatte der Bosch Akkukantenfräse in der Praxis da sogar noch etwas besser, dreht man sich so, wie man es braucht, bzw. der Platz da ist.

Gruß Matze

Oh man da war ich echt blind. Vielen Dank. :emoji_slight_smile:

Andererseits kann man eine runde Grundplatte super an einer Leiste führe, weil der Fräsermittelpunkt immer gleich weit weg ist, egal wie die fräse gedreht ist. Habe ich jetzt tatsächlich schon öfter für Taschen sehr angenehm gefunden, weil auch bei kleinen Werkstücken fräse und leisten noch drauf passen. Das ist bei einer größeren Grundplatte oft nicht der Fall.

Den Gedankengang hatte ich auch schon. Bei einer runden Grundplatte ist man doch immer gleich weit entfernt, egal wie man sie dreht.


Man kann sich natürlich auch eigene Grundplatten basteln. Für den Anfang war es mir aber mal wichtig die Gedankengänge hinter der Aussage zu kennen. Evtl. wäre es auch nicht einfach mit einer eigenen quadratischen Grundplatte getan gewesen.

Die Bosch Pro GKF 12V-8 wäre mit als erste Fräse zu klein. Evtl. für später etwas. Ich überlege mir vielleicht die Dewalt DCW604NT-XJ zuzulegen. die etwas größer und man kann evtl. mehr machen. Und die Grundplatte sieht auch interessant aus. Die eine Seite rund und die andere eckig. Und die Akkus hätte ich auch schon.

Vielen Dank schon mal für die hilfreichen und interessanten Antworten!

Viele Grüße
Sigi
 

tmw

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Bei der runden Grundplatte muss natürlich darauf geachtet werden, dass sie gut zentriert ist. Sonst wundert man sich über Abweichungen oder nicht passende Verbindungen.
Will sagen: rund allein macht noch nicht präzise.
 

Helibob

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Oh man da war ich echt blind.
War ja selbst auch nicht weniger blind - also was solls.
Die Bosch Pro GKF 12V-8 wäre mit als erste Fräse zu klein. Evtl. für später etwas. Ich überlege mir vielleicht die Dewalt DCW604NT-XJ zuzulegen.
Als erste Fräse habe ich eine 1400W, 230V Fräse mit 8mm und 12mm Spannzange.
Erst Jahre später habe ich mir dann die
Bosch Akku zugelegt, habe ich nun erst weniger als ein Jahr.
Ja ist handlicher, Akku naja geht so, staubt mehr, wie die Große (fehlender Absaugstutzen) - klein, handlich und mit 8mm-Spannzange, das sind die Pluspunkte, bzw. waren die Punkte für meine Kaufentscheidung.
Die etwas geringere Drehzahl ist vertretbar.

Überlege dir wie du dich leistungs-technisch aufstellen möchtest - wenn du dich langefristig auf nur 2, bzw. wenige Fräsen beschränken möchtest - die Dewalt sieht mir immer noch recht "klein" aus (und als Akku würde ich diese nicht wollen).

Gruß Matze
 

Sigi11

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Für den Anfang wollte ich mir erstmal eine "mittlere" Fräse zulegen, um damit die ersten Schritte zu gehen. Einfach erstmal etwas rumspielen usw. Plan ist dann schon mir auch ein, zwei größere Fräsen zu kaufen. Die auch kabelgebunden. Und evtl. auch die kleine Bosch. Und danach was sich so ergibt.
 

TomfromMuc

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Ich mag die Kantenfräsen, welche eine asymmetrische Grundfläche und seitlichen Griff haben (zBsp. Festool MFK 700). Besonders praktisch ist die WEGOMA (siehe Foto), weil ich oft ABS-Kanten aufleime und bei dieser Form der Grundplatte der Überstand abgefräst und die Kante gerundet werden kann.
Viel Erfolg beim Projekt, Tom
 

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tmw

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Ich kann die DeWalt D26204K empfehlen, weil die - wie die ebenfalls gut brauchbare Makita RT0700 - dieses modulare Konzept hat (kommt mit Tauch- und Kantenfräskorb), aber ein kleines bisschen mehr Leistung und bessere Spannzange. Gleichzeitig noch handlich genug fürs reine Kantenfräsen. Gibt’s auch als Akku-Variante, wenn man das möchte (dann sind die Fräsen eben kopflastiger).

Nachtrag: Bosch hat wohl auch eine modulare Fräse im Angebot, die hatte ich aber nie in der Hand.

2. Nachtrag: so eine Vorrichtung um Anleimer bündig zu fräsen ist tatsächlich recht schnell gebaut, besonders flexibel wenn das unter einen abnehmbaren Kantenfräskorb kommt. Da ist so eine leichte Fräse völlig ausreichend.
 

SteffenH

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Ich mache mind. 90% aller Oberfräs-Arbeiten mit einer kleinen Kantenfräse. Konkret habe ich 5 Katsus (oder 6, ich weiß es schon gar nicht mehr), mit fixen Fräsern bestückt. Dafür habe ich mir auch ein paar Grundplatten modifiziert, die schnell getauscht sind. Manchmal braucht's eine Tauchfräse, dafür habe ich eine schöne Elu. Die dicke 2000 Watt Triton läuft nur sehr selten. Es gibt die Katsu (oder gleiche unter anderem Namen) auch mit Tauchkorb und weiterem Zubehör für wenig Geld. Die Teile sind in den Details nicht so wie Makita oder Dewalt, aber für das Geld absolut brauchbar.
 
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