Kanten brechen an Löchern (r etwa 1 mm)

wolfgang-K (RIP)

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Hallo Leute,

ich habe in einer 19er Tischlerplatte viele 25er Löcher, mit der Lochsäge gebohrt.
Die Kanten sollen etwa 1 mm gebrochen werden.

Für wenige kleinere Löcher würde ich mir ein Tütchen aus Schmirgelpapier zum Kegel drehen und los. Bei mehr Löchern in härterem Holz tut's sicher der Senker.
Für wenige größere Löcher, so ab 50 in Weichholz mit der Hand auch kein Problem.

Für meine 25er wäre ein Kegel (aus Holz oder Kork), auf dem man mittels Doppelklebeband das Schmirgelpapier aufpappt und dann das Ding bei niedriger Drehzal im Akkuschrauber sicher eine gute Wahl.

Ist das so - und woher nehme ich den Kegel?

(Der Oberschlitten meiner Drehbank ist leider nicht schwenkbar)

Weiß jemand Rat?
 

tirogast_2018

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Hallo,
dafür verwende ich meist die Kantenfräse mit einem Fasefräser,
oder ich nehme den 2mm Abrundfräser und stelle ihn auf halbe Tiefe ein.
Aber ich weiß ja nicht ob du das zur Verfügung hast...
 

WinfriedM

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Oberfräse wäre mir jetzt auch als erste Idee gekommen.

Wenn du eine Drehbank hast, ist doch ein Kegel auch schnell gedreht. Einfach beide Kurbeln halbwegs synchron drehen und zum Schluss einmal mit Schleifpapier glätten.
 

wolfgang-K (RIP)

ww-eiche
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Stimmt Leute,

mit'm Senker wird's wahrscheinlich nicht wirklich schön.

Fräsen kann ich mir gut vorstellen, aber einfacher ist sicher die Idee mit dem Stufenbohrer. - So werde ich's machen.

Danke für Eure Tipps!
 

elchimore

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Ich würde es fräsen, auch mit dem Stufenbohrer dürftest du nicht wirklich schöne Oberflächen in Holz bekommen. Fräse einmal auf Tiefe eingestellt, ins Loch halten einmal drumrum fahren, ist auch nicht so der Riesenaufwand. Beim Stufenbohrer musst du auch wieder drauf achten dass die Bohrung Senkrecht ist, sonst wird unterschiedlich weit angefast. Kommt halt alles auf die geforderte "Qualität" an.
Grüssle Micha
 

TomfromMuc

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Hallo fitter,

meiner Erfahrung nach werden Löcher mit der Lochsäge nicht unbedingt sooo exakt an der Kante. Also wirst Du mit Stufenbohrer oder Senker wahrscheinlich keine saubere und gleichmäßige Fase erhalten. Empfehlenswert wäre deshalb die Kanten- oder Oberfräse. Wenn Du einen Senker hast, probiere mal im Linkslauf. Geht überraschend gut, wenn man nur etwas fasen / brechen möchte.

LG Tom
 

Die_Termite

ww-nussbaum
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Mark hat Recht. Fasefräser mit Anlaufring, ganz vorsichtig eingestellt.
Mach' doch ein paar Versuche in einem Probeholz, dann kannst Du das Ergebnis sehen und einstellen.
Habe ich auch so gemacht, sah sehr gut aus.
Viele Grüße,
Marcel
 

WinfriedM

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@Rainer: Also ich hab mit solchen Schleifkörpern bei Holz noch nie Glück gehabt. Die schleifen schlecht (nicht bissig genug) und setzen sich ganz schnell zu.
 

raziausdud

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Also ich hab mit solchen Schleifkörpern bei Holz noch nie Glück gehabt. Die schleifen schlecht (nicht bissig genug) und setzen sich ganz schnell zu.

Hallo Winfried,

die habe ich hier genannt, gerade weil sie so wenig bissig sind. In der ersten Überschrift stand etwas von einem Radius 1mm. Der ist mit bissigem Material schnell überschritten. Und es kommt wegen des geringen Bisses auch weniger zu Ausrissen. Beonders bei Weichholz nehme ich die schon hin und wieder ... halt gerade eben zum minimalen Kantenbrechen.

Für mehr ist Oberfräse oder Senker angesagt, klar.

Grüße
Rainer
 
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