Ideensuche Klapptischbeine

Little John

ww-robinie
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Hallo zusammen,
ich möchte mir einen Werktisch zum mitnehmen bauen. Also im Prinzip so ähnlich wie ein Biertisch, aber das Fußgestell soll etwas weniger wackeln.
Der Tisch soll ca. 1,90m kang werden ( damit er in meinen Kombi passt) ca. 60cm breit und ca. 75-80cm hoch werden.
Als Platte soll oben eine Torsionsbox drauf. Und es sollen keine losen Teile nötig sein.
Es würde mich freuen viele verschiedene Ansätze zu bekommen.

Es grüßt Johannes
 

Gammelfrog

ww-ahorn
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Ich würde einfach nur zwei stabile, flach zusammenlegbare Böcke nehmen anstatt die Beine mit der Platte zu verbinden.
Google mal nach "Paulk Workbench"
Sollte eigentlich genau das sein was du da vor hast.
 

raziausdud

ww-robinie
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Hallo Johannes.

Möglichst große Diagonalen machen das stabil. Statt vieler Worte eine einfache Skizze des Minimum-Beingestells, wie ich (Amateur) es machen würde, schwarz gezeichnet, "Prinzip Tapeziertisch". Noch stabiler wird es durch je zwei diagonale Stützen. Und stabiler in Querrichtung wird es durch die Diagonalen in den Beinpaaren (grau dargestellt). Optimum: auch noch die Diagonal-Stützen, die sich in der Mitte unter dem Tisch treffen als Rahmen mit Kreuz-Diagonalen ausführen, eigentlich genauso wie die Beinpaar-Konstruktion mit den grauen Diagonalen. Die Beine längs etwa 20cm eingerückt, quer möglichst weit außen.

Und die "Gelenke" selbst müssen natürlich stabil sein, dürfen kein Spiel haben. Vorschlag: Klavierband für "Lang-auf-Lang"-Verbindungen, Scharniere für "Stumpf-auf-Quer"-Verbindungen

Tischunterbau.jpg

Rainer
 
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Little John

ww-robinie
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@Gammelfrog ,
ja der smart workbench ist schon ganz gut. Ich brauche aber eine Lösung, die "geländegängig" ist.
Ich will den Werktisch draußen verwenden, da gibt es eher keine Stelle wo 4 Beinpaare auf einer Höhe stehen können.

@raziausdud
Hallo Rainer, danke für die Skizze. Ich will an dem Tisch aber auch hobeln können, da muß es schon etwas stabiler sein.

Im Moment überlege ich in der ca. 12cm hoher "Tischplatte" Taschen vorzusehen in die die Tischbeine, wenn sie aufgeklappt sind, einschwenken und dann schräg stehen. Unten sollen dann die Füße paarweise verbunden werden, um die seitliche Stabilität zu ertüchtigen.

Es grüßt Johannes
 

Macchia

ww-robinie
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du brauchst zum hobeln nicht nur die Stabilität sondern auch Gewicht.
Das beißt sich aber mit transportabel.
1,9 m ist auch zu groß für eine mobile Einheit, die fehlende Länge
kann über einen Bankknecht ausgeglichen werden.

Das stabilste was ich kenne sind die klappbaren Tische der Installateure doch die würde
man auch aufgrund fehlendem Eigengewicht davon schieben beim hobeln.
Faustregel heißt etwa Körpergewicht für die Hobelbank es sei denn du kannst sie irgendwo fixieren.

https://www.gedore.com/de-de/produk...baenke/b-1525-klappwerkbank-/b-1525---6622910
Einen komplett eigenen Weg schlagen die Japaner ein, die auf dem Boden arbeiten, zumindest auf niedrigen Unterlagen
und die Werkstücke mit eigenem Körpergewicht fixieren.

ich selbst habe mir neben meiner heißgeliebten Workmate 302 (od. 301?) ein sog. Jaw Horse besorgt,
gute Arbeitsböcke noch dazu und dann weiß ich auch nicht was noch fehlen sollte.
Das Jaw Horse ist ein 3 Bein... wackelt auch auf einem Kartoffelacker nicht und spannt alles kurz und klein :emoji_muscle: :emoji_sunglasses:
 
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Martin Graf

ww-eiche
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Hallo Johannes,
ich habe mir vor einiger Zeit eine mobile Hobelbank gebaut, bei der vielleicht ein paar Details für Dich interessant sein könnten. Ich hatte allerdings ein paar abweichende Vorgaben. So kann meine Hobelbank auf zwei verschiedenen Höhen aufgebaut werden, damit mein Sohn gut daran arbeiten kann. Auch gibt es bei meiner Konstruktion lose Teile - aber das kann man evtl. auch anders lösen.
Die Beine verschwinden im zusammen geklappten Zustand komplett in der Zarge. Sie bestehen aus 19mm starken Brettern, die über Sperrholzbrettchen verbunden sind. Die Beine und die Zarge besitzen zur drehbaren Lagerung 10mm Bohrungen, in die passende Metallröhrchen gesteckt wurden. Anschließend werden Bein und Zarge über eine Schlossschraube verbunden. Durch Verwendung einer selbstsichernden Mutter kann die Reibung eingestellt werden bzw. das Spiel eliminiert werden.
Die Beinpaare stehen etwas schräg nach außen und können durch eine separate spezielle "Latte" gegeneinander verspreizt werden. Diese "Latte" besteht aus zwei Teillatten, die über ein Scharnier verbunden sind. Das resultierende Trapez ist ziemlich stabil.
Als letzte Ausbaustufe gibt es je Beinpaar eine zusätzlich anschraubbare Verbreiterung. Durch diese steht die Bank sehr kippsicher. Außerdem kann man beim Hobeln einen Fuß auf die Verbreiterung stellen, so dass die Bank fest stehen bleibt.
Nachfolgend ein paar Fotos:
Die komplett zusamengeklappte Bank:
1.jpg

Beine ausgeklappt (niedrige Arbeitshöhe):
2.jpg

Beinverlängerung umgeklappt (volle Arbeitshöhe):
3.jpg

So kann man prinzipiell schon damit arbeiten:
4.jpg

Latte zum Verspannen der Beinpaare:
5.jpg

Verspannte Beine:
6.jpg

Verbreiterung:
7.jpg

Das rechte Ende der Hobelbank:
8.jpg

Bin auf weitere Ideen gespannt!

Gruß
Martin
 

raziausdud

ww-robinie
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Ich will an dem Tisch aber auch hobeln können,
Damit rückst Du erst jetzt raus. Es sollte doch etwas weniger wackeln als ein Biertisch ... :emoji_wink:

Spaß beiseite: "Prinzip Tapeziertisch" sollte ja nicht heißen, dass Du dessen dünne Beinchen übernehmen solltest. Also ist es dann (auch) noch eine Frage, welchen Querschnitt Du für die Bein-Konstruktion verwendest. Das wird sich aber eventuell ein wenig mit dem Wunsch "transportabel" beißen. Aber das hat Martin (Macchia) ja schon angemerkt. "Der andere" Martin (Graf) zeigt, in welchen Dimensionen ich das gedacht hatte. Und dass schräg stehende Beine ein weiteres Kriterium für mehr Stabilität sind.

Die verlinkte Klappwerkbank zeigt alles was man für Stabilität braucht, nur ... die ist ja so leicht ...:emoji_slight_smile: Zur Not ein/zwei schöne alte dicke Gehwegplatten unten rein ...

Ein Bein in der Länge verstellbar macht auch den Vierbeiner geländegängig. Alte Hasen habe dafür jedoch einen Holzkeil dabei ...

Rainer
 
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Little John

ww-robinie
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Sehr schön,
hallo Martin und Martin ;o)
an der mobilen Hobelbank ist schon vieles zu sehen, was sich zu klauen lohnt ( also mit den Augen).
Schwer muß der Werktisch nicht sein, ein MFT3 steht auf der Wiese sehr stabil, ist aber kurz, und im Transport ziemlich sperrig.
Ich habe einen klappbaren werktisch, der ist aber nur 1,07 x 0,44 m. Der ist für große Werkstücke (2,5-3m) einfach zu klein.
Die japanische Arbeittechnik kenne ich wohl, aber ich möchte gerade weg vom "auf dem Boden rumkiechen".
Im übrigen geht es nicht darum, Flächen komplett von Hand zu hobeln, sondern eher darum mit der HKS gemachte Fälze aufs genaue Mass zu hobeln.

Es grüßt Johannes
 
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