Holzterrasse auf Unterkonstruktion so sinnvoll?

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
Hallo,

habe anbei einen Plan für eine Holzterrasse auf einer Beton-Fertiggarage erstellt.
Als Auflage möchte ich 140x140 Balken nehmen, an denen ich auch direkt das Geländer befestigen kann.
Darauf dann die Unterkonstruktion und die Terrassendielen. Plan anbei in Bildern.

Was meint ihr?

Danke für die Hilfe!!!
 

Anhänge

  • df87a3cf-b36f-42eb-b35b-d649ade792e5.jpeg
    df87a3cf-b36f-42eb-b35b-d649ade792e5.jpeg
    53,2 KB · Aufrufe: 92
  • 72333e9b-0d6a-434f-93ae-b35dadb67339.jpeg
    72333e9b-0d6a-434f-93ae-b35dadb67339.jpeg
    113,3 KB · Aufrufe: 93
  • 79ef3b59-f828-405f-bbcc-a76bdcaaf530.jpeg
    79ef3b59-f828-405f-bbcc-a76bdcaaf530.jpeg
    112,5 KB · Aufrufe: 93

Martin45

ww-robinie
Registriert
10. März 2013
Beiträge
7.195
Ort
417xx
Was mir so einfällt:
Breite eines Balkens trägt viel weniger als Höhe. Ich wundere mich daher über die 14er Breite deiner Auflagerbalken.
Was sagt die Garagenwandstatik zu deiner Umwidmung? Meist ist das 11,5er Betonwand, was vermutlich nicht als tragende Wand konzipiert ist..
Garagen stehen ja meist grenzständig. Was sagt der Nachbar und das Bauamt wenn du dem Nachbarn demnächst von oben in den Garten schaust?
 

happyc

ww-robinie
Registriert
2. Dezember 2022
Beiträge
1.175
Ort
Einen a.d. Waffel
Ich muss Martin recht geben: eine Beton-Fertiggarage ist so minimalistisch wie möglich ausgeführt, da ist im Material / Bewehrung / Statik eher keine Luft für Weiteres. Und eine Garage darf auf der Grenze stehen, eine Terrasse eher nicht.

Die Geländer-Befestigung auf der kurzen Seite ist nicht optimal. Die Grundplatten nur in den Dielen verschraubt (mit welchen Schrauben? Die Platten haben 12,5mm Löcher, und du hast 20mm Holz um das zu befestigen), diese über dünne Latten mit dem Balken verbunden - ich wollte mich nicht dranlehnen.
 
Registriert
21. April 2020
Beiträge
174
Ort
München
Die UK ist jetzt liegend eingezeichnet. 130 cm überspannen mit 45 mm Höhe kommt mir auch viel vor. UK hochkant oder Abstand verringern.

Wenn obige Fragen geklärt sind, würde ich auf jeden Fall durchgehende 3 m Dielen nehmen.
 

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
Was mir so einfällt:
Breite eines Balkens trägt viel weniger als Höhe. Ich wundere mich daher über die 14er Breite deiner Auflagerbalken.
Was sagt die Garagenwandstatik zu deiner Umwidmung? Meist ist das 11,5er Betonwand, was vermutlich nicht als tragende Wand konzipiert ist..
Garagen stehen ja meist grenzständig. Was sagt der Nachbar und das Bauamt wenn du dem Nachbarn demnächst von oben in den Garten schaust?
140mm Balkenbreite da an den Balken ja die Geländerpfosten (100mm Grundplatte, 85mm Bohrungsabstand, 10er Schrauben befestigt werden sollen). Wollte den Balken breiter als die Grundplatte machen und genug Material für die Befestigungslöcher lassen.

Die Garage ist extra verstärkt mit erhöhter Dachlast für Dachnutzung (400 kg/m2) bestellt worden.
Dachnutzung ist baulich genehmigt. Grenzabstand ist aber auch gegeben weil nur eine von 2 Garagen genutzt wird.
Die Geländer-Befestigung auf der kurzen Seite ist nicht optimal. Die Grundplatten nur in den Dielen verschraubt (mit welchen Schrauben? Die Platten haben 12,5mm Löcher, und du hast 20mm Holz um das zu befestigen), diese über dünne Latten mit dem Balken verbunden - ich wollte mich nicht dranlehnen.
Die Grundplatten werden natürlich in die Balken geschraubt, siehe Skizze. Die Schrauben gehen nur auch durch die Dielen (Durchgangsloch), weil dann alles auf einer Höhe und optisch schöner ist…
10er Holschrauben, 180mm Länge, Edelstahl
 
Zuletzt bearbeitet:

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
Die UK ist jetzt liegend eingezeichnet. 130 cm überspannen mit 45 mm Höhe kommt mir auch viel vor. UK hochkant oder Abstand verringern.

Wenn obige Fragen geklärt sind, würde ich auf jeden Fall durchgehende 3 m Dielen nehmen.
Das stimmt. Die 130cm kommen vom Abstand der Geländerpfosten. Ich hätte die Wahl entweder füge ich noch weitere Auflager (65cm) ein, oder ich mache die UK dicker. Was meinst du?

3m Dielen wegen der Optik (statt wilder Verbund) oder weil weniger stumpfe Stoßkanten und somit robuster?
 

NOFX

ww-robinie
Registriert
22. Mai 2020
Beiträge
1.086
Ort
Brühl
Ich vermute, dass das Geländer sich nicht besonders fest anfühlen wird.

Du möchtest ja durch die Dielen (liegen die auf oder gibt es da Abstandshalter drunter?) in die Balken schrauben. Der Hebelarm ist ja etwa 1:10, also zehmal höhere Kräfte auf den Schrauben bzw. der Diele. Das wird sicher nicht so einfach rausgerissen aber die Steifigkeit wird nicht so sein, wie man das von einem Geländer erwartet. Ich würde auf jeden Fall direkt auf in UK gehen, die Dielen dann dran legen.

Eventuell zur Lastverteilung eine Metallplatte unterlegen und mit Durchgangsbohrungen und Schlossschrauben oder Gewindestangen arbeiten.
 
Registriert
21. April 2020
Beiträge
174
Ort
München
Das stimmt. Die 130cm kommen vom Abstand der Geländerpfosten. Ich hätte die Wahl entweder füge ich noch weitere Auflager (65cm) ein, oder ich mache die UK dicker. Was meinst du?

3m Dielen wegen der Optik (statt wilder Verbund) oder weil weniger stumpfe Stoßkanten und somit robuster?
Auflager hochkant nehmen. Dann würde ich ausprobieren: ein Auflage im entsprechenden Abstand mit Holz unterlegen, draufstellen, wippen, und schauen, ob dir das stabil genug ist. Hängt ja auch von der Holzsorte und deinem Anspruch ab.

Optik und weniger offene Stoßkanten (die sollten ja auf einem Auflager stoßen).
 

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
Ich vermute, dass das Geländer sich nicht besonders fest anfühlen wird.

Du möchtest ja durch die Dielen (liegen die auf oder gibt es da Abstandshalter drunter?) in die Balken schrauben. Der Hebelarm ist ja etwa 1:10, also zehmal höhere Kräfte auf den Schrauben bzw. der Diele. Das wird sicher nicht so einfach rausgerissen aber die Steifigkeit wird nicht so sein, wie man das von einem Geländer erwartet. Ich würde auf jeden Fall direkt auf in UK gehen, die Dielen dann dran legen.

Eventuell zur Lastverteilung eine Metallplatte unterlegen und mit Durchgangsbohrungen und Schlossschrauben oder Gewindestangen arbeiten.
Wie kommst du auf 1:10?
Der Hebearm resultiert ja aus Höhe der Pfosten (100cm) und Abstand der beiden Befestigungslöcher (8,5cm).
Die Diele unter der Befestigung sollte keinen Einfluss haben, solange die nötige Flächenpressung der Schraube übertragen werden kann.
Die Diele wird in dem Fall ja nur gepresst und die Kräfte gehen über die Diele in den Balken. Der Balken aus Lärche sollte aber weicher sein als die Dielen aus Esche, somit sollte es kein Problem sein die nötige Pressung zu erreichen, oder?
 

NOFX

ww-robinie
Registriert
22. Mai 2020
Beiträge
1.086
Ort
Brühl
Bei 100 cm und 10 cm (Schraube auf Zug, Kante auf Druck) kommt 1:10 bzw. 10:1 sich genau hin. Das heißt aber auch, dass 1 mm Spiel unten 1 cm Spiel oben ist. Gleichzeitig ist halt die Kraft unten auch zehnmal größer. Ich denke, dass das eben nicht das Gefühl erzeugt, das man von einem Geländer erwartet.

Wie befestigst du die Dielen auf der Ladung und wie die wiederum auf den Balken? Direkt verschraubt? Mit Abstandshaltern?

Direkt bedeutet immer Stellen, wo sich das Wasser sammeln kann und mit Abstandshaltern bedeutet punktuelle Kraftübertragung (was dann für dein Geländer wieder blöd wäre).

Quer zur Faser ist Holz auch nicht sonderlich druckfest, es quillt und schwindet und ist daher im Sommer "lockerer" als im Winter.
 

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
Bei 100 cm und 10 cm (Schraube auf Zug, Kante auf Druck) kommt 1:10 bzw. 10:1 sich genau hin. Das heißt aber auch, dass 1 mm Spiel unten 1 cm Spiel oben ist. Gleichzeitig ist halt die Kraft unten auch zehnmal größer. Ich denke, dass das eben nicht das Gefühl erzeugt, das man von einem Geländer erwartet.

Wie befestigst du die Dielen auf der Ladung und wie die wiederum auf den Balken? Direkt verschraubt? Mit Abstandshaltern?

Direkt bedeutet immer Stellen, wo sich das Wasser sammeln kann und mit Abstandshaltern bedeutet punktuelle Kraftübertragung (was dann für dein Geländer wieder blöd wäre).

Quer zur Faser ist Holz auch nicht sonderlich druckfest, es quillt und schwindet und ist daher im Sommer "lockerer" als im Winter.
Das sind gute Hinweise, danke.
Dann lieber das Geländer von oben direkt auf die 14cm Balken und die Dielen möglichst gut daran anschließen oder das Geländer seitlich an die Balken (das gefällt mir aber optisch nicht so gut und ich kann dann die Balken nicht so gut mit einem Dachblech verdecken).
 

Holzfummler

ww-robinie
Registriert
16. Januar 2013
Beiträge
2.510
Ort
Berlin
Moin,
die Geländerpfeiler würde ich direkt auf die Betondecke setzen, unterliegender Balken würde mit der Zeit faulen. Die Geländerpfeiler 20 cm höher bestellen und den (gesamten) Neigungswinkel ausgleichen.
14 x14 sind schon mächtig. Da du versetzt die Unterkonstruktion hast, würde auch 8 x 6 reichen. Den Abstand würde ich aber geringer nehmen, so 50 - 45 cm.
Wie soll Regenwasser ablaufen? Die Unterkonstruktion auf kleine Gehwegplatten (h = 3/4 cm) setzen, dann gibt es keine Staunässe.
Welche Neigung hat das Garagendach?
Warum nicht nur Balkenauflager (längst) und direkt die Dielen rauf?
Abstand von ca 130 cm erscheint mir etwas weit. Würde ich vorher ausprobieren, ob und wie es federt.
LG
Thomas
 

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
die Geländerpfeiler würde ich direkt auf die Betondecke setzen, unterliegender Balken würde mit der Zeit faulen
Problem ist, dass man nicht in die Decke bohren darf, nur in die Attika und da geht nur von der Seite, da diese oben uneben ist.

Dass die Balken nach 10-15 Jahren eventuell getauscht werden müssen, würde ich in Kauf nehmen.
Wie soll Regenwasser ablaufen? Die Unterkonstruktion auf kleine Gehwegplatten (h = 3/4 cm) setzen, dann gibt es keine Staunässe.
Ja.
Warum nicht nur Balkenauflager (längst) und direkt die Dielen rauf?
Weil ich die Balken für die Geländerbefestigung brauche.
 

Holzfummler

ww-robinie
Registriert
16. Januar 2013
Beiträge
2.510
Ort
Berlin
Dass die Balken nach 10-15 Jahren eventuell getauscht werden müssen, würde ich in Kauf nehmen.
Moin,
kann schneller gehen. Außerdem hast du dann sehr viel Arbeit vor dir, erst alles abbauen, dann wieder anbauen. Und vielleicht hast du gar keine Lust darauf. Vermeide es lieber von Anfang an.
Weil ich die Balken für die Geländerbefestigung brauche.
a) Du könntest 2 nebeneinander legen und zusammen schrauben, einen fürs Geländer, den anderen für die Dielenenden.
b) Oder Dielen 120 länger (oder eben am Dielenende) unterfüttert und dort die Pfosten rauf. Könntest dir dann a) sparen. Muss nur zu den Abständen der Dielen passen.
Problem ist, dass man nicht in die Decke bohren darf, nur in die Attika und da geht nur von der Seite, da diese oben uneben ist.
Unebenheit läßt sich ausgleichen. Verstehe ich das richtig, dass die Terrasse dann schwimmend verlegt ist? Ok, wenn alles verlegt ist und ordentlich miteinander verbunden ist, liegt eine Menge Masse auf dem Dach. Hast du es schon mal abgeschätzt?
Laut Bild 1: 2 % bzw. 6 cm auf 3 m
Gefälle der Terrasse mit oder ohne Dachgefälle (rechts ist ein schwarzes Rechteck).
LG
Thomas
 

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
a) Du könntest 2 nebeneinander legen und zusammen schrauben, einen fürs Geländer, den anderen für die Dielenenden.
und was ist der Vorteil?
b) Oder Dielen 120 länger (oder eben am Dielenende) unterfüttert und dort die Pfosten rauf. Könntest dir dann a) sparen. Muss nur zu den Abständen der Dielen passen.
so habe ich es ja aktuell geplant. Also Dielen mit Abstandsholz und Balken unterfüttert. Oder meinst du, dass ich direkt in die dielen Bohren soll? Das ist doch auf keinen Fall stabil genug? Mit welchen Schrauben bei nur 20 mm Dicke?
Unebenheit läßt sich ausgleichen.
Die Attika ist uneben und nur 11-12 cm breit. Die Befestigungsbohrung vom Geländer haben 8,5 cm Abstand und die Platte selbst 12 cam. Da komme ich denke ich zu nah an den Rand.

Verstehe ich das richtig, dass die Terrasse dann schwimmend verlegt ist? Ok, wenn alles verlegt ist und ordentlich miteinander verbunden ist, liegt eine Menge Masse auf dem Dach. Hast du es schon mal abgeschätzt?
Nein, die großen Balken würde ich noch an der Garage sichern mit Befestigungsblechen. Aber selbst wenn es schwimmend wäre, sehe ich eigentlich kein Problem.
Die Garage ist auf 400 kg/m2 ausgelegt. Sehe da kein Problem.
Gefälle der Terrasse mit oder ohne Dachgefälle (rechts ist ein schwarzes Rechteck).
Dargestellt ist das gewollte Gefälle der Terrasse
Das Garagendach hat selbst ein Gefälle zum Wasserablauf. Die Attika, auf der die Terrasse aufliegen sein soll, hat kein Gefälle.
 

oensen

ww-kastanie
Registriert
22. Oktober 2019
Beiträge
41
Ort
Erlangen
ich denke bei dem Gedanken von Holzfummler geht es weniger um die Auflast & das Abtragen, vielmehr um den Wind, dessen Sogkräfte und eine mögliche Befestigung dagegen.
also das Gewicht der Lärchenbalken, UK, Terrassendielen und Geländer liegt bei knapp 1 Tonne. Da mach ich mir ehrlich gesagt weniger Sorgen wegen der Sogwirkung.
Seitlich wird die Terrasse mit Dachblech zugemacht, damit der Wind nicht ungehindert drunter fährt.
 
Oben Unten