Holzpaneele im Aussenbereich

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Hallo Holzwümer :emoji_wink:

So mal eben kurz vorstellen:

Also ich heisse Volker und komme aus Münster. Ich bin leidentschaftlicher Palmenzüchter und habe dieses Jahr ein paar große Winterschutzkonstruktionen für meinen Palmen gebaut.

Jetzt zum Problem

Als Aussenverkleidung habe ich dünne Holzpaneele (12mm) genommen und diese auf einer Rahmenkonstruktion vernagelt. Der innere Bereich wurde mit Styropor gedämmt.
Die Winterschutzhäuser stehen jetzt seit ca. 4 Wochen aufgbaut im Garten und sind natürlich der Witterung ausgesetzt. Jetzt fangen an doch so einigen Stellen an die Paneele sich zu verbiegen/verdrehen. Eigentlich passiert das erst seitdem sie nass geworden sind.
Die Nägel die mit einem Drucklufttacker hineingeschlagen worden sind können dem auch nicht standhalten. Ich habe somit dann die Paneele zusätzlich noch verschraubt.
Aber selbst das wird dem ganzen wohl nicht viel abhilfe geben.
Gestrichen wurden die Paneele 2x mit Remmers HK-Lasur. Die Paneele wurde aber nur von Aussen gestrichen innen sind die unbehandelt.

Die Paneele wurde extra so dünn gewählt weil die Elemente noch transportiert werden müssen. Sonst würde eine Wand zu schwer werden.

Jetzt frage ich euch, was habe ich falsch gemacht. Habe zwar nicht wirklich Lust alles neu zumachen aber gibt es evtl. sonst noch eine Möglichkeit die Wände dauerhaft günstig zuverkleiden und welches Holz sollte man da nehmen ?.

Danke schon mal für eure Hilfe,

Gruß Volker

http://img3.imagebanana.com/img/prhcd85y/DSC00946.JPG

http://img3.imagebanana.com/img/bjj72tjj/DSC00944.JPG

http://img3.imagebanana.com/img/jo88bw7g/CIMG2115.JPG

http://img3.imagebanana.com/img/66dopgar/CIMG2116.JPG
 

Sven V.

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Von innen pinseln und noch eine Befestigungslatte zusätzlich in jedes Feld...

Sonst sehr schön und zweckmässig...
 

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Hi Sven, es liegt also nur daran das es von Innen nicht gestrichen ist. Ohje das wird aber wohl mal eben nichts das alles Innen zu streichen weil ich die Platten verklebt oder so stramm eingesetzt habe das ich die ganz schlecht wieder rausbekomme.
Zudem müsste ich die Häuser abbauen um an die Platten zu kommen und das kurz vorm Winter geht leider nicht.
Im Inneren der Häuser ist es bedingt durch den offenen Boden (Erdreich) schon recht feucht. Ob die Paneele jetzt von Innen nass sind kann ich garnicht sagen.

Gruß Volker
 

Dingsda42

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Anstatt Paneele könntest du auch dünne OSB-Platten nehmen. So als Vorschlag fürs nächste mal.

Um das jetzt noch zu retten: Eine Latte von außen auf die Innenlatte schrauben und damit die Paneele "einklemmen". Durch die zweite Latte hast du wesentlich mehr Material, das von der Schraube gehalten wird und kannst damit mehr Druck aufbringen.
 

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Auch eine gute Idee mit der Latte den die Schrauben die ich nachträglich reingeschraubt habe ziehen sich bei zu festem Anzug durch das Holz.
Das problem ist nur es ist nicht hinter jeder Wand eine Mittelstrebe drin. Bei dem kleinen Schutz habe ich nur Aussenstreben auf einer BReite von 1,30m und 1,50m.

Ich hatte am Anfang auch vor OSB Platten zu nehmen aber davon wurde mir abgeraten weil die wohl nicht auf Dauer im Aussenbereich eingesetzt werden dürfen. Mir wären Platten auch lieber gewesen als die Paneele obwohl es mit den Paneelen wohl von der Optik besser aussieht.

Habe mal ein Foto von der schlimmsten Wand gemacht, die Wasserwaage verdeutlicht das ganze sehr gut. Mit normaler Muskelkraft lässt sich das Holz aber auch nicht reindrücken.


http://img5.imagebanana.com/img/c96e3wj7/CIMG2183.JPG
 

WinfriedM

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Was man auf deinem Bild sieht: Das Holz ist gequollen, konnte aber nirgendwohin ausweichen, also muss es ausbeulen. Du hättest wesentlich mehr Luft zwischen den einzelnen Hölzern lassen müssen, vielleicht so 3-4 mm. Ist also ein Konstruktionsmangel.

Remmers HK-Lasur ist recht offenporig, lässt also nach ein paar Wochen Bewitterung Wasser sehr gut ins Holz. Da wird beidseitig nicht viel verändern.
 

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Hallo Winfried, die Paneele sind schon recht stramm vernagelt worden. Habe auch nicht daran gedacht das das Holz natürlich im Aussenbereich stark arbeitet.
Und dann noch das mit der Lasur ist ja sehr ärgerlich ich dachte die soll verhindern das das Holz Feucht wird.

Im groben gesagt muss man alle Paneele entfernen und sich was anderes einfallen lassen.

Für mich muss es ja kein Holz sein, es können auch andere Materialen verwendet werden. Die sogar noch unempfindlicher sind. Nur vom Preis her sollen die mich nicht gleich erschlagen. Habe ca. 60qm die erneuert werden müssen ;-(.
 

Dingsda42

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Bei OSB seh ich eigentlich kein Problem, wenn es wasserfest verleimt ist und entsprechend behandelt wird. Alternativ wäre auch wasserfest verleimtes Sperrholz eine Möglichkeit.
Je nach Größe der Kisten ist es vielleicht sogar möglich, ganze Platten je Wand anzubringen, so das nicht einmal Stöße vorhanden sind.
Wenn nicht, würde ich die obere Platte etwas über die untere Platte drüberlaufen lassen, so dass die obere Schnittkante der unteren Platte nicht nass werden kann. (Siehe Skizze, linke Seite)
Oder eine andere Möglichkeit: Glattkantbretter, wie auf der rechten Seite der Skizze angebracht. Die können dann arbeiten wie sie wollen.
Wenn du die Paneele noch wieder abbekommst, dann kannst du die natürlich auch so neu anbringen, brauchst dann natürlich noch ein paar, weil das Deckungsmaß sich verkleinert.
 

WinfriedM

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Für nicht maßhaltige Bauteile hat sich die Strategie besser bewährt, diffusionoffen zu beschichten und das Holz quellen und schwinden zu lassen. Das muss man dann konstruktiv berücksichtigen. Für maßhaltige Bauteile (Fenster/Türen) nimmt man hingegen dichtere Lasuren, die das Holz vor Wasser schützen, aber da ist die Wartung wesentlich aufwändiger. Holz dicht einzupacken gelingt auf Dauer nur sehr schlecht oder mit viel Aufwand.

OSB müsste recht dicht versiegelt werden, wenn es direkt bewittert wird. Sonst quilt es auch sehr stark und fällt dir nach 3-5 Jahren auseinander.

In Sachen Schimmel musst du auch aufpassen. Styropor und Holz aufeinander, das ist sehr einladend für Feuchtigkeit und damit Schimmel.
 

Hagoe

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korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Wie Winfried schrieb, sind die Bretter mit zu wenig Abstand montiert worden, so daß kein Platz zum arbeiten war.

Ein weiterer Effekt könnte sein, daß die Holzfeuchte bei der Montage extrem gering war.

Die Bretter haben Feuchtigkeit aufgenommen (was normal und nicht weiter Schlimm ist) und sind gequollen. Da kein Platz war sind sie ausgebeult.

Mitlerweile haben sich die Bretter in der Außenluft "aklimatisiert" Daher müßte müßte es doch ausreichen, die Bretter abzunehmen und erneut mit ausreichend Abstand zu montieren. Ich weiß nicht welchen Einfluß das Styropor hat, aber ohne Styropor hält eine solche Verschalung mindestens 5 Jahre.

Grüße, Hanno
 

mayr23

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Wir haben mal für eine etwa 2,30m hohe Pflanze einen ähnlichen Winterschutz gebaut. Ebenfalls aus einem Rahmen, aus 4*6 Dachlatten imprägniert, die überlappenden Ecken mit der Oberfläche "halbiert" so das plane Flächen entstanden sind und dann innen auf die Ecken ebenfalls imprägnierte 3te Wahl Fussbodenbretter/Bauholz geschraubt, so das du in etwa ein Dreieck mit 60 cm Seitenlänge hattest. Bei mir waren das etwa 3 bis 4 Bretter bzw Stücke in jeder Ecke.

Außen haben wir den Rahmen dann mit Geotextil und Noppenfolie betackert. Erst das Textil dann die Noppenfolie dann wieder das Textil. Kommt natürlich drauf an wie kalt es bei euch wird und welche Temperatur deine Palmen abkönnen. Ansonsten habe ich das im letzten Jahr zusätzlich Stroh vom Bauern um die Ecke ausgestopft, das konnt ich dann im Sommer wieder auf den Kompost schmeissen.

Die Erdberührten Rahmenteile habe ich vorher und jedes Jahr mit der Holzschutzhausmarke 5 Liter Eimer aus dem Baumarkt gepinselt. Die sind sicher nicht so schön wie deins "vor dem Außeneinsatz" geworden, aber halten nun schon ettliche Jahre. Und im Sommer hänge ich die alle mit zwei Spanngurten unter die Garagendecke.

Generell haben deine Rahmen eine zu geringe Steifigkeit. Die könntest du nur mit einer Beplankung auf der Rückseite bzw Diagonalen erweitern.
 

formula455

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Habe mich mal angemeldet damit ich die Grafik von Christian sehen kann.

Diese schräge Anbringung vom Holz kenne ich von Holzhäusern. Ich würde aber lieber das Holz plan aufliegen lassen damit der Winterschutz noch dichter ist. Es wird im Inneren bei sehr kalten Aussentemperaturen geheizt.

Ich habe vorhin mal eine Styroporplatte entfernt und mir die Paneele dahinter angeschaut. Das Holz fühlt sich nass an.

Die Paneele sind von Hornbach und wurden eigentlich sofort Verarbeitet. Man hätte sie also erstmal ein paar Tage trocken im Aussenbereich lagern müssen damit sie etwas Wasser aus der Luft nehmen können ?.
Die Paneele bekommt man sicherlich wieder los und könnte sie neu anbringen nur hilft es ja nicht viel wenn sie mit der falschen Lasur gestrichen worden sind.
Ich dachte nur weil wir unsere Gartenhütte auch damit gestrichen haben wird das schon in Ordnung sein und da haben wir keine Probleme mit.
Kann es denn auch sein das die Bretter zu dünn sind ?. Man kann an einigen Brettern erkennen das die in sich verbogen sind. Sie krümmen sich also nach aussen.

@ mayr23

Die Paneele sorgen dafür das die ganze Konstruktion rechtwicklig bleibt. Ohne die Paneele müsste man wirklich die Rahmenhölzer diagonal versteifen.
Die Rahmenhölzer sind 60x80mm stark.
Ich hatte auch schon daran gedacht anstatt der Paneele eine Folie zunehmen oder sogar Teichfolie.
Hast du ein Bild von euren Winterschutz ?.
Mit Stroh oder anderen Sachen möchte ich eigentlich nicht arbeiten, im Schutz sollen so +5 Grad gehalten werden.

Gruß Volker
 

mayr23

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Das mit dem heizen wäre das nächste gewesen x-) da ist Stroh natürlich etwas kontraproduktiv. Rechtwinkelig bleiben die unserigen, fast durch die dreieckigen Aussteifungen in den Ecken. Der Himmel den habe ich zur Gewächshausähnlichen Sonnen abzapfung aus Folie gemacht, so bekommt das Pflänzchen auch etwas Licht im Winter, besser ist UV beständige, aber ich erstelle die ca. 1,5 qm jedes Jahr neu, aus normaler Baufolie, die geht beim abbauen meistens eh kaput.

Foto ist etwas schwierig, der Verschlag steht bei meinen Großeltern, da komm ich wahrscheinlich erst zu Weihnachten wieder hin. Meine Balkonienplantagen kann ich gottseidank noch im Treppenhaus überwintern. Und bei den Eltern stehen die in der Garage mit einer Bio Green Gewächshausheizung. Dürfte bei deinen Palmen etwas schwierig werden.




bin nicht gut im zeichnen aber so schaut das in etwa aus

das Geotextil ist ähnlich dem in der Mitte vom Bild



hatte zuerst mit einem noch dickeren Teichvlies gespielt, aber das war nur in weiss zu bekommen, und sah nicht so toll aus, das grau grüne was wir dann bekommen haben ist nicht so auffällig.
 

formula455

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Die Versteifung mit den Dreiecken würde bei mir nichts ganz klappen weil die Wände an den Stellen plan aufliegen müssen. Man sieht das ganz gut im 4. Bild von mir oben.
Bei kühlen Temperaturen brauchen die Pflanzen kaum Licht da kaum Wachstum vorhanden ist. Deshalb hat der Schutz kaum Fenster. Zudem eine Folie recht schlecht isoliert.
Das Problem bei Geotextil oder Vlies ist einfach das es Wasser durchlässt und das soll nicht passieren. Ich habe auch schon an Teichfolie gedacht diese in 1mm Stärke habe ich auch auf dem Dach und ist sehr robust. Nur wenn man diese verwendet muss man die Konstruktion noch etwas verstärken so das sie sich nicht verziehen kann. Hatte auch schon an Stahlseilen gemacht die man spannen kann so das alles Rechtwinklig bleibt.

Die Bretter werde ich bei dem kleinen Bau mal entfernen und mit mehr Luft wieder anschrauben mal schauen ob es was bringt.


Gibt es denn sonst ihrgendeine Holzplatten Art die man längfristig im Aussenbereich benutzen kann ohne das man arm wird.

Gruß Volker
 

DoPS

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Guten Abend!

Bei 12mm Paneelen darfst du maximal deine unterkonstruktion in 40-50cm Abständen anbringen.

Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten:

Styropor wieder rausmachen, von Innen zusätzliche Unterkonstruktion anbringen und von Aussen vernageln.

Paneele runter Plattenwerkstoff dran.

Falls du nur eine Folie anbringst dann musst du in jedem Fall deine Konstruktion mit Querstreben sichern.

Mit freundlichen Grüßen Dirk
 

formula455

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Nabend Dirk

Oh das man so einen kleinen Abstand haben muss wusste ich nicht den habe ich ja ordentlich überschritten. Welche Paneelenstärke wäre den bei einem Abstand von 1m zu empfehlen ?.

Welche Plattenwerkstoff wäre den sonst geignet ?.

Danke, Gruß Volker
 

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Trespa Platten nur in der Plattenstärke und bei der Menge die du brauchst relativ kostenintensiv, WBP Siebdruckplatten nur da wirst du wohl auch arm und schleppen kannste die dann auch nur noch bedingt, wobei arm sich auf Jahre hin ja relativiert.

Wenn du deutlich weitere Abstände haben willst musst du deutlich dickere "Bretter" benutzen, die sind dann aber auch wieder deutlich teurer, und "ganze" Platten erzeugen da im Gegensatz aber eine deutlich höhere Stabilität bei geringerem Verzug und geringerer Aufbaustärke.

Stegplatten wären dann preislich vieleicht attraktiver und bzg Transportmöglichkeiten deutlich leichter.

Wenn Optik keine Rolle spielen würde, könnte man das ganze ja auch aus PUR-Hartschaum Platten fertigen und zusammenkleben. Wärmedämmung um längen besser als alles andere, Gewicht wahrscheinlich auch deutlich leichter als alles andere, Optik na ja .... könnte man ja ne Palme draufmalen x-) dann ist es auch wieder ansehnlich
 

formula455

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Ohje ich merke schon es ist nicht so einfach. Trespa und Siebdruckplatten sind mir wohl etwas zu teuer.
Stegplatten sind auch nicht so schlecht aber von der Optik gefällt mir das nicht so und leider sind die auch empflindlich beim transport. Die können doch schnell brechen.
Styropdur ist auch sehr empfindlich und als Aussenwand finde ich das optisch nicht so toll. Zudem habe ich schon eine 80mm Styropor Dämmung da muss es nicht noch unbedingt Styrodur sein.

Bei den Rockpanel möchte ich den Preis gar nicht wissen die sehen sehr teuer aus.

Ich muss echt mal schauen wie ich jetzt vorgehen werde. Wenn dann wird erst eh alles im nächsten Jahr gemacht.

Als Fazit kann ich nur sagen:

- falsche Lasur
- zu großer Sparrenabstand
- zu dünne Paneele
- keine Hinterlüftung zwischen Styropor und Paneele
- nicht von beiden Seiten gestrichen


Ich bedanke mich dann erstmal bei euch für die ganzen Ratschläge, falls jemand noch etwas vorzuschlagen hat dann kann er es gerne hier reinschreiben.

Gruß Volker
 

Raumteil

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Zudem habe ich schon eine 80mm Styropor Dämmung da muss es nicht noch unbedingt Styrodur sein.

Styropor und Styrodur ist ein wesentlicher Unterschied.

Styropor nimmt Wasser auf und muss daher im Außenbereich unbedingt vor starker Feuchtigkeit geschützt werden (z.B. beim Einsatz als Wärmedämmung am Haus durch Dachüberstand und Verputzen/Sperrbahn). Wenn es sich erstmal mit Wasser vollgesogen hat, hat es die Dämmungwirkung von einem nassen Schwamm.

Das geschlossenzellige Styrodur kann man dagegen selbst bei drückendem Wasser im Erdreich verwenden und behält seine Dämmwirkung.

Ich würde hier auf jeden Fall Styrodur einsetzen, da dies - im Gegensatz zu den krummen Wänden - nicht nur die Optik, sondern direkt die eigentliche Funktion beeinflußt.


Grüße,

Markus
 

Raumteil

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Nachtrag: Von der Idee das ganze nun über Plattten und Lacke nun möglichst dicht hinzubekomen wollen, halte ich persönlich nichts. Zum einen bekommt man es 'eh nicht hin, zum anderen würde dies eher Fäulnis (am Material und an den Pflanzen) fördern.

An sich finde ich Dein Konzept mit Massivholz grundsätzlich richtig. Die konkrete Ausführung ist halt verbesserungsfähig.

Markus
 

formula455

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Hi Markus, das Styropor mit der Zeit Wasser aufsaugt weiss ich aber bei einem m²/Preis von 4 € für 80mm (0,35 K-Wert) Styropor nehme ich das. Und nur aus Styropor oder dur möchte ich nicht so einem großen Winterschutz bauen. Optisch soll das ja auch gut aussehen.
Ja ganz dicht wird so ein Bau auch nicht aber er soll schon recht dicht sein um die Heizkosten niedrig zu halten. Bei gutem Wetter werden die Fenster geöffnet und das Dach. So kann man mal richtig durchlüften.

Gruß Volker
 

WinfriedM

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Mag sein, dass Styropor ein wenig Wasser aufnimmt, das Bild mit einem Schwamm ist aber völlig unzutreffend. Styropor besteht aus geschlossenen Blasen, die selber nichts aufnehmen. Lediglich die Zwischenräume zwischen den Kügelchen können ein wenig Wasser aufnehmen. Das Thema wird m.E. öfters mal überbewertet.

Hier ein Zitat:
"Da expandiertes Polystyrol (Styropor) weder wasserlöslich ist, noch von Wasser angequollen wird, nehmen die geschlossenen Zellen in ihrem Zellgerüst kein Wasser auf. Dies kann bis zu einem bestimmten Maß nur in den Zwickeln zwischen den miteinander verschweißten Schaumstoffpartikeln geschehen. Auch für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Dämmstoff durch Wasser eine 200%-ige Gewichtszunahme erhalten würde - der gesetzliche Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108 bleibt voll erhalten. Des weiteren nimmt Styropor keine Feuchtigkeit aus der Luft auf (kein hygroskopisches Verhalten), wie z. B. Holz oder Mauersteine. Styropor ist auch nicht kapillaraktiv, d. h. es besitzt kein wassersaugendes Verhalten. Alle diese feuchtenschutztechnischen Vorteile machen Styropor unschlagbar. "
(Quelle: Eigenschaften Styropor EPS XPS Hartschaum Neopor Styrodur. Metz EPS-Hartschaumzuschnitte)
 

Raumteil

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Naja, jedenfalls gibt es meines Wissens fast keine Styropor-Dämmstoffe, die für den Einsatz bei starker Feuchteeinwirkung zugelassen sind (z.B. Perimeterdämmung).

Ich wohne hier an einem Bach und da muss man ab und zu ein Stück Styropor rausfischen. Das ist richtig schwer und hat ordentlich Tiefgang im Wasser.

Zu dem zitierten Link:
Zum einen werden bereits auf der Einstiegsseite die Begriffe "Styropor, Styrodur und Neopor (EPS-Hartschäume)" (Zitat) in einem Aufwasch verwendet. Es gibt auch auch neuere/bessere EPSe - aber das sind nicht die einfachen Styroporplatten aus dem Baumarkt.

Zum anderen hat der ganze Text wohl mehr das Ziel dem normalen Kunden die Angst vor dem künstlichen Dämmstoff zu nehmen, als dort auf technische Details und Unterschiede zwischen EPS, XPS und z.B. dem neueren Neopor einzugehen.

Hier ist z.B. eine technische Doku der BASF: http://www.thebo.de/flyer/BASF Waermeleifaehigkeit.pdf (letzte Seite 150/3)


Aber stimmt schon: Wenn das Styropor beim Winterschutz ausreichend geschützt ist kann es ja funktionieren. Beim nächsten Winterschutz würde ich dennoch die paar Euro mehr investieren, da hierdurch effektiv Heizkosten gespart werden können.


Grüße,
Markus
 
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