Holzfassade renovieren

Wolle-von-hagen

ww-pappel
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Hallo zusammen,

ich hätte mal gerne ein paar Meinung bezüglich der Renovierung unserer Holzfassade gehört.
Da das Holz auf der Wetter Seite schon anfängt grau zu werden müssen wir im Frühjahr mal dran.

Was mich besonders Interessiert:

Welche Farbe könnt Ihr mir empfehlen? Möchten einen dunklen Farbton
Und wie soll/muss ich das Holz vom streichen behandeln?

Wie auf den Bildern zu sehen ist sind die Bretter sägerau...

Vielen Dank an alle und Grüße

Wolfgang
 

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Wolle-von-hagen

ww-pappel
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Tja, wenn ich das mal so genau wüsste....

Wir haben das Haus erst letztes Jahr übernommen. Zumindest kann ich aussagen das die Farbe Matt ist und eher nicht nach einer Lasur ausschaut...

Vielleicht kann ich noch ein paar Bilder nachreichen wenn nötig
 

Túrin

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Mehr Bilder wären nicht schlecht. Es ähnelt sehr unserer Fassade nach 13 Jahren. Die war mit natural Holzlasur + Wetterschutz gestrichen. Das haben wir 2016 von einem Malerbetrieb wiederholen lassen. Er hat die Fassade abgekärchert und dann mit natural-Lasur und Wetterschutz (50-50) gespritzt und mit Pinsel vertrieben. Farbton war Teak, ist sehr dunkelbraun geworden.
 

mabermue

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... Er hat die Fassade abgekärchert ...
Hallo,
wenn mit "abkärchern" die Nutzung eines Hochdruckreinigers gemeint ist, sollte man sich auf jeden Fall bewusst machen, dass die weicheren Holzstrukturen abgetragen werden ähnlich einem Bürsteneffekt. Dazu wird alles ziemlich rauh. Wenn man dann hinterher spritzt, mag es gehen. Wenn man allerdings mit dem Pinsel ran muss, merkt man deutlich, dass dieser nicht mehr so leicht läuft.

Hab' diese Erfahrung mit einem Lärchenholzzaun gemacht.

Gruß Martin
 

Túrin

ww-robinie
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Hallo,
wenn mit "abkärchern" die Nutzung eines Hochdruckreinigers gemeint ist, sollte man sich auf jeden Fall bewusst machen, dass die weicheren Holzstrukturen abgetragen werden ähnlich einem Bürsteneffekt. Dazu wird alles ziemlich rauh...
Der Malermeister hatte das gut im Griff. Man kann den Wasserstrahl ja auch in Form und Stärke einstellen. Alles kein Problem. Es war auch kein Kärcher, sondern ein Nilfisk, aber keiner spricht vom Nilfisken.
 

WinfriedM

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Das sieht mir nach einer Dünnschichtlasur aus. Remmers HK-Lasur wäre eine Möglichkeit. Alternativ Sikkens Cetol HLS Plus.

Wenn man auf Biozide verzichten und es recht ökologisch machen will, kann man eine ölbasierte Lasur verwenden. Das geht aber nur, wenn das Holz überall noch recht diffusionsoffen ist. Produkt wäre dann z.B. Natural Holzlasur.

Auch ohne Biozide, aber auf Acryl-Wasserbasis: Gori 33.

Wo das Holz vergraut ist, wird das Ergebnis dort natürlich etwas dunkler wirken, weil eine Lasur immer eine Mischung aus Holzfarbe + Lasurfarbe ist. Wenn das stört, müsste man zuerst entgrauen.
 

dansanc

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Offensichtlich kennt WinfriedM sein Beruf.

Ich kann nur von einer Gartentür berichten, die beidseitig den
Elementen ausgesetzt war. Damals, im Jahre 1973, lebte ich
in Deutschland.

Ich habe sie mit Gori 22, Gori 44 und Gori 66 nacheinander
gestrichen. Danach habe ich die Tür nicht mehr behandelt.

Als ich 2002 Deutschland verlaste, war die Tür noch perfekt.
Keine Ungeziefer, kein Moos, keine Fäule. Die Behandlung hielt
fast 30 Jahren im norddeutschen Wetter!!!!

Die Farbe war Schwarz. Dunkle Farben widerstehen die
UV-Strahlung besser als helle Farben.

Ich wünsche mir nur, dass ich Gori-Produkte hier in Uruguay bekommen
Könnte.....
 

Wolle-von-hagen

ww-pappel
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Vielen Dank für die Tipps...

Die Marke Remmers und Sikkens sind mir bekannt. Von der Marke Gori bis hier noch nichts. Habe mich aber nun mal etwas schlau gelesen und muss sagen es gefällt mir was ich bis jetzt gelesen habe.

Wie schaut es denn mit der Vorbehandlung des Holzes aus?
Das bearbeiten mit dem Hochdruckreiniger wäre bei mir 2. Wahl, eher würde ich zur Drahtbürste oder ähnliches greifen um das Holz etwas "sauber" zu bekommen.
 

WinfriedM

ww-robinie
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Bei Dünnschichtlasuren + Fassaden + dunklem Farbton brauchts keine Vorbehandlung. Die Industrie will einem zwar gerne biozidhaltige Grundierungen verkaufen, darauf würde ich aber verzichten. Noch dazu bei der Nachbehandlung.

Ein Blick in die technischen Merkblätter ist aber immer sinnvoll. Da steht auch genau drin, was die Hersteller empfehlen. Auch bei Renovierungsanstrichen. Haben die Hersteller in der Regel Online herunterladbar.

Gori ist übrigens die Profimarke des Herstellers, der auch Bondex herstellt. Und Bondex kennt glaube ich jeder.
 

Bastelheiko

ww-robinie
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Teure Markenfirmen gibt es wie Sand am Meer.
Deren technische Merkblätter verinnerlichen ist jedoch zwingend erforderlich. Dann sind alle Produkte empfehlenswert. Telefonische Hotlines sind so gut wie immer vorhanden und erreichbar.

Welchen Farbton dann der Endanstrich letztendlich hat, kann du nur selbst herausfinden durch Versuche. Dunkler Untergrund wird dann oft ein Problem. Dunkler geht dann immer, heller eher nimmer.
Ob du nun fachgerecht mit Trockeneis strahlen lässt für einen Abwehrpreis, das Ganze chemisch behandelst oder gar abschleifst ist halt nur eine Frage des Aufwandes/bzw. des Geldes.

Lasuren sollten jedoch händisch aufgetragen werden. Spritzen würde ich die nicht.
Und Pinsel? Würde mich erinnern an Karatekid 1. Die Szene mit dem Schleifen glaube ich. Gutes Training.
Streichen geht wesentlich schneller und besser mit geeigneter Rolle.
Bei Lasuren auch immer auf UV-Schutz achten. 2 mal fachgerecht mit z. B. Brillux aufgetragen und du hast weitgend lange Ruhe.

Sparst du am Material und kaufst das "abgespeckte" Remmers Produkt Baufix bei Lidl, kann das vielleicht ganz anders werden als gewünscht. Kann, muss nicht.
Oder du kommst auf den Geschmack und möchtest das öfter machen. Dann empfehle ich Betrügerprodukte aus dem Baumarkt.

Grüße
 
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