Holzdecke mit Schattenfugen

Unterwasserfurzer

ww-pappel
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Hallo, ich möchte demnächst eine abgehängte Decke mit MDF-Deckenpaneele (200 mm breit, 10 mm dicke Paneele) verkleiden. Das Ganze in einem Feuchtraum (Bad). Deshalb mit Schattenfuge (ca. 1-1,5 cm) damit das ganze gut hinter lüftet ist. Ich beschäftige mich schon eine ganze Weile damit, traue mich aber nicht richtig daran.

Ich habe gelesen, dass es verschieden Möglichkeiten gibt an diese Sache heranzugehen. Entweder 100 prozentig exakt sägen damit alle Bretter gleich lang sind. Bei 5 Wänden im Raum und damit auch einer schräg verlaufende Wand etwas schwierig. Oder man bringt einfach alle Bretter einfach bis fast an die Wand an ohne auf sauberen Abschluss zu achten und geht anschließend mit einer Schattenfugenfräse bzw. Flachdübelfräse oder Schattenfugensäge an der Wand/Decke entlang. So soll man dann auch einen gleichmäßigen Abschluss bekommen.

Leider habe ich keine Möglichkeit mir solch ein Gerät zu leihen. Was ist besser, Säge oder Fräse? Habt ihr eine Kaufempfehlung? Wie muss ich mir das Ganze in den Ecken vorstellen. Da kommt man mit einer Säge doch gar bis in die Ecke?!
 

SimonS

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Hallo,
ich würde eine Mischung aus beiden Varianten vorschlagen:
Jedes Paneel zuerst länger lassen, dann mit einem kurzen Holzstück (z.B. 10-20cm, je nach Unebenheit der Wand) die exakte Länge anzeichnen. Dann z.B. auf der Kappsäge sauber ablängen, Kanten ganz leicht brechen, Paneel anschrauben. Nächstes Paneel genauso, usw..
Dauert etwas länger als mit der Schattenfugensäge, geht aber.
Ergebnis sollte dann perfekt sein.
Mit der Länge des Holzstückes kann entschieden werden, ob die Schattenfuge exakt der Wandkontur folgen soll, oder ob diese eher nur in groben Zügen der Wandkontur folgen soll. Ist Geschmackssache und liegt natürlich auch an der Ebenheit der Wand.
Grüße
Simon
 

Helmut60

ww-esche
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Da man mit den Maschinen nicht bis in die Ecke kommt, müssen die Ecken von Hand nachgearbeitet werden, was je nach Unterkonstruktion seine Tücken hat. = Genaues ablängen hat seine Vorteile. Wenn die Wände sehr krumm sind würde ich die Decke mit breiterer Schattenfuge, und darin integrieter indirekter Beleuchtung vorziehen.

:emoji_slight_smile: Helmut
 

Unterwasserfurzer

ww-pappel
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Ok, habe mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt. Die Wände selber sind alle gerade. Allerdings ist es kein Raum mit 4 x 90 Grad sondern nur 3 x 90 Grad. 2 Wände sind kürzer und diese beiden Wände werden von einer 5. schräg verlaufende Wand verbunden. Deshalb ist aus meiner Sicht ein genaues Absägen schwierig.

Könnte man dafür die Einhell Flachdübelfräse TC-BJ 900 verwenden?
 

Helmut60

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Die Fräse könnte man sicher nehmen, nur das man damit nicht bis in die letzte Ecke kommt. So kann es dann passieren, das die Ecken von Hand "unschön" werden, und man eine Leiste mit Luft nach oeben in die Ecken setzt. Das ablängen von "nicht 90 Grad", geht mit einer Schmiege und passenden Anschlägen an der Säge genauso als wären es 90 Grad. Hilfreich wäre eine 2. Säge, so das man den Winkel nicht laufend ändern muß. Ich hab mal ganz bewußt Decken schräg verlaufend vertäfelt.... = kein 90 Grad schnitt dran. Das geht..... dauert halt nur länger, weil man viele Schnitte 2 mal -- 1 mal Grob...anhalten anzeichnen dann genau...sägen muß.

:emoji_slight_smile: Helmut
 

dascello

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Lieber Fragesteller (Deinen Nickname hier zu schreiben, das schaffe ich nicht! :emoji_slight_smile:),

über Kopf mit einer schnellaufenden Säge oder Fräse an der Wand entlang zu arbeiten, das würde ich unbedingt vermeiden. Nicht nur wegen der Unfallgefahr, sondern auch, weil man da ganz schnell mal aus der Richtung kommt und das ganze Werk versaut.

Unbedingt Brett für Brett vorgehen, wie beschrieben.

Solltest Du aber hier gegenüber deiner Regierung eine Bestätigung für die Notwendigkeit des Kaufs der schon angedachte Maschine suchen, dann nur zu! Es gibt ja noch andere Projekte.


Unterwassergruß von

Michael
 

Keilzink

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Ich habe sowas schon gemacht, mit einer Holzher Schattenfugensäge. Das ist eine kleine handliche Tauchsäge, mit der man sowas ganz gut hinbekommen kann. Die Säge war in Originalzustand mit einem recht kleinen Blatt mit vielen Zähnen ausgestattet - ich kann dir Angaben dazu erst am WE machen, die Säge ist auf meiner "Baustelle", zu der ich erst dann wieder komme. Die Säge wird nicht mehr hergestellt, man bekommt sie aber bei den üblichen Verdächtigen normalerweise um die 100 € gebraucht. Eine Schattenfugenfräse von Festo hab ich mal ausprobiert, noch handlicher, kleiner usw, viel höhere Drehzahl. Auch diese Maschinen bekommt man gebraucht, allerdings muss man da schon mit rund 200€ rechnen - und Glück haben.
Das Eckenproblem habe ich damals so in den Griff bekommen, dass ich das erste und letzte Panel nicht montiert habe, dann die Schattenfuge gesägt habe und die beiden Bretter zum Schluss angepasst und eingesetzt habe - hat alles gut geklappt. Das Sägeblatt sollte frisch geschliffen sein, die Wand sollte man mit geignetem Klebeband gegen Scheuerspuren schützen.
Wenn du noch Fragen hast - gerne.

Andreas
 

Unterwasserfurzer

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Hallo, wie ich jetzt auch noch festgestellt habe, gibt es noch ein ganz anderes Problem zusätzlich zu der Schattenfuge. Das Badezimmer ist bis auf die schräge Wand ca. 2,95 m x 2,95 m groß.
Bei den Paneellängen bin ich sehr gebunden weil es häufig nur Paneele in 130 cm und 260 cm gibt. Hier würde ein sehr hoher Verschnitt entstehen.
Ein Verkäufer hat mich darauf gebracht, dass ich die Paneele ja einfach im "Wilden Verband verlegen könnte um so gut wie überhaupt keinen Verschnitt zu haben. Mir ist schon klar, dass man einen Verschnitt hat. Aber es stimmt schon, dass ich einen sehr hohen hätte. Im Bodenbereich habe ich diesen „Wilden Verband“ schon öfters gesehen, aber ist es üblich/modern oder wie auch immer so etwas mit Deckenpaneelen zu machen. Da fehlt mir jetzt wohl etwas die Vorstellungskraft wie das aussehen würde.
 

uli2003

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Schattenfugendecken habe ich damals häufig gemacht. Einmal mit der Schattenfugensäge drumherum, die Ecken von Hand nacharbeiten, fertig.
Mit einem Multimaster sind die Ecken heute auch kein Thema mehr.

Zum wilden Verband - wenn, dann habe ich mit dem Rest immer wieder vorne angefangen. So entsteht ein gleichmäßiger Verband. Fand ich immer schöner, als ganz wild zu legen.

Grüße
Uli
 

Holz-Christian

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Hallo, wie ich jetzt auch noch festgestellt habe, gibt es noch ein ganz anderes Problem zusätzlich zu der Schattenfuge. Das Badezimmer ist bis auf die schräge Wand ca. 2,95 m x 2,95 m groß.
Bei den Paneellängen bin ich sehr gebunden weil es häufig nur Paneele in 130 cm und 260 cm gibt. Hier würde ein sehr hoher Verschnitt entstehen.
Hallo, wenn du mit je einer halbierten 130 er und einer auf 230 gekürzten 260er Paneele pro Reihe wechselseitig arbeitest hast du im Bad einen Verschnitt von Sage und schreibe knapp 0,9 Quadratmeter.:emoji_wink:
Das entspricht einem Verschnitt von etwa 10 Prozent.

Dafür hast du eine ruhige und stimmige Optik.

Wenn du fortlaufend mit Abschnitt arbeitest hast du einen schräg um 35 cm versetzt gestaffelt laufenden Versatz.
Das schaut schon etwas seltsam aus.

Gruß Christian
 

moto4631

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Ich mach auch nur noch Schattenfugen da unser Haus sowas von schief ist...

Die Fugen säge ich mit der kleinen GKS 10,8V von Bosch und schneide die Ecken mit dem Multimaster nach.

Der Hinweis von Keilzink das letzte Brett nicht zu montieren und auf Endmaß zu sägen kommt aber auf alle Fälle in meine Favoritenliste, das ist doch mal eine gute Idee sofern man normale Paneele verbaut.

Bei Platten mit 120x60cm bringt das auch nix mehr :emoji_grin: trotzdem prima Idee!
 

Unterwasserfurzer

ww-pappel
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Hallo, wenn du mit je einer halbierten 130 er und einer auf 230 gekürzten 260er Paneele pro Reihe wechselseitig arbeitest hast du im Bad einen Verschnitt von Sage und schreibe knapp 0,9 Quadratmeter.:emoji_wink:
Das entspricht einem Verschnitt von etwa 10 Prozent.

Dafür hast du eine ruhige und stimmige Optik.

Wenn du fortlaufend mit Abschnitt arbeitest hast du einen schräg um 35 cm versetzt gestaffelt laufenden Versatz.
Das schaut schon etwas seltsam aus.

Gruß Christian
Hi, ich habe jetzt mal einen Plan erstellt wie es aussehen könnte. Leider ist das ganze für mich nicht so einfach. An der Schrägen Wand muss immer genügend Unterkonstruktion sein. Wie ich jetzt festgestellt habe, gibt es von den Brettern die ich mir ausgesucht keine 130er, deshalb 260er. Damit die Ansätze gleichmäßig im Raum verteilt werden, wiederholt sich das Bild in jeder 4. Reihe. Was haltet ihr von dieser Lösung(Siehe Foto)? Bin auch für andere Vorschläge dankbar.


 

Holz-Christian

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Na das sieht ja recht passabel aus.
Für den kleinen Raum halt etwas unruhig.
Raumlange Paneele gibts von dem Modell wohl nicht?

Gruß Christian
 
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