hochwertiger Tellerschleifer taugt halbwegs auch zum schärfen?

Metalla

ww-birke
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Kurze Frage bitte:
Ich habe ein Konvolut ersteigert u.a. einen massiven 300mm (echter, massiver europäischer Maschinenbau) Tellerschleifer.
20201004_164020.jpg

Inwiefern ließe sich dieser mit geeignetem Papier (z.B. Siliciumcarbid) nicht auch halbwegs zum schärfen von z.B. Beiteln nutzen?
Und abwechselnd dann auch mal kurz zur Holzbearbeitung.
Dann könnte ich mir für meine seltene Nutzung einen Tormek oder Nachbau evtl. sparen zumal ich mehrere Doppelschleifer und nen China-Nassschleifer bereits besitze.
Ausreichende Kühlung müsste natürlich sichergestellt werden! Ggf. ne kleine zusätzliche Vorrichtung basteln.

Falls meine Überlegung nicht gänzlicher Humbug ist: Eure Empfehlung für Körnung wäre?
Ggf. gern konkreter Tipp - würde dann auch auf Klett umrüsten - wobei ich nur seltenst zu wechseln gedenke.
 

dascello

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Nur ja nicht!

Ich habe an meinem Tellerschleifer mal was eisernes geschliffen. Ging gut - aaaaber: Die glühenden Späne lagerten sich im Ausblasestutzen (Plastik) ab und bildeten mit vorhandenem Holzstaub ein Glutnest.

Fünfzehn Minuten später begann das Rauchen.
Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte ich die Werkstatt verlassen!

Dass Absaugen nicht geht, ist hiermit ja auch klar.


Gruß

Michael
 

Holzrad09

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rafikus

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Hallo
Zum Abrichten von Stechbeiteln könnte man den vielleicht gebrauchen. Abziehen dann auf einem Bankstein von Hand. Für Hobeleisen würde ich den, wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten über die Breite, nicht nehmen.
Für Holzarbeiten scheint er sehr gut zu gebrauchen zu sein, die Auflage sieht richtig massiv aus.
 

Metalla

ww-birke
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@dascello : Den Sicherheitsaspekt hatte ich nur fast vergessen... mir ist vor ü20 Jahren mal ein Staubfangsack an meinem schwarzen 1020Watt Bandschleifer von Black&Decker deswegen in fast in Flammen aufgegangen - danke fürs auffrischen.
Der wurde dann mehrfach genäht.

@Holzrad09: Schöner Beitrag in einem ansonsten fast ausufernden aber sehr interessanten Thread

@Genau: abschließend passender Bankstein - die unterschiedliche Geschwindigkeit ist auch klar.
Wobei man eben 2 Achsen recht genau einstellen kann und dann ja auch per Nut verfahren kann - diverse Möglichkeiten das Werkstück zuzuführen...
 

Little John

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Hallo Metalla,
zwischen "ja geht" und "ideal für mich" ist eine sehr persönlich unterschiedliche Distanz. Deshalb will ich da nicht drauf eingehen.
Aber bevor du den Teller auf Klett umrüstest, ein Hinweis: Mit den geklebten Schleifblättern hast eine harte, genaue Schleiffläche mit guter Wärmeableitung in den Schleifteller. Bei Einsatz von Klettverbindung entsteht eine Isolierschicht zwischen Schleiffläche und Teller, außerdem wird die Schleiffläche "weicher" und im mm-Bereich nachgiebig und ungenauer.
Ob das stört kannst nur du entscheiden.

Es grüßt Johannes
 

Metalla

ww-birke
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Gruß zurück @Little John !
Alle 3 Überlegungen sind absolut richtig -danke.
a - generell hochinteressant (zB der o.g. Thread ein gutes Beispiel)
b - wärmerer Schliff
c - weicher/nachgiebiger
a+c hatte ich soweit gut auf dem Radar
b eher weniger

aber jetzt wird dennoch geklettet - weil eben Probierset bestellt
Noch ein Tipp für vernünftigen Klettteller?
Klingspor will 22,50 € - oha - andere Vorschläge/Marke?
 

xv_treiber

ww-eiche
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Hab ich selber im Einsatz. Keine Problem damit. Teller muss natürlich plan und vor dem Aufbringen sauber/fettfrei sein. GEnau ansetzen, Korrektur nicht zu empfehlen. Klebt "wie Seu".
Seit einigen Jahren in Gebrauch, keine Ablösestellen und auch beim Entfernen der Klettschleifscheiben habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht.
 
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