Hochbett hängen - Wie an der Decke befestigen?

derliebewolf

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Hallo zusammen. Mein erster Post. Bin Heimwerker mit etwas Heimwerwerkzeug und hab recht viele kleinere und unkomplizierte Dinge aus Holz (Baumark meist) gebaut. Sowohl Möbel (Kinderbett, Küchenschränke, Arbeitsplatten, als auch bisschen Zimmererarbeiten beim Hausbau.

Naja, jetzt brauch ich ein Hochbett für meinen großen Sohn (wird 5). Bin mir schon sehr sicher, wie das aussehen soll, ein Freund von mir ist Tischler, der fand das alles sehr überzeugend. Ich han shcon 15 Hochbettthreads hier im Forum gelesen, aber mich würde dennoch eure Meinung zu einem Knackpunkt interessieren (und gern auch zur Dimensionierung des Holzes).

Aufbau:
Screenshot 2020-10-22 221957.jpg
Prinzipskizze im Anhang (nicht Maßstabsgerecht). Es soll eine Ebene von etwa 200cmx140cm unter die Schräge gebaut werden. An der linken und hinteren Seite wird BSH (an der kurzen ggf nur KVH und 60x80) 60x100 an die Wand gedübelt. Die wand ist super, Gasbeton 20cm dick etwa. Der dicke Balken in der Decke ist meine Mittelpfette (im Sichtbereich), BSH 220x300 oder noch stärker. Da hängt das gefühlt halbe Haus dran. Da ich den Stützpfeiler in der Ecke weglassen will und entsprechend hängen möchte dachte ich an eine Rampamuffe mit Gewindestange drin nach unten und dann durch den KVH Balken vom Bett schrauben. Dann kommt noch ans Fußende (also, an der Schräge) zur Austeifung auch ein KVH Balken wie oben dimensioniert. Es werden noch Querbrette als Lattenrostersatz mit 10cm Abstand draufgeschraubt, dachte an 27x144 Hobelware aus dem Baumarkt (da kann ich mich dann auch mal vorsichtig auf 1-2 draufhocken).

Nun die Eigentliche Frage: Hält eine Rampa Muffe das Bett an der Stelle gut genug? Muffen vom Typ BL zB sind bei D>= 10mm (nehme an innen) auf 10kN (sicherlich statische Belastung) ausgelegt. (Quelle: ETA)
Sollten ggf 2 Parallele Muffen und Gewindestäbe mit Abstand verwendet werden (Redundanz)?
Seht ihr eine bessere Löung als die Rampa Muffen?
Screenshot 2020-10-22 223426.jpg


Treppe, Absturzsicherung und co sind vorgsehen, spielen für die isolierte Fragestellung aber keine Rolle. Das Rampamuffen nicht ganz trivial sauber einzubauen sind ist mir bewisst, werde ich aber mit einigen Hilfsmitteln wohl schaffen.

Vielen Dank schon mal an dieser Stelle!
 

Little John

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Hallo,
ich würde so eine Abhängung nie an eine Schraube(Rampamuffe) hängen. An eine Gewindestange wäre für mich okay. Also würde ich eine Metallplatte nehmen z.B.: 6ox60x8mm mit fünf Löchern ( wie beim Würfel). In der Mitte M10 Gewinde, von oben mit einer Mutter gekontert, 20mm Loch 15mm in den Balken und in den 4 Ecken Löcher und da durch 4 Schrauben 5x70. Da würde ich ruhig schlafen können, auch wenn auf dem Bett mal getobt wird.

Es grüßt Johannes
 

derliebewolf

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Danke, gute Idee!

Hat jemand Ergänzungen?

(Holz ist noch nicht gekauft :emoji_wink: )
 
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Little John

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Hallo,
ich habe mehrfach Hochbetten gebaut, wo statt dem Balken der durch den Raum geht, eine Bohle eingesetzt wurde. Das ist dann direkt auch der Rausfallschutz.

Es grüßt Johannes
 

sonicbiker

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Moin,
spontan hätte ich gesagt, dass Rampa-Muffen für den Möbelbau und vielleicht noch für den nicht-tragenden Holzbau bestimmt sind. ich sehe aber, dass es da wesentlich größere Exemplare gibt als mir bislang bekannt war. Beim Gedanken, eine Muffe von unten nur ein paar Zentimeter ins Holz zu schrauben und daran 10 kN Last wäre mir das zu unsicher. Rampa hat aber auch einen eigenen Calculator für Auszugswerte (Anmeldung erforderlich): https://calculator.rampa.com/login
VG, Wolfram
 

Harrer

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Wenn der Balken nicht zwingend unten dran muss könnte man ihn seitlich an die Pfette schrauben. Wäre einfacher zu machen.

Dammal
 

Daniboy

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Ist die Trägerschwächung hier noch zu vernachlässigen?

Eine Rampa-Mutter für M10 braucht offenbar ca ein 15mm Loch im Holz.
Das würde genau an der Stelle der am meisten belasteten Faser im Randbereich des Trägers gebohrt. Eventuell sogar zwei mal nebeneinander wie hier schon überlegt wurde.

Wie beurteilt ihr diesen Aspekt, kann man das anders machen?
 

Friederich

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@derliebewolf
Wenn überhaupt, dann sollte solch eine sehr kritische Befestigung "redundant" ausgeführt werden.
Also mehrfach, so dass bei Komplettausfall der Einen, die Andere(n) auch ganz alleine noch hält.

(edit: sehe gerade, die Sache mit der "Redundanz" ist dir ja auch schon in den Sinn gekommen.)
 
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Helmut60

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Ich hab für die Aufhängung eines Hochbettes mal einen "umgedrehten BalkenSchuh"...waren Fundstücke vom Schrotplatz... komm gerade nicht auf die Bezeichnung.... die eigentlich einbetoniert werden, um einen Balken aufzustellen. Die Dinger in passender Größe auf den Trägerbalken gesteckt, oben 2 Gewindestanden drüber, unten eine Gewindestange zur Aufhängung des Bettes. Von der Aufhängung an sich hat man nix gesehen, außer den Gewindestangen. WEnn ich das richtig sehe, wäre das hier auch so.

So eine Aufhängung kann man auch mit passenden Flach- oder U-Eisen, Gewindestangen und co, bauen.

:emoji_slight_smile: Helmut
 
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derliebewolf

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Vielen Dank für die Antworten. Die Schwächung des Balkens (Pfette) halte ich für vernachlässigbar. die ist so dick (die Zimmerleute haben den Kopf geschüttelt beim Einbau). Noch dazu sollte das laut Tragwerksplaner als KVH ausgeführt werden aber weil es das in der Dimension nicht gab haben sie BSH genommen. Ich denke das ist massiv überdimensioniert.

Zum Thema Redundanz: den Gedanken hatte ich ja auch schon. Zwei Rampamuffen auf eine verfügbare Flächevon 220*60 zu verteilen (die Überlappungsfläche von Pfette und Bettbalken) halte ich jedoch für sehr knapp.

Alles in Allem scheint die Idee von @Little John aus #2 mit der Metalplatte eine recht gute Alternative zu sein.

Habt ihr noch andere Gedanken?
 

Eder Franz

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Ich bin bei der Arbeit und kann den Thread nicht komplett lesen. Kurzer Tipp: Zimmerleute schrauben oft direkt. Dabei werden die Schrauben kreuzweise gesetzt. Ein Balkenschuh kann das auch lösen. Sherpa-Verbinder sind bei horizontalen Verbindungen eleganter.
 

derliebewolf

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So, bin nun etwas weiter (wenn auch noch nicht fertig). Hab nach Rücksprache mit dem örtlichen Eisanwarenhandel (mein Zimmermann hat dort meinen ganzen Dachstuhl - zumindest den Teil nicht aus Holz gekauft) jetzt doch eine Rampamuffe mit 12mm innengewinde genommen. Auszugskraft 14kn. Der Einbau war etwas kraftanstrengend, trotz halbwegs passender Vorbohrung in die Pfette (benötigt laut Rampa 18,3mm Borhung, hab nur einen 18er kaufen können).

Nun hängt alles soweit und es geht um die Feinarbeiten (Schleifen, Ölen, Geländer, Treppe). Treppe heute mal kurz hingestellt um zu gucken, ob das passen kann.

Als Konstruktion habe ich nun BSH 100*60 für die langen und KVH 80*60 für die kurzen Seiten genommen. Da drauf dann 27mm hobelware als Lattenrost.
 

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