Hilfe beim Holzkauf

weissbuche

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Für alle die in nächster Zeit Rundholz kaufen oder verkaufen wollen hier ein paar Anhaltspunkte. Die Landesforsten haben für Nadelholz bei den Versteigerungen folgende Preise erzielt.
Lärche: angeboten 324 fm, Durchschnittspreis 378 €, Douglasie: angeboten 344 fm, Durchschnittspreis 287 €, Kiefer: angeboten 257 fm, Durchschnittspreis 164 €.
 

ChrisOL

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Moin,

Das klingt für mich immer wieder spannend. Die Stämme sind dann gekauft wie gesehen? Ich muss dann den Transport selber organisieren um die aufschneiden zu lassen.
 

wasmachen

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HinternDiwan
Ne, die werden dir aufgeschnitten und getrocknet mit Stapelleisten vor die Türe gestellt.... ab Stückzahl 1 Brett versteht sich :emoji_wink:

IdR sind die Käufer Sägewerke oder Industrie. Da gibts auch Frächter, die den Transport zu Lasten des Käufers übernehmen. Unter ner Fuhre brauchst idR garned anfangen....

Und ja, die Einkäufer dort schaffen normal ne brauchbare Qualitätseinstufung am liegenden Stamm oder auch stehendem Baum.
Da tut sich der gemeine Tischler auch meistens eher schwer :emoji_wink:
 

stefan.

ww-eiche
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Also wenn es um Kleinmengen geht, kannst du ja vielleicht Mal bei deinem Revierförster oder der nächsten WBV/FBG anfragen. Zumindest bei uns war das noch so klein, dass ich mir vorstellen könnte, dass man da auch einzelne Stämme bekommt.
Aber Abtransport ist dann deine Sache.
 

Herr Dalbergia

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Bin seit ein zwei drei Jahren raus aus dem Spiel….wie liegt Eiche und Ahorn dieses Jahr? Kirsche immer noch tot nehme ich an? Esche, lag da überhaupt was brauchbares rum?
 

brubu

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Bei uns gibt es spezielle Wertholzversteigerungen, da wird für jeden Stamm einzeln geboten. Einmal hat ein Furnierwerk für einen Grossauftrag alle Nussbäume zusammengekauft. Die Preise waren sehr hoch, danach sind sie wieder gefallen. Es ist also auch Glücksache.
 

weissbuche

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Auch hier handelt es sich um eine Wertholzversteigerung. Die Verkäufer stellen ihr Angebot in Lösen zusammen, auf die dann ein Gebot schriftlich abgegeben wird. Nach Ablauf der Gebotsfrist werden die Gebote geöffnet und das Ergebnis mitgeteilt. Dann wird bezahlt, man bekommt den Abholschein und eine Frist, bis zu der der Platz geräumt werden muß. Die Kieferkäufer sind immer die erste, weil die Angst vor Bläue haben. Lose bestehen manchmal aus 1 Stamm (eher bei Laubholz) oder aus 20 Stämmen. Beim Laubholz gibt es wohl nur Eiche in diesem Jahr. War aber auch die letzten Jahre so. Wenn es noch Esche gibt, bleibt sie stehen oder geht in den Freihandverkauf. Will aber keiner haben.
 

weissbuche

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Massenware und Bauholz wird direkt verkauft oder schon auf Anforderung gemacht. Unser Sägewerk in der Nachbarschaft verarbeitet ca. 160.000 fm im Jahr. Die ersteigern nichts, die Fragen nur, ob man entsprechenden Mengen hat und zu einem bestimmten Preis liefern kann. Für den Preis der auf den Versteigerungen erzielt wurde, kaufen die 8-15 fm.
Ich habe auch schon mehrere Male ein Gebot abgegeben, konnte aber, bis auf einmal, immer nur die Silber-oder Bronzemedaillie erringen.
Wenn ich was brauche, spreche ich mit unseren Förstern. Da bleibt mal eine schöne Kiefer oder Fichte liegen, einige Eichen gehen nicht weg oder, wie jetzt gerade, 3 schöne Lärchen haben keinen Käufer gefunden. Da wird ein Preis verhandelt, bezahlt, es gibt den Abholschein und gut ist es. Läuft recht unkompliziert.
 

fahe

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Coswig
...in Sachsen gab's auch Esche, hatte ich unlängst erst gelesen. Und kaum noch Holz von privaten Waldbesitzern... :emoji_astonished:

Warum, steht auch hier.
 

weissbuche

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Bei uns werden Laub-und Nadelholz getrennt angeboten und auf verschiedenen Plätzen angeboten. 2 dieser Plätze sind nur eine halbe Stunde entfernt und ich schaue mir das immer gerne an. Bei der Eiche war die Submission noch nicht, in 2025 war der teuerste Stamm auf dem hiesigen Platz für ca. 10.000 € an einen Furnierer gegangen. Ich hatte mal eine meiner Töchter und ihre Freundin mit. Die meinte mit ihren damals 17 Jahren, sie könne da garnicht hingucken bei den vielen Baumleichen. Auch ne Sichtweise.
 

fragnix

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Die Versteigerung ist aber durch, habe ich Dich da richtig verstanden? Dann wäre ja jetzt die beste Zeit die Rest für kleines Geld zu kaufen.

@ChrisOL Ja, selbst um Transport usw. kümmern; das ist ja ein Rundholzverkauf. Das geht aber, wir haben das mehrfach gemacht. Eine Fahrt pro Stamm benötigen wir; daher würde ich gerne von Schleswig Holstein (65 km) nach Niedersachsen (20 km) wechseln.
Die nächste Woodmizer steht im Nachbardorf, und wir bringen die Stämme direkt dorthin. Insofern ist es nur eine Fahrt mit Rundholz, alles danach sind dann kurze Fahrten mit Bohlen.
 

Martin45

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Ich finde die Preise sind zwar ein Anhaltspunkt aber da gibt es schon eine Bandbreite an weiteren Aspekten.
Auf den Wertholzsubmissionen landen ja nur eher die Sahnestücke.
Oft bekommt man Holz in "unseren" Mengen und durchaus netter Qualität wie du schon sagst besser direkt beim Förster.

Und der Rundholzpreis ist ja sowohl aufwandstechnisch als auch von den Kosten her weit weg vom Preis von den später irgendwann mal "fertigen" Brettern.
 

weissbuche

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Normale Brettware wird das wohl auch in den wenigsten Fällen. Furnier und Dielen sind wohl das was aus dem meisten Stämmen entsteht oder hochwertige Tischlerware. Einen Baumarkt werden die wohl nicht von innen sehen.
 

fragnix

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Wir haben aus Submissionseiche auch schon Holzunterstände gebaut. Wenn der Rest-Stamm für 100,- reinkommt... Für weitere 80,- auf 10x10 sägen lassen, Reste in den Holzofen.
1500 kg können wir in einer Fahrt bewegen, das sind knapp 2 fm, macht 90,- pro Festmeter Ständer/Brennholz. Und bevor ich dazu komme lauter Nachtschränkchen draus zu bauen... so ist es dann wenigsten verwertet.
 

WoodyAlan

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Einer meiner brennholzhändler (Waldbesitzer) hat mich im Januar angerufen und mitgeteilt dass er bei käferfichte ab heuer 120€/FM verlangt. Spalten und trocknen natürlich on top. Laubholz entsprechend teurer. Da gibts scho no die ein oder anderen Unterschiede.

Zumindest bei uns werden wir da noch ein paar Überraschungen sehen
 

husky 928

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Wenn der Rest-Stamm für 100,- reinkommt...

Der dickere von den beiden "Stämmchen" ist bei der Versteigerung auch liegen geblieben.
50cm am dicken Ende, 48cm am dünnen, 10m lang. Laut Adam Riese macht das 1884 Liter Inhalt.
Den dünneren mit 7m Länge und etwa 30cm Durchmesser hat man dann dazu gelegt, und für beide 58,- Euro verlangt.
Glücklicherweise habe ich die beim Spaziergang entdeckt. Drangeschrieben stand 1,11 FM. :emoji_grin:

DSCN8576.JPG

Der kleine wurde dann Brennholz, und der große in 2,5m Stücke zerlegt.

Sieht auf der Straße noch etwas mickerig aus:

DSCN9065.JPG

Nach dem Ladevorgang relativiert sich das dann aber wieder:

DSCN9067.JPG
 

fragnix

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@WoodyAlan Dein angeführter Preis scheint der Wunschpreis beim Erstangebot zu sein. Wir haben zugeschlagen beim Hauptsache-weg-Preis kurz vor dem Schliessen des Lagers. Daher kommt wohl der Unterschied.
Huskys Fund scheint mit auch einer der zweiten Art zu sein, und meiner Ansicht nach genauso eine Gelegenheit, wie man sie finden möchte.
 

WoodyAlan

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@WoodyAlan Dein angeführter Preis scheint der Wunschpreis beim Erstangebot zu sein. Wir haben zugeschlagen beim Hauptsache-weg-Preis kurz vor dem Schliessen des Lagers. Daher kommt wohl der Unterschied.
Huskys Fund scheint mit auch einer der zweiten Art zu sein, und meiner Ansicht nach genauso eine Gelegenheit, wie man sie finden möchte.
Leider nein. Auf dem Trupp sind sie grad alle in der Umgebung. Gott sei Dank hab ich da noch Alternativen, aber das Feld lichtet sich.
 
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