Heimwerkerschleiffrage

max_power

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Hallo zusammen,

nach gelegentlichem Mitlesen habe ich mich nun hier angemeldet. Ich habe früher schon viel mit Holz gearbeitet, vom Modellbau bis hin zu so manchem einfachen Möbelstück. Nach jahrelanger Pause juckt es mich aber wieder und so manches Projekt steht an. Nur meine Ausrüstung ist kaum noch vorhanden und so bin ich nun am Planen was ich so brauche …

Eines meiner ersten Projekte wird ein Balkenbett werden. Die Ausplattungen lasse ich machen, bei 16x16cm Balken wäre mir das zu viel des Guten :emoji_slight_smile: Aber alles was danach kommt, vor allem die Bearbeitung der Oberflächen und der Kanten mach ich dann wieder selber. So stehe ich nun vor der Anschaffung einer Schleifmaschine. Den Feinschliff am Ende kann ich gut per Hand erledigen, aber für alles davor hätte ich doch gern eine Maschine.

Was würdet ihr mir empfehlen? Eher einen (Getriebe-) Deltaschleifer oder doch einen Schwingschleifer oder …? Beide wären natürlich toll, aber ganz so üppig ist mein Budget dann auch wieder nicht - lieber eine gute Maschine als zwei Billigteile.

Vielleicht gibts hier ja den einen oder anderen Tipp für mich …

Maximilian
 

derdad

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Ein guten Neues Jahr!

In meinen Augen ist ein guter Excenter Schleifer jene Schleifmaschine, die man am universellsten einsetzen kann.

lg
gerhard
 

WoodenCarpenter

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Ein gutes Neues!

Ohne Dir nahe treten zu wollen erst mal eine einfache Frage:

Hast Du mal die Forumssuche bemüht?

Das Thema wird immer wieder mal abgehandelt. Ich erinnere mich in den letzten Tagen an mindestens einen Thread in dem es um Schleifmaschinen ging. Und zwar auch die Frage Delta - Exzenter - Schwing.....
 

Friederich

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Die Ausplattungen lasse ich machen, bei 16x16cm Balken wäre mir das zu viel des Guten :emoji_slight_smile:
Hallo Maximilian, das wäre doch kein Problem selberzumachen.
Aber wenn Du es schon vom Schreiner machen lässt, dann wird er bestimmt doch auch die Balken durch den Hobel schicken. Ist ja nur eine Sache von Minuten. Was dann noch zu schleifen ist, kannst Du problemlos von Hand mit einem Schleifklotz erledigen. Dafür würd ich mir keine Maschine anschaffen.
Gruß
Friedrich
 

max_power

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Hi Friederich,

Zitat von max_power Beitrag anzeigen
Die Ausplattungen lasse ich machen, bei 16x16cm Balken wäre mir das zu viel des Guten
Hallo Maximilian, das wäre doch kein Problem selberzumachen.

Drüber nachgedacht habe ich auch schon. Wie würdest du das machen … so mit Heimwerkerausstattung?
 

tomcam

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Auch hier wieder, wie soll es anders sein :emoji_slight_smile: Ich empfehle die Rotex RO 90, eine der vielseitigsten Schleifmaschinen überhaupt, wenn nicht die vielseitigste überhaupt, jedoch wäre interessant, wo Dein Budget angesiedelt ist........ganz günstig ist sie nicht, aber die Folgekosten in Sachen Schleifpapier sind echt überschaubar und ein Bruchteil der Baumarktpreise....
 

max_power

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Hi Tomcam,

ja, über die Rotex RO 90 bin ich hier schon gestolpert. Gefällt mir auch sehr … und wenn ich sie mir noch ein paar mal anschaue, wird auch das Budget groß genug werden :emoji_slight_smile:
 

holzverstand

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Hallo,
du musst dir vielleicht erstmal überlegen was du in Zukunft so alles schleifen möchtest. Nur für das Bett würde ich mir beim Tischler eine Schleifmaschiene ausleihen. Hast du aber ersthaft vor öfter zu schleifen würde ich dir eine Handbanschleife und einen Dreiecksschleifer empfehlen.
Beste Grüße
Thomas, HolzVerstand.com
 

max_power

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du musst dir vielleicht erstmal überlegen was du in Zukunft so alles schleifen möchtest

So ganz genau weiß man das als Heimwerker nie :emoji_slight_smile: Aber geplant ist noch das eine oder andere Bücherregal und Ideen für einige Möbelstücke habe ich auch - es wird also definitiv nicht bei einem Bett bleiben. Auch Holzspielzeug für meine Tochter mache ich immer mal wieder, bisher per Hand, aber auch da ist eine Maschine sicher hilfreich wenn sie schon mal da ist …

Hast du aber ersthaft vor öfter zu schleifen würde ich dir eine Handbanschleife und einen Dreiecksschleifer

Einen (Baumarkt) Bandschleifer hatte ich früher mal, bin aber nie so richtig warm geworden mit dem Ding
 

max_power

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Dafür braucht man an sich nur Säge und Stemmeisen. Winkel und Streichmaß.

Jaja, die Theorie ist mir schon klar … :emoji_slight_smile: ob ich das dann in der Praxis gut hinbekomme, müsste sich zeigen. Aber vielleicht probier ich es wirklich selber - mehr als schiefgehen kann es ja nicht
 

max_power

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:rolleyes:

Das mit dem gerade Sägen hatte ich früher mal ganz gut drauf, ist aber lange her.

Mit Heimwerkerlogik würde ich auf beiden Seiten einen Winkel als Anschlagleiste draufklemmen und mit der Säge daran entlang sägen - nicht elegant, aber es funktioniert - vielleicht. Den Part mit dem Stemmeisen kriege ich dann schon irgendwie hin.

Den Rest kann ich ja dann mit der Schleifmaschine ausgleichen :emoji_slight_smile:
 

Friederich

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Das mit dem gerade Sägen hatte ich früher mal ganz gut drauf, ist aber lange her.

Mit Heimwerkerlogik würde ich auf beiden Seiten einen Winkel als Anschlagleiste draufklemmen und mit der Säge daran entlang sägen - nicht elegant, aber es funktioniert - vielleicht. Den Part mit dem Stemmeisen kriege ich dann schon irgendwie hin.

Den Rest kann ich ja dann mit der Schleifmaschine ausgleichen :emoji_slight_smile:
Lass doch mal erst diese xxxxx Schleifmaschine. Kann garnicht verstehen warum Heinwerker immer so versessen sind aufs Schleifen ... Schreinern bedeutet doch in erster Linie, daß man gut überlegt und sich Mühe gibt-und nicht mit irgendeinem überflüssigen Elektrokrempel Krach macht.

Hauptsache ist jetzt erstmal ein guter Plan. Bei einer Fehlkonstruktion hilft auch die glattgeschliffenste Oberfläche nichts.

Gerade Schnitte wirst Du bestimmt ohne Anschlagleiste genausogut hinkriegen. Wenn du was as Metall dranklemmst, wird auch noch deine Säge stumpf. Auf zwei Seiten anreißen genügt.
Hast du eine gescheite Säge? Ein alter Fuchsschwanz geht zwar auch, aber mit einer guten Japansäge machts mehr Spaß.
Gruß
Friederich
 

muh

ww-buche
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Bandschleifer. Und vielleicht einen Schwingschleifer. Aber eigentlich braucht man die gar nicht.
Nur wenn die Vorarbeit irgendwelche Spuren hinterlassen hat.
Übrigens hat man als Anfänger mit einem Bandschleifer schnell mal eine Vertiefung rein gemacht deren Beseitigung einige Stunden Resttag beanspruchen kann.

Wenn der Balken so schwer ist daß er nicht weg kann würde ich nur mit Muskelkraft schleifen.
Leider gibt es kaum gute Halter. Also selber basteln und Schleifpapier-Meterware kaufen.
Ein Schwingschleifer macht meiner persönlichen Meinung ( Bin selber nur Hobbyist ) bei Holz oftmals keinen Sinn.
Wenn, dann einer mit einem wirklich extremen Schwingkreisdurchmesser. ( Ist auf Dauer nicht angenehm, trägt aber auch was ab )
Und Deltaschleifer oder Exzenterschleifer haben ihre eigenen Einsatzgebiete. Ich persönlich mag die gar nicht. Die Festool-Trauben hängen mir da zu hoch. :emoji_wink:
 

max_power

ww-ahorn
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Kann garnicht verstehen warum Heinwerker immer so versessen sind aufs Schleifen

Weil Heimwerker die verschiedensten Sachen machen und nicht immer den perfekten Plan haben :emoji_slight_smile: zwischendurch auch mal eine Leichtbauwand verschleifen wo sie grad was verspachtelt haben, danach ein Möbelstück umbauen, dann wieder mit schlechtem Material und ungünstigem Werkzeug irgendwas passend machen, danach die Roststellen im Auto ausbessern und gleich noch eine Delle mit verspachteln und schleifen …

Und weil sie oft genug im Wohnzimmer arbeiten und eine halbwegs funktionierende Schleifstaubabsaugung mit Gold aufwiegen … Gründe für ne gute Schleifmaschine gibts vermutlich genug …

Per Hand zu schleifen ist bei mir auch noch nicht so ganz vom Tisch, aber eigentlich geht meine Lust darauf eher gehen Null.

Hast du eine gescheite Säge? Ein alter Fuchsschwanz geht zwar auch, aber mit einer guten Japansäge machts mehr Spaß.

Früher hats der alte Fuchschwanz getan - mittlerweile ist er noch älter, wirds immer noch tun - aber die Japansäge ist natürlich verlockend. Hast du da zufällig ne konkrete Kaufempfehlung parat?

Übrigens hat man als Anfänger mit einem Bandschleifer schnell mal eine Vertiefung rein gemacht deren Beseitigung einige Stunden Resttag beanspruchen kann.

Deshalb bin ich von solchen Dingern auch nicht begeistert, war mir immer viel zu rabiat …
 

Friederich

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Früher hats der alte Fuchschwanz getan - mittlerweile ist er noch älter, wirds immer noch tun - aber die Japansäge ist natürlich verlockend. Hast du da zufällig ne konkrete Kaufempfehlung parat?
Schreiner haben früher die Gestellsäge verwendet. Mit denen man hervorragende Ergebnisse erzielen kann. Die Handhabung erfordert aber einiges an Übung. Und gute Augen, da man sich weit weg vom Schnitt befindet.
Unter den Japansägen find ich die Ryoba Komane am geeignetsten. Eine Seite hat Dreiecksbezahnung, die andere Trapezbezahnung für besonders hochwertige Schnitte quer zur Faser. Manche haben eine besonderen Befestigungsmechanismus zum schnellen Wechseln des Blattes-braucht man nicht.
Falls jemand befürchtet, das dünne Blatt ohne Rückenverstärkung könnte sich durchbiegen, das passiert nicht, weil die Japansägen genialerweise auf Zug arbeiten. Im Gegensatz zu den europäischen, bei denen die Zähne nach vorne gerichtet sind.
Dick hat große Auswahl.
Ryoba Komane 240 | DICTUM GmbH - Mehr als Werkzeug
Gruß
Friederich
 

Broetchenbacke

ww-birnbaum
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Meines Erachtens liegt max_power in jedem Punkt richtig. Gerade aufgrund der unzähligen Anwendungsgebiete eines vernünftigen Schleifers ist dies kein Punkt an dem man viel sparen sollte.

Ich bin einige Jahre nur mit grünen Bosch Schwing und Deltaschleifer umhergezogen. Heute nutze ich fast ausschlieslich einen Excenterschleifer von Festool, obwohl die Bosch Schleifer nach wie vor vorhanden sind.
 

max_power

ww-ahorn
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Ich hab mir jetzt übrigens die Rotex RO 90 geholt und bin - nach ein paar ersten Versuchen - ziemlich begeistert von der Maschine. Und mit etwas Klebeband passt auch mein Kärcher an die Absaugung :emoji_slight_smile:

Das Thema Gestellsäge geistert jetzt natürlich auch im Hinterkopf rum … mal sehen … jedenfalls vielen Dank für alle Tipps
 

Kunstbohrer

ww-robinie
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von diesen minitellern wie beim ro 90 halte ich nix ... aber gut ... soll leute geben die damit zufrieden sind.

Solch große Überblattungen würde ich auch mit der Gestellsäge schneiden - Ryoba geht natürlich auch (weil meine HKS nicht tief genug schneiden kann).
Das ganze dann schön verputzen mit nem gscheiten Hobel ... Kanten sauber anfasen ... Das ist Handarbeit, macht auch mächtig Spaß wenn kein Geld verdient sein muss.
 
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