Handkreissäge (Bosch PKS 54) ausreichend? Welches Sägeblatt?

Jo_

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Moin zusammen,

für mein kleines Frühlingsprojekt (Holzdielen 14qm auf Balkon verlegen) würde ich gerne auf euren Rat zurückgreifen. Leider habe ich keine Säge. Meine Schwiegereltern haben eine alte Handkreissäge rumliegen (Bosch PKS 54).

Folgendes muss gesägt:
- Alu U-Profil (60mm Breite, 26mm Höhe, 2mm Dicke) für die Unterkonstruktion: 12 Querschnitte
- Hartholzdielen (Cumaru 145mm Breite, 21mm Höhe): ca 50 Querschnitte und 10 Meter Längsschnitt

Meine 3 Fragen:
- Die Bosch PKS ist relativ schwach (900W) – für das einmalige Vorhaben sollte es aber gehen, oder was meint ihr?
- 3 Sägeblätter lagen der Säge bei (siehe Anhang), kann jemand von euch sagen, ob diese geeignet sind meine Vermutung ist: nein :emoji_wink:?
- Im Zweifelsfall würde ich mir lieber ein neues Hartmetallblatt kaufen. Das Blatt sollte nach Möglichkeit sowohl die Alu Träger als auch das Hartholz Sägen können, einen sauberen Schnitt machen und nicht zu langsam schneiden (10m Längsschnitt …). Es muss kein Sägeblatt sein, das ich noch meinen Kindern vererben kann - es muss lediglich reichen, um die Dielen ordentlich und sauber zu verlegen. Habt ihr einen Tipp für mich (am besten gleich mit Link zum Onlineshop :emoji_wink:

Schon mal vielen Dank im Voraus!
 

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blueball

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Ohne Wertung. Beim ersten fehlen schon Hartmetallzähne. Kann entsorgt werden.
 

falco

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IngoS

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Hallo,

Das linke Sägeblatt ist Schrott, Die Hartmetallzähne sind zum Teil abgebrochen.
Das mittlere Blatt scheint in Ordnung, müsste eventuell geschärft werden.
Das rechte CV Blatt scheint stark verschlissen, lohnt keine Instandsetzung.

Kauf dir ein Hartmetallblatt mit vielen Zähnen für saubere Querschnitte und das Alu. Für die Längsschnitte kannst du das mittlere Blatt verwenden.
Die paar Schnitte, die du vor hast, sollte die Säge bei vernünftiger Handhabung schon aushalten. Die Längsschnitte etwas vorsichtig angehen.

Gruß

Ingo
 

v8yunkie

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Handkreissäge

Also ich hatte von meinem Vater eine PKS46 - dürfte vergleichbar mit Deiner sein, nur schwächer. Mit dem Sch...-Ding war kein gerader Schnitt hinzubekommen. Und die war kaum benutzt! Ich hab sie dann entsorgt. Mein Tip: Nimm das mittlere Sägeblatt, das Du hast und mach mal ein paar Probeschnitte in Restholz... dabei kommt es nicht auf die Schnittqualität, sondern auf die Geradheit an. Wenn Deine auch so schepp ist, dann besorg Dir was anderes.. zu Not leihen, wenn Du sie nicht öfter brauchst.

Gruss,
Thomas
 

etaller71

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Das linke blatt war imo original auf der Säge, zumindest auf meiner. Das taugte schon so nicht.

Wie eine kreissäge schief sägen können soll ist mir schleierhaft. Die kann nur gerade. Und die alten pks waren gar nicht schlecht für die Zeit.

Würde aber auch nicht unbedingt ein 48zähneblatt nehmen. Dafür ist zuwenig drehmoment da. Die hat man nicht ohne grung mit blättern mit 2-6 zähnen verkauft. Wenn nur ein Blatt her soll, dann würd ich auch ein 24zähne universalblatt nehmen.

Und die Aluprofile werden sich damit nicht sägen lassen. Das liegt aber an den profilen, die sind zu instabil, flattern, verkanten und fliegen einem um die ohren. Hab ich selbst einmal versucht und die Säge damit zerstört. Zum glück nur son Alditeil. Und das profil war danach ein Korkenzieher.
Besser mit ner Flex und passenden Aluscheiben trennen, wobei das schon heikel ist. Oder per Handsäge.
 

seschmi

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Das mittlere Sägeblatt ist auch sichtbar stumpf, und es lohnt sich wohl nicht, das zu schärfen. Vernünftige Markensägeblätter (Bosch, Freud, Stehle, Festool, Makita, Guhdo, Leitz und andere sind etablierte Marken) sollte es in der Größe für 10-15 Euro schon geben, da ist Schärfen nicht billiger. Wie oben geschrieben, nicht mehr als 24 Zähne. Du musst darauf achten, dass Durchmesser und Lochbohrung stimmen. Für eine größere Lochbohrung gibt es Reduzierringe, allerdings kannst Du auch (besser) gleich passend kaufen (wenn es wirklich 16mm sind).
Wenn die Säge einen Spaltkeil hat, muss auch die Dicke des Blatts passen. Näheres in der Anleitung.

Die Aluprofile würde ich mit einer Metall-Bügelsäge per Hand sägen. Das ist ja bei nur 12 Schnitten schnell gemacht.

Für die Kappschnitte hatte ich mir früher eine Vorrichtung gebaut: Auf eine Spanplatte zwei Kanthölzer geschraubt, so dass sich ein U-Profil ergibt (wie eine Gehrungslade). Dann darauf rechtwinklich zwei L-Profile aus Alu, in denen man die Säge schieben kann. Schnitttiefe so einstellen, dass die Kanthölzer getrennt werden, aber die Spanplatte nur geritzt, und durchsägen.
Damit hat man eine 90-Grad-Gehrungslade für die HKS, das geht schneller und präziser als freihändig.
 

v8yunkie

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Kreissäge

Nun ja, wenn es schleierhaft ist, warum eine Bosch-Kreissäge schief sägen sollte, dann ist es mir auch schleierhaft, warum hier immer wieder schwarz-grüne oder ähnlich teure Geräte propagiert werden, wenn es um Kaufempfehlungen geht...

Man kann natürlich mit solchen Geräten auch Glück haben (hatte ich auch schon) - aber MEINE persönliche Erfahrung ist, dass die PKS (die ICH hatte) Murks war.

Ist das wirklich so schleierhaft?
 

falco

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Ist das wirklich so schleierhaft?

Ein wenig zumindest.

Selbst die billigste Kreissäge die ich in der Hand hatte sägt an ner Latte grade, welche Wahl hat sie denn auch. Nur die Neigung prüfe ich mit Winkel, die Skala taugt meist nix.
 

bello

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- aber MEINE persönliche Erfahrung ist, dass die PKS (die ICH hatte) Murks war.

Ist das wirklich so schleierhaft?


dito. Konnte die auch nur verschenken. Dann ging der Versuch über eine Maschine vom Verleiher, die sofort zurückgebracht wurde, die dann folgende Festool ATF 65 ist jetzt seit 20 Jahren in meiner Werkstatt.
 

etaller71

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Ist ja möglich, dass eure murks waren. Aber schief sägen geht konstruktionsbedingt nicht. Der Zähneflugkreis senkrecht um einen Drehpunkt ist immer eine Ebene.

Es sei denn das blatt eiert, aber dann sägt sie eher richtig schlecht bis gar nicht.

Also nach dem sinnvollen Blattwechsel lief meine richtig gut bis zu der Alusägeversuchskatastrophe.
 

falco

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So kleine Aluprofile säge ich sonst auch gern mit der Stichsäge, einfach ein NE-Metall Blatt rauf und los. Natürlich nur falls vorhanden.
 

Jo_

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Ich verstehe leider auch nicht, wir eine Kreissäge mit Parallelanschlag oder Hilfsanschlag schief sägt. @v8yunkie: Ich werde deinen Tipp beherzigen und das Ding morgen mal anwerfen und ein paar Probeschnitte machen (Ergebnis poste ich dann hier).
Ehrlich gesagt spiele ich aber schon mit dem Gedanken mir eine eigene zu kaufen: Für 112 € bekommt man ja bereits eine PKS 190 mit ausreichend Power und einem neuen scharfen Sägeblatt (https://www.amazon.de/Bosch-Profess...e=UTF8&qid=1491779107&sr=1-1&keywords=GKS+190). Oder gleich eine GKS 55 GCE, da kann man dann noch die Drehzahl einstellen und eine "echte" Führungsschiene benutzen :emoji_wink:.
Bezüglich der Aluprofile vielleicht noch mal eine kurze Klarstellung. Es handelt sich um ein "verstärktes" U-Profil: https://sofortholz.de/images/sofortholz/zubehoer/uk_alu2.png
Ich denke, wenn man das mit ordentlichen Schraubzwingen fest macht sollte das nicht flattern, oder? Bei der Anzahl der Schnitte habe ich mich leider vertan: Es sind mindestens 24 (nicht 12). Die will ich ehrlich gesagt nicht per Hand sägen und eine Flex- oder Stichsäge habe ich nicht.
Ich habe in den Handbüchern der PKS 54 und GKS 190 nachgesehen. Dort steht: "Mit entsprechenden Sägeblättern können auch dünnwandige Nichteisenmetalle, z.B. Profile, gesägt werden."
Im Handbuch der GKS 55 GCE habe ich zudem folgenden Hinweis gefunden "Hinweis: Verwenden Sie nur ein für Nichteisenmetall geeignetes, scharfes Sägeblatt. Dies gewährleistet einen sauberen Schnitt und verhindert das Klemmen des Sägeblattes. Führen Sie das Elektrowerkzeug eingeschaltet gegen das Werkstück und sägen Sie es vorsichtig an. Arbeiten Sie anschließend mit wenig Vorschub und ohne Unterbrechung weiter. Beginnen Sie den Schnitt bei Profilen immer an der schmalen Seite, bei U-Profilen nie an der offenen Seite. Stützen Sie lange Profile ab, um das Klemmen des Sägeblattes und einen Rückschlag des Elektrowerkzeuges zu vermeiden."
Die vermute es gibt spezielle Metallsägeblätter aber für die paar Schnitte sollte auch ein Universalblatt tun, oder?
 

IngoS

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Ehrlich gesagt spiele ich aber schon mit dem Gedanken mir eine eigene zu kaufen: Für 112 € bekommt man ja bereits eine PKS 190 mit ausreichend Power und einem neuen scharfen Sägeblatt

Aha verstehe, du wolltest hier hören, dass so eine kleine Handkreissäge für die paar Schnitte nicht taugt und du hier nur Argumente für den Kauf einer eigenen Säge sammeln willst.
Dumm gelaufen.
 

tomkaes

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Ich denke, wenn man das mit ordentlichen Schraubzwingen fest macht sollte das nicht flattern, oder? Bei der Anzahl der Schnitte habe ich mich leider vertan: Es sind mindestens 24 (nicht 12). Die will ich ehrlich gesagt nicht per Hand sägen und eine Flex- oder Stichsäge habe ich nicht.
Ich habe in den Handbüchern der PKS 54 und GKS 190 nachgesehen. Dort steht: "Mit entsprechenden Sägeblättern können auch dünnwandige Nichteisenmetalle, z.B. Profile, gesägt werden."
Im Handbuch der GKS 55 GCE habe ich zudem folgenden Hinweis gefunden "Hinweis: Verwenden Sie nur ein für Nichteisenmetall geeignetes, scharfes Sägeblatt.
Die vermute es gibt spezielle Metallsägeblätter aber für die paar (24) Schnitte sollte auch ein Universalblatt tun, oder?

Nein!
Metalblatt: Trapez-Flachzahn, negative Bezahnung
Holzblatt: Wechselzahn, positive Bezahnung

Lass es sein, Handkreissäge freihand geführt, fast die Garantie für einen schweren Rückschlag mit zerstörtem Material, Sägeblatt und massiver Verletzungsgefahr.

Kleine Flex kann man sich leihen, ein paar Alu Dünnschnittblätter gekauft, Schutzbrille (!) an, Profil mit der geschlossenen Seite nach oben festgespannt und angezeichnet, dann klappt das.
 

Jo_

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@IngoS: Nicht von Anfang an aber um so länger ich mich mit dem Thema beschäftige, um so stärker wird der "Haben will" Faktor - kennst du bestimmt auch, oder :emoji_wink:. Aber wahrscheinlich wäre das keine sinnvolle Anschaffung, da ich das Teil fast nie benutzen würde. Werde es erst mal mit der PKS 54 versuchen.

@tomkaes und blueball: Ok, überzeugt. Handbügelsäge ist vorhanden, werde es damit versuchen!

Noch einmal Danke!!

Noch eine Frage zum Sägeblatt: https://www.sautershop.de/kreissaegeblatt-hm-160-x-2-4/1-6-x-16-mm-z-24-fr-lp30m006?c=12791
Hier steht "mittlere Schnittgüte" was bedeutet das? Bekomme ich mit dem Blatt saubere Kanten (ohne Splitter / ausfransen) hin?
 

schrauber-at-work

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Nein!
Metalblatt: Trapez-Flachzahn, negative Bezahnung
Holzblatt: Wechselzahn, positive Bezahnung

Hatten wir ja neulich erst irgendwo :emoji_grin:

Geht schon, wird manchmal sogar so angegeben! Mache ich Regelmäßig allerdings auf der Zug- Kapp- und Gehrungssäge ohne spezielles Sägeblatt.



Lass es sein, Handkreissäge freihand geführt, fast die Garantie für einen schweren Rückschlag mit zerstörtem Material, Sägeblatt und massiver Verletzungsgefahr.

Handgeführt würde ich das auch nicht machen! Wenn überhaupt, dann mit der Tauchkreissäge und Schiene. Dort sollte man aber auch genau wissen was man tut!
Habe auch schon eine 30mm Aluplatte mit der TS55 geschnitten:emoji_wink:

Nimm die Handsäge und gut!

Gruß SAW
 

Jo_

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Ich weiß nicht, ob es repräsentativ ist, da nur Pressholz aber ich habe gerade mit dem Parallelanschlag über 50cm eine absolut gerade Linie gesägt (laut Messschieber auf den 1/10 mm genau) und die Schnittkante sieht auch nicht schlecht aus (siehe Anhang).

Dann wäre nur doch die letzte Frage zum Sägeblatt (https://www.sautershop.de/kreissaege...30m006?c=12791) offen:
Was bedeutet "mittlere Schnittgüte"? Bekomme ich mit dem Blatt saubere Kanten (ohne Splitter / ausfransen) hin?
 

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