Hallo in die Runde und Fragen um die PK 100

Claus HH

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Hallo aus Hamburg,
ich bin neu hier im Forum, wollte mich kurz vorstellen und ein paar Fragen stellen, die ich mit dem Lesen bestehender Beiträge noch nicht klären konnte.
Mein Name ist Claus, ich wohne in Hamburg, habe eine kleine Motorradwerkstatt mit Schwerpunkt auf ältere BMW- Boxer.
Seit einiger Zeit suche ich eine Tischkreissäge und hab mir schon einige Sachen angeschaut, das Budget ist begrenzt und der Platz in der Werkstatt auch.
Das ganze Baumarkt-Zeug bis 400 Euro ist meiner Ansicht nach das Geld nicht wert und muß ziemlich nachgearbeitet werden, um überhaupt damit einigermaßen arbeiten zu können.
Heute hab ich mit einem Schulkameraden telefoniert, den ich seit ca 40 Jahren gut kenne und der vor einigen Jahren ein paar Holzbearbeitungsmaschinen aus einem Sterbefall im Freundeskreis übernommen hat. Als ich ihm erzählt habe, daß ich eine TKS suche, hat er mir spontan eine PK 100 angeboten zu einem wirklich sehr niedrigen Freundschaftspreis. (eher ein Trinkgeld, er ist froh, wenn die Maschine zu mir kommt, anstatt zu einem "Kollegewasletztepreis-Aufkäufer) Mit Queranschlag und Winkelanschlag. Die Maschine ist wohl ca aus Bj 76 oder 79 (hat noch das runde Firmenemblem und Schwalbenschwanz- Nuten im Tisch)
Rapid PK 100.jpg

Also hab ich mich mal etwas belesen zu der Maschine. Die Größe würde ich unterbringen, Drehstrom hab ich auch. Die Rapid hat etwas Flugrost angesetzt, aber nichts, was man nicht in einem Tag hinkriegen würde.
Jetzt meine Frage an euch:
>Welche Sägeblätter gehören dort hinein? 250mm hab ich gelesen, Ich finde dazu keine markenspezifischen Angebote bei den bekannten Händlern.
>Was brauche ich außer Schmiermittel für eine Wartung des Dings? Einen neuen Keilriemen? Irgendwelche speziellen Fallstricke bei der Maschine für jemand, der damit so unerfahren ist wie ich?
>Gibt es wirkliche Schwächen, die man sofort prüfen sollte?
>Gibt es Gründe, das Ding garnicht erst zu kaufen/ bzw abzuholen?

Die Ersatzteillisten und Ex-Zeichnungen hab ich hier im Forum schon gefunden...
Daß die Dinger etwas hemdsärmelig zusammengebaut sein sollen, hab ich auch gelesen.
Ich bin Zweiradmechaniker, kann mir also mit der Reparatur von Maschinen und Mechanik einigermaßen helfen.
Drehen, bohren, schweißen kann ich hier, und eine Fräse darf ich woanders benutzen.

Ich brauche das DIng nicht wirklich beruflich. Nur zur Herstellung privater Sachen wie Bilderrahmen, einfacher Möbelteile und Zeug. Ich weiß, wahrscheinlich etwas overdone. Aber für das Geld (Diesel für 1400 km hin und zurück und den Kaufpreis) bekäme ich maximal eine Einhell- Baumarktsäge aus Plastik, wo schon beim Zusammenbau die ersten Teile zerbrechen.

Also, Freunde der zerspanten Holzpartikel, ich hoffe auf ein paar Hinweise, wie sich der kleine Liebling am besten in sein neues Zuhause einfügen kann.
Ich mag altes Werkzeug, das meiste Zeug in meiner Werkstatt ist deutlich über 30 Jahre alt (bis auf die chinesische Drehmaschine, die eine Zumutung ist).

Grüße,
Claus
 
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Mitglied 84226

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Gute alte Maschine.
Sägeblätter sind m.E. 250x30, Blattstärke musst du anhand des Spaltkeil ausmessen.
Wenn der Motor läuft dann kaufen. Von hemdsärmlig zusammengebaut kann bei Rapid sicher nicht die Rede sein, das ist grundsolider Maschinenbau.
Groß zu warten gibts da eigentlich nicht, wo Schmiernippel sind muss Fett rein und ansonsten ggf. Keilriemen.
Dir fehlt noch eine Spanhaube, ohne würde ich die Säge nicht betreiben.
 

Johannes

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Hallo Claus,
deine Säge dürfte eine 20mm Welle haben. Standartsägeblätter mit 30er Bohrung können aber mit einem Reduzierring verwendet werden.
In die Säge können Sägeblätter bis 300mm Durchmesser montiert werden, allerdings können diese dann nicht komplett im Tisch versenkt werden.
Sinnvoll ist es auf jeden Fall, die Höhen- und Schwenkverstellung zu reinigen und mit etwas Teflonspray zu schmieren.
Spaltkeil und Haube sind absolut notwendige Sicherheitseinrichtungen. Die Maschine wird übrigens immernoch hergestell, kostet neu aber etwas über 10.000€. Zubehör kauft man besser gebraucht oder von anderen Herstellern (die Originalpreise sind erschreckend).

Es grüßt Johannes
 

Claus HH

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Danke Andreas und Johannes!
Spaltkeil ist mir total klar, der ist auch vorhanden. Ob die Haube da ist, weiß ich nicht. Kann aber sehr gut sein, daß es die noch gibt.
Die Haube hatte ich garnicht so auf dem Schirm, hab mir aber gerade mal ein paar Beiträge im Netz durchgelesen, wozu die eigentlich dient.

Vor meiner Ausbildung zum Zweiradmechaniker und der Meisterprüfung hab ich mal Gerber gelernt und viel an schnell laufenden großen Maschinen gearbeitet (zB 2500 mm breite Messerwalzen und große Pressen), an denen oft Schutzeinrichtungen demontiert wurden, um den Akkord besser zu schaffen. Durch die unschönen Unfälle, die ich da gesehen habe, bin ich zu einem großen Freund des Arbeitsschutzes geworden und werde euren Rat mit der Haube unbedingt befolgen. Finger und Augen wachsen nicht nach.

Und es macht mir Mut, daß die Maschine einen guten Ruf hat. Sie steht aber auch schon lange, daher werde ich mich etwas darum kümmern müssen. Die Elektrik durchprüfen, eventuell einen moderneren Schutzschalter und neues Anschlußkabel.

Mit hemdsärmelig zusammengebaut meine ich, daß ich einige Aussagen gelesen habe, der Motor würde beim Schwenken gegen das Standgehäuse kommen, bzw die Motorhälterung wäre manchmal so eine Sache mit der Positionierung. Aber ich denke auch, daß das meist durch Fehlbedienung und Gefühlskälte vorheriger Benützer gegenüber Sachen kommt, die denen nicht selber gehörten.
Meine Werkzeuge und Maschinen besitze ich viele Jahre ohne Probleme, erst wenn Mitarbeiter damit umgehen, stellen sich Schäden ein.

Ich werde mal berichten, sobald ich sie abgeholt habe.
 

Claus HH

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So, ich habe die Maschine gestern in der Werkstatt aufgestellt. Sieht erstmal ganz gut aus, braucht aber etwas Liebe. Einige Sachen sind etwas schwergängig, der Keilriemen muß erneuert werden und ich werde alle Kabel erneuern, wahrscheinlich auch den Motorschalter.
Ansonsten bin ich mit meinem Neuzugang sehr zufrieden und werde demnächst (wohl Sonntag nach der Wartungsaktion) mal ein paar Bilder einstellen
 

TomfromMuc

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Hat der user "tomkaes" nicht so eine / oder hatte? Schreib den mal, der kennt sich meiner Meinung nach gut aus.

Ansonsten ist die Säge nicht für permanent schlechte Bewertungen bekannt, viel Spaß damit.

LG Tom
 

Claus HH

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Danke Jo. Den Beitrag hatte ich schon gefunden dadurch und Mut gefasst, das anzugehen.

Und wenn ich am Wochenende nicht weiter komme, frag ich den tomkaes mal nach, danke für den Hinweis, Tom.
 
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tomkaes

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Hat der user "tomkaes" nicht so eine / oder hatte? Schreib den mal, der kennt sich meiner Meinung nach gut aus.

Ja, ich habe sie jetzt seit 12 Jahren immer noch im Einsatz.
Suche mit Rapid PK 100 hier und im Nachbarforum, wo es auch einige Nutzer der Maschine gibt:
http://www.woodworking.de/cgi-bin/holzbearbeitungsmaschinen/webbbs_config.plDa gibt es viele gute Antworten auf Fragen, die einem noch gar nicht eingefallen sind :emoji_wink:

Beiträge für Maschinenbauer auf Augenhöhe: User tract

Da gibt es jede Menge Bilder, zu allen möglichen Details, und Tips zu Ersatzteilen, Umbauten etc.
Falls jemand eine konkrete Frage hat: her damit (gerne mit aussagekräftigen Bilder hinterlegt!)

Bei mir noch auf der todo Liste:
(nicht lebensnotwendig, aber komfortabler)
- Anbau Oberschutzhaube via Parallelogrammaufhängung
- Umbau Parallelanschlag Massband
- Anbau Tischverlängerungen (Halteschienen) Aigner an div. Maschinen

... neue (gebr.) Absauganlage ...
 
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Claus HH

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Danke Thomas. tract hab ich auch schon entdeckt. Ich hab halt auch noch andere Sachen zu tun und das ist alles recht umfangreich so am Anfang...
 

Claus HH

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So. Am Wochenende hab ich die Säge teilzerlegt und gereinigt. Neues Kabel und neuer Keilriemen. War alles recht einfach machbar (ich hab aber auch einen Laufschiene mit zwei Seilzügen an der Decke, mit deren Hilfe ich den Tisch mit Motor sehr einfach abheben und wieder einsetzen konnte.

Ein Problem hab ich aber noch: Der Abstand von Sägeblatt zu Parallelanschlag ist vorne größer als hinten. Also klemmt das Blatt quasi das Werkstück hinten ein und macht Brandspuren. Ich brauch jetzt keine fliegenden Bretter in der Werkstatt und wollte mal fragen, ob jemand von euch Erfahrung damit hat, was man da bei der Rapid PK 100 machen kann:
(Foto siehe oben, Baujahr unbekannt, Bauknecht- Motor mit 2,5 PS, Sägewelle 20mm)

Wie bekomme ich die Stellung des Sägeblattes zum Anschlag so hin, daß es nicht hinten kneift?
Die Schiene, auf der der Anschlag sitzt anders zum Sägetisch distanzieren?
Gibt es an der Motorschwenk- Aufnahme eine Einstellmöglichkeit?
An den Anschlag ein "Opferbrett" schrauben und einmal dran hersägen? (wobei dabei ja maximal eine Paralleltität entstünde aber kein Freiraum, und ich würde an Arbeitsbreite verlieren, da ich keine Tischverlängerung habe)
Oder muß die komplette Motorhalterung am Tisch gelöst und eingerichtet werden?
Ich konnte vor der Reinigung/Teilzerlegung nicht sägen, weil die Kabel komplett porös waren und die Hebeeinrichtung zu schwergängig, da wollte ich nichts mit Gewalt versuchen. Daher hab ich keine Ahnung, ob es vorher ordentlich funktioniert hat.
 

Claus HH

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Ich hab an einem Zahn vorn und hinten gemessen. Es kann aber auch sein, daß der Tisch trotz Führung über die Schraubenschäfte nicht genau sitzt.
Das werde ich heute Abend noch mal lösen und versuchen, die Tischplatte auf dem Gestell ein oder zwei Zehtel mm zu verdrehen. Und jeweils messen.
 

Johannes

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Ich hab an einem Zahn vorn und hinten gemessen. Es kann aber auch sein, daß der Tisch trotz Führung über die Schraubenschäfte nicht genau sitzt.
Das werde ich heute Abend noch mal lösen und versuchen, die Tischplatte auf dem Gestell ein oder zwei Zehtel mm zu verdrehen. Und jeweils messen.

Hallo Claus,
das Sägeaggregat sitzt am Tisch und der Parallelanschlag sitzt auch am Tisch, da ist die Verbindung zu Gestell ziemlich unwichtig.
Wenn du den Abstand Sägezahn - Nut misst, sollte das der selbe Zahn sein. Nur so kannst du ausschliessen, daß die Ursache nicht in einem beschädigten Sägeblatt oder einem Krümmel auf dem Spannflansch liegt.

Es grüßt Johannes
 

tomkaes

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Ich hab an einem Zahn vorn und hinten gemessen. Es kann aber auch sein, daß der Tisch trotz Führung über die Schraubenschäfte nicht genau sitzt.
Du hast dir einen Zahn markiert, und von dem Zahn aus vorne und hinten winklig zur Nutkante gemessen. Messergebnisse?
Da das Sägeaggregat und die Flachstahlschiene des Parallelanschlages am Gusstisch verschraubt sind, ist das Untergestell uninteressant.

Der Parallelanschlag offnet Richtung aufsteigende Zähne / Spaltkeil leicht, das ist gewünscht und korrekt.
Deswegen Messung an den Tischnuten.
 
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tomkaes

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Danke Andreas und Johannes!
Spaltkeil ist mir total klar, der ist auch vorhanden. Ob die Haube da ist, weiß ich nicht. Kann aber sehr gut sein, daß es die noch gibt.

Der Spaltkeil sieht optisch wie der Originale aus, da war mal eine rote "Haube" aus Holz drauf, mit der Aufschrift Rapid.
Falls ja, ist der zu dünn, und nur für geschränkte Werkzeugstahlblätter zu gebrauchen.

Erforderliche Spaltkeilstärke:
~ < Sägezahnbreite + > Stammblattdicke / 2
Bspl.:
Schnittbreite 3,2 mm + Stammblattstärke 2,2 mm= 5,4 mm / 2= 2,7 mm
Zu bekommen: 2,4 / 2,8 mm
Kommt etwas auf deine verwendeten Sägeblätter an.

https://de.feldershop.com/out/pictures/wysiwigpro/felder_12.3.121xxx.jpeg
Da die PK 100 zum Glück 13 mm (Norm-)Nutbreite am Spaltkeilhalter hat,
passen die meisten Spaltkeile mit etwas Nacharbeit.

https://de.feldershop.com/Saegen/Zu...il.html?listtype=search&searchparam=spaltkeil
Hier siehst du meinen Euro II Spaltkeil (Nut verlängert!) mit Haube an der PK 100:
https://www.woodworker.de/forum/threads/rapid-pk-100-spaltkeilhalterung.112279/
 

Claus HH

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Da habt ihr natürlich recht. Denkfehler, sitzt ja beides am Tisch. (ich hab im Moment viel um die Ohren, Saisonanfang mit gutem Wetter in der Motorradwerkstatt. Brutal!).
Und jetzt ist der Groschen gefallen mit dem "einen Zahn" ! Mann ,da hab ich auf dem Schlauch gestanden...
Und danke für den Hinweis mit dem Spaltkeil. Ich hatte schon mal gemessen und vermutet, daß er zu dünn ist.
Die Berechnungsformel der erforderlichen Spaltkeilstärke schafft da auch Klarheit.

So ich hab mal gemessen. Zwei Zähne im Abstand von 120° gekennzeichnet.
1. Zahn ganz knapp vor dem Anschlag, über den Zahn auf den Anschlag gemessen:
hinten 3,35mm vorne 3,49mm

2. Zahn selbe EInstellung
hinten 3,41mm vorne 3,53mm

Nochmal mit Anschlag auf ca 50mm gestellt:

1. Zahn hinten 53,30 vorne 53,60mm (drei mal gemessen, kein Meßfehler!)

2. Zahn hinten53,26mm vorne 53,37mm

(edit meint: erst lesen, dann verstehen, dann schreiben. Sorry Thomas)
" Der Parallelanschlag offnet Richtung aufsteigende Zähne / Spaltkeil leicht, das ist gewünscht und korrekt. Deswegen Messung an den Tischnuten "

Also jetzt an der linken Tischnut gemessen zu Zahn 1: hinten 111,71 vorn 111,33
Zahn 2: hinten 111,89 vorn 111,42

Hmm. Sägeblatt mit der Meßuhr auf Magnetstativ gemessen:
bei Ø 210mm 0,25mm Schlag über 360° (weitester Ausschlag)
bei Ø 110mm 0,10mm Schlag über 360°

Danach hab ich das Sägeblatt ausgebaut und direkt auf die Welle gemessen:
Die Welle hat dort, wo das Blatt sitzt 0,06mm Schlag, außen ganz kurz vor dem gewinde sind es 0,09mm. Für den kurzen Stummel ganz schön viel.

Sägeblatt ist ein Sistemi Klein 250mm WZ-Wood, Z 24+ LT (Räumzahn), No Noise, flammneu, ca 5 Schnitte.ahnbreite 3,2mm, Grundkörper 2,2mm.
Der Spaltkeil ist 1,94mm stark

Mein Fazit:
Das Sägeblatt steht 4 Zehntel schräg im Tisch. Blöd. Der Parallelanschlag steht genau parallel zur Tischnut (111,6mm vorn und hinten). Außerdem ist das neue Sägeblatt garnicht mal so gerade. Und die Welle hat einen Schlag. Und der Spaltkeil ist zu dünn, das hatte Thomas ja gleich erkannt (und deine Beispieldaten zum Sägeblatt stimmen exakt mit meinem Blatt überein)

Was kann ich ändern? Was kann ich tolerieren? Neuer Spaltkeil ist eh klar.
Ich würde ein Zehntel Abstand hinten anstreben, wenn der Zahn vorn am Anschlag gerade anliegt. Das hieße aber, daß der Wellenhalter ca 5 zehntel gedreht werden müsste, oder daß ich in der Hebe- und Schwenk-Mechanik ein ziemliches Spiel übersehen habe.

(edit meint: hab ich wohl. Man muß aber schon ziemlich Kraft anwenden, um das Spiel zu merken. Am ausgebauten Tisch war das nicht zu entdecken). Da muß ich wohl nochmal bei, im eingebauten Zustand kommt man nicht dran .

Die Spanhaube, die ich dazu bekommen habe ist gelb, aus fiberverstärktem Kunststoff und hat eine Absaugöffnung oben drauf. Passt ohne Änderung nicht wirklich auf den Spaltkeil. Wahrscheinlich von einer komplett anderen Säge.






Danke für eure Tipps und die Unterstützung!
 
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Claus HH

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So. Ich hab den Wald vor Bäumen nicht gesehen.
Die Motor-Wellenlagerung hat Spiel. Am markierten Zahn des Sägeblatts kann ich hinten mit der Meßuhr am Stativ zwischen 0,28 und 0,32 mm Spiel messen, wenn ich an der Halterung ziehe. Man hört es auch.
Wenn ich das beseitigt habe, sollte das einigermaßen laufen. Bis auf den Schlag in der Welle. Damit lebe ich dann.

Klasse Forum. Wenn man wirklich liest, was einem geschrieben wird, kommt man drauf. Danke!
 

tomkaes

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Was kann ich ändern? Was kann ich tolerieren? Neuer Spaltkeil ist eh klar.
Ich würde ein Zehntel Abstand hinten anstreben, wenn der Zahn vorn am Anschlag gerade anliegt. Das hieße aber, daß der Wellenhalter ca 5 zehntel gedreht werden müsste, oder daß ich in der Hebe- und Schwenk-Mechanik ein ziemliches Spiel übersehen habe.

Ich würde an deiner Stelle von der verstifteten Schwenkmechanik die Finger lassen.
Der am Tisch verschraubte Flachstahl des Parallelanschlages lässt sich mit Passcheiben gut unterlegen.
 

Claus HH

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Ich würde an deiner Stelle von der verstifteten Schwenkmechanik die Finger lassen.
Der am Tisch verschraubte Flachstahl des Parallelanschlages lässt sich mit Passcheiben gut unterlegen.
Ja, genau. Den hatte ich ja demontiert und gesehen, daß dort nur teilweise Farbe unter den Distanzhülsen ist. Das mach ich sauber und fange auf der glatten oberfläche damit an. Sobald ich das Spiel aus der Aufhängung eliminiert habe.
Schaff ich vielleicht am Wochenende...
 

Claus HH

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Ich habe die Säge gestern nochmal zerlegt. Das Problem ist tatsächlich Spiel in der Passung Achse/ Bohrung Motorhalter. Der Vorbesitzer hatte die beiden Muttern halt so angeknallt, daß die Anlageflächen das Spiel halbwegs egalisiert haben. Ich musste das jetzt auch wieder so machen, damit ich erstmal damit arbeiten kann. Die Fehlstellung des Sägeblattes ist jetzt 0,06mm anstatt 0,4mm. Das ist schon sehr viel besser, aber ganz richtig ist es halt immer noch nicht. Um ein Klemmen zu verhindern werde ich jetzt die Schiene des Parallelanschlags mit Paßscheiben ausdistanzieren. Wenn das nur wenig Abweichung beim Sägen verursacht , laß ich es erstmal so.

Langfristig wird die Bohrung der Motorhalterung neu ausgebuchst. Ist mir jetzt aber zuviel Aufriss. Ich brauche die Säge erstmal für ein Projekt.

Danke fürs Mitdenken und für eure Ratschläge, Das hat mir gut geholfen!
 
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