Gibt es keine Zug-Kappsägen mit deutlich mehr als 300mm Schnittbreite?

jetski

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Hallo, ich habe eine gewöhnliche Metabo KGS216 (Kapp/Zug/Gehrungssäge) mit ca 300mm Schnittbreite.

Jetzt muss ich aber für eine bestimmte Anwendung Bretter sägen die 355mm breit sind, und bin total verwundert dass es am Markt offenbar (bis auf die 30kg schwere und damit leider nicht portable Makita LS1219L, schafft 382mm) offenbar keine weiteren Sägen gibt die sowas wie 350-400mm schaffen, und verstehe nicht warum?

Es wäre doch kein Problem, die Zugstangen noch z.B. 50-60mm länger zu machen, dito die Auflage? Ich habe keine Tischkreissäge und möchte auch keine haben - gibt es Zug/Kappsägen (gerne auch ohne Gehrung, säge eh nur 90°), die 350-400mm schaffen (bis auf die o.g. Makita)? Kann doch nicht sein dass es da nur 1 (zudem auch teures) Gerät auf dem Markt gibt, was das kann?

Oder bin ich blind und es gibt für diesen Zweck eine andere Säge die das kann (bitte keine TKS nennen, das ist für mich ein ganz anderes Prinzip).

Hat schon mal jemand seine Zugstangen einfach verlängert, also z.b. durch 50-60mm längere Stangen getauscht?
 
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Martin45

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Ein kleiner Winkelfehler/Spiel in den Führungen wird dann bei großer Breite irgendwann sehr ungenau/störend. Genauigkeit kostet Geld...das offensichtlich die meisten Kunden nicht ausgeben wollen.
 

carsten

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Hallo

bei der Breite wäre ich bei einer Tauchsäge mit kurzer Schiene bzw Kappschiene. Oder auf der Kappsäge von zwei Seiten sägen. Oder geht es um 100 Schnitte am Tag ? Und 30 kg für eine große Kappsäge ist ein Fliegengewicht. Die ELU TGS hat 33 oder 34 kg ist bescheiden zu packen und doch hab ich die mehrfach in der Lehre in den 3. oder 5. Stock geschleppt
 

FredT

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Transportabel ist für jeden Anwender was anderes. der eine geht bei 25kg in die Knie, der andere bei 35kg. Transportabel ist für mich die Fähigkeit, ein Aggregat an verschiedenen Stellen nicht ortsfest zu betreiben.
 

jetski

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Hallo, also tatsächlich finde ich das Prinzip Zug-Kappsäge und den auf Stangen geführten Zug des Motors erheblich praktischer als jede Kreissäge, egal ob Tisch- oder Tauch-. Ich besitze ja auch ne Festo Tauchsäge mit Schiene, finde das aber insgesamt nicht so praktisch wie ne Kappsäge die man mal eben hinstellt und zack, Schnitt gemacht.
Und ich finde alles über 20kg nicht mehr wirklich portabel für "mal eben rausholen" und was schneiden.
Meine kleine Metabo KGS 216 wiegt ca 13 kg, und wenn die Zugstangen jetzt 350mm statt 300mm lang wären, würde das doch nur ein paar Gramm extra bedeuten und auch nicht sooo viel mehr Hebelarm, deswegen verstehe ich nicht warum bis auf die angesprochene Makita alle Zug-Kappsägen bei ungefähr 300mm aufgeben.

Ist doch total seltsam dass das was ich mir vorstelle zwar existiert, aber nur von einem einzigen Hersteller und nur in ner Luxusvariante, wenn die banale Variante so einfach wäre?
 

Tokoloshe

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Ich hatte die angesprochene Makita mal, weil ich zu viele Amivideos geguckt habe und mir sicher war, so ein Ding zu brauchen. Das ist einfach ein krasser klopper und kaum mehr zu heben, und da die nach vorne zieht können die Stangen auch etwas länger sein. So "alte" Sägen mit langen Stangen werden wahrscheinlich dann wirklich zu wackelig. Musst als Firma ja auch immer überlegen, wann die Kunden meckern, der Schnitt sei nicht gerade. 50mm machen da schon eine Menge was die Belastung angeht.
 

carsten

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Hallo

mal konkret, was mit 350 mm Breite soll gesägt werden ? Und wie viel in welchem Zeitraum ?

Es gibt fast immer Alternativen. Man muss sich aber eben auch auf diese Alternativen einlassen. Der Markt entwickelt halt immer noch eher für den gewerblichen Bereich, und nicht für den Heimwerker der DIE eine Universalsäge sucht. In modernen Schreinereien stehen 10 und mehr verschiedene Sägen und wenn es die Wirtschaftlichkeit gebietet, wird eben eine weitere gekauft. ABER viel viel häufiger als gedacht wird auch bei Profis improvisiert.
 

Daniboy

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.
....wenn die Zugstangen jetzt 350mm statt 300mm lang wären, würde das doch nur ein paar Gramm extra bedeuten und auch nicht sooo viel mehr Hebelarm,....

Das macht jedoch eine Menge aus, da der Hebelarm mit der dritten Potenz in die Durchbiegung eingeht.

In deinem Fall verlängert sich der Hebelarm zwar „nur“ um knapp 17 Prozent (von 300 mm auf 350 mm), die Durchbiegung nimmt dadurch aber um fast 60 Prozent zu.
 

Holzbienerich

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Interessanter Thread.

Auf einer Kappsäge mit > 300 mm Zuglänge würde ich bedenkenlos auch schmale Leisten sägen. Mit einer Kreissäge plus Schiene eher nicht :emoji_scream:

Eine vielseitige(re) Variante wären Zugsägen wie Mafell Erika oder Festo CS 70. Die können beides, Tischkreissäge und Kapp/Zug.
 

Mr.Ditschy

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Ein anderer Name für diese Art von Säge: Paneelsäge. Deckenpaneele oder Fußbodendielen über 30 cm Breite sind ungewöhnlich.
Ja, breiter wird es wenn evtl. bei Ragalbretter, doch von daher bewegen die sich auch um diese Breite, die Paneele, Dielen, usw. überwiegend vorgeben ... dieselbe Diskussion gibts aber auch bei der Höhe, bei der manche auch über 100mm benötigen, doch auch da ist irgendwann halt mal Schluss.
Und merke das selbst bei meiner 315er Kapp-/Zugsäge, genaue wiederholschnitte um die 320mm Breite sind kaum möglich, da ist die Radialarm natürlich genauer. Schleppen wöllte ich aber beide nicht, also da ist die Schiene und Tauchsäge die einfachere Wahl - eben je nach Tätigkeit und Anspruch, oder tage lieber das Brett zur Säge.
 

Arkhan1806

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Komische Begründung, 300mm brauchen alle, 350mm keiner? Woran soll das liegen
Naja, die technische Begründung kam ja schon... Für ein paar Prozent mehr Länge muss die ganze Maschine deutlich stabiler gebaut werden. Und das kostet richtig viel Geld (und Platz und Gewicht)!
Davon abgesehen, wird halt das gebaut, was man auch verkaufen kann. Wahrscheinlich sind 95% der Kappsägenkäufer voll und ganz mit 300 mm Schnittlänge zufrieden. Warum sollten die Hersteller dann größere, schwerere, teurere Maschinen herstellen, wenn die "kleineren" den Kunden auch auch ausreichen?

Dazu kommt noch, dass viele Menschen, die mehr als 300 mm brauchen könnten auch noch andere Maschinen haben um das "Problem" zu lösen.

Die Frage ist ähnlich, wie die warum mein Caddy keine 400 PS hat oder die Frage, warum Treppenstufen eine bestimmte Höhe haben.


Weil's sich bewährt hat und es deshalb viele Kunden dafür gibt...
 

Helferlein

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Moin,
Der TE sagte in#1, dass ihm die großen Kappsägen mit rund 30kg zu schwer wären.
Daher meine Anmerkung zur Mobilität.
 

ClintNorthwood

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Komische Begründung, 300mm brauchen alle, 350mm keiner? Woran soll das liegen
Ein Grobmotoriker schafft selbst auf der Festool KS 120 nicht rechtwinklige Schnitte zu produzieren. Und nun sind die Auszüge noch länger. Und wenn ein Hersteller dein Problem löst, dann nur mit mehr Material, höherem Gewicht das einhergeht mit dem Geschrei, das die viel zu teuer und zu schwer ist. Und eine Säge die dann nur 200 Abnehmer findet denen der Preis für 2 Anwendungen alle 5 Jahre nicht zu hoch ist...
Stell dir einfach vor, ein Arbeitsloser soll 200 km zu seiner neuen Arbeitsstelle fahren...
 

methylase

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Komische Begründung, 300mm brauchen alle, 350mm keiner? Woran soll das liegen
Ich denke es ist einfach der Stand der Technik und die 300 mm haben ein gutes Preis Leistungsverhältnis oder auch ein noch akzeptables Gewicht. Letztendlich kommt dann der nächste und fragt wieso nicht 400 mm und nur 350...... Wenn genügend Anfragen an die Hersteller kämen würden sie die Schnittbreite vergrößern.

Grüße Matthias
 

joh.t.

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Wenn man sich an einer alten Graule mal fast die Finger abgesägt hat mag man die Dinger nicht mehr...
So oben aufgehängt sind die Dinger konstruktionsbedingt ungenauer...
 
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