Gewindefeile oder doch was anderes?

rafikus

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Ich sehe, dass sich einige das Thema angeschaut haben, aber bisher leider niemand einen Hinweis geben konnte.
Ich werde auch aus den aufgedruckten Angaben "R1", "R2", "R3" und "R4" nicht schlau.
Aussehen tut das Teil fast wie ein Gewindebohrer für konische Gewinde, aber das kann auch eine falsche Fährte sein.
 

rafikus

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Sowohl Wikipedia, als auch ich kennen Gewindefeilen. Diese Ding ist aber keine Gewindefeile.

@magmog ist, glaube ich, auf der richtigen Spur. Räumnadel hatte ich zuerst nicht im Focus, da mir der Winkel zu groß erschien und ich mit den "R"- Angaben nichts anfangen konnte.
Hat vielleicht jemand das Logo auf dem Werkzeug erkannt?
 

dirkkity

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Als Räumnadel müsste das Ding aber Span- und Freiwinkel an den Zähnen haben. Das würde ich ausschließen. Kann mir aber auch absolut keinen Reim drauf machen...
 

Helibob

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Das Logo kommt mir irgendwie bekannt vor ^^soll Hände, Füße und Kopf darstellen - Bild lässt sich aber schlecht suchen.
Das Teil hat zumindest eine Steigung.
Würde ja auch auf eine Form von einem (konischen) Maschinengewindebohrer, Trapez-Handgewindebohrer oder dergleichen tippen. @netsupervisor: Warum nicht?
Wenn das Teil so alt wie der Meterstab ist... ^^auf dem Teil steht noch eine alte Postleitzahl drauf :emoji_grin:
Das R könnte für konisch stehen und die Zahlen als Markierung für Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider.
https://schmid-tb.de/produkt/maschinen-muttergewindebohrer-79132/
http://climat-stile.ru/trapezgewindebohrer-20x4/
Schumacher Tools

Gruß Matze
 

netsupervisor

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Weil die Flanken nicht in der Höhe ansteigen, sondern der Bohrer kegelig ist und die Flankenzwischenräume (Innengewindeflanken) nicht breit genug sind. Außerdem fehlt der Pilotzapfen am Anfang des Bohrers. Könnte ein Sondergewinde sein, jedoch kegelig, auf jeden Fall drehschneidend, ansonsten macht der Flankenhinterschliff keinen Sinn und die Sechskantaufnahme auch nicht. Möglicherweise auch ein Abwalzfräser (Poly-V Keilriemenprofil), dagegen spricht aber eher die Kegelform und die Baulänge.
 

Daniboy

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Bitte mal in die Bilder reinzoomen - es kommt mir so vor, dass alle Kanten leicht, aber doch ziemlich abgerundet sind (also auch mutmaßliche Schneidkanten!), oder täusche ich mich da?

Auch ist da so eine matte Oberfläche, wie wenn alles eloxiertes Aluminium ist, kann das sein?
 
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IngoS

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Hallo

Ich kenne konische Gewinde z.B. bei Ölablassstopfen, die dann auch ein selbst dichtendes Gewinde haben. Wahrscheinlich ist das ein Gewindeschneider für solche konischen Gewinde, allerdings wohl der erste Gang. Denn die Gewindespitzen werden ja bei dem hier gezeigten Teil nicht voll ausgeschnitten.

Gruß Ingo

Da war ich wohl auf dem Holzweg.
 
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schrauber-at-work

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Tach,

was auch immer das ist...

Konische Gewinde kann nur an Außengewinden z.B. Schrauben (Verschlussschraube Getriebe) funktionieren. An einem Innengewinde weder rationell noch sinnvoll herstellbar (sicher machbar mit 4-Achs Maschine und Gewindefräser, aber weder sinnvoll noch effizient), mit gezeigtem Werkzeug gar unmöglich.
Wie soll das, mit gezeigtem Werkzeug funktionieren?
Möglicherweise ist das Werkzeug zum Nacharbeiten von Rundgewinde mit Selbsthemmung gedacht (dann macht das R auch Sinn).
Rundgewinde wird z.B. bei der Bahn verwendet um Waggons zu kuppeln. Vorteile sind Schmutzunempfindlich und wenn als Sägegewinde ausgelegt Selbsthemmend.

Eine Feile ist es definitiv nicht.

Gruß SAW
 

netsupervisor

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Tach,

was auch immer das ist...

Konische Gewinde kann nur an Außengewinden z.B. Schrauben (Verschlussschraube Getriebe) funktionieren. An einem Innengewinde weder rationell noch sinnvoll herstellbar (sicher machbar mit 4-Achs Maschine und Gewindefräser, aber weder sinnvoll noch effizient), mit gezeigtem Werkzeug gar unmöglich.
Wie soll das, mit gezeigtem Werkzeug funktionieren?
Möglicherweise ist das Werkzeug zum Nacharbeiten von Rundgewinde mit Selbsthemmung gedacht (dann macht das R auch Sinn).
Rundgewinde wird z.B. bei der Bahn verwendet um Waggons zu kuppeln. Vorteile sind Schmutzunempfindlich und wenn als Sägegewinde ausgelegt Selbsthemmend.

Eine Feile ist es definitiv nicht.
Sehe ich auch so, ich habe die Vermutung dass es gar kein Gewinde schneidet, sondern dass es einfach eine Morsekonus-Schruppreibahle ist. Das würde die gleichbleibenden Höhen der "Zähne" erklären, den fehlenden Pilotzapfen und die komische Geometrie von V-Kerbe und Trapezzahn. Den Konus gibt es von 1 bis --- und die blank polierten Freistiche am Ende sind Aufnahmen für Anschlaghilfen beim Reiben.
Hab mir das mal so zusammengereimt :emoji_stuck_out_tongue:
 
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