Gewindebuchse XXL in MPX Buche

Lico

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Hallo zusammen,

ich brauch mal eure Hilfe. Ich hatte eigentlich Einschlagmuttern aus Stahl für M12 bestellt, hab aber Gewindebuchsen in Messing geliefert bekommen. Zumindest stimmt der Durchmesser des Innengewindes, was schonmal tröstlich ist.
Ob ich mich verklickt hab oder die das verbockt haben, kann ich nicht sagen, ich hab aber keine Lust nochmal 14 Tage zu warten, wenn ich die zurück schicke. Deshalb würde ich das jetzt mit den Buchsen probieren. Das Problem was ich sehe ist, dass die Gänge des groben Außengewindes satte 2mm tief sind. Ich hab die Befürchtung, dass ich eher die Schichten der 25er MPX auseinander treibe. Deshalb die Frage an die Fachleute hier, ob das überhaupt geht. Ansosnten muss ich die wohl wieder zurüch schichen und mich in Geduld üben.

Lico
 

Keilzink

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... wenn das Rampa-Einschraubmuttern sind, die du bekommen hast, dann kannst du bei MPX so vorgehen: Wenn das Aussengewinde zB 20 mm hat, bohr mit 18 mm vor. Das Gewinde greift jetzt ringsrum nur einen Millimeter tief ins Material. Dann schmierst du beim Einschrauben Kleber ins Gewinde - 2K, Epoxy - damit hab ich das schon mal gut hinbekommen. Der Kleber blockiert das Gewinde, gleichzeitig wird das Holz verfestigt und die Schraubmuffe mit dem Holz verklebt. Es ist aber nicht ganz einfach, die Schraubmutter gerade ins Holz zu bekommen. Erst mal üben an einem Reststück, würde ich vorschlagen.
Gutes Gelingen: Andreas
 

Dietrich

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Hallo Lico,

M12 Gewinde in MPX, hoffentlich in die Fläche, kein Problem, 10mm vorbohren, M12er Metallgewindebohrer in den Akkuschrauber und rein damit, vor/zurück/auspusten M12 einschrauben, hält 100 Jahre:emoji_slight_smile:
Mehrfach getestet.

Gruß Dietrich
 

Lico

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M12 ist das Innengewinde! Das Holzgewinde außen ist 22mm und die Züge sind 2mm tief. Das heißt, die eigentliche Buchse beziehungsweise der Kern hat 18mm. Das ist schon ein ziemliches Trumm.
Ich verfolge jetzt die Idee von Andreas, überlege allerdings, ob ich die Dinger nicht überhaupt nur klebe. Die kommen in Sacklöcher und werden nicht auf Zug belastet sondern nur auf Druck. Da werden Verstellfüße eingeschraubt, die das möglich machen, eine Platte genau in Waage zu bringen. Die haben also eigentlich nichts zu halten.

Lico
 

raziausdud

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Gegen Verkanten: wenn die Geräte vorhanden sind und es die Position am Werkstück erlaubt, Muffe mit Gewinde in Bohrständer oder Standbohrmaschine einsetzten, absenken und mit leichtem Druck von Hand (also ohne Anschalten) eindrehen.

Rainer
 

FrèreJacques

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Genauso
Besonders simpel wenn die Muffen Innensechskant haben.... einfach nen abgesägten Imbus ins Bohrfutter. Perfekt wird es wenn die Bohrmaschine fürs Gewindeschneiden geeignet ist mit gaaanz langsamen Geschwindigkeiten und evtl. noch Vorschub, dann erledigt die Maschine die Arbeit und man muss nicht übergroß bohren, besonders falls später auf Zug belastet.
 

Lico

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Ich hab die jetzt geklebt. Erst hab ich das mit einem 20er Loch und der Bohrmaschinenmethode versucht. Die Muffe hab ich ungefähr 10mm rein bekommen, dann ging nichts mehr, aber sie saß schonmal grade. Deshalb hab ich es mit einem flachen Schlüssel von einer Flex, dessen Kante exakt in den Schlitz der Muffe passt, probiert. Da war nichts zu wollen. Deshalb 22er Löcher gebohrt und die Gewindegänge mit Epoxy-Kleber gefüllt und gut. Also, mag mit Fichtetanne gut gehen in der Größe, Harholz oder eben MPX Buche übersteigt jedenfalls meine Kräfte. Vielleicht funktioniert die Methode mit dem Kantholz und der Ratsche besser, aber ich hatte grad nichts passendes zur Hand.

Lico
 

elmgi

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@Lico

Das nächste Mal nimmst Du Rampa-Muffen mit Innensechskant, dann kannst Du mit einem Inbusschlüssel arbeiten. Vorbohren mit einem Holzbohrer, damit den Nenndurchmesser über die gesamte Länge der Bohrung reicht sowie die Bohrung leicht ansenken.
Bei Hartholz den Bohrdurchmesser 0,5 mm größer wählen als den Kerndurchmesser der Muffe.
 

Lico

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Habt ihr eigentlich eine Vorstellung, wie gigantisch die Dinger sind? Ich wollte überhaupt keine Rampa Muffen. ich wollte Einschlag-Muttern. Das war eine Falschlieferung, mit der ich mich arrangiert habe, weil ich keine Lust hatte, nochmal über zwei Wochen zu warten, bis ich weiter machen kann. Ich hab ansonsten kein Problem mit den Muffen.

Lico
 

Lico

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Ich verwende zum Eindrehen der Muffen die verlinkte Hilfe. Damit ist das Eindrehen der Muffen quasi "narrensicher" und geht sehr flott.

https://www.lignoshop.de/verbindung...MIyY2C0Lb96wIVGpOyCh0bQw1BEAQYCCABEgKhS_D_BwE
Ich hab mich schon gefragt, ob es wohl ein spezialisiertes Werkzeug dafür gibt. Aber 89€ um mal vier Muffen rein zu drehen wär schon ein bisschen happig. Und das ist bei mir nicht abzusehen, ob da jemals noch welche dazu kommen würden.

Lico
 

elmgi

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Ich hab mich schon gefragt, ob es wohl ein spezialisiertes Werkzeug dafür gibt. Aber 89€ um mal vier Muffen rein zu drehen wär schon ein bisschen happig. Und das ist bei mir nicht abzusehen, ob da jemals noch welche dazu kommen würden.
Da sind aber noch 200 Muffen dabei (M6 und M8 ). Von diesem Lieferumfang zehre ich immer noch!
 

Dietrich

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Hallo,

ein einziges Mal hab ich mit einem Metaller-Kollegen diese Rampa Dinger eingedreht, die waren so wiederspenstig das wie sie mit einem Gewindestab, Kontermutter auf der 35er Alzmetall mit 30 U/min gaanz langsam aber absolut senkrecht eingedreht haben:emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
 

ChrisOL

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Genau zum eindrehen nimmt man eine passende Schraube mit gekonterten Muttern. Dann kannst du den Schraubenschlüssel ansetzen und mit gutem Hebel drehen.
 

FredT

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Und zum Thema Einschlagmuttern: Die hättest du dann von der Rückseite deines Teil einschlagen müsen, sonst wird die durch das Gewinde und die Kräfte darauf wieder herausgezogen oder mindestens gelockert. Bei dir wäre da wohl eine Fußplatte versenkt und mit 3 Schrauben befestigt nötig gewesen... gerade weil man solche Stellfüße gern auch mal schräg belastet oder das Möbel schiebt
 
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