Gesimsleisten Herstellen - grosser Hohlkehlradius

etaller71

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Hallo, ich müsste zur reparatur eine ca 2 m lange Gesimsleiste anfertigen. Quasi ein Profil mit Holkehle (Und weiteren verzierungen, aber die sind unproblematisch). Normalerweise würde man eine Leiste (hier eher Balken, weil die höhe ca 11cm ist) über den Frästisch schieben und gut.

Blöderweise beträgt der Holkehlradius ca 250mm! (genaues Messen steht noch aus) So Fräser gibts gar nicht.

Wie zur Hölle haben die alten Tischlermeister sowas angefertigt? Profilhobel? Gibts so grosse Tischfräsen? Die haben in ihren kleinen Schreinereien ja sicher keine Hundegger mit 50cm Fräsköpfen rumstehen gehabt...
 

WoodenCarpenter

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Na, übers Sägeblatt vielleicht nicht gerade wegen der Querbelastung des Blattes (wobei das bei mehreren Gängen und eine Spanabnahme im Millimeterbereich sowie einer adäquaten Vorschubgeschwindigkeit wohl auch möglich wäre)... Aber eine Kehlscheibe wäre hierfür wohl die erste Wahl.
 

Alterholzwurm

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Na, übers Sägeblatt vielleicht nicht gerade wegen der Querbelastung des Blattes (wobei das bei mehreren Gängen und eine Spanabnahme im Millimeterbereich sowie einer adäquaten Vorschubgeschwindigkeit wohl auch möglich wäre)... Aber eine Kehlscheibe wäre hierfür wohl die erste Wahl.
Ja natuerlich, in mehreren Gaengen.Man kann auch vorher mehrere Einschnitte machen,
oder eckig ausschneiden. Dann hat man nicht soviel zu fraesen.

LG Helmut
 

etaller71

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Super, das hilft mir schonmal weiter.

Geht das tatsächlich auch vorsichtig mit dem normalen Sägeblatt? (Bin gerade etwas mit der Festool CS 70 am Liebäugeln)

Ansonsten werd ich mich mal in der Holzlehrwerkstatt melden müssen, die hier die Strasse runter ist. 400€ für eine Kehlscheibe finde ich für einmaligen Einsatz dann doch etwas zu Teuer...

Danke jedenfalls erstmal.
 

Alterholzwurm

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Geht das tatsächlich auch vorsichtig mit dem normalen Sägeblatt? (Bin gerade etwas mit der Festool CS 70 am Liebäugeln)
Hab ich schon ein paar mal gemacht, allerdings nicht fuer so grosse Kehlen.
Man sollte es auch garnicht mehr empfehlen, weils verboten ist lese ich
grade.
Denn das Kehlen mit Kreissägeblättern ist schon seit vielen Jahren verboten, da sie nicht für die bei diesem Arbeitsgang entstehenden, einseitig wirkenden Kräfte konstruiert sind. Außerdem muss hinterher noch intensiver geschliffen werden, um die Zerspanungsspuren zu entfernen, als es ohnehin schon beim Einsatz der Kehlscheibe notwendig ist. Auch die Kreissäge muss für das Kehlen mit dem schweren Werkzeug zugelassen und konstruiert sein. Für die etwa 15 mm dicke Kehlscheibe ist die Tischöffnung an vielen Modellen nicht groß genug. Bei anderen wiederum wird die Tischöffnung nach dem Entfernen einer Tischeinlage zu groß und es muss eine hölzerne angefertigt und eingesetzt werden, die nur 5 mm Platz rechts und links der Kehlscheibe freigibt.
Ouelle: dds online - So geht?s auch

Hier auch noch ein alter Thread:
https://www.woodworker.de/forum/grosse-hohlkehlleiste-t35547.html

LG Helmut
 

uli2003

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Warum gibt es solche Fräser nicht? Muss ja kein vollständiger Viertelkreis sein.
Dann wird halt segmentweise gefräst..

Grüße
Uli
 

tomkaes

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Warum gibt es solche Fräser nicht? Muss ja kein vollständiger Viertelkreis sein.
Dann wird halt segmentweise gefräst..

Grüße
Uli

Falls das eine Frage war:
selbst mit umschlagen des Werkstücks reicht der Spindelhub der Fräse meistens nicht aus; früher haben wir die Gesimse mit der Kehlscheibe gefräst, heute funktioniert sowas problemlos mit der oberen Hobelwelle eines 4-Seiters bei entsprechenden Messersätzen bei sehr guter Oberflächenqualität.
 

uli2003

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Für 11 cm reicht der Spindelhub nicht? Da hab ich aber schon viel größeres gefräst :emoji_slight_smile:

Nein, war keine Frage.

Grüße
Uli
 

tomkaes

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Für 11 cm reicht der Spindelhub nicht? Da hab ich aber schon viel größeres gefräst :emoji_slight_smile:

Nein, war keine Frage.

Grüße
Uli

Zitat TO: Blöderweise beträgt der Holkehlradius ca 250mm!

Da das Gesimsprofil wohl nicht nur aus einer Kehle besteht, dürfte die Werkstückhöhe noch um einiges grösser sein.
Ein Bild oder eine Skizze des Profils wäre natürlich hilfreich um das
zu beurteilen.
 

uli2003

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Was hat der Radius mit der Höhe zu tun? Muss ja kein Viertel sein. Manchmal sind es nur kurze Stücke mit großem Radius.

Grüße
Uli
 

etaller71

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Nein, gesamtprofilhöhe ist 11 cm, ist kein Viertelkreis, eher ca. 1/8 Die Kehle geht aber über fast dieselbe länge, unten ist noch eine Nut für ein weiteres Zierprofil und oben ein dreiviertelkreisvon ca 10mm Durchmesser dran.

Material ist vermutlich Nussbaum Dunkel. Eventuell versuche ich aber aus Kostengründen was ähnlich aussehendes zu verwenden. Da werd ich mal mit nem Musterstück rumsuchen müssen.

Fräserhöhe würd trotzdem nicht reichen, hab ja nur eine Trend T11. Und mir wäre auch kein passend grosser Fräser für die OF bekannt.

Ich werd da wie gesagt wohl mal in der Lehrwerkstatt fragen, ob die einen passenden Fräser / Hobel / Kehlscheibe haben. Kreissäge ist mir ehrlich gesagt zu gefährlich.
 

beppob

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grüß dich Holger,

ich bin ja wirklich ein werkzeugsammler, aber eine kehlscheibe hab selbst ich noch nicht :emoji_open_mouth:
ich würde, hab ich auch schon, auch quer bis diagonal (so lässt sich der radius verstellen) übers Sägeblatt schieben.
wenig spanabnahme, mehrere arbeitsgänge und wenig vorschub wurde ja schon gesagt. und bedenke: es ist nicht mehr erlaubt ... ergo: doppelte Vorsicht.

zimmereien und Schreinereien in denen treppen gefertigt wurden haben oft solche kehlscheiben, vielleicht kannst du da was ausleihen. in eine montagesäge ala cs 70 kannst du die wahrscheinlich nicht einspannen :emoji_frowning2:
 

Sägenbremser

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Hallo Holger
es muss ja nicht gleich eine
Kehlscheibe mit Wechselmessern
sein, die kosten so um die 500Euro.

Es gibt ja auch festbestückte Fräser
für einen drittel des Preises.

Aber auf einer Montagesäge geht das
natürlich nicht, da kannst du ja kaum
die Querführung fest genug spannen.

Für ein! Gesims würde ich aber zum
Einsägen auf der Tischkreissäge und
aushobeln von Hand tendieren.
Hast du nicht noch einen alten Hobel
rumfliegen den du so umschleifen kannst?
Wenn nicht, geh ich mal schauen ob nicht
noch ein tiefer Kehlhobel in der Ecke liegt.

LG Harald
 

magmog

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grüß dich Holger,

ich bin ja wirklich ein werkzeugsammler, aber eine kehlscheibe hab selbst ich noch nicht :emoji_open_mouth:
ich würde, hab ich auch schon, auch quer bis diagonal (so lässt sich der radius verstellen) übers Sägeblatt schieben.
wenig spanabnahme, mehrere arbeitsgänge und wenig vorschub wurde ja schon gesagt. und bedenke: es ist nicht mehr erlaubt ... ergo: doppelte Vorsicht.

zimmereien und Schreinereien in denen treppen gefertigt wurden haben oft solche kehlscheiben, vielleicht kannst du da was ausleihen. in eine montagesäge ala cs 70 kannst du die wahrscheinlich nicht einspannen :emoji_frowning2:


Guude,

Wo steht dass das Kehlen auf der TKS verboten ist? Und seit wann?
Es handelt sich um ein bewährtes Arbeitsverfahren, von dem immer Leuts, die es noch nie gemacht haben, schreiben, es sei gefährlich.
 
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