Gerade Löcher bohren

Verrenk

ww-pappel
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Hallo!

Bin gerade bei einem irrwitzig ambitionierten Projekt:
nämlich, selbst einen Kleiderschrank zu bauen – und das als Fast-total-Laie. :rolleyes:

Das Material: Tischlerplatte 19 mm.
Da er auch zerlegbar sein soll, habe ich für die Eckverbindungen 10mm-Runddübel und Hettich Exzenteranschläge besorgt (und einen 1mm zu großen Forstnerbohrer, was man nicht im Hirn hat, muss man eben...).

meine besonders große Sorge sind die exakte Positionierung der Bohrlöcher in den schmalen Seiten – ich kann ja mit der Bohrmaschine nach links, rechts, oben, unten oder auch alles in Kombination versehentlich schräg bohren. gibt es da eine Vorrichtung, dass sie immer im 90°-Winkel zum Holz ausgerichtet ist?

Der Bub hat leider auch keine Werkstatt, sondern nur ne normale 2ZKB… :emoji_grin:

Für sachdienliche Hinweise jenseits von "Verjisset" aufgeschlossen.
 

civil engineer

ww-robinie
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Hallo,

versuche folgendes:

Wenn Du einen Bohrständer hast, richte Dir eine Leiste mit ca. 2/2 cm Abmessung, Länge entsprechend der Schranktiefe, in die Du mit dem Bohrständer rechtwinklig und in dem Abstand, die Du für die Dübel haben willst, Löcher bohrst und benutzt diese dann als Bohrschablone. Ohne Bohrständer würde ich versuchen, unter zuhilfenahme von Winkeln, notfalls von Geodreiecken o. ä., die Löcher in die Leiste so rechtwinklig wie möglich zu bohren.

Gruß
Jochen
 

Verrenk

ww-pappel
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a propos Bohrständer:

Vielen Dank fürs prompte Antworten,

spiele wirklich mit dem Gedanken, so ein Teil zu kaufen, auch wg. der Löcher für die Beschläge, die ja mit dem Forstnerbohrer zu bohren wären (obwohl das beim heutigen Testlauf in "Übungsbretter" eigentlich ganz gut ging und recht waagerecht aussah).
Das Problem ist nur, dass ich kein Möbel hab, in dem ich den Bohrständer gescheit verankern könnte, oder ginge das auch mit zwei großen Schraubzwingen und dem Esstisch…? Lustigerweise hab ich heute im Baumarkt gesehen, dass eine Standbohrmaschine (Einhell) ein ganzes Stück billiger ist als so ein Ständer (Wolfcraft).

In der Anleitung für die Beschläge ist angegeben, man solle für die Schrauben 8er Bohrer verwendet – dann wackeln die Dinger aber gehörig, dürfen die soviel Spiel haben? nach meinem Geschmack ist da ne 7 zuständig. Zufällig jemand da, der dazu noch was sagen könnte?
 

vormi

ww-ulme
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Hallo

Für die Dübellöcher (und die stifte für die Exzenterverbinder) würde ich Dübelmakierer verwenden , die gibts im Baumarkt oder auch beim Fachhändler.
Du bohrst zunächst in die Kopfseiten setzt die Markierer ein hältst dan die teile so zusammen wie sie später sein sollen und drückst einmal fest an. Die Markierer zeichnen dann genau den Mittelpunkt an und du kannst dann in die Seiten Bohren. Als Tiefenanschlag bohrst du durch ein Klötzchen und schneidest dies dann entsprechend der gewünschten Bohrtiefe ab ( das verhindert das durchbohren). Für die Exzenter würde ich eben Falls ein Klötzchen nehmen und mit dem Forstnerbohrer durchbohren und anschließend einen Anschlag (kleine Leiste ) mit gewünschtem abstand von der Bohrlochmitte daran befestigen. So hast du eine Schablone, du Brauchst also nur die Mitte des Loches für die Exzenterstifte auf die Seite Rüber winkeln und kannst dann die Schablone anlegen und bohren. 10mm dübel ist n bisschen dick ich würde maximal 8er nehmen. Es wäre auch ratsam holzbohrer mit zentrierspite zu nehmen , da diese nicht so leicht verlaufen.

Gruß Vormi
 

raziausdud

ww-robinie
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Verrenk,

ich hab mich auch mal vor dem Wolfcraft Borständer für ca. 45 Euro gedrückt und mir einen sehr billigen Bohrständer von einem unserer bekannten Filialisten zugelegt ...

Der Bohrständer von Wolfcraft ist schon relativ genau, weil Du ja nur "von oben drückst". Billige(!) Stand-Bohrmaschinen und Bohrständer für die vorhandene Hand-Bohrmaschine sind jedoch recht wacklig wegen der relativ lange Hebelarme - aber immer noch genauer als Freihand-Bohren. Vor allem wenn man Hozbohrer mit Zentrierspitze verwendet. Dann kann der Bohrer ja gar nicht auswandern.

Viele grüße
Rainer
 
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