gemischtes Bücher- und Schiebetüren(Stauraum)regal mit buntem Plexiglas

Regalbau-T

ww-pappel
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Moin,
am liebsten gleich mal 7 Dinge vorweg. Seid bitte - falls denn überhaupt jemand antworten mag - sparsam mit allzu regional gefärbten um nicht zu sagen mundartlichen Fachbegriffen. Die verstehe ich mit Sicherheit nicht. Dann ist es so, dass ich mich zwar hoch motiviert aber vermutlich nicht als der routinierte Heim- oder gar Handwerker sehe. Habe bestimmt schon mal alle möglichen Sachen mitgebaut, aber der eigene Werkzeugvorrat ist aus Sicht des Profis sicherlich als kärglich einzustufen. Und ich bin neben Tipps zur Durchführung auch an solchen interessiert, die ganz unverfroren die Machbarkeit, Effizienz (bezüglich Kosten z.B. ), für einen wie mich als solches in Frage stellen/thematisieren. Soll heißen: Ruhig was sagen, wenn jemand bemerkt, dass sich ein Neuling hier aber gerade mächtig übernimmt oder dass das Geplante mit Sicherheit jede Kauflösung ums Doppelte bis Dreifache übersteigt...
Nun aber auch schon zur Sache :emoji_slight_smile: :
Möchte ein gemischtes Bücher- und Schiebetüren(Stauraum)regal bauen.
Bau- und Stellplatz: Altbauwohnung, Stirnwand Wohnzimmer.
Maße: die Wand ist 3,95 breit, und ca. 3,03 hoch
Unten links bei ca. 65 - 90 v.l. und ca. 25 - 30 v.u. sind zwei wichtige Anschlüsse, an die ich auch mit Regal immer ran muß. Rechts der Wand ist ein in eine ehemalige Tür eingelassenes Bücherregal (schon voll), an dass ich weiterhin ran will.
Was noch: meine Kreativ-Phase sagt: Bau ein mächtig großes Regal, eventuell bis zur Decke (dass dann naklar auch mit Wand oder Decke irgendwo verbunden sein muss) und dieses soll oben und fast unten Regalfächer für verschieden große Bücher haben, und bau unten und in Bauch- bis Brusthöhe zwei über die ganze Breite gehende Schiebetürkonstruktionen (aus buntem Plexiglas) hin, so dass das Regal nicht überall staubig wird und dass man auch nicht so schöne oder interessante Sachen rein tun kann (z.B.: Gästebettwäsche, Aktenordner, olle CD´s, Fotoalben, noch nicht in Fotoalben und somit unsortierte Fototaschen, PC Klimbim etc). Das heißt, der Stauraum sichtbar und der Stauraum unsichtbar sollen sich ungefähr duie Waage halten. Jo, so viel mal für den Anfang.
 

garfilius

ww-robinie
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Was hast Du denn schon gebaut bzw. mitgebaut? Wie kärglich ist Deine Werkzeugausstattung? Welches Material (außer buntem Plexiglas *schüttel :emoji_wink: ) soll verwendet werden?

Wenn Du vorher eine Planung machst (die dann auch stimmt) und Dir viel im Baumarkt zuschneiden läßt (und das dann auch passt), vereinfacht sich vieles...

Gruß
Gero
 

Regalbau-T

ww-pappel
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Danke schon mal für Deine flotte Antwort.
Ja, ist natürlich sonderbar, im woodworker Forum nach Hilfe zu Plexiglas-Bau zu fragen, aber es gehört nun mal zum Plan.
Meine kärgliche Ausstattung umfasst eine mächtig billge SKIL-PendelHubStichSäge, Hammer , Zangen, Handsägen (eher aus dem Gartenbedarf), ein kleines Feinmechaniker-Set, Maulschlüsselsatz, Bohrmaschine, Akkuschrauber, einen kleinen Inbus-Satz sowie einen kleinen Knarrensatz. So ungefähr. Hauptsächlich soll das ganze naklar ein Holzregal werden. Die Plexiglasschiebetüren sind eben ein Stilbruch/-mittel. Habe sowas hier und da - z.B. grob ähnlich diesem hier zoom - gesehen und fand´s gut.
Gruß Thomas
 

garfilius

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Ok die Plexiglastüren im Beispiel wären ja ok. Ich glaube aber, das Du Dich mit diesem Projekt übernimmst. Es fehlt allein an Werkzeug mindestens eine Handkreissäge mit Schiene und ein Bohrständer. Für die Verbindungen müßtest Du Dübel setzen oder Falzen - schon mal gemacht?
Die Plexiglastüren laufen wahrscheinlich in Nuten - mit der Stichsäge kriegst Du die nicht hin, das braucht eine Fräse. Oder Du findest so aufgesetzte Plastikschienen. Die gibts aber nicht im Baumarkt.
Die Frage ist weniger, wie preiswert Du das hinbekommst, sondern eher, wie hoch Deine Qualitätsansprüche sind. Mit Spaxschrauben irgendwas zusammenschwarten wird schon für kleines Geld gehen, aber ob Du das dann immer anschauen willst?

Gruß
Gero
 

Regalbau-T

ww-pappel
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Das nenne ich mal eine konstruktive und hilfreiche Kritik. Nein wirklich, gar nicht ironisch gemeint. So ähnliche, aber nicht in Form gebrachte Gedanken / Befürchtungen hatte ich auch schon. Der Schrank , den ich mir da ausgedacht habe, ist kein Anfängerstück, sondern eher ein Gesellenstück. Richtig?
Denn auch wenn ich mir all die Maschinen zusammenleihen könnte, muss ich ja auch noch erst lernen, sie so zu bedienen, dass ich nicht kostbares Material zerstückele und damit .. naja und so weiter. Danke erstmal. Wenn Dir trotzdem noch, oder jemand anders, was einfällt, was dieses Schrank-Regal möglich machen könnte, dann bitte nur zu.
 

bugger

ww-kiefer
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Regalbau-T> Zuerst gleich Mal vorneweg: das Intro alleine fand ich so gut, daß ich einiges am Schmunzeln war :emoji_slight_smile: Ist doch mal schön, wenn einer enthusiastisch und realistisch ist. Zum anderen: ich bin auch nur Laie. Bin zwar glücklicherweise mit tonnenweise Werkzeug, 2 rechten Händen und einigermaßen Sachverstand gesegnet, aber halt nie mit dem Werkzeug was man eigentlich braucht. Mein Motto: wenn's net geht merkt man's irgendwann.

Aber back on topic: ich habe mir vor kurzen ein ähnliches Regal gebaut. Nur für Bücher, ohne Türen. Und ich kann stolz behaupten, daß man nicht immer alles kleben, nageln, schrauben, zapfen etc muß. Mein Regal hier hat nix davon (nun, außer den Bodenträgern) und hält wie ne Eins. Einzig zum Ausrichten haben die beiden äußersten Wangen an der Außenseite Einschlagmuttern mit Madenschrauben. Der Sinn? Von innen kann ich nun den Wandabstand mit dem Imbus einstellen. Nach vorne kippen kann es nicht, weil die Wangen bis genau unter die Decke reichen (obwohl nur 17cm tief); zur Seite geht auch nix, weil es von Wand zu Wand geht. Und da die Böden genau passen,wackelt auch nix. Alles Multiplex, mehrmals geschliffen und lackiert. Sieht top aus (und ich bin da recht pingelig bei Eigenbauten).

Also ruhig mal trauen. Muß allerdings anmerken, daß ich mir die Hauptmaße (also Böden/Wangenbreiten) gleich vom Schreiner habe schneiden lassen. Das auf Maß schneiden dann selber mit ner Tischkreissäge. Allem in allem ist es nicht so schwer.

Ich will hier keinem auf den Schlips treten; die Leute hier machen den Job ja beruflich, da ist es klar, daß man andere Vorstellungen hat. Aber auch "nur" als Heimwerker kann man durchaus was erreichen.
 

Regalbau-T

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Klasse, Deine Ermunterung wird zumindest meiner Frau, die schließlich die Tochter eines Modelltischlers ist, sehr gefallen. Ich denke, ich muss mich noch einpendeln zwischen dem Wünschenswerten und dem, was bei so einem ersten größeren Projekt machbar is und am End wirklich steht und auch noch so gut aussieht, dass wir damit zufrieden sind. Doch nun zur Sache:
Was sind:
- Einschlagmuttern mit Madenschrauben
- Hauptmaße in Abgrenzung zu "auf Maß schneiden dann selber"?
Und was denkst Du, wenn ich doch die räumliche Situation habe, dass ich zumindest auf einer Seite nicht an die Wand kann, da dort schon ein in einen Türrahmen eingebautes Reagl ist?

Gruß Thomas
 

bugger

ww-kiefer
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Regalbau-T>
1) Einschlagmuttern mit Madenschrauben
- http://www.bergshop-spitzer.at/images/Einschl_Mut.jpg
- http://www.newport.com/images/web250w-GR/images/2108013.jpg
Ich hab M6 genommen. Also bei der Außenwange ein 8er Loch durch, auf der Wandseite die Mutter rein und draufhauen (also, auf die Eisenmutter, nicht auf deine). Die sitzt dann gut fest und kann sich nicht mehr drehen. Von der anderen (Innen-)Seite dann die Madenschraube durchs Loch stecken und in die Mutter drehen. Jetzt kannst du einen Imbus ins Loch stecken und an der Madenschraube drehen. Die schraubt's damit durch die Mutter, was wiederrum das Brett von der Wand drückt. So kann ich dann Abstand, Senkrechte und Winkel einstellen und Wandunebenheiten ausgleichen. Ich habe hier bei voller Raumhöhe 6 Muttern pro Wandseite: 2 unten, 2 mittig, 2 oben. Schraubenlänge je nach Bedarf. Mit etwas genauem Ausmessen liegen diese Löcher dann so, daß die am Schluß von einem Regalboden verdeckt werden. Kann man auch an der Rückseite der Wangen machen und so den Abstand zur Wand einstellen (falls die krumm ist). Dann halt mit nem Sackloch.

2) "auf Maß schneiden dann selber"
Naja, ich hab alles erst mal genau ausgemessen, bin dann zum Schreiner und hab dem die Maße gezeigt. Da sich an der Tiefe des Regales ja nix ändert, und da dies ja auch die meiste Sägerei wäre, hab ich die Wangen und Böden gleich auf die Endtiefe (Breite) schneiden lassen. Bei den Längen habe ich ein paar cm zugegeben, damit ich schön einpassen kann. Selber habe ich dann als erstes die Wangen auf die ganz genaue Länge getrimmt (Decke ist leicht schräg, etwa 1cm auf die Raumbreite). Die Wangen bleiben dann auch alleine stehen. Danach habe ich die beiden Außenwangen genau ausgerichtet, den Innenabstand gemessen und die Dicke der restlichen Wangen abgezogen. Das durch die Zahl der Regal- öhm.. "Blöcke" teilen und schon hat man ne Ahnung, wie lange so ein Boden sein sollte. Um sicher zu sein habe ich ein paar alte Bretter auf das Maß geschnitten und probeweise als Böden eingelegt (vorher kann man gleich für die Bodenträger bohren und die reinstecken). Dann alles zerlegen, mehrmals schleifen und lackieren (Löcher nachbohren weil Lack reinkommt) und aufbauen. Voila.

3) "Rechts der Wand..." also, rechts in der Wand, oder rechts von der Wand? Bei meinem Regal ist das nicht so schlimm, da es nur 15cm tief ist und so kaum toter Raum entstehen würde. Wenn's in der gleichen Wand ist, würde ich drüber nachdenken das alte gleich mit rauszureißen und alles aus einem Guß zu machen. Wangen geschickt plazieren und bei der alten Tür die Böden einfach tiefer machen.


Noch was: beim Anzeichnen der Böhrlöcher für die Bodenträger die untersten am besten mit Wasserwaage/Laser ganz von links nach rechts anzeichen und von da aus hochmessen. Falls was krumm ist, sind somit wenigsten alle Böden eben. Natürlich an den provisorisch aufgestellten Wangen.


So, ich hoffe mal, ich habe mich unklar genug ausgedrückt :emoji_slight_smile:
 

Regalbau-T

ww-pappel
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Du hast Dich super unklar :emoji_slight_smile:-)) ausgedrückt.
Und allein der Umfang Deines Beitrages sagt mir: BAU ES!

Danke ersma aus´m Norden

Thomas
 
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