Gehrungsbänder

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Hallo,

ich möchte nocheinmal dieses Thema aufgreifen.

Wer hat Erfahrungen mit dem Einbau von Gehrungbändern der Firma Herzig und könnte mir eventuell einige Tips verraten?

Habe schon einiges mit der Oberfräse versucht komme allerdings nicht ganz auf ein befriedigendes Ergebnis.

Schöne Grüße und vielen Dank im Voraus

Atze
 

Jungschiss

ww-birnbaum
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Hallo Atze!

Ich habe die Bänder(22,5°)bei meinem Meisterstück von Hand eingelassen.
Zur Feinjustierung habe ich kleine Schrauben verwendet, die unter den Bändern sitzen.

Ich habe Probleme damit gehabt, dass das Holz beim Stemmen gerne dem Faserverlauf folgt. Ich hatte Esche als Holz-mit Buche dürfte es einfacher sein.

Als Schrauben habe ich zuerst normale Spax verwendet. Erst nachher als Alles genau stimmte, habe ich die Spax gegen die edlen und schweineteuren Torxschrauben von Herzig ausgetauscht.

Gutes Gelingen!
 

Rühl

ww-robinie
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Hildesheim- Bockenem
Es gibt da noch eine Firma die die gleichen Bänder wie Herzig baut, fast zum halben Preis.

Ich muss nur mal den Namen raussuchen.




Gruß Ulf
 

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Hallo Jan,

bei meinem Meisterstück verwende ich Makassar Ebenholz welches sich durch die hohe Dichte eigentlich mit scharfen Stechbeiteln gut verarbeiten läst.

Allerdings verstehe ich das nicht ganz mit den Schrauben, hast etwa für den Unterteil des Bandes tiefer gestemmt und dort "Abstandsschrauben" eingeschraubt?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Schöne Grüße
Atze
 

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Hallo Atze,

ich bin Schreinerin und Kundenberaterin bei HERZIG-mechanics.
Melde Dich doch einfach bei uns. Wir kümmern uns um Dein Problem.

Weiterhin noch ein Kommentar ( ich spreche hier nur privat; es ist nicht die Meinung von Hm ): wenn man Betriebe empfiehlt, die mit Steuergeldern einen Betrieb in der freien Wirtschaft preislich derart unterbieten ( können ) würde ich mir mal als SchreinerIn überlegen, ob mir das selber auch recht wäre.
Ich kenne Behindertenwerkstätten, die ihre Waren z.B. Kindermöbel, Besen, etc. zu einem erhöhten Preis verkaufen, damit erstens der wohltätige Aspekt zum Tragen kommt und zweitens eben keine unfaire Konkurrenz entsteht.
Zudem führen diese Werkstätten Produkte, die nicht einfach billig kopiert sind, sondern in den Köpfen von engagierten Betreuern und den Behinderten selbst entstanden sind.
Wie überall gibt es auch in diesem Sektor unrühmliche Ausnahmen.

Ich, für meine Person, glaube an das universelle Gesetz.
Demnach liegt immer der richtig, der ehrlich in den Handlungen und im Denken ist.
Die Zeit wird es an´s Licht bringen.

In diesem Sinne einen schönen Gruß
von Verena
 

Jungschiss

ww-birnbaum
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3. Mai 2005
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226
Hallo Jan,

bei meinem Meisterstück verwende ich Makassar Ebenholz welches sich durch die hohe Dichte eigentlich mit scharfen Stechbeiteln gut verarbeiten läst.

Hallo Atze!

Ich glaube das Problem ist je grobporiger das Holz, desto schwieriger ist es in Faserrichtung exakt zu stemmen.
Allerdings verstehe ich das nicht ganz mit den Schrauben, hast etwa für den Unterteil des Bandes tiefer gestemmt und dort "Abstandsschrauben" eingeschraubt?

Im Grunde kann man mit den Schrauben `auffüttern`, wenn man zu tief gestemmt hat oder die Tür einen halben Millimeter zu schmal ist....

Wie sieht denn Dein Plattenaufbau aus?
Ich wünsche Dir schonmal gutes Gelingen!
 

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Hallo Jan,

der Aufbau besteht aus 15mm Furniersperrholz + beidseitig Furnier.
Die Bänder werden allerdings nur in den Anleimern eingelassen, so daß sie nicht in das Sperrholz reinreichen. Habe heute nochmal mehrere Versuche gestartet. Dabei stellte sich folgende Variante heraus:

1. mit der Oberfräse schräg (entsprechende Vorrichtungen erstellt) erstmal die 2mm der Grundfläche des Bandes weggefräst

2. die Rundungen winklig beigestochen

3. Oberfräse rechtwinklig zur Platte, eine Tasche eingefräst für den "Unterbau" des Bandes

Das zusammen ergibt eín schönes sauberes Bild, allerdings schließt das Plattenmaterial noch nicht ganz dicht ab, obwohl das Band fühlbar schon unter dem Material der Gehrung liegt.

Ich glaube ich muß im Ganzen noch etwas tiefer.

Schöne Grüße
Atze
 

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Hallo Atze,

das A und O bei einem Gehrungsanschlag ist das vorherige Überprüfen der Winkel.

1. Gehrungen anschneiden / - fräsen
2. normalen Rechteckwinkel mit der Rißprobe überprüfen
3. die Außenseiten der Gehrungen ( spitze Kanten ) aneinanderlegen
4. mit 2 Klebestreifen die beiden Teilen verbinden
5. aufstellen und zu 90° biegen, so daß die Gehrungen ganz dicht sind
6. mit überprüftem Winkel die 90° überprüfen.

Nach meinen Erfahrungen handelt es sich bei Dir um eine Ungenauigkeit der Gehrungen. Die Bänder geben ja nur 0,1 mm Luft vor und müssen eben eingelassen werden. Ein Zurückstehen darf nicht sein.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß selbst Markenwinkel nicht immer genau sind.
Die Mühe zu überprüfen lohnt sich wirklich !!!

Schönen Gruß von Verena
 
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