Gartenhaus Dach Teilerneuern?

Zweilinkehände81

ww-pappel
Registriert
7. April 2025
Beiträge
2
Ort
Köln
Liebe Profis,
mein Gartenhaus ist 12 Jahre alt und ich muss einen Teil vom Dach nachbessern, bevor es undicht wird. Ich hätte das längst machen müssen ich weiß. Aber so ist das mit der Aufschieberitis.
Mehrere Profilhölzer, zumindest die, die am unteren Dachrand abstehend nach außen hin sichtbar sind, haben einiges an Nässe abbekommen. Stück Teerpappe ist da auch irgendwie nicht mehr dran. Das ist u. a. auch der Grund. 2-3 Profilhölzer sind mittlerweile doch schon morsch und hat sich in das innere reingezogen. Sieht man an den dunklen Stellen von innen (Fotos). Dicht ist es aber noch.
Mein Plan ist zumindest dafür zu sorgen, dass ich die Dachpappe am unteren Gartenhausdach, sowie der linken AußenSeite neu /bzw. zusätzlich mit Bitumen anbringe. Und dann ein Ortblech ( hat mir ein Nachbar gegeben)außen anbringe und vernünftig dicht bekomme. So dass keine Feuchtigkeit und Regen mehr eindringt etc.
Sollte das nicht ausreichen?

Zuerst habe ich auch überlegt einfach die 2-3 Profilhölzer auszutauschen bzw. zu ersetzen, aber dafür müsste ich ja das halbe Dach bis oben erneuern bzw. Dachpappe ab etc. Da ist aber alles wunderbar und einwandfrei. Diese Option wäre die Aufwändigere oder evtl. auch gar nicht notwendige.

Es geht wirklich nur um den seitlichen und unteren Bereich des Daches.
Was würdet ihr machen?
 

Anhänge

  • IMG_3320.jpeg
    IMG_3320.jpeg
    154,2 KB · Aufrufe: 79
  • IMG_3323.jpeg
    IMG_3323.jpeg
    194,9 KB · Aufrufe: 81
  • IMG_3325.jpeg
    IMG_3325.jpeg
    182 KB · Aufrufe: 78
  • IMG_3321.jpeg
    IMG_3321.jpeg
    302,8 KB · Aufrufe: 76
  • IMG_3319.jpeg
    IMG_3319.jpeg
    170,5 KB · Aufrufe: 74
  • IMG_3327.jpeg
    IMG_3327.jpeg
    84 KB · Aufrufe: 77

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.514
Ort
Ebstorf
Hallo,

das Problem hat schon beim falschen Verlegen der Pappschindeln seinen Anfang genommen. Wegen ein paar Schindeln, die eingespart wurden, ist dir die Traufkante weggegammelt.
Um das zu heilen, solltest du ein Traufblech etwa 15cm bis 20cm unter die Pappspindeln schieben, mit vorn abgekanteter Tropfkante.
Die Ortgangbretter wegreißen und durch Neue aus Lärche, oder Douglasie ersetzen. Womöglich müssen die Sparrenköpfe ertüchtigt werden, wenn die Schrauben nicht mehr halten.
Ähnliches habe ich selbst kürzlich bei einer Gartenhütte gemacht.

Wie sieht denn die Hütte unten im Spritzbereich aus? Ist ja keine Dachrinne montiert.

Gruß Ingo
 

Zweilinkehände81

ww-pappel
Registriert
7. April 2025
Beiträge
2
Ort
Köln
Hallo Ingo,

danke für deine schnelle Antwort. Du meinst dann 3 Ortgangbretter (was auf dem 2. Bild zu sehen ist) ersetzen, insgesamt 3 - 1x vorne und 2 x seitlich? Musste Ortgangbrett erstmal googeln :emoji_wink: Sorry…

Das mit dem unteren Bereich und dem Traufblech habe ich verstanden.

Den Rest meiner Idee, z. B. meine Idee das Ortblech ( habe ich ja eins da) über bzw. an das dann neue Ortgangbrett zumindest auf der linken Seite anzubringen kann man aber machen oder? Hätte das alte Ortgangbrett sonst so gelassen und halt das Blech drauf. Würde da an der Seite auch zusätzlich eine Bahn Teerpappe anbringen.

Der Spritzbereich ist soweit in Ordnung. Mein Nachbar hat seine Hütte Rücken an Rücken zu meiner. Dadurch ist es auch recht gut geschützt.

VG René
 

AlexKr

ww-pappel
Registriert
22. Mai 2026
Beiträge
1
Ort
Langenhagen
Hallo, Ingo und René,
ich habe ein ähnliches Problem: Mir ist auch die Traufkante weggefault, bis ca. 35/40 cm das Dach rauf, weil die Dachpappe an den genagelten Stellen porös geworden ist. Nun habe ich die Pappe aufgenommen, ansonsten sind die Bretter sehr in Ordnung. Ich überlege nun, ob ich das Dach gleich komplett erneuere, statt es zu flicken. Problem beim Flicken wäre: Wenn ich die Bretter der Länge nach über die faulen Flächen abschneide, habe ich für die Ersatzbretter keine Auflage, so dass sie nach innen ins Haus reinfallen würden. Unter der Traufkante ist jetzt ein Brett quer darunter genagelt, um die Dachrinne zu befestigen. Das trägt aber daher leider nicht.
Was ratet ihr mir, wie ich hier vorgehe: Tabula rasa = Rauspund des gesamten Daches ersetzen? Oder gibt es eine gute, einfachere Idee?
Ich bin Anfängerin, mir macht es aber sehr viel Spaß, selbst zu renovieren. Ich möchte eine solide Lösung, kein Flickwerk, aber es sollte auch angemessen bleiben (ist eine Gartenhütte, kein Palast :emoji_wink:.
Danke für einen Rat und vG
Alexandra
 

Zulu110

ww-buche
Registriert
21. Oktober 2020
Beiträge
263
Ort
Bochum
Moin, wenn es solide sein soll, gehört da eine zweilagige Bitumenabdichtung drauf und keine Pappe.
Ich weiß, dass es nicht für jeden machbar ist Bitumenbahn zu schweißen, aber dann hat man halt Ruhe. Wobei die Bitumenschindeln zumindest etwas haltbarer erscheinen als eine reine Dachpappeindeckung.
Bei der Pappe an sich ist das Hauptproblem, dass sich die Nägel mit der Zeit durch die Witterungsunterschiede rausdrücken und durch diese Stellen dann Wasser in Holz eindringen kann. Ich bin zwar kein Dachdecker aber so wurde es mir mal von einem erklärt.
Bei dem Problem vom Threadersteller sehe ich es wie Ingo. Hier ist einfach die Traufe fehlerhaft und es gibt keine wirkliche Tropfkante. So kann die Feuchtigkeit schön in das Holz einziehen. Was noch dadurch begünstigt wird, dass es sich hier ja um die Stirnseiten handelt.
 

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.514
Ort
Ebstorf
Hallo, Ingo und René,
ich habe ein ähnliches Problem: Mir ist auch die Traufkante weggefault, bis ca. 35/40 cm das Dach rauf, weil die Dachpappe an den genagelten Stellen porös geworden ist. Nun habe ich die Pappe aufgenommen, ansonsten sind die Bretter sehr in Ordnung. Ich überlege nun, ob ich das Dach gleich komplett erneuere, statt es zu flicken. Problem beim Flicken wäre: Wenn ich die Bretter der Länge nach über die faulen Flächen abschneide, habe ich für die Ersatzbretter keine Auflage, so dass sie nach innen ins Haus reinfallen würden. Unter der Traufkante ist jetzt ein Brett quer darunter genagelt, um die Dachrinne zu befestigen. Das trägt aber daher leider nicht.
Was ratet ihr mir, wie ich hier vorgehe: Tabula rasa = Rauspund des gesamten Daches ersetzen? Oder gibt es eine gute, einfachere Idee?
Ich bin Anfängerin, mir macht es aber sehr viel Spaß, selbst zu renovieren. Ich möchte eine solide Lösung, kein Flickwerk, aber es sollte auch angemessen bleiben (ist eine Gartenhütte, kein Palast :emoji_wink:.
Danke für einen Rat und vG
Alexandra
Hallo,

Wenn die Rauhspund Bretter zumindest noch halbwegs auf der Wand aufliegen, kannst du Trapezblech oben drüber anbringen. Das müsste dann aber beidseitig mit Firstkappen ausgeführt werden.
Ansonsten sehe ich nur, den ganzen Rauhspund des Dachs auszuwechseln.

Gruß Ingo
 

Mr.Ditschy

ww-robinie
Registriert
17. Mai 2017
Beiträge
2.560
Ort
BW
Ich werde es wohl nie verstehen, dass man sich mit dem Dachpappen/Bitumenzeugs rumärgert und alle ca. 10 Jahre wieder ran muss.
Ich verwende für solche flache Nebengebäude über Jahrzehnte schon die Glasfaser-Polyesterwellbahnen und habe Ruhe, die kann man auf jede Länge/Breite zuschneiden und verschrauben/nageln, zumal Abbretterung oder Bleche zu Ortgang oder Traufe nicht nötig sind, aber natürlich dennoch anbringen kann.
 

hlzbt

ww-robinie
Registriert
1. Dezember 2021
Beiträge
732
Ort
irgendwo
Ich hatte bei einem kleines Gartenhaus (Gerätehaus) die Teerpappen-Spanplattenbedachung weggeworfen und durch Polyester(?)-Wellplatten ersetzt. So hin die alte Bedachung war, so gut waren die Leisten darunter noch. Die Platten konnte ich im wesentlichen auf den alten Leisten befestigen, ein paar neue musste ich auf Grund der Abstände dazwischen einsetzen. Und durch die Wellen weht es gut durch, der Innenraum bekommt genug Luft und so gut war Schuppen noch nie. Sieht halt billig aus, war es aber auch.
 

hlzbt

ww-robinie
Registriert
1. Dezember 2021
Beiträge
732
Ort
irgendwo
@brubu , danke für den Tipp zum Blech. Die Poly-Platten hatte ich vor ca. 15 Jahren montiert, sind immer noch ok, allerdings steht die Hütte nicht in der direkt knallenden Sonne. Ich hätte damals nicht gedacht, dass die Hütte überhaupt so lange hält. (War billig aus dem Baumarkt, hat mein Vater vor ca. 30 Jahren zusammengebaut, nie gestrichen etc.)
 

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.514
Ort
Ebstorf
Hallo,

mit unterschiedlichen Kunststoffplatten habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht, was die Haltbarkeit anbelangt. Bei einem heftigen Hagelsturm sind hier rundum unterschiedlichste Kunststoffbedachungen zerstört worden.
An meinem Auto 3000,-€ Schaden, aber die Gewächshausfolie des Tomatendachs hat das überstanden.

Gruß Ingo
 

Mr.Ditschy

ww-robinie
Registriert
17. Mai 2017
Beiträge
2.560
Ort
BW
Kunststoff hat hier auch niemand empfohlen, doch die Polyesterwellbahnen halten (sind Glasfasernatten mit Harz), also das stimmt nicht, dass es wenn Blech sein muss.
Doch wenn Blech, dann würde ich nur in Alu nehmen, denn Stahl rostet dir um die Schraubenlöcher zügiger davon und hast dann beim Sturm ein fliegendes Dach (war beim Nachbarn schon nach 15 Jahren der Fall).

Die Poly-Platten hatte ich vor ca. 15 Jahren montiert, sind immer noch ok, allerdings steht die Hütte nicht in der direkt knallenden Sonne
Die halten auch noch weitere 15 Jahre. Meine ersten Polyesterwellbahnen sind aus den 80igern und halten heute noch.
 
Zuletzt bearbeitet:

brubu

ww-robinie
Registriert
5. April 2014
Beiträge
7.348
Ort
CH
Ein wenig zur unterschiedlichen Belastbarkeit, über das Blech kann ich gehen über Polyesterwellplatten weniger. Und wenn der Wind angreift bricht das Polyester bei den Befestigungspunkten aus und fliegt weg. So gab es bei uns zusätzlich ganze Bretter über die Wellplatten. Stärkere Platten in Eternitwellung sind sicher besser.
Kunststoff gibt es bei uns nur noch wenn Licht durchdringen muss.
 

Zulu110

ww-buche
Registriert
21. Oktober 2020
Beiträge
263
Ort
Bochum
Nein, lieber Well-oder Trapezblech, das gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farben. Günstig ist es auch und bricht nicht auch wenn es lange an der Sonne ist.
Da möchte ich aber je nach Aufstellungsort nicht neben wohnen. Eine Nachbarin hat so ein Metallgerätehaus mit Wellblechdach. Das Teil steht unter einer riesigen Eiche. Die Nachbarn im Haus direkt daneben tun mir im Herbst immer sehr leid wenn es alle paar Minuten für einige Wochen laut knallt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mr.Ditschy

ww-robinie
Registriert
17. Mai 2017
Beiträge
2.560
Ort
BW
Ja, auch bei Regen ist Blech sehr laut (je nach Dachneigung), dahingegen die Polyesterwellbahn ebenso etwas Vorteile haben, wobei ganz leise sind die auch nicht.

Ein wenig zur unterschiedlichen Belastbarkeit, über das Blech kann ich gehen über Polyesterwellplatten weniger. Und wenn der Wind angreift bricht das Polyester bei den Befestigungspunkten aus und fliegt weg. So gab es bei uns zusätzlich ganze Bretter über die Wellplatten. Stärkere Platten in Eternitwellung sind sicher besser.
Also wenn das ausreißt, dann hast m.E. zu wenig oder falsch das Ganze befestigt und ist selbst daran Schuld, wenn der Wind durch geht und das ganze flattert wie ein Tuch.
Zumindest wer die Poly-Wellbahnen gut befestigt und nicht daran spart, dann hält das auch (bei mir ist zum Teil jede Welle oder jeder Zweite Welle fixiert, das hält bis jetzt jeden Sturm und Hagel der letzten 40 Jahre stand).

Kunststoff gibt es bei uns nur noch wenn Licht durchdringen muss.
Und dann muss es nicht halten, oder wie ist das zu verstehen?
 
Oben Unten