Gartenhäuschen falsch lasiert?

Jaquiria

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Guten Abend zusammen,
Nach einiger Zeit als stiller Mitleser ist mir vorgestern ein Problem an meinem Gartenhäuschen aufgefallen.
Das Haus ist ein Nut/Feder Baumarktprodukt und wurde mit der vom Baumarkt empfohlenen Außenlasur behandelt. (ca 2 Jahre alt, habe die Farbe nicht mehr.)
Gestern ist mir aufgefallen, dass die Enden der Dachverschalung (auch Nut/Feder) über das Hirnholz Wasser bei Regen aufsaugen, und dies aufgrund der dichten Oberflächenbehandlung nicht mehr abgeben können.
Reicht es, die Dachbretter von unten etwas anzuschleifen? Ich stelle mir vor, dass dadurch die Deckschicht entfernt wird und das Wasser raus kann. Oder mache ich mir damit noch mehr Probleme?

Edit. oben drauf ist Dachpappe.

Danke für eure Ideen!
 
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IngoS

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Hallo,

Die Dachhaut muss so ausgeführt sein, dass an die Dachverschalung kein Wasser kommt. Wenn das aber bei dir passiert, ist da was falsch gemacht worden.
Das Bild sagt mir nichts, ist irgendwie nicht aussagekräftig.

Gruß

Ingo
 

Friederich

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Ich seh auch nicht wie da Wasser ans Hirnholz kommen sollte...?

Die Dachpappe muss jedenfalls über die Kante nach unten gezogen sein; und etwas überstehen, so dass eine Abtropfkante gebildet wird.
Ggf hier noch einen Streifen unter der schon bestehenden anbringen.
 

Gonzaga

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Das Bild sagt mir nichts, ist irgendwie nicht aussagekräftig.

Zu sehen ist meiner Meinung nach die Untersicht des Dachüberstands samt Stirnbrett.

Reicht es, die Dachbretter von unten etwas anzuschleifen? Ich stelle mir vor, dass dadurch die Deckschicht entfernt wird und das Wasser raus kann. Oder mache ich mir damit noch mehr Probleme?

Des Anschleifen der Lasur halte ich eher für Kontraproduktiv.

Auf dem Bild sieht es so aus, als ob das Stirnbrett untem bündig mit den waagerechten Brettern der Untersicht steht. Wenn dem so ist, wird das Wasser was unten um die Kanten des Stirnbretts tropft vom Hirnholz der Untersicht aufgesogen.

Das Stirnbrett sollte tiefer gehen als die Untersicht. Dann kommt weder Regen noch abtropfendes Wasser an das Hirnholz.
 

Jaquiria

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Danke schonmal für die Antworten.

Das Bild sagt mir nichts, ist irgendwie nicht aussagekräftig.

Ich hab eben noch ein paar Bilder gemacht, ich hoffe es ist besser zu sehen
Nach Regen kann man richtig die Wasserblasen unter der Lasur umher schieben.




Ggf hier noch einen Streifen unter der schon bestehenden anbringen.

Das Stirnbrett sollte tiefer gehen als die Untersicht. Dann kommt weder Regen noch abtropfendes Wasser an das Hirnholz.

Hab ich dann die Dachpappe zu knapp abgeschnitten? Das Stirnbrett geht ca 3cm tiefer als die Verschalung. Es ist allerdings ins Hirnholz der Untersicht verschraubt, kann da das Wasser Einzug halten?

Erste Schritte wären jetzt einen breiteren Streifen Dachpappe unterzuschieben und festnageln. Dann wieder mit ca 5cm Überstand nach unten mit dem Stirnbrett verschrauben?
 

WinfriedM

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Wenn ich es richtig deute, dürfen die Bretter gar nicht nass werden, sonst ist was falsch. Zu kurz abgeschnittene Dachpappe könnte sein. Würde ich mal genauer beobachten, um dann die Ursache zu beseitigen.
 

Gonzaga

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Sehe ich wie winfried. Eigentlich durfte kein Wasser ans Hirnholz kommen.
Irgendwas stimmt da nicht.

Also erstmal auf Ursachensuche begeben und diese beheben.

An hand der Bilder würde ich dir jetzt doch dazu raten die Lasur abzuschleifen, und nach abtrocknen neue aufzutragen.
Wenn das Holz schon zu stark angegriffen ist muss das vllt auch ersetzt werden.
 

WinfriedM

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...in der Regel ist es bei solchen Konstruktionen auch besser, dünnschichtige Lasuren zu verwenden. Die sind diffusionsoffen und bilden kaum/keine Schicht. Damit kann das Holz schnell wieder abtrocken und kein Wasser kann irgendwo unter eine Schicht kriechen, um dort dann eingesperrt zu sein.

Von daher auch von mir: Runter mit dem Dickschichtgelumpe, wo jetzt das Holz schon geschädigt ist. Das löst nicht das eigentliche Problem, hilft aber beim Trocknen.
 

Friederich

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Wie scon gesat brauchts eine Abtropfkante durch die Dachpappe.
Dann kommt kein Wasser ans Holz und es ist schnurzegal ob und wie es lasiert ist,
 

Mitglied 30872

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...in der Regel ist es bei solchen Konstruktionen auch besser, dünnschichtige Lasuren zu verwenden. Die sind diffusionsoffen und bilden kaum/keine Schicht. Damit kann das Holz schnell wieder abtrocken und kein Wasser kann irgendwo unter eine Schicht kriechen, um dort dann eingesperrt zu sein...

Wenn konstruktiver Holzschutz gewährleistet ist, braucht es keinerlei Anstrichs, höchstens aus optischen Gründen. Schlicht: Da regnet's rein.
 

Jaquiria

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Top, Danke für die vielen Antworten! Dann schleife ich es heute an damit das Wasser raus kann und verlängere die Tage die Dachpappe.
 

IngoS

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Hallo,

m.E. ist da bei der Montage was falsch gelaufen. Die Dachpappe geht zwischen der Verschalung und dem Stirnbrett nach unten. Da läuft doch so immer Wasser zwischen. Oder sehe ich da was falsch? Wenn da nichts geändert wird, gammelt alles lustig weiter. Ich würde den Traufbereich gern mal von oben sehen, um das genauer einschätzen zu können.

Gruß

Ingo
 

Frank73

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Hallo,

m.E. ist da bei der Montage was falsch gelaufen. Die Dachpappe geht zwischen der Verschalung und dem Stirnbrett nach unten. Da läuft doch so immer Wasser zwischen. Oder sehe ich da was falsch? Wenn da nichts geändert wird, gammelt alles lustig weiter. Ich würde den Traufbereich gern mal von oben sehen, um das genauer einschätzen zu können.

Gruß

Ingo
Gut beobachtet.
Sehe ich auch so.
Das ist aber komplett falsch, so wie oben beschrieben.
 

WinfriedM

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IngoS

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So ist das aber häufig gemacht. Dabei vergammelt dann das Stirnbrett recht schnell, die Verschalung sollte aber trotzdem trocken bleiben. Gemacht wird es, weil diese Konstruktion so mit das simpelste ist und damit auch preisgünstig.

Siehe z.B. hier:
https://www.hansagarten24.de/wp-content/uploads/2018/01/super-nora-gartenhaus-2-768x432.jpg

Hallo,

mag ja sein, ich habe das bei unserem Gartenhaus anders gemacht. Steht seit über 10 Jahren. Da wird nichts feucht und da ist nichts vergammelt.
Ne Fehlkonstruktion wird nicht dadurch besser, dass andere das auch so machen.

Gruß

Ingo
 

Jaquiria

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Die Dachpappe geht zwischen der Verschalung und dem Stirnbrett nach unten
Das ist korrekt.
Wurde so nach Anleitung des Häuschens gemacht, ich wusste es nicht besser. Der Nachbar hats genau so gebaut, allerdings mit mehr Pappenüberstand. Bei dem siehts einwandfrei aus, habe heute Mittag kurz nachgesehen.
In dem Zuge hab ich die Lasur auf der Unterseite tlw entfernt, war trotz 3 schöner Tage noch ordentlich feucht, jetzt kann es abtrocknen.

Wie wäre der Abschluss der Dachpappe denn besser möglich?
 

Friederich

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Wie wäre der Abschluss der Dachpappe denn besser möglich?
Auf der Oberseite mit Teppichmesser o.ä, abschneiden und einen breiten Streifen zur Verlängergung drunterschieben; der dann ganz außenrum geführt wird. Übers Stirnbrett hinweg nach unten Kante dann unterhalb der Unterkante des Stirnbrettes. Dieses sähe man dann überhaupt nicht mehr.
Keinesfalls die Pappe unters Dach ziehen und dort befestigen. Die Kante muss frei nach unten hängen.
 

raziausdud

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Wenn Du schon beim Nachbessern bist, dann aber richtig. Besonders "wegen dem einen Ding" :emoji_sunglasses: bestimmt nicht (ganz) fachgerecht, aber sehr wirksam, von mir (Amateur) noch ein Tipp für die Giebelseite, so habe ich es bei unserem Gartenhaus gemacht:

Stirnbrett steht nach oben ca 3-4cm über, die Schweissbahn wird etwas in den Knick gedrückt und mit der Oberkante bündig mit dem Stirnbrett abgeschnitten, bildet also eine Kehle. Darüber kommt ein umgedrehtes U-Profil (bei uns ein längs halbiertes 50er PVC-Rohr:emoji_sunglasses:). So läuft Wasser über die Kehle der Schweißbahn aufs Dach, andererseits an die senkrechte Vorderfläche des Strirnbretts, welches unten nach innen oben abgeschrägt ist (Tropfkante).

Darunter bleibt alles trocken, das Stirnbrett wird nach zig Jahren mal ausgewechselt werden müssen.

An der Traufseite steht die Schweißbahn ca 3-4cm über, da kommt aber bald noch ein gekantetes Blech an die Kante, oben unter die Schweißbahn, unten in die Dachrinne.

Rainer
 
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Friederich

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einen breiten Streifen zur Verlängergung drunterschieben;
Ah verdammt, Denkfehler meinersteits. Es handelt sich hier ja um den First. Gefälle also andersrum. Da darf man den Verlängerungsstreifen nicht unter die bestehende Pappe schieben. Sonst läuft ja das Wasser hinein statt darüber hinweg.
 

raziausdud

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Friedrich hat wohl meine falsche Vorlage in #21 angenommen: Firstseite ... es muss Giebelseite heißen. Aber um die geht es hier offensichtlich ja gar nicht (so sehr).

Entschuldigung, wenn ich verwirrt habe, aber das erste Foto sah danach aus, bei mir liegt die Dachschalung auch "so herum" und zwischendurch wurde schon ein paar mal Stirnbrett angesprochen, das hielt ich für das am Giebel. Mir sind die Begriffe halt nicht geläufig.

Rainer
 
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