Furnierpresse durch Vakuumpresse ersetzen?

flo20xe

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Servus,

da wir die letzte Zeit immer wieder Formverleimungen haben und jetzt ein größerer Auftrag für einen Innenausbau ansteht, wo so eine Vakuumpresse auch ganz hilfreich wäre, überlege ich aktuell, ob es möglich ist, die Furnierpresse damit gleich komplett zu ersetzen.

Wir furnieren nicht so viel, aber auch nicht ganz wenig. Haben dazu aber "nur" eine Steko Press-Schleif-Furniersäge Kombimaschine. Ist eine tolle Maschine, aber mit relativ kleiner Pressfläche.

Gibt es hier Kollegen die regelmäßig mit der Vakuumpresse furnieren oder HPL-beschichten, also nicht nur Formteile sondern einfache, gerade Flächen?

Kann die Vakuumpresse eine Furnierpresse wirklich ersetzen?
 

wasmachen

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Nein.
In der Furnierpresse hast halt wesentlich weniger Probs für Einschlüsse.
Downsizing kannst eigentlich eh nimmer betreiben, da bist ja schon...

Denkst du an ne Vakuumpresse oder -Sack?
 

heiko-rech

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Hallo,
ich furniere gelegentlich im Vakuumsack und das funktioniert für mich gut. Im Vergleich zur Presse dauert das aber alles länger, das Handling ist aufwendiger und du musst viel mehr aufpassen. Wenn man nur gelegentlich furniert, geht das. Wenn man das öfter macht, kann man daran sicherlich kein Geld mehr verdienen.

Gruß
Heiko
 

brubu

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Das Problem ist ja der weiche Sack der die Flächen nicht unbedingt glatt presst. Furnieren im Vakuumsack ist eher Hobby. Selbst von Anlagen mit PU Schmelzkleber die Furnier und Belag in einem Durchgang einseitig aufwalzen ist bekannt, dass hinterher furnierte Teile kurz flach gepresst werden. Zudem was passiert wenn der Belag oder Furnier etwas überstehen? Wir belegen und furnieren auch sehr wenig aber ohne Presse möchte ich nicht arbeiten.
 

wasmachen

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Hallo,
ich furniere gelegentlich im Vakuumsack und das funktioniert für mich gut. Im Vergleich zur Presse dauert das aber alles länger, das Handling ist aufwendiger und du musst viel mehr aufpassen. Wenn man nur gelegentlich furniert, geht das. Wenn man das öfter macht, kann man daran sicherlich kein Geld mehr verdienen.

Gruß
Heiko

Hast du Zugang zu ner Plattenpresse (und damit gearbeitet) oder wirklich ne Plattenpresse gegen n Sack getauscht?
 

Innichner

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Hallo
wir habe beides im Einsatz . Furniren geht mit der Vakuumpresse schon aber Presszeit so ca 15 Minuten . Das machen wir nicht.Dauert zu lange.
Furnier oben bricht an der Kante was die Membrane auch nicht mag
Dafür nehmen wir die Presse . HPL normal Matt oder Hochglaz immer in der Vacuumpresse .
Wir machen das so , meistens sind es ja mehr Teile und jedes einzelne ist ümständlich , daher Spanplatte 5mm kleiner als das
Mass der ganzen HPL , dann Kalibrieren , eine Seite Weißleim und in die VAccumpresse in den Ecken Tücher drauflegen um die Menbrane nicht zu beschädigen , zeichnet sich nicht ab .Danach andere Seite. Für uns ist wichtug das die HPL Immer oben ist, da die Menbrane
keine abdrücke im HPL macht .
Unsere Vacuupresse hat Pressmass 350 x 140 cm was schon groß ist aber mann kann sie wenn sie nicht geraucht wir hochklappen
und das sind es noch 90 cm.
 

heiko-rech

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Hallo,
Hast du Zugang zu ner Plattenpresse (und damit gearbeitet) oder wirklich ne Plattenpresse gegen n Sack getauscht?
Ich habe im Lehrbetrieb und später im Ladenbau sehr viel in den jeweiligen Betrieben furniert. Immer mit entsprechend großen (Heiß) Pressen. In meiner jetzigen Tätigkeit komme ich mit einem Vakuumsack hin.
Gruß
Heiko
 

isso

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Ich weiß nicht mehr genau was, aber irgendwas geht bei Vakuumpresse auch mit Hitze. Da würde ich mich mal schlau machen.

Kann man nicht einfach Heizplatten da reinpacken? Dann hätte man doch beides. Gut, der Druck ist nicht so stark, wie das mit einer Heizplatte funktioniert ist wahrscheinlich die große Frage....

Also keine Ahnung nur die Idee mit der ich die bekannten Hersteller "nerven" würde.
 

Copic

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Ich bin so froh dass wir umgezogen sind und endlich eine normale Furnierpresse stellen konnten.
Vakuumsack + -Sack von der Rolle hatte ich schon immer. irgendwann kam eine klappbare Global mit 3640x1600 dazu.
Wir haben aber für ebene Beschichtungen gerne eine rückseitig geschlitzte Rohspanplatte auf das Pressgut gelegt - Sonst hatten wir den Effekt den Brubru beschrieben hat..

Durchschieben ist in der Vakuumpresse ja nicht. Da ist die Heisspresse klar im Vorteil.
 

flo20xe

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Ich würde keinen Sack nehmen sondern einen Tisch mit fix montierter Membran.Maße auch 3.500 x 1.450mm.
Aber ich sehe schon, dass das zum Furnieren eher eine Notlösung ist. Dann werde ich wohl eher drüber nachdenken, einen Sack zu kaufen für die Formteile.
 

brubu

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Man liest immer wieder es brauche beim Pressen im Sack für flächige Teile passende Zulagen. Damit eignet sich dieses Verfahren nur für Kleinstmengen oder Spezialfälle. Für jedes Teil die in der Grösse passende Zulage richten ist unwirtschaftlich.
 

heiko-rech

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Hallo
Man liest immer wieder es brauche beim Pressen im Sack für flächige Teile passende Zulagen. Damit eignet sich dieses Verfahren nur für Kleinstmengen oder Spezialfälle. Für jedes Teil die in der Grösse passende Zulage richten ist unwirtschaftlich.
Man liest viel, wenn der Tag lang ist :emoji_slight_smile:
Man muss lediglich aufpassen, dass das Furnier nicht zu viel übersteht, sonst knickt es zu sehr ab und wird an der Kante nicht richtig verleimt.


Gruß
Heiko
 

brubu

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Ja richtig aber das ist zu aufwendig auch nur schon bei einer Schrankfront. Allein die Leimangabe ohne Maschine ist manchmal in der kurzen geforderten Zeit nicht einfach. Dann muss es mit Pressen wenigstens schnell gehen oder eure Leime haben viel längere offene Zeiten.
 

Arkhan1806

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Von der Logik her würde ich sagen, dass dicker schlechter ist, oder? Ich würde jetzt denken, dass das Furnier beim Knicken ja sozusagen über die Kante des eigentlichen Werkstücks abklappt und damit sich selbst hinter der Kante etwas anhebt. Versteht man das? :emoji_slight_smile:
Also wenn ich das Furnier vor der Kante runterdrücke, hebt es sich ja hinter der Kante, also innerhalb des Werkstückes hoch (bis es schlussendlich an der Kante bricht). Da dickeres Furnier biegesteifer ist, würde ich sagen, es "überträgt" mehr Kraft von "vor der Kante" nach "hinter der Kante", hebt sich also mehr ab.
Liege ich richtig? :emoji_see_no_evil:
 

fOV

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durch das Vakuum wird der Druck gleichmäßiger. Schneller abbinden geht nur über die Temperatur.
Ich habe bereits einiges an HPL in meiner selbstgebauten Vakuumpresse verpresst und mit ablösender Beschichtung noch keine Probleme gehabt.
Bei kleinen Stücken verwende ich Weißleim. Bei mittelgroßen Kleiberit PUR 501.0 und bei großen Platten 501.6, da dieser eine Offenzeit von 70 Minuten hat. Dafür will der dann bei 20°C aber 7 Stunden Presszeit haben.
Wichtig ist, dass das Vakuum permanent gehalten wird.
 

Lorenzo

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Zu zweit an der Furnierpresse erreicht man schon ne enorme Produktivität ohne Leerlauf, das Handling von großen Teilen ist völlig unproblematisch, es gehen auch größere Flächen (in einer Dimension) als die Grundfläche der Presse. Wenn viel gerade und größere Fläche furniert wird, würd ich die Presse niemals abschaffen. Bei kleinen runden Flächen wurden meist Pressschablonen per CNC erstellt. Vakuumsack nur bei großen und gewölbten Flächen. Und in der letzten Firma haben wir sehr viel furniert bzw. beschichtet. Zugegeben, es gab den Platz auch. So konnte man mit Scherenhubwagen (hier wurde auch der Leim aufgetragen und die Furniere aufgelegt) auf der einen kurzen Seite füttern, am anderen Ende die furnierten Platten rausholen und direkt auf Gestelle packen auf denen beide Seiten gleichmäßig abkühlen.
So gehen echt Quadratmeter und ohne Gebuckel. Ich kann mir nicht vorstellen da auch nur ansatzweise mit nem Vacuumsystem ranzukommen. Bin aber auch nicht auf dem neuesten Stand was diese betrifft.
 
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