Fundament Gartenhaus

Thomas.

ww-fichte
Registriert
22. März 2023
Beiträge
23
Ort
Lörrach
Liebe Leute

ich plane ein grösseres "Gartenhaus" 4x5m für einen Kraftraum. Ich erhalte verschiedenen Vorschläge für das Fundament. Welche Minimum-Variante würdet ihr vorschlagen?

vielen Dank
Thomas
 

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.277
Ort
Ebstorf
Hallo,

Mutterboden ausheben, Baustraßenmischung (Mineralgemisch) einfüllen und rütteln 5cm Sand rütteln und plan abziehen. 50 x 50cm Gehwegplatten auslegen.
Hütte mit ein paar Winkeln befestigen.

Gruß Ingo
 

weissbuche

ww-robinie
Registriert
7. Februar 2010
Beiträge
3.503
Ort
29549 Bad Bevensen
Weicher Boden ist eine Aussage die nicht weiter hilft. Sand, Lehm, Fels, Moor wären Angaben die nötig wären. Steht Wasser an oder nicht? Wir haben hier Sand, da wäre die von Ingo beschriebene Methode sicherlich ausreichend, bei meinem Schwager ist Lehm, da würde ich mich das nicht trauen. Eine dort schlecht gemachte Terrasse friert regelmäßig hoch.
 

Tennenschreiner

ww-kastanie
Registriert
22. Januar 2026
Beiträge
39
Ort
Bayern
Nicht die Mininallösung, aber wahrscheinlich bautechnisch korrekt, ggf. auch übertrieben:emoji_wink: , aber um meinen Bauingenieur (Bayern) zu zitieren: Boden frostsicher (60-80cm) ausheben. Mit Wandkies/Frostschutzkies verfüllen und gut verdichten. 20cm Stahlbetonbodenplatte, gut ist. :emoji_grin:

So wird meine Bodenplatte für die Gartensauna in wenigen Wochen errichtet.

Aber letztlich führen abhängig von den Gegebenheiten viele Wege zum Glück :emoji_slight_smile: ich persönlich gehe gerne auf Nummer sicher.
 

KCSteevo

ww-ahorn
Registriert
6. Januar 2022
Beiträge
135
Ort
Salem
Schau einfach bei Hornbach nach, wie man ein Punktfundament macht.
Und den Erdaushub kann man einfach mit Zement mischen, Spart Arbeit und Geld.
Erdaushub hat für die Herstellung von Beton nicht zu tun. Nimm einfaches gewaschenes Kies mit nem gröstkorn von 16 und du holst dir keine Probleme mit rein.

Viel wichtiger ist noch die aussage was oben drauf kommt. Ich wär aktuell auch bei ner Bodenplatte oder Punktfundamenten (die sollten aber schon die 80 cm tief sein) und das ganze dann ggf etwas aufständern um mit ner Holzkonstruktion aus dem Dreck raus zu kommen. Unten drunter ggf noch kies und man dürfte ruhe haben..
 

NOFX

ww-robinie
Registriert
22. Mai 2020
Beiträge
1.072
Ort
Brühl
Wahrscheinlich macht wegen der Nutzung als Fitnessraum eine Dämmung Sinn und dann wäre ich eher bei einem Bodenaufbau mit Punktfundamenten (oder Schraubfundamenten, wenn es der Boden hergibt) und Balken mit Dämmung dazwischen.

Ich würde noch gucken, ob du spezielle Anforderungen wegen Gewicht hast, so Trainingsgeräte wegen unter Umständen ja einiges oder Gewichte die fallen gelassen werden können auch sehr hohe Kräfte bewirken. Bei Betonplatten und Standfüßen von Geräten, die vielleicht genau in einer Ecke einer Platte aufstehen, würde ich davon ausgehen, dass die bald nicht mehr perfekt liegen. Auch für die Gelenke ist ein leicht nachgiebiger Boden angenehmener...
 

airleader

ww-birke
Registriert
6. Februar 2020
Beiträge
61
Ort
Deutschland
Ich hab das mal laienhaft quick and dirty so gelöst. Boden sind rohe Massivholzdielen, steht jetzt fast 10 Jahre schon - und hält sogar meine 250 kg GS (BMW-Krad) aus...

1773829274978.png
 

Uranus

ww-eiche
Registriert
13. Januar 2025
Beiträge
320
Ort
Weißblau
4x5m Grundfläche, d.h. mindestens die windfangfähige Dachfläche gehören ordentlich verschraubt, sonst nimmt der nächste Orkan die Hütte mit, wenn die Tür offen bleibt.
Also die Ständerbalken auf Punktfundamente setzen, wie auch immer ausführt und die restliche Fläche 30cm tief ausschachten, Frostschutz 0/32 rein, verdichten, Pflastersplitt 5cm drauf und dann halt pflastern oder mit Platten belegen. Sand empfehle ich da nicht, den mögen die Ameisen zu sehr, Splitt ist deutlich weniger aufwendig und lässt sich gut belegen.
Diese Faustformregel mit 80cm Gründungstiefe ist schon lange überholt, aber geistert komischerweise immer noch bei allen im Kopf rum. Wenn es ein Städtchen mit strengeren Frost über mehrere Wochen ist, dann die 80cm, im milderen Gefielden reichen 60cm locker. Seit dem Klimawandel umso eher.
 

KCSteevo

ww-ahorn
Registriert
6. Januar 2022
Beiträge
135
Ort
Salem
Naja da hier keine Ortsangaben gekommen sind wäre im Alpenrand sogar mit 120 cm zu rechnen.. also pauschal 60 wegen dem Klimawechsel passt halt auch nicht
 

Djslimer

ww-eiche
Registriert
14. April 2025
Beiträge
325
Ort
Kitzingen
Bei meinem Carportbau letztes habe ich gelernt, dass es wichtig ist die Frostgrenze und die Bodenbeschaffenheit zu beachten.
  • Die Frostgrenze gibt an, wie tief das Fundament sein sollte, damit sich nicht, wie oben schon beschrieben, durch Frost der Boden hebt und so die Fundamente oder gepflasterte Flächen beschädigt. Mir sind auch die 80cm begegnet. Wie gut das begründet ist, kann ich nicht sagen. Es gab hier letzten Winter aber auch mehrere Tage/Wochen Frost.
  • Die Bodenbeschaffenheit ist wichtig, um beurteilen zu können, wie sich der Boden bei Wasser und Trockenheit verhält.
Wir haben hier Lehm, da sollte ich als unterste Lage Schroppen (bis 12cm große Steine) nehmen, darauf ein flies, dann erst Schotter, Mineralbeton, ... Das soll verhindern, dass bei Starkregen oder Hochwasser die kleinen Steinebestandteile im Boden versinken und so die Fundamente verrutschen/beschädigt werden.​

Das ist unabhängig von gewählten Fundament und gilt, sowie ich es verstanden habe, für jede Art von Fundament.

Welches Fundament du nimmst (Punkt-, Streifen- oder flächiges Fundament) hängt eher von der Masse des Gebäudes ab, das damit verankert wird.
Bei einem Gartenhaus dürften Punkfundamente ausreichen.
 

Thomas.

ww-fichte
Registriert
22. März 2023
Beiträge
23
Ort
Lörrach
Das wird hier eher 120, da viel Kälte, viel Schnee. Ich habe keine Lust auf eine Platte, gerne Punktfundamente. Kann man das auch mit den Lasten rechnen, ob es reicht? Wenn ja, was für Beton eignet sich dazu?
 

NOFX

ww-robinie
Registriert
22. Mai 2020
Beiträge
1.072
Ort
Brühl
Am einfachsten Estrichbeton in Säcken, dann muss man nicht selber mischen, preislich ist das bei der Menge auch nicht viel teurer und man gut mal zwei, drei Punktfundamente machen und dann die nächsten.
 

NOFX

ww-robinie
Registriert
22. Mai 2020
Beiträge
1.072
Ort
Brühl
Hier werden häufiger die Schraubfundamente von Krinner empfohlen, die von Logfoot sind doch nur welche, die aufsetzt werden und einen Pin in den Boden haben oder verstehe ich da was falsch?
 

Djslimer

ww-eiche
Registriert
14. April 2025
Beiträge
325
Ort
Kitzingen
Das wird hier eher 120, da viel Kälte, viel Schnee. Ich habe keine Lust auf eine Platte, gerne Punktfundamente. Kann man das auch mit den Lasten rechnen, ob es reicht? Wenn ja, was für Beton eignet sich dazu?
Schau mal ob du in der Nähe Betontankstellen hast (z.B. BayWa Gartenbau Center, oder bei Kieswerken). Die wissen dann normalerweise, was sinnvoll ist. Ich bin aber auch bei Martin, C25 sollte passen. Ggfs eine Bewehrung, so eine Hütte ja schon ein bisschen was an Angriffsfläche für Wind.
 
Oben Unten