Fragen vor meinem ersten Schrankbau

HerrLux

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Hallo zusammen,

ich benötige für meinen Keller einen Schrank um darin alles was man halt so im Haushalt hat drin zu lagern. Das können gerne auch mal schwerere Küchenmachinen, zweites Set Geschirr etc. sein. Also keine Zementsäcke aber eben auch deutlich mehr Gewicht als Klamotten. Zunächst dachte ich an die Platsa Serien vom freundlichen Schweden. Da scheint die Qualität und insebsondere auch die Belastbarkeit aber nicht so gut zu sein. Ausserdem kann ich mit den dort verfügbaren höhen den Raum nicht optimal ausnutzen.

Daher würde ich den Selbstbau wagen wollen, wo sich mir ein paar Fragen stellen :emoji_grin:

  1. Sind 19mm Dekorspanplatten ausreichend stabil oder muss es Multiplex sein? Ersters ist natürlich günstiger und für den Zweck optisch auch total ok.
  2. Habt ihr eine empfehlung für eine System 32 / Lochraster Schablone? Oberfräse wäre vorhanden. Was ich sehe geht es ja von einem simplen Metallblech mit Löchern und Steckern (20€) bis zum Festool System.
  3. Die Regalböden würde ich einfach auf diese flachen "Pins" die man so kennt auflegen. Passt das oder muss ich das irgendwie fester machen um den Schrank insgesamt stabiler hinzubekommen?
  4. Auf einen Sockel würde ich verzichten und nur ganz flache Füße unter die Bodenplatte setzen. Oder spricht da was gegen?
  5. Grundsätzlich würde ich mit Flachdübel für den Korpus arbeiten und die Teile verleimen. Alternativ klingen Confirmat Schrauben interessant. Ist wohl die Frage verleimt = nicht mehr auseinanderzubauen (da wir das Haus gerade erst gebaut haben ist ein Umzug hoffentlich auf lange Zeit kein Thema) oder mit Confirmat Schrauben, die dann aussen Sichtbar sind.
  6. Ich plane einen Schrank mit zwei Türen. Hatte gedacht für die Mittelwand in Boden und Deckel eine kleine Nut zu fräsen um die schonmal sauber einsetzen zu können und dann noch von unten zu verschrauben. Gibts da ein geschickteres vorgehen?
  7. Im Idealfall würde ich neben den Schrank noch ein passendes Eckregal bauen wollen. Wenn ich auch dieses mit Türen ausstatten würde, müsste ich das direkt berücksichtigen bei den Topfscharnieren. Damit würde eine Tür des initialen Schranks ja zur mittig liegenden Tür..
    Besagter Eckschrank soll u.a. meine Spirituosenauswahl und einige Lebensmittel wie Konserven etc. beherbergen. Da kommt also einiges an Gewicht zusammen. Kann ich den Schrank wie oben beschrieben aufbauen? Maße wären ca. 210x60x40 (HxBxT)
Viele Grüße
 

odul

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Ehe du anfängst zu bauen: gebrauchte Möbel bekommt man nachgeworfen. Für in den Keller würde ich erst mal da schauen. Nur wenn ich da partout nicht fündig würde, würde ich was bauen. Man kann ja auch einen Gebrauchten etwas umbauen.

Wie groß soll der Schrank werden?

Ansonsten, ja, geht. Einbauküchen sind ja auch nicht anders und halten.
Aber folgendes beachten:
Dekorspan leimen? Eher nicht. Da gibt es Konzepte mit Holzdübeln oder Lamellos. Aber in deinem Fall bietet sich folgendes an:

1678996263776.png
Angenommen der Schrank soll 1200mm breit und 400mm tief werden. Dann machst einen Boden und Deckel von 1200 x 400 und stellst die Seitenwände dazwischen. Dann bohrst du Löcher 5mm (in rot angedeutet) und senkst gut an und drehst Spax 6x60 rein. Pro Seitenwand 3 oder 4 Stück. Die Füße links, rechts und Mitte direkt unter die Seitenwände zur Lastabtragung.
 

willyy

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1. Spanplatten reichen aus, beim Sägen platzt die Zahn Austrittsseite gerne aus. Das gilt es bei den Säge-Richtungen zubeachten, dass Du beide male auf derselben Seite die Ausrisse hast.
Was hast Du für eine Säge ?

3. Die Pins heißen Fachbdenhalter, gibts in 5 und 6 mm. Diese sind bei kommerziellen Schränek im 32er Raster gebohrt, aber nur deshalb, weil man in dieselbe Lochreihe auch die ANschlagplatten der Scharniee einabuen kann, wenn der Abstand zur Front stimmt.
Wenn man die Topfbänder unabhängig vom Lochsystem einbohrt, braucht man kein 32er System.

2. Wenn es ein 32er System werden soll, würde ich bei drillo.tools schauen und mich da beraten lassen. Der hat auch 2 Schienen für Oberfräse.
Für die Oberfräse brauchst Du aber auch einen Fräser mit Schneiden an den Stirnflächen zum eintauchen. Optimalerweise einen Spiralnutfräser.
Günstig ist anders. Wenn der schon vorhanden ist, ist OK.

5. Auf der Dekorfläche hält kein Leim, mindestens anschleifen oder mit der Oberfräse 0,5 mm abnehmen. Ich würde nicht verleimen sondern ein schraubbares System verbauen.
Eine vernünftige Rückwand (nicht die 5 mm Pappe) gibt unheimlich Stabilität, wenn man die Rückwand z.B. einnutet.
Vorher schauen ob Du den Schrank noch aufstellen kannst (Diagonale), wenn Du ihn verleimst. Je nachdem wie hoch er wird.

6. Kann man machen, ich würds nicht. Mit Dübeln wird die Mittelwand eh in der Lage fixiert.

7. verstehe ich nicht. Das Regal wird doch eigenständig ? Bei Scharnieren gibt welche als Mittelanschlag, wenn sich 2 Türen ein und dieselbe Wand teilen.
Wenn das Regal eine eigene Wand bekommt, brauchst Du normale Scharniere, je nachdem aufschlagend oder einschlagend.

Frisch gebauter Keller = viel Feuchtigkeit, wenn gegossene Betonwanne, dann extrem viel Wasser für die nächsten 3-5 Jahre + Schimmel. Auf Hinterlüftung achten !
 

holzer1998

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Sind die 210x60x40 die Maße vom Schrank, oder vom Eckregal?
@willyy hat es schon geschrieben. Das Areal ist vermutlich eigenständig. Da geht dann auch wieder Topfband für Eckanschlag.

Wenn dass die Maße vom Schrank sind, brauchst du keine Mittelwand und nur 1 Tür.

Ich würde die Seitenwände durchgehen lassen und die Böden zwischen setzen.
Flachdübel (Lamello) geht gut.
Vorteil, du hast nur ein Breitenmass für die Böden.
Rückwand würde ich einfälzen und dann Schrauben. Gibt m.E. die beste Stabilität.

Ich würde immer einen kleinen Sockel machen oder Füße mit Blende. Was da sonst drunter rollt findest du nie wieder. :emoji_wink:

32er Raster Schablone geht eigentlich jede. Ich habe noch die von „Wood Special“ für 5mm Bohrer.
 

HerrLux

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Was hast Du für eine Säge ?
Eine Dewalt DWE 7492 + Blatt mit 60 Zähnen

5. Auf der Dekorfläche hält kein Leim, mindestens anschleifen oder mit der Oberfräse 0,5 mm abnehmen. Ich würde nicht verleimen sondern ein schraubbares System verbauen.
Eine vernünftige Rückwand (nicht die 5 mm Pappe) gibt unheimlich Stabilität, wenn man die Rückwand z.B. einnutet.
Vorher schauen ob Du den Schrank noch aufstellen kannst (Diagonale), wenn Du ihn verleimst. Je nachdem wie hoch er wird.
Ist natürlich klar, daran hatte ich aber gar nicht gedacht. Danke euch beiden für den Hinweis.
Wollte auch eine ordentliche Rückwand einnuten. Was nimmt man da sinnvollerweise?
Der Raum ist 219 cm hoch. Ich dachte an 205cm Korpushöhe + 1-2cm für die Füße.

7. verstehe ich nicht. Das Regal wird doch eigenständig ? Bei Scharnieren gibt welche als Mittelanschlag, wenn sich 2 Türen ein und dieselbe Wand teilen.
Wenn das Regal eine eigene Wand bekommt, brauchst Du normale Scharniere, je nachdem aufschlagend oder einschlagend.
Entschuldigt die Verwirrung mit den Schränken und Maßen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Ich brauche eigentlich den oben beschriebenen Schrank an Wand A (205x120x50) + Eckschrank (205x60x50/40 + Schrank an Wand B (120x180x40).
Die würde ich aber nicht alle gleichzeitig bauen wollen und entsprechend auch als drei seperate Schränke sehen. Dann teilen sie sich auch keine Wand, Danke fürs klarstellen
 
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odul

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Es gibt sogenannte Möbelbauplatten. Das ist Dekorspan in der Breite 200, 300, 400 500 oder 600mm. Beidseitig schon mit Umleimer. Das wäre das einfachste für dich.

Warum so wenig Fuß? Oder andersrum: Warum überhaupt Füße?

5mm starke Rückwand aus dem Baumarkt ist vollkommen ausreichend und sehr stabil, WENN SIE RICHTIG FESTGEMACHT IST. Da halte ich jede Wette. Am einfachsten geht das, wenn man sie auf die Rückwand (alle 200 bis 300mm eine Schraube) mit Tellerschrauben festschraubt.

Wenn es irgend geht, vermeide ich Konstruktionen, die sich nicht wieder zerlegen lassen. D.h. um Leim mache ich einen großen Bogen und schraube. Oder halt entsprechende Beschläge.

Die Bohrungen für die Bodenträger werden gefräst mit dem entsprechenden Werkzeug natürlich am saubersten. Günstiger ist bohren.

Das meiste ist eine Frage deines Anspruchs.
 

mj5

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Es geht doch um einen Kellerschrank aus Spanplatte beschichtet, oder?
Da wuerden mich die Regalbretterbreiten am Meisten interessieren, wegen moeglichem Durchhang.

oder einfach Lamellos \ Runddübel mit PU Leim...
PU wuerde ich mir da nicht antun. Ein paar Lamellos als Positionierungshilfe vielleicht und dann zusammenspaxen das Ding.

Und ein vernuenftiger Sockel (>=76mm) sollte schon drunter. Bei 10-20mm "Sockel" spielt gerne mal der Fussboden nicht mit.
Entweder man hat nicht genug Spielraum zum ausrichten von Links nach Rechts, oder die Tuer schleift weil der Boden einen Buckel hat.

Gruesse
Mattes
 

Hobbymurkser

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wenn Du Dir mal den Drillo anschaust (wurde schon oben erwähnt),
dann kannst Du damit nicht nur die Lochreihen für die Fachbodenträger und Topfscharniere bohren, sondern auch extrem exakt Dübel und Exzenterverbinder wie von Ikea-Möbeln bekannt (oder andere Möbelverbindersysteme) in deine Möbelplatten bohren/fräsen. Damit hat man zwar etwas Extraausgaben für die Dübel + Möbelverbinder, dafür kann man das Teil bei Bedarf nochmal auseinandernehmen und ändern
 
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Sherlock80

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Hallo,

ich möchte an dieser Stelle auch eine Lanze fürs Selberbauen brechen: Einfache Werkstatt-Hängeschränke aus OSB waren damals ein ideales Einstiegsprojekt in meine Woodworker-Karriere. Zudem hat man den Vorteil, die Schränke genau in den gewünschten Abmessungen bauen zu können.

Zu den einzelnen Fragen:

1.) 19 mm Plattenstärke ist imho ausreichend stabil. Wobei ich mich wie gesagt für OSB-Platten entschieden hatte, welche stabiler als Spanplatten sind. Allerdings muss man die OSB-Optik (gibt es auch in geschliffener Ausführung) mögen.

2.) Ich habe die Lochreihen-Schablone von Kreg und bin zufrieden damit. Bei langen Lochreihen muss man allerdings oft umsetzen.

3.) Als Regalbodenträger würde ich Dir diese kleinen Konsolträger empfehlen, welche in die Lochreihenbohrungen hineingesteckt werden.
Für die Stabilität des Schranks ist die Rückwand entscheidend. Hier würde ich Dir 6 mm MDF / HDF empfehlen (bitte nicht diese dünnen 3 mm-Platten wie bei günstigen Schränken aus dem Möbelhaus) - eingenutet / eingefälzt und sauber mit Rückwandschrauben verschraubt. Im einfachsten Fall kannst Du die Rückwand auch stumpf aufschrauben; dann sieht man die Rückwand aber von der Seite.

4.) Für einen Werkstatt-Stehschrank würde ich einfache Möbelfüße (höhenverstellbar) nehmen. Einfache Holzklötze als Füße täten es aber imho aber auch; ggf. kann man Furnierstreifen zum Ausgleichen unterlegen.

5.) Lamellos sind zum Ausrichten beim Zusammenbau des Korpus sehr hilfreich. Dann mit ausreichend dicken Spax verschrauben. Zusätzliches Verleimen ist bei Verwendung von Schrauben imho nicht zwingend erforderlich; zudem dürfte normaler Leim auf der Beschichtung nicht gut halten. Confirmat-Schrauben sind auch empfehlenswert (hatte ich damals verwendet), benötigen allerdings einen speziellen Bohrer.

Da im Keller Feuchtigkeit / Schimmel ein Thema sein könnte, würde ich die Schränke mit ausreichender Hinterlüftung ausführen.

Nachfolgend noch zwei Bilder meiner Schränke. Weitere Fotos kann ich gerne nachliefern.

Viel Spaß beim Schrankbau :emoji_slight_smile:

Grüße,
Matthias
 

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HerrLux

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Wir haben uns weil dann insgesamt doch noch zu viel zu tun ist, so dass ich nicht dazu komme, für den eingangs beschriebenen Zweck doch für Schränke von der Stange entschieden und lagern die schweren Gegenstände in einem Eck-Schwerlastregal.
Aber sobald es die Zeit erlaubt, möchte ich mich dem Thema Schrankbau dennoch widmen und bedanke mich für die vielen tollen Beiträge die ich mir dann gerne nochmal zu gemüte führen möchte
 
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Holzar's_Doni

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Ich hätte da auch zwei laienhafte Fragen zum Thema Schrankbau:
- Seitenwände durchgehen lassen wegen Optik und immer gleich breiten Böden macht Sinn. Wäre es aber denn "statisch" gesehen nicht geschickter/von Vorteil, die Seitenwände auf dem Boden aufstehen zu lassen?
- Türen in Ausführung "Eckanschlag" oder "Innenanschlag" - ist nur eine optische Angelegenheit? Oder gibt's da auch ein technisches Pro und Contra? (Unterschiede bei den Topfbändern sind klar)
 

Holzar's_Doni

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Danke für den Link!
Dass die Einlegeböden nicht durchgehen, war mir bisweilen auch schon klar. Mir ging es im speziellen um den Boden.
Aber wenn es Gesetz ist, dass auch der Boden immer zwischen den Seiten ist, ist das ja auch ok und ich bau das so :emoji_slight_smile:
 

odul

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Ich hätte da auch zwei laienhafte Fragen zum Thema Schrankbau:
- Seitenwände durchgehen lassen wegen Optik und immer gleich breiten Böden macht Sinn. Wäre es aber denn "statisch" gesehen nicht geschickter/von Vorteil, die Seitenwände auf dem Boden aufstehen zu lassen?

Mit Boden meinst du den Schrankboden? Wenn da z.B. Rollen unter den Schrank kommen, dann mache ich das immer so, dass die Seitenwände auf dem Schrankboden aufsetzen. Dann guckt aber seitlich auch der Boden optisch raus. Sieht nicht so elegant aus. Bei großen Schränken findet man beide Varianten: ein Sockel, auf dem die Wände aufstehen (meist aber nur die Mittelwände, die äußeren eher nicht). Oder alle Wände gehen glatt durch bis zum Boden und es sind Sockel dazwischen gesetzt.


- Türen in Ausführung "Eckanschlag" oder "Innenanschlag" - ist nur eine optische Angelegenheit? Oder gibt's da auch ein technisches Pro und Contra? (Unterschiede bei den Topfbändern sind klar)
Dachte ich auch. Bis ich einen SChrank mit innenliegenden Türen gebaut habe - der Optik wegen. Da kamen überwiegend Kisten rein und dann versperren die innenliegenden Türen den Korpus halt mehr als aufliegende. Aufliegende bieten auch die Möglichkeit größerer Öffnungswinkel.

Noch mehr Platz versperren diese Falttüren. Und es gab mal den Trend mit Stollenwandschränken. Fand die auf den ersten Blick toll. Als ich den ersten aufgemacht habe, habe ich gedacht, lieber doch nicht.


Du siehst, oft stehen Optik, Statik und Nutzbarkeit etwas gegenseitig im Weg....
 

LaettaLight

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Hi,
Auch wenn der Bau bei dir erst mal nicht sofort losläuft ein paar Erfahrungen aus meinen diversen Schrankprojekten:
- Möbel in der Größe immer zerlegbar bauen.
- Spanplatte 19mm ist für den Korpus locker stabil genug. Für Einlegeböden mit 120cm Spannweite aber bei starker Beladung (bei mit z.b. Bücher / Ordner, Geschirr) biegen die sich schnell um 1-2cm durch. Massivholz oder Tischlerplatte ist da wesentlich stabiler.
- PAX ist weder billig noch sehr stabil
. Ich habe alle Einlegeböden durch Tischlerplatte ersetzt.
- Als für mich bei Kellerschränken ideales Verbindungssystem hat sich Taschenlöcher in Verbindung mit Lamellos als Führung herausgestellt. Die Lamellos werden nicht verleimt, die Taschenlöcher mache ich mit der Wolfcraft Schablone. Bei geschickter Anordnung kann man die praktisch verstecken. Das Wolfcraft Teil hat ca 30€ gekostet und funktioniert tadellos.
- für mich am einfachsten zu verarbeiten und günstig sind Kiefer Leimholzplatten aus dem Baumarkt. Um auf die Tiefe von 50 cm zu kommen füge und verleime ich diese der Breite nach. Ist aber eine andere Optik wie Span.

Grüße
Tobias
 

Holzar's_Doni

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Mit Boden meinst du den Schrankboden? Wenn da z.B. Rollen unter den Schrank kommen, dann mache ich das immer so, dass die Seitenwände auf dem Schrankboden aufsetzen. Dann guckt aber seitlich auch der Boden optisch raus. Sieht nicht so elegant aus. Bei großen Schränken findet man beide Varianten: ein Sockel, auf dem die Wände aufstehen (meist aber nur die Mittelwände, die äußeren eher nicht). Oder alle Wände gehen glatt durch bis zum Boden und es sind Sockel dazwischen gesetzt.
Ja, genau.
Im angehängten Bild wäre mal der erste, schnell hingeschmierte, Gedanke für den Kleider-/Garderobenschrank gewesen.
Dass das nicht so elegant ausschaut am Boden wegen sichtbaren Hirnholz stimmt wohl.
Wird dann wohl doch so werden, dass die beiden Seitenwände komplett durchgehen.
Verbindung zwischen Seitenwänden und Schrankboden vermutlich dann mit Dübel und Leim.
Bei Abmessungen von 200 x 80 x 40 (hxbxt) cm sehe ich das spätere Transportieren des Korpus nicht als Problem...
Wobei ich noch die Hettich Korpusverbinder im Hinterkopf hab *grübel*

versperren die innenliegenden Türen den Korpus halt mehr als aufliegende.
Guter Hinweis, dankeschön!
 

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zaunpfahl

ww-birnbaum
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Wir hatten eine ähnliche Situation. Ich ärgere mich immer, wenn ich bei Ikea einkaufe, habe allerdings festgestellt, dass ich nicht so produktiv bin und immer meinen Projekten hinterhinke, so dass ich mir überlege, wo sich der Zeiteinsatz für Selbstbau lohnt. So waren dann Überlegungen in der letzten Zeit:
- prominent platzierte Garderobe im Flur, Spielzeugregal im Wohnzimmer -> selber bauen, hübsches Holz
- Schuhschrank und Vorratsschränke im Keller -> Ikea

Unbedingt die Hinweise von Willyy zwecks extremer Feuchtigkeit im neuen Keller beachten. Wir hatten teilweise Pfützen im Keller, wenn die Fenster mal ein bis zwei Tage zu waren, den Nachbarn ist alles im Keller verschimmelt. Regelmäßig lüften, sobald es wärmer ist (Außentemperatur > Temperatur Kellerwand) führt das auch eher zu Problemen, dann haben uns elektrische Luftentfeuchter gerettet. Zwecks effizienz tendenziell nicht das eingebaute Automatikprogramm benutzen, sondern im einfacheren Fall mit Hygrometer die Luftfeuchte beobachten und je nachdem mit Zeitschaltsteckdose ein bis zwei mal am Tag den Entfeuchter durchlaufen lassen, so lief das eigentlich ausreichend gut und wesentlich sparsamer als mit der Automatik. Danach kam noch eine selbstgebaute Automatik mit Tuya Komponenten, muss aber eigentlich nicht sein. Selbstverständlich trotzde m großen Wandabstand. Was einem kaum einer erzählt, auch Bodenabstand wenn der Boden jetzt nicht irgendwie gefliest ist oder so. Wir haben nach den ersten zwei verschimmelten Umzugskartons erst mal alles in Schwerlastregale gepackt und hatten keine weiteren Problemen. Zwei Nachbarn haben unsere Warnungen nicht ganz verstehen können ("es reicht doch Wandabstand", "der Entfeuchter kostet doch Geld und Strom") und nachher reichlich verschimmeltes Zeug wegschmeißen müssen, leider. Entfeuchter kostet 70-120€ wenn man Glück hat, der Strom wenn man es geschickt einrichtet 10-25€ im Jahr pro Raum. Der Entfeuchtungsaufwand sinkt ja auch mit der Zeit. Was die Nachbarn alles wegschmeißen mussten war ein sehr vielfaches.

Auf der negativen Seite haben wir dann erst mal zwei Jahre abgewartet bis Schränke kamen und hatten in der Zwischenzeit etwas weniger geschickte Schwerlastregale, bei Schränken müsste man halt gucken, wie man die auch unterlüftet bekommt, ggf Füße statt Sockel.

Versteckt hinter allen Ausführungen zur Luftfeuchtigkeit, traue ich mich jetzt noch zu sagen, wir haben im Keller Ikea Platsa für Konserven und Küchengeräte, bisher ohne Beanstandung, aber auch erst ein knappes Jahr. Meiner Erfahrung nach biegt sich die Ikea "Wabenpappe" aber auch weniger durch als Ikea Spanplatte. Natürlich auch eine Frage von Dicke und Spannweite, aber 80cm mit Büchern und 100cm mit Kleidung waren bei Ikea Spanplatten Möbeln auf Dauer nicht gut (hält trotzdem, schaut aber nimmer gut aus). Bei den "Pappmöbeln" bisher noch nie Probleme gehabt, meistens aber auch so konstruiert, dass weniger Spannweite nötig ist. Gleichzeitig glaube ich aber auch, dass die Pappe in die richtige Richtung Stabilität bringt.
 
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