Fräsung für Brotbrett

Pendejo

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Hallo allerseits!

Seit ein paar Wochen bin ich nun auch Besitzer einer Festool OF 1010 (und habe mich damit gegen die Perles entschieden). Ich habe nun meine ersten Kanten abgerundet, Nuten für einen Schubladenboden und auch schon erfolgreich eine kleine Aussparung mit einer Schablone und Kopierring gefräst.

Mein nächstes Projekt ist für mich ein weiteres Kennenlernprojekt für die Oberfräse. Und zwar bin ich daran ein Brotbrett zu machen, ähnlich wie das Abgebildete. Bei mir soll einfach noch eine Aussparung für ein Messer gefräst werden. Da es sich hier um eine grössere Aussparung handelt und diese bis an den Rand hinausgeht weiss ich nicht Recht, was am einfachsten funktioniert. Wieder eine Schablone? Wobei ich dann ja fast zwei Schablonen machen müsste, da ja am Rand die Fräsung nicht so tief sein soll, damit die Einlage höher steht und Platz für die Krümmel geschaffen wird.

Masse des Bretts: 38cm x 26cm
Masse der Einlage: 33 x 16cm

Ganz einfach: Wie würdet ihr das machen?

Und eine kleine zweite Frage für die Nuten in der Einlage. Damit die auch alle schön gleich lang werden und ich noch keinen Stoppklotz für die Festoolschiene habe. Hat da gerade jemand einen praktischen Eigenbau dafür bereit? Oder doch einfach per Hand?

Vielen Dank schonmal!
Ein Oberfräsen-Neuling
 

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Muffi

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Hallo,

Die Vorlage auf denem Foto ist mMn. nicht aus einem stück gefräst.
Die Grundplatte, die die Krümel auffängt, ist ein Rahmen mit Eingesetzter Bodenplatte.
Auch die obere Platte mit den Schlitzen ist anscheinend nicht gefräst sondern aus
schmalen Leisten verleimt. Dafür spricht die Maserung und die spitzen ecken.
(ich glaube nicht, dass die mit dem Beitel jemand nachgestochen hat)

Das bedeutet natürlich nicht, dass man es nicht fräsen könnte.
Bei der Vertiefung in der Grundplatte solltest du vielleicht bedenken, dass deiner Oberfräse die Auflagefläche fehlt wenn du in der Mitte der Vertiefung arbeitest.
Abhilfe würde eine, an die Fräsergrundplatte geschraubte Auflagevergrößerung schaffen.
Zwei Schablonen brauchst du eigentlich nicht, wenn du erst die geringe Vetiefung fräst, und dann mit Kopierhülse den Rand entlang volle Tiefe fräst.

Bei den Schlitzen im oberen Teil bin ich überfragt, ich würds verleimen. Ich habe aber kein auch kein Schienensystem...


hoffe geholfen zu haben.
 

Pendejo

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Ja das stimmt. Das Verlinkte Bild ist vielleicht nicht optimal gewählt. Wir hatten auch einmal ein so gebautes Brotbrett. Ich möchte meines aber gerne aus der massivholzplatte fräsen. Ebenso die Einlage. Das Leimholz stelle ich derzeit gerade her.

Bei der Vertiefung in der Grundplatte solltest du vielleicht bedenken, dass deiner Oberfräse die Auflagefläche fehlt wenn du in der Mitte der Vertiefung arbeitest.

Genau das hat mir bspw. Kopfzerbrechen bereitet. Meine erste Fräsung mit Schablone war nur wenige Zentimeter breit, weshalb meine Oberfräse immer shcön Auflage hatte. Hier funktioniert das nicht mehr. Habe auch schon Begrenzungsrahmen gesehen, bei der der "Oberfräsentisch" oder eben die Grundplatte an der Schablone entlang glitt und nicht der Kopierring. Da sehe ich wieder das Problem, dass meine Ausfräsung nahe am Rand ist. Deshalb tue ich mich derzeit etwas schwer damit...

Zwei Schablonen brauchst du eigentlich nicht, wenn du erst die geringe Vetiefung fräst, und dann mit Kopierhülse den Rand entlang volle Tiefe fräst.

Die Einlageplatte wird ca. 8mm dick und entsprechend der Rand tief. Die volle Tiefe für die Krümmel wird dann noch etwas tiefer sein. Die Nase meiner Kopierhülse ist allerdings nur 3mm lang. Die würde also nicht an meiner ersten Fräsung ankommen, sondern wieder ganz bis an die Schablone ran.

Aber evtl. könnte ich zwei Schablonen machen. Und mit der kleineren für die volle Tiefe dann einfach nur am Rand entlangfräsen und dann jeweils die Schablone verschieben bis ich auch alles aus der Mitte rausgefräst habe...?
 

Muffi

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Zitat:
Zitat von Muffi Beitrag anzeigen
Zwei Schablonen brauchst du eigentlich nicht, wenn du erst die geringe Vetiefung fräst, und dann mit Kopierhülse den Rand entlang volle Tiefe fräst.
Die Einlageplatte wird ca. 8mm dick und entsprechend der Rand tief. Die volle Tiefe für die Krümmel wird dann noch etwas tiefer sein. Die Nase meiner Kopierhülse ist allerdings nur 3mm lang. Die würde also nicht an meiner ersten Fräsung ankommen, sondern wieder ganz bis an die Schablone ran

Mit der Schablone fräst du die erste kleine Vertiefung. Dann nimmst du die Schablone ab und fährst mit der Kopierhülse am entstandenen Rand entlang.

Wegen der geringen Auflagefläche meinte ich, dass Du an die Gletifläche deiner Oberfräse eine Alu oder Multiplex Platte schraubst und damit eine größere Auflagefläche entsteht. Die platte sollte natürlcih dick genung sein damit sie nicht zu sehr durchbiegt und dünn genung um nicht zu viel Eintauch-Tiefe zu verlieren.

Wenn Dir das nicht geheuer ist, kannst du auch einen Steg in der Mitte der Vertgiefung zum Auflegen stehen lassen und den nachträglich auf dem Frästisch oder mit Grundhobel etc. abtragen.
 

Pendejo

ww-robinie
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Hallo allerseits!

Ich hatte mir zwar noch etwas mehr Input vom Forum erhofft, aber man kann nicht immer alles haben :cool:

Ich habe mein Brotbrett nun doch noch ferrtigstellen können. Es war allerdings deutlich aufwändiger, da ich mehrere Schablonen erstellen musste und viel fräsen musste. Ich bin nun mit dem Ergebnis allerdings sehr zufrieden, auch wenn ich das eine oder andere in Zukunft anders machen würde. Insgesamt aber ein tolles Projekt um seine Oberfräse kennen zu lernen - da habe ich einiges gelernt!

1. Für grössere Vertiefungen, die gefräst werden: Unbedingt ein stabiles Material nehmen. Das 4mm Papelsperrholz das ich noch rumliegen hatte, hat es mir natürlich in der Mitte durchgebogen. Dadurch entstand ein unschöner Grund mit Frässspuren / Rillen etc, denn ich mühsam von Hand dann beseitigen musste.

2. Für grosse Aussparungen unbedingt den grössten Fräser nehmen, sonst dauert das ewig!

3. Mein grosser Kopierring (30mm) hat eine 6mm Nase, da reichen 4mm nicht!

4. War mein erstes Projekt mit Buchenholz. Ich finde das Holz sieht ganz okey aus - für mich gibts schönere Hölzer, aber für so ein Brotbrett wirklich gut. Meine Erfahrungen waren einfach durch das viele schreckliche keilgezinkte Baumarkt-Buchenholz vernebelt :emoji_wink:

Übrigens habe ich heute, nach dem ich meine Schablonen alle gemacht habe ein Video von Heiko gesehen (http://www.youtube.com/watch?v=quHy3wBdbrgFrässchablone), wo er zeigt, wie er eine Schablone baut. Ich finde auch diese Variante noch ziemlich aufwändig (kein Angriff Heiko! Danke für das Video!). Ich selber habe hier mein 4mm Pappelsperrholz gleich mit der Führungsschiene und der Oberfräse direkt aus dem Stück gemacht. Das Anzeichnen dauert ziemlich und das Fräsen für mich auch, wenn ich immer schön nach Strich ausrichten muss und immer schön alles festzwingen will. Aber schlussendlich waren die Schablonen ausreichend genau.
Meine Frage: Wie macht Ihr eure Schablonen für solche Aussparungen?

Noch eine Frage: Für den Brot-Einsatz musste ich 5 gleich lange Nuten in das Material fräsen. Ich habe die angezeichnet und mir mit eingepsannten Hölzern auf der Schiene beholfen und jeweils solange rumgefummelt bis ich für die weiteren Fräsungen (3 x Fräsen für einen Nut in der Tiefe) den Stopp hatte. Gibt es da einfachere Lösungen? Das hat dann auch wieder etwas gedauert :emoji_wink:

Nun genug der Worte...
 

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beppob

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Oberallgäu
schön geworden :emoji_slight_smile:, kann mir gut vorstellen, daß das viel arbeit war :emoji_wink:, hat bestimmt viel späne gegeben :emoji_grin:
gehst du damit jetzt in Serie, die Schablonen hast du ja jetzt, wenn du die mit messer um 2,80€ anbietest, nimmt Ikea bestimmt mehrere Paletten :cool::emoji_grin::emoji_grin:
 
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