Frästisch, oder Tischfräse, das is hier die Frage! (Es ist ein Frästisch geworden) Eisenschwein mal anders.

Lorenzo

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Hallo liebe Mitforenten,

ich machs heut mal bisschen kürzer, also nur ne ganz grobe Beschreibung und ein paar Bilder zu meinem letzten Werkstattprojekt.

Ich hab mir vor einigen Wochen eine Kreissäge/Fräse Kombi von Frommia gekauft. Älteres Modell, der Tisch wird in der Höhe verfahren, nicht die Aggregate. Neigen kann man ihn auch, was zwar schon irgendwie machbar ist, aber nicht gerade praktisch wenn man jedes Werkstück gegen die Schwerkraft an den Anschlag drücken muss. Da wär sicher ein Vorschub nötig für saubere Ergebnisse und sicheres Arbeiten.
Außerdem musste noch bisschen was gemacht werden wozu ich bisher nicht kam.
Ich hab lang überlegt ob ich mir nicht lieber doch nen Frästisch hole und das Gerät einigermaßen herrichte und wieder verkaufe. Ich hab 320€ für die Frommia bezahlt, und allein durch den Verkauf von 2 der 5 Fräsköpfe wieder 250 reingeholt.

Ich bin ja ein kleiner Qualitätsfanatiker was meine Maschinen angeht, drum hab ich bisschen recherchiert und bin, doof,verrückt und kompromisslos wie ich bin, bei ner Frästischplatte aus Guss von UJK und teuren Anbauteilen wie nem Jessem Anschlag gelandet. Kann ich mir nur eigentlich gar nicht leisten.

Nach langem hin und her, und auch dem Einbau meiner Elu MOF 177 im Bandsägenverlängerungstisch, bin ich auf die Idee gekommen die Oberfräse vielleicht mit der Frommia zu nem edlen Gußfrästisch zu kombinieren.
Nach ein paar Messungen bin ich drauf gekommen dass sich die beiden von Haus aus gut vertragen. Und innerhalb von 2 Abenden isses jetz soweit benutzbar, paar Kleinigkeiten werd ich noch machen.

Ich hab die Elu stark modifiziert. Also das Gehäuse aus Kunststoff teilweise zurechtgesägt und gefeilt, den Anschaltmechanismus und die Drehzahlregelung ausgebaut und in ein kleines Kästchen verfrachtet, die Teile wären sonst im Gußsockel der Frommia nicht so besonders toll zu erreichen gewesen. Und da ich auch an einen Not-Aus gedacht hab, der Schalter der Elu aber geeigent ist das quasi zu integrieren und die Fräse eh keine Motorbremse hat, hab ich mir auch den gespart und mit vorhandenen Mitteln etwas improvisiert.

Okay, wird doch wieder länger als geplant, also ein paar Bilder:
Die Box mit der Bordelektronik der Elu. Man muss den großen runden Knopf rausziehen um die Fräse anzuschalten, zum ausschalten dann einfach draufdrücken oder hauen, je nach Dringlichkeit. Nullspannung ist nicht integriert, aber ich bin der einzige der die Maschine verwendet, und nur Hobbymäsig, ich werde darauf achten, und vielleicht noch ändern.
DSC_0001.jpg DSC_0003.jpg DSC_0004.jpg DSC_0005.jpg DSC_0006.jpg DSC_0007.jpg

Die Fräse passt fast perfekt in den Ausschnitt im Guß, ein wenig zurechtsägen und Feilen und das Ding war da Formschlüssig und schon sehr fest montiert. Ich hab dann noch aus zwei Lochblechen Halter geflext und gebogen die die Fräse dann richtig fest mit dem Gußständer verbinden. Nach einer ganz kleinen Anpassung des Tischanschlags für die Winkelverstellung war die Welle perfekt ausgerichtet und steht jetzt sauber Senkrecht zur Tischoberfläche.
DSC_0017.jpg DSC_0018.jpg DSC_0030.jpg DSC_0031.jpg Untitled_Panorama1.jpg

Fürs Einstellen hab ich nen langen 8er Bohrer genommen.
DSC_0009.jpg DSC_0010.jpg DSC_0014.jpg
 
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Lorenzo

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Der Tisch lässt sich um 7cm verfahren, 6 davon sind nutzbar, die Mutter der Spannzange steht in der untersten Einstellung um nen cm über. Bedeutet dass ich,wie man auf einem Bild im letzten Beitrag sieht, von oben ganz gemütlich an die Spindelarretierung und die Überwurfmutter rankomm. Ich brauch keinen speziellen Schlüssel oder so.
DSC_0012.jpg DSC_0018.jpg DSC_0014.jpg DSC_0019.jpg

Und der Frästisch wie er nun dasteht und schon einsatzbereit ist.
DSC_0022.jpg DSC_0023.jpg DSC_0025.jpg DSC_0027.jpg Untitled_Panorama2.jpg Untitled_Panorama3.jpg

Ich werd die An-/Aus und Drehzalbox noch an die rechte Seite des Tisches montieren, und der Parallelanschlag bekommt auch noch ein Update. Ich will die Anschläge aus Alu haben, und noch T-Nutleisten installieren für Andruckkämme und Werkzeugverdeckungen. Außerdem kommt noch ne ordentliche Absaugmöglichkeit, so isses auch mit angeklemmten Staubsauger noch ne rechte Dreckschleuder. Und dann hab ich auch schon ne Idee wie ich die Höhenverstellung des Tisches von der Rückseite auf die Vorderseite verlegen kann. Auch das wird noch kommen, da muss ich aber erst ein paar Teile einkaufen gehen, die hab ich nicht zuhause.

Ich hab so insgesamt knapp 300€ ausgegeben, und so schön,stabil und funktional wäre ein gekaufter Tisch mit allem drum und dran für 1500€ nicht geworden. Nur bisschen moderner :emoji_wink:
 
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elmgi

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Schön, wenn man sich auf die geschilderte Art helfen kann und mit dem Ergebnis auch zufrieden ist! :emoji_thumbsup::emoji_slight_smile:
Das Sprichwort - "selbst ist der Mann" - hast Du hier für Dich eingenommen.
Jetzt fehlen noch die Holzarbeiten dazu... :emoji_wink:
 
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Lorenzo

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Da ich am Anlaufring mit Schablone fräsen muss, schon recht bald (das Holz für den Stuhlbau ist fast schon trocken genug um verarbeitet zu werden) hab ich mir gedacht dass ich für Gerät sorgen muss, mit dem ich das machen kann...
Is ja nicht so dass ich nicht auch schon ein zwei mal mit Holz gearbeitet hab. Der An-/Aus Knopf is zum Beispiel aus Birne :emoji_wink:
Jetz wird aber erst mal das Nebengebäude gestrichen. Und dann gibts nen Fußboden im neuen Schlafzimmer. Und dann.... Ich war froh mal so ein schnelles und sehr befriedigendes Projekt gefunden zu haben!
 
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Chris949

ww-nussbaum
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Glückwunsch Lorenzo !
Das ist mit Sicherheit der „solideste“ Frästisch, den ich an einer ELU-Fräse gesehen habe. Die Freude bei der Arbeit ist gewiss.
 

Lorenzo

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Danke Christian.
Ich würd fast sagen der Tisch is so solide dass die Fräse an ihm montiert is :emoji_wink:

Es is wirklich eine Freude damit zu arbeiten. Die Höhenverstellung des Tisches läuft echt seidenweich und sehr präzise. Und da wackelt nix :emoji_slight_smile: Allein die Tatsache dass ich den Gehrungs-/Ablänganschlag jetz auch an der Fräse verwenden kann is einfach genial, für kleine Schlitz- und Zapfenfräsungen reicht der locker! Und theoretisch könnt ich sogar den großen Schiebetisch auch noch montieren.

Was ich auch echt gut finde ist dass ich nix an der Frommia verändern musste. Ich hab noch nicht mal ein Löchlein gebohrt oder so! (Kommt allerdings noch für ne saubere Kabelführung..) Ich kann den kompletten Einbau rückgängig machen. Und ich kann auch weiterhin die Säge und LaLo Funktion nutzen, auch mit eingebauter Oberfräse.
 

Macchia

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Top!
Besser als die ganzen Campingstühle mit integriertem Fräsmotor.
Wenn man den Platz hat, eine solide Lösung.
:emoji_thumbsup:

Bei mir ist es nur ein Brett welches ich mit Niederhalter auf die Werkbank spanne...
oder auf meine B&D Workmate 301...
 

FrankRK

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Massiver geht es wohl kaum!:emoji_thumbsup:
Ich hoffe die Befestigung der Fräse bleibt immer Standhaft. Auf den ersten Blick sieht man die zwei Spax-Schrauben, die keinen großes Vertrauen erwecken, aber ich tippe mal die Fräse ist im "Loch" schon ordentlich verankert.:emoji_wink:
 

Lorenzo

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Danke euch, ja ich bin ja in 3 Wochen von
DSC_0162.jpg

über
DSC_0243.jpg DSC_0248.jpg DSC_0002.jpg
(sorry, kein besseres Bild vom Intermezzotisch..)

nach
DSC_0022.jpg

Die Fräse sitzt superstramm in seinem Löchlein, ich hät die Schrauben nicht gebraucht, die sind mehr eine kleine Versicherung falls ich mal mehr oder weniger mit nem Werkstück in die Fräse falle. Ich hoff das wird so lange halten wie die Fräse!
 

Lorenzo

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Heute hab ich mich um den Anschlag gekümmert. Die Basis ist ja der alte Gußanschlag von Frommia selbst. Da gabs aber leider ein Problem. Die zwei Wangen die mittels einer Linearführung verstellt werden können waren leider nicht ganz gerade. Vielleicht ist das Teil mal runtergefallen oder so. Es war nicht besonders schlimm, aber wenn man dann doch relativ lange Anschlagbacken angebracht hat, dann hat man schon gemerkt dass sie nicht fluchten! Mir is dann aber eine Idee gekommen wie ich das Problem lösen kann: Ich hab an die Metallwangen nohcmal welche aus Holz fixiert. Ein größeres auf der Vorderseite, ein kleineres auf der Rückseite. Das ganze zusammengeschraubt, und dann beide Wangen bis in die Ausgangsposition gebracht und festgestellt. Dann das Ganze über die Abrichte, die Auflagefläche des Anschlags gegen den Fügeanschlag. Jetzt stehen die Wangen sauber im Winkel und fluchten. Wenn ich eine Wange verstelle, dann ist es sehr leicht wieder zurück zu fluchtenden Wangen zu kommen, einfach beide ganz an den Anschlag zurück. Paar Bilder ums deutlicher zu machen:
DSC_0131.jpg
Hier sieht man die großen Anschlagbacken, und direkt an den Metallwangen die durchs Abrichten sauber fluchtenden und senkrechten Holzwangen. Die zwei kleinen Handrädchen fixieren die Anschlagbacken, leicht gelöst lassen sich die Backen verstellen.

DSC_0137.jpg DSC_0138.jpg
Hier die Linearführungen, einmal ganz ausgefahren, einmal ganz zurück am Anschlag.

Die Wangen selbst sind komplette Resteverwertung. Meine Frau hat eine Küchenarbeitsplatte im Sonderangebot gekauft, gab die passenden Anleimer nicht mehr. Ich hab ihr n Fensterbrett draus gemacht, und einen Teil des Rests jetz hier für den Anschlag verwendet. Ja, richtig! Ich hab Pressspan verarbeitet!!! Absaugung hin oder her, die Staubexplosion konnte nicht ganz in Zaum gehalten werden. Meine alte Frommia Säge zieht da einfach zu viel Fremdluft um das zu schaffen. Aber ansonsten hats Spaß gemacht. Reste der geriegelten Esche rundum angeleimt, dann bündig gefräst, und Nuten gefräst für T-Nutschienen die ich auch noch über hatte.
Auf der Rückseite sind kurze T-Nutstücke eingenutet, damit werden die Anschlagbacken verstellbar mit dem Anschlag verbunden.
DSC_0125.jpg DSC_0126.jpg DSC_0127.jpg DSC_0130.jpg DSC_0132.jpg DSC_0133.jpg

Auf den nächsten Zwei Bildern sieht man die maximalen Verstellwege:
DSC_0136.jpg DSC_0142.jpg

Mit nem Bündigfräser kann man mit der Verstellung per Linearführung zum Beispiel bei kleinen schwierigen Hölzern die kanten fügen. Das wär an der Abrichte gefährlicher weil die Tischöffnung viel größer ist, und auch das Ergebnis mit dem Fräser (vor allem nem Spiralnutfräser wird einfach besser. Man könnte auch gut mit nem Gehrungsverleimfräser (den ich allerdings nicht hab) arbeiten.
DSC_0170.jpg DSC_0176.jpg DSC_0177.jpg
Auf dem letzten Bild sieht man gut wie man die Materialabnahme gut kontrollieren kann. Das Lineal muss den Anlaufring des Bündigfräsers ganz leicht mitnehmen, dann passts.
 

Lorenzo

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Und damit die Ergebnisse sauber werden, und ich meine Finger nicht zu nah am Fräser hab, hab ich mir noch ein paar Federkämme gebastelt. Natürlich auch passend aus der geriegelten Esche :emoji_slight_smile:
DSC_0154.jpg DSC_0163.jpg

Die Federkämme an den Wangen laufen logischerweise in den T-Nuten, der waagrecht gegen den Anschlag drückende läuft in der Tischnut und wird dort geklemmt. Das is bei Frommia ne Gratnut. Und das machts besonders schön möglich da was drin zu klemmen. Ich hab noch Reste übrig von den Palisanderleisten die ich mal hergestellt hab für den Schiebeschlitten von meiner Säge. Ich hab an der Oberseite mit dem Hobel bisschen Material weggenommen, so is ein bisschen Luft zwischen dem Kamm und der Gratleiste. In die hab ich Löcher gebohrt und Gewinde geschnitten. Wenn ich jetz die Schraubgriffe festziehe, dann wird die Leiste nach oben gezogen und klemmt bombenfest in der Nut.
DSC_0147.jpg DSC_0149.jpg DSC_0150.jpg DSC_0151.jpg

So, das wärs für heute.
Demnächst dann noch die Absaugung, und ein schönes Plätzchen finden für die Holzbox mit An-/Aus und Drehzahl. Dann is der Tisch soweit fertig. Ach, so ne kleine Fräserverdeckung die man in der Höhe verstellen kann und bei der man den Abstand zum Anschlag auch einstellen kann bau ich auch noch. Dann können die Finger einfach gar nicht mehr an den Fräser kommen.
 

Lorenzo

ww-robinie
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Hat jemand persönliche Erfahrung mit dem Bernardo Baby M3 oder nem baugleichen Modell? Ich find die Idee nen Vorschub zu verwenden schon echt gut, aber ich weiss nicht ob ich da gleich n richtig dickes Ding hinhängen muss?! Wenn aber die Einstellungen der Bernardo nicht halten weil die einfach zu windig sind, dann schau ich ob ich nicht doch irgendwann mal günstig ne ältere Holzher oder so finde. Spielzeug brauch ich nicht, aber es is ja auch keine Tischfräse (mehr), und viel Materialabtrag geht dann eh nicht...
 

bello

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Das Ganze ist eine recht aufwändige Arbeit und wird mit Sicherheit funktionieren. Ich bin aber doch verwundert, dass Du nicht zu einem Motor und Spindel aus einem Ersatzteillager gegriffen hast, gerade bei den üblichen Verdächtigen wie Bernardo dürfte das recht preiswert sein.
Arbeiten lässt sich auf einem massiveren Frästisch Deiner Bauart wahrscheinlich angenehmer als bei den anderen Tischlösungen.
Ich nutze an meiner TF die wechselbare Frässpindel für Schaftfräser selten. Aber erst heute wieder als einige Anleimer bündig gefräst werden mussten.
Da hatte ich bei den hohen Linealen und dem langen Tisch die beschichteten Platten hochkant deutlich besser im Griff. Zudem wirkt dann die bessere Absaugung, es landet alles im Spänesack. Anders als bei der kleinen Makita, da landen die Kunststoffspäne überall, im Zweifel auf mir selbst :emoji_grin:
 

teluke

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Ich habe zu meiner Fräse auch eine Spindel für Schaftfräser dazugekauft, das war vor 5 Jahren.
Seitdem liegt die in der Schublade.
Habe die noch nie montiert, einfach weil ich sie nie brauchte.
Beim Kauf habe ich gedacht das wäre ein "Muss".
 

Lorenzo

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@bello : So furchtbar aufwändig war das gar nicht. Die Elu is war eh vorhanden und für handgeführtes arbeiten hab ich noch ne ältere kleine Bosch.
Außerdem sprechen für mich noch ein paar andere Dinge für diesen Umbau:
Ich betreib das Ganze als Hobby
-Ich kann also nix von der Steuer absetzen oder so. Neukauf is für mich einfach Geldverlust, wenn ne Maschine funktioniert leg ich keinen großen Wert auf Garantie oder so, ich geh bei meinem Gebrauch einfach von ner langen Lebensdauer aus. Wenn was kaputt geht dann kenn ich meine Maschinen gut und kann inzwischen viel selber machen.
-Es gibt keinen Zwang möglichst schnell ne Maschine zu haben die Geld verdient.
-Ob ich das mit meinen sehr überschaubaren Metallverarbeitungsmöglichkeiten hingekriegt hätte ne andere Spindel und nen anderen Motor da rein zu bekommen, ohne zu pfuschen? Trau ich mir einfach nicht zu!
-Die Frommia war irgendwie ein Fehlkauf, wenn ich mir ne Tischfräse hol, dann wird es doch was bisschen moderneres. Zum Beispiel ne Frommia 705 oder halt doch mal ein anderes Fabrikat.
-Ich hatte fast alles was ich für den Umbau brauche zuhause.
-Ich tüftel gern an den Maschinen und mach mir so das arbeiten sicherer und angenehmer! Außerdem lern ich so die Maschinen kennen.
-Ich steh auf die alten Maschinen die bei meinem Einsatz unkaputtbar sind. Dem Frommia Tisch werd ich sicher nie gefährlich, und auch die Elu is sehr robust. Wenn sie irgendwann den Geist aufgibt, dann hol ich mir nochmal ne gebrauchte. Is eh so geplant, für schwere Fräsarbeiten handgeführt. (Gratnuten zum Beispiel) Die Bosch is eher meine Kantenfräse und für Kleinkram.
-Ich bin schon ein bisschen stolz nen einzigartigen Frästisch zuhause zu haben :emoji_slight_smile: Und das mit allem Komfort den ein wirklich teurer Frästisch hätte.
-Ich muss gerade jetzt zu Coronazeiten, aber auch generell schon ziemlich aufs Budget achten.
-Ich seh momentan praktisch alle Projekte als Lernübungen, und wenn das gut klappt und dabei noch n Frästisch rauskommt der mir richtig gut gefällt und auch funtioniert, dann bin ich einfach happy. Und es gibt mir die Sicherheit auch schwierigere Sachen anzugehen.
-Ich bin schon auch zielorientiert, aber da gehört für mich der Weg mit dazu, nicht umsonst hab ich lang alles komplett von Hand gemacht. Inklusive Formatieren. Aber da ich mich nach und nach an größere Sachen wage wie Tische, Kommoden und bald auch mal Stühle und n Sekretär rüst ich langsam auf.

Wenn man das beruflich macht hat man für den ganzen Schnickschnack keine Zeit, und auch nicht die Muse. Das kann ich komplett nachvollziehen! Ich übertreib meine Hobbies auch ganz gern. Fühlt sich für mich aber richtig und gut an. Der Frästisch kann so ziemlich alles was ne Tischfräse auch kann. Ich kann manche Sachen halt nicht in einem Durchgang machen, und die Oberflächengüte wär sicher auch manchmal höher mit der TF, aber im Normalfall sind bei mir alle Oberflächen gehobelt oder mit der Ziehklinge gemacht. Da spielt der Unterschied keine große Rolle.

Zum Glück lesen sich meine Romane schneller als sie geschrieben sind :emoji_innocent:
 
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Vaultdoor

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Hallöchen :emoji_slight_smile:

Cooles Projekt, die Umsetzung ist echt gelungen - danke fürs Zeigen!

Ich muss allerdings nochmal nachfragen: Warum genau wolltest du die Tischfräse jetzt genau nicht? Was sind die Vorteile des Frästisches gegenüber der klassischen Tischfräse für dich?

Danke und viele Grüße
Maik
 

Lorenzo

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Die Tischfräse steht für mich für schwere Fräsarbeiten und/oder große Werkstücke. Da hät ich gern nen festen Frästisch. An meiner Maschine hät ich basteln müssen um dann doch wieder nur nen Kompromiss zu haben. Das mag ich nicht!
Außerdem kommt dazu dass die Fräsköpfe deutlich teurer sind. Ich kauf gern gute Qualität, da kommen dann ganz schöne Folgekosten dazu. Ich werd mir demnächst mal noch nen großen Satz Schaftfräser für 12mm oder 1/2 Zoll holen für seltener gebrauchte Sachen, und das was ich regelmäßig benutzt kauf ich nach und nach in Spiralnut oder mit Wechselplatten. Ich hab hier im Forum in den Kleinanzeigen nen Falzkopf drin, für das Geld bekomm ich nen ganzen Satz passabler Schaftfräser. Vor allem wenn ich nen wenig benutzten bei eBay schieß... Und die Oberflächengüte und auch was Ausrisse angeht sind die Spiralnutfräser schon echt sehr gut.
 
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bello

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Danke für Deine ausführlichen Ausführungen. Ich war eher der Meinung, ein Motor und Spindel sind nicht besonders teuer.
Ich hatte früher das Festool CMS mit der OF 2200, Tischverlängerungen und Schiebetisch. Nach der Anschaffung der TF sah ich aber schnell, dass mich die Fräser nicht teurer kommen. Ich fand Schaftfräsersets nie spannend und habe nur nach Bedarf gekauft. Bei der TF habe ich ein Flury Set mit Messerkopf und 13 Profilen für etwa 230.- gekauft. Allein die Vielzahl der möglichen Radien war überzeugend und ich habe innerhalb eines Jahres alle Messer benutzt, der Falzkopf von Flury mit Wendplatten, Vorschneidern und 125er Durchmesser war günstiger als der Festool-Falzkopf (kleiner und ohne Vorschneider), das Leuco Nutsägeblatt war auch preislich vertretbar.
 

tomkaes

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Hat jemand persönliche Erfahrung mit dem Bernardo Baby M3 oder nem baugleichen Modell?
Baugleich (Scheppach VA 220); gebraucht gekauft, bisher 1x Rollenwechsel (die lösten sich nach > 25 Jahren auf).
Sonst für kleine Fräsen gut, da stufenlose Geschwindigkeitverstellung. Hängt bei mir auf einer EB TF 100.
Leistung reicht auch für stundenlanges Fräsen von Profilbrettern (handwarm).
Tipp: Es gibt 2 fast identische Ausführungen, je nach "Label" des Vertreibers. Schau in die Ersatzteilliste, was die Rollen kosten.
Modell 1: < 20,- €/Stk. / Modell 2: > 50,- €/Stk.
 

fahe

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Coswig
...und die Frommia spricht noch mit Dir, jetzt, wo Du dem Monstertruck quasi einen Mopedmotor spendiert hast?
:emoji_wink:

Also: Glückwunsch, wenn das für Dich passt. Obwohl...

Ich mag ja meine MOF auch am liebsten von allen meinen Oberfräsen, aber für den Tisch - zumal: für diesen - wäre mir die schon zu mickrig. Da habe ich eine dicke Dewalt.

Vorher war es ein Chinakracher mit imho 2200 Watt. Der Vorteil: Beide haben auch Spannzangen für 12mm und 1/2". Also im Falle der chinesischen Ingenieurskunst: Was der Chinese halt so Spannzange nennt...:emoji_wink: Nein, so schlecht waren die gar nicht.

Danach schreit auch Deine Frommia, glaube ich.

Den Chinakracher - Silverline oder so etwas - muss ich noch irgendwo im Schrank haben. Wenn wir uns bei Ben zum Forentreffen sehen:emoji_wink:, könnte ich das Ding ins Auto werfen... und Dir einen , sagen wir mal: "Was-ist-letzte-Preis?"-Vorschlag machen.

Dann geht auch sowas:

1625340439589.png

Ja, ich war jünger und dachte, ich hätte sieben Leben...:emoji_wink:
 

Lorenzo

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...und die Frommia spricht noch mit Dir, jetzt, wo Du dem Monstertruck quasi einen Mopedmotor spendiert hast?
:emoji_wink:

Also: Glückwunsch, wenn das für Dich passt. Obwohl...

Ich mag ja meine MOF auch am liebsten von allen meinen Oberfräsen, aber für den Tisch - zumal: für diesen - wäre mir die schon zu mickrig. Da habe ich eine dicke Dewalt.

Vorher war es ein Chinakracher mit imho 2200 Watt. Der Vorteil: Beide haben auch Spannzangen für 12mm und 1/2". Also im Falle der chinesischen Ingenieurskunst: Was der Chinese halt so Spannzange nennt...:emoji_wink: Nein, so schlecht waren die gar nicht.

Danach schreit auch Deine Frommia, glaube ich.

Den Chinakracher - Silverline oder so etwas - muss ich noch irgendwo im Schrank haben. Wenn wir uns bei Ben zum Forentreffen sehen:emoji_wink:, könnte ich das Ding ins Auto werfen... und Dir einen , sagen wir mal: "Was-ist-letzte-Preis?"-Vorschlag machen.

Dann geht auch sowas:

Anhang anzeigen 101592

Ja, ich war jünger und dachte, ich hätte sieben Leben...:emoji_wink:
Na ja, ehrlich gesagt ist sie seitdem nur noch am kreischen die Arme... :emoji_rolling_eyes:

Die 1850W von der Elu sind schon nicht zu verachten. Und sie passt wie n Korken in den Frommia Korpus :emoji_slight_smile:
8 und 12mm und 1/2" hab ich auch. Ich seh also keinen Grund neu rumzubasteln. Des Ding läuft.
 

fahe

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Coswig
...oh, Shit. Du hast Recht. Ich war zu faul, so viele Bilder anzusehen... und mit dem Lesen scheint's ab 21 Uhr auch zu hapern...:emoji_wink:

Ich hab' nur 'ne Elu vorbeiscrollen gesehen. Und Elu hieß im Hinterkopf automatisch meine geliebte 96er.
Die 177 ist natürlich eine angemessene Liga. Sorry.

Die wäre mir allerdings zum Modifizieren wohl zu schade gewesen.

Obwohl die Liga handgeführt eh nicht wirklich spaßig sind. Die dicke 625 habe ich genau einmal handgeführt genutzt... zum Wangenfräsen. Da lief das Ding aber auch zwangsgeführt in der Schablone.
 
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