Fräsen, Abstand links und rechts

Curtis Newton

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Ich verwende eine Makita DRT50. Ich möchte zwei Nuten in in eine Platte fräsen. Und zwar soll der Abstand der rechten Nut von der rechten Kante so groß sein wie der der linken Nut von der linken Außenkante. Also schön symmetrisch

Wenn ich jetzt den Abstand entsprechend mit dem Parallelanschlag einstelle, passt rechts alles, da der Parallelanschlag ja rechts befestigt wird. Wie kriege ich jetzt den gleichen Abstand nach links? Wenn ich das Gerät einfach umdrehe, d.h. so dass der Parallelanschlag links liegt, hätte ich zwar den Abstand, aber auch eine andere Schubrichtung. Kriegen ich da Schwierigkeiten oder kann man das machen?

Gleich/Gegenlauf wäre kein Problem bei Nuten, weil auf beiden Seiten gefräst würde. Habe ich gelesen. Ich habe aber auch gelesen, dass die Drehrichtung den Anschlag in die richtige Richtung drücken müsse. Wenn die Drehrichtung nach links drückt, komme ich ja mit einem linken Anschlag nicht hin. Oder?

Ich hoffe ich habe ausdrücken können, was ich meine.

Wäre für Tipps dankbar.
 

damadi

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Du musst die OF ja nicht zwingend "schieben" - du kannst sie doch auch ziehen, und dein Porblem hätte sich erledigt :emoji_slight_smile:
 

Frank73

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Das mit dem Gleich und Gegenlauf spielt da auch eine Rolle.
Im Gegenlauf zieht es Dir den Anschlag an die Platte, schöne gerade Nut.
Im Gleichlauf, drückt es Dir aber den Anschlag weg von der Platte, nicht so schöne Nut.
Also, Du stellst Dir Den Anschlag passend für eine Nut ein, dann fragst Du von links nach rechts.
Anschließend Platte um 180 Grad drehen, und nochmal fräsen, wieder von links nach rechts, mit derselben Einstellung, thats it.
Außer ich habe die Fragestellung nicht richtig verstanden.
 

raziausdud

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Hallo Curtis,

ich versteh es nicht ganz, vor allem weil mir die Lösung so einfach erscheint: das Brett umdrehen (also dass die genannte linke Seite nun rechts liegt).

Fräsrichtung ist auch bei Nuten nicht egal. Du hast es schon erkannt, besonders bei Verwendung das Parallelanschlags PA muss der Fräser den PA zur Kante hinziehen.

Rainer
 

JannikOS

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Kannst du nicht einfach von der anderen Seite fräsen? Oder gehen die nicht durch? Ggf eintauchen?
 

JannikOS

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Hallo Curtis,

ich versteh es nicht ganz, vor allem weil mir die Lösung so einfach erscheint: das Brett umdrehen (also dass die genannte linke Seite nun rechts liegt).

Fräsrichtung ist auch bei Nuten nicht egal. Du hast es schon erkannt, besonders bei Verwendung das Parallelanschlags PA muss der Fräser den PA zur Kante hinziehen.

Rainer
Hab ich auch erst gedacht aber vermutlich gegen die Nuten nicht durch, dachte erst es wäre n Scherz
 

Curtis Newton

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Hab ich auch erst gedacht aber vermutlich gegen die Nuten nicht durch, dachte erst es wäre n Scherz
Genau. Habe ich nicht dazu geschrieben. Gibt es da Fachbegriffe für, also für Nuten, die durchgehen, und solche, die nur von oben offen sind?

Eigentlich könnte ich die Frage auch so formulieren: Wie kann ich denn einen Abstand nach links einstellen, wenn es den Parallelanschlag nur für rechts gibt?
 

Curtis Newton

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Du musst die OF ja nicht zwingend "schieben" - du kannst sie doch auch ziehen, und dein Porblem hätte sich erledigt
Dann aber wird doch der Parallelanschlag in Zugrichtung nach links gedrückt, also von der Platte weg. So wie ich Rainer verstanden habe, soll das genau nicht sein.

Gruß

C.
 

Frank73

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Na genauso wie ich in #2 schon geschrieben habe.
Wenn die Nuten nicht durchgehen, einfach am Beginn und Ende der Nut, einen Stoppklotz setzen, so kannst Du auch in mehreren Zustellungen fräsen, und hast immer den gleichen Eintauchpunkt .
 

Curtis Newton

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Wenn die Nuten nicht durchgehen, einfach am Beginn und Ende der Nut, einen Stoppklotz setzen, so kannst Du auch in mehreren Zustellungen fräsen, und hast immer den gleichen Eintauchpunkt .
Hm, zum Eintauchen bräuchte ich wohl einen Nutfräser mit Grundschneide. Außerdem habe ich die Konstellation mit dem Stoppklotz nicht verstanden.

Trotzdem danke.
 

Frank73

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Wenn die Nut nicht durchgehen soll brauchst Du einen Fräser mit Grundschneide, oder einen Spiralnutfräser.
Stoppklotz ist einfach ein Stück Holz auf der Platte mit Schraubzwinge befestigt.
Du stellst die Fräse so hin, wo Du beginnen möchtest, Fräser auf die Platte absenken, dann kann man den Startpunkt ganz gut sehen.
Jetzt befestigst Du den Stoppklotz genau vor dem Fräskorb.
Somit hast Du immer den gleichen Eintauchpunkt.
Gilt für das Nutende genauso.
Über die Größe der Nut hast Du ja auch noch nichts gesagt.
 
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ich versteh es nicht ganz, vor allem weil mir die Lösung so einfach erscheint: das Brett umdrehen (also dass die genannte linke Seite nun rechts liegt).
Genau so sehe ich das auch: Man kann die Nut in die linke Kante ganz genau so fräsen wie man sie in die rechte Kante gefräst hat.
Die Fräse weiß ja nicht, dass man ihr zwischendurch das Brett unterm Ar... verdreht hat.

Die Frage, ob und wie man eintaucht, und ob man mit Stoppklötzen arbeitet, ist ja eine ganz andere.
 

raziausdud

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Hie gibt es etliche Abbildungen zur Fräsrichtung: https://www.google.com/search?q=fräsrichtung&client=firefox-b-d&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiw8_nVn9XqAhWOGewKHXiiCfsQ_AUoAnoECA0QBA&biw=1252&bih=600

Wenn nicht vorhanden, mal Dir ein/zwei Pfeile mit der Drehrichtung auf die Grundplatte der Oberfräse. So siehst Du sie immer und kannst daraus ableiten: wenn Du mit einem der Pfeile voran die Grundplatte schiebst oder ziehst, dann will die gesamte Oberfräse in die Gegenrichtung des Drehpfeils "abhauen". So brauchst Du Dir all die Abbildungen nicht merken (wenn Du es kannst, ist es auch ok), auch nicht die Dinge um Gleichlauf und Gegenlauf. Du siehst immer, wenn Du die Oberfräse probeweise ansetzt, was da bei welcher Schieberichtung passiert (das fällt MIR leichter, als sich die verschiedenen Dinge zu merken) , wo der PA sein muss oder in welcher Richtung und an welcher Seite Du an einer Leiste als Führung entlangfahren musst.

So siehst Du, dass es entgegen vielfacher Meinungen auch beim Fräsen von Nuten ein Ausweich-Tendenz der Oberfräse entgegen der Drehrichtung an der "Fräsfront" (so nenn ich das gern) gibt. Du kannst ja auch mal probeweise an einem Abfallstück probieren, freihand ohne Anschläge eine gerade Nut zu fräsen. Das ist mit einem nicht allzu großen Fräser (6-8mm) nicht gefährlich, veranschaulicht Dir aber unmittelbar die Tendenz der Oberfräse zum "Abhauen".

Stoppklötze oder Markierungen quer zur Fräsrichtung: die Strecke zwischen Fräserrand und Bodenplatten-Rand messen/ermitteln. Ist die zb 4cm, so musst Du 4cm vorm gewüschten Ende der Fräsung die Markierungen/ die Stopklötze setzen.

Rainer
 
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Curtis Newton

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Hie gibt es etliche Abbildungen zur Fräsrichtung:
Danke. da habe ich schon einige von gesehen. Beim Kantenfräsen war mir auch alles klar, bei den Nuten war ich erstmal verwirrt. Aber ihr konntet zur Klärung beitragen. Die Drehrichtung kann ich mir gut merken, das Kantenfräsmodul der DRT50 hat z. B. rechts eine Gummierung, auf der man mit der rechten Hand greifen soll. Dann wird links gefräst (wo der Daumen hinzeigt) und die Finger, würde man sie strecken, zeigten in die Schubrichtung. Wenn man das ein paar mal gemacht hat, hat man's klar und das geht mit dem OF-Modul auch gut. Vielleicht klecbe ich mrir trotzdem redundent Pfeile auf.

Nochmal zur Verdeutlichung, weil ich das wohl nicht ganz klar notiert habe. Die Nuten gehen weder über die ganze Länge noch gehen sie durch die volle Materialsträrke. Also nutzt mir drehen weder um die eine noch die andere Achse. Also bleibt nur die Eintauchlösung, die mir derzeit in Ermangelung von Fräsern mit Grundschneide verwehrt bleibt. Dazu frage ich dann im nächsten Thread.

Alternative wäre wohl ein Fräser, bei dem man die Drehrichtung ändern kann. Soll es geben, aber ich kauf' mir jetzt nicht noch einen. Außerdem läuft man da dann echt Gefahr, dass man die Richtung verwechselt.

Das Problem ist nicht bei einem aktuellen Projekt aufgetreten, sondern eher eine Frage, die beim Ausprobieren aufploppte. Danke, dass ich sie hier stellen durfte und klären konnte. das wird mich zukünftig echt weiter bringen.

@Friedrich: Japp, von meiner Seite ist alles klar.

Danke.

C.
 

derdad

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Bei einer Fräse bei der man die Drehrichtung ändern kann muss aber dann auch der Fräser immer gewechselt werden. Man kann nicht einen Fräser in beiden Drehrichtungen verwenden.
 
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