Forstnerbohrer oder Lochsäge

MukerBude

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Hallo,

für mein fünftes Projekt, benötige ich mehrere 25 mm durchmessende Löcher.
In einem 23mm dicken Brett aus zwei Schichten Ahorn und Rosenholz.

Wie ich im Netz sehe, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Bohrer, Fräsen und Lochsägen.

Fräsaufsätze kommen für mich nicht in Frage, weil ich lediglich einen Dremel habe, in den die dicken Schäfte nicht hinein passen.

Bleiben vier verschiedene Möglichkeiten:
- Lochsäge
- Forstnerbohrer
- Zylinderkopfbohrer
- Stufenbohrer
Leider kommt auch der Stufenbohrer nicht in Frage, weil man damit keine gleichmäßig durchmessenden Löcher über eine Tiefe von 23 mm bohren kann.

Die Metallqualität ist bei mir nicht entscheidend, weil ich den Bohrer nicht sehr häufig benutzen werde.

Mir geht es viel mehr darum möglichst saubere Ränder am Bohrloch zu erhalten.

Danke schon mal im Voraus
 

Dutrag

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Famag Bormax 2.0, einmal Ø25 20mm tief, einmal Ø30 45mm tief in (teils ziemlich harzigem) 10x10cm KVH mit einem von Hand geführten Akkuschrauber.
Bilder nicht sehr scharf, da Ausschnitte aus größeren Bildern. Aber die Wände sind ziemlich sauber, mit besserem/der Aufgabe entsprechenderem Werkzeug kann es noch besser werden.
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wasmachen

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HinternDiwan
Sack oder Durchgangsloch?
Bei letzterem: Forstnerbohrer mit mehreren Vorschneidern, wie z.b. der genannte Famag.
Bei Sackloch tuts auch n 'normaler'.
 

willyy

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viel mehr darum möglichst saubere Ränder am Bohrloch
habe Lochsägen, Forstner und den Star-M Kreisschneider.
Wg. ausfransen sollte man mit jedem Werkzeug von beiden Seiten bohren, dann wird das minimiert. Die Bohrungswand ist mit Lochsäge am schlechtesten, dann würde ich sagen Forstner und Kreisschneider am besten, wobei die sich nicht viel schenken (mMn)
Kreisschneider ist am flexibelsten.
 

Guido_CH

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Für saubere Lochränder einen guten Forstnerbohrer, kein Baumarktzeugs. Ich habe Fisch und Famag, beide machen in Ahorn sehr saubere Löcher. Wenn der Austritt ausrissfrei sein soll, nehme ich ein Opferholz - finde ich schneller und einfacher, als von zwei Seiten zu bohren.
 

Profilaie

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Ich arbeite sehr häufig mit Forstnerbohrern und habe im Laufe der Jahre von Lidl über Wolfcraft und Bosch bis Famag alles mögliche in der Maschine gehabt. Meine absoluten Favoriten die ich jetzt auch nur noch kaufe sind die HM bestückten von Paulimot, sind allerdings Kunstbohrer. Sauberste Löcher, hohe Standzeit, hervorragende Schneidleistung und die sind sogar ziemlich günstig.
 

IngoS

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Ich arbeite sehr häufig mit Forstnerbohrern und habe im Laufe der Jahre von Lidl über Wolfcraft und Bosch bis Famag alles mögliche in der Maschine gehabt. Meine absoluten Favoriten die ich jetzt auch nur noch kaufe sind die HM bestückten von Paulimot, sind allerdings Kunstbohrer. Sauberste Löcher, hohe Standzeit, hervorragende Schneidleistung und die sind sogar ziemlich günstig.
Hallo,

Habe auch ein paar Kunstbohrer mit Hartmetallbestückung.
Wegen der sehr kleinen Zentrierspitze und kaum Führung am Umfang sind die nix für Handbohrmaschine und Akkuschrauber.
Ansonsten natürlich gut.

Gruß Ingo
 

pedder

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Ich arbeite sehr häufig mit Forstnerbohrern und habe im Laufe der Jahre von Lidl über Wolfcraft und Bosch bis Famag alles mögliche in der Maschine gehabt. Meine absoluten Favoriten die ich jetzt auch nur noch kaufe sind die HM bestückten von Paulimot, sind allerdings Kunstbohrer. Sauberste Löcher, hohe Standzeit, hervorragende Schneidleistung und die sind sogar ziemlich günstig.
Das ist spannend, vor allem, weil die ja auch noch günstiger sind, als zB Famag.

Und Ingo erklärt auch gleich im vorbeigehen, warum es dann trotzdem Forstenerbohrer gibt.

Und dann denkt man, man hat schon alles gelesen und alles probiert und dann kommt doch mal was "neues",
 

bast_ig

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Ich hab gestern auch gleich mal bei Paulimot geschaut. Die Forstnerbohrer da sind auch echt günstig. Habe leider gerade vor Kurzem welche gekauft.

Grüße
 

Profilaie

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Wegen der sehr kleinen Zentrierspitze und kaum Führung am Umfang sind die nix für Handbohrmaschine und Akkuschrauber.
Darum habe ich es extra dazu geschrieben, danke für deine Ergänzung. Ich arbeite allerdings fast nie handgeführt mit Forstner/Kunstbohrern.

Und dann denkt man, man hat schon alles gelesen und alles probiert und dann kommt doch mal was "neues",
Paulimot hat beides im Sortiment und ich auch beides in der Werkstatt. Je nach Anwendungsfall wähle ich den Bohrer aus, links im Bild Kunstbohrer, rechts Forstner. Beide von Paulimot. Die beiden die im Hintergrund noch zu sehen sind stammen aus irgendeinem Nonameset. Da wird aber schon ein Unterschied deutlich, die Schäfte sind eher mickrig gegen die Paulimot.
 

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Martin Graf

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Hallo,
was auch gut und ohne Motor und ohne Bohrständer funktioniert, sind Schlangenbohrer. Durch den Vorschneider entstehen keine Ausrisse. Ggf. von beiden Seiten bohren.
Die Schlangenbohrer lassen sich auch leicht nachschärfen.

Vielen Dank auch für den Tipp zu den HM-Kunstbohrern!

Gruß Martin
 

MukerBude

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@MarcBerlin,
die gängigen Fräsköpfe haben einen zu großen Schaftdurchmesser für den Dremel.

@Martin Graf,
die Schlangenbohrer haben leider Nachteile. Entweder sie sind zu lang, oder sie haben einen zu großen Schaftdurchmesser.

Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass es die gängigen Holz-Spiralbohrer mit einem Durchmesser von 25 mm gibt.
Bewährte Technik. Guter Preis. So einer wird meiner !

Danke für eure Ideen!
 

Dackeldil

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Das ist spannend, vor allem, weil die ja auch noch günstiger sind, als zB Famag.

Und den Qualitätsunterschied merkt man auch deutlich. Wenn man dagegen jetzt Hartmetall-Kunstbohrer von Famag oder Fisch nimmt, ist das nochmal eine ganz andere Hausnummer.

Für mich als Drechsler, der viel in Hirnholz bohrt, kommen erst mit großem Abstand die Hartmetallbohrer von Zobo, dann Famag-Hartmetall, dann Fisch (ich finde die Runde Aufnahme nicht so gut wie den Sechskant von Famag, deswegen Platz 3), dann kommt lange nichts, dann geht es mit den Standart-Forstnerbohrern von Famag weiter.

Ich hatte auch diverse andere, wie Bosch "professional", usw., spätestens beim Mühlenbohren im Längsholz trennt sich die Spreu vom Weizen, sprich die Bohrer verlaufen, hinterlassen, ausgefranste Bohrlöcher, bzw. kommen erst gar nicht in das Holz.
 

weissbuche

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Spiralbohrer und saubere Löcher in Holz sind meiner Meinung nach ein Widerspruch in sich. Die Dicke ist 23 mm, nur 23 mm. Kunstbohrer und Opferholz, wurde ja auch schon gesagt, geben saubere, ausrißfreie Löcher.
 

MukerBude

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@ weissbuche,
gemeint sind natürlich Holz-Spiralbohrer. Bei Feine Werkzeuge sind unter Spiralbohrer nur Holz-Spiralbohrer aufgeführt, deshalb dachte ich, ich müsste den Bezug auf Holz nicht noch extra erwähnen.
Feine Werkzeuge hat dazu eine andere Meinung als du.
Zitat: "Holz-Spiralbohrer haben optimierte Vorschneider, um besonders sauber bohren zu können..."

@ Dackeldil.
wow, die Bilder bei ZOBO zeigen beeindruckende Bohrqualität ! Gut die zu kennen, Danke dafür.
 
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