Flachdübelfräser - Lamellos sitzen zu locker

Robheld

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Hallo,

die Flachdübel sitzen bei mir so locker, dass sie von allein herausfallen. Sie wackeln regelrecht in dem Schlitz.
Das hat zur Folge, dass beim Verleimen doch ein Versatz entsteht.

Was wird dir Ursache sein?
Flachdübelfräse: Casals JS104K
Flachdübel: https://www.amazon.de/LAMELLO-Flach...01NCXE7A2/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

Ich habe versucht mit dem digitalen Messscheiber zu messen:
Schneiden des Fräsers: knapp unter 4mm
Schlitz selbst: ca 3,9 - 4,1 mm
Flachdübel: je nachdem wo ich messe 3,7 - 3,9

Allerdings ist das Messen nicht so genau.

Kennt jemand das Problem?
 

WinfriedM

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Sind die Lamellos vielleicht zu trocken? Vielleicht mal in einer Dose mit feuchtem Waschlappen für ein paar Tage lagern. Aber so, dass der Waschlappen die Teile nicht berührt.
 

ukunz

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Hatte zuerst eine Ferm Fräse, da war das auch so, dann eine Lamello C3 dann war es sehr gut und jetzt eine Zeta damit auch sehr exakt.Aber das quellen kann auch ein problem sein, bei mir war es aber die schlechte Präzision der Maschine eindeutig? Ulli
 

IngoS

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Hallo,

bei mir sind die Flachdübel meist reichlich dick, so dass ich einige im Schraubstock etwas nachkomprimieren muss.
es wird was nützen, wenn du die Dübel etwas anfeuchtest, Betonung liegt auf etwas.
Beim Fräsen auch drauf achten, dass man nicht verwackelt.
Die Dübel sind ja vorkomprimiert und quellen in der Leimfuge dann auf, aber ich kenne das auch, sind die Plättchen zu dünn, wird es ungenau.

Gruß

Ingo
 

Robheld

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Das mit dem Quellen probiere ich mal. Aber sie müssten schon ganz schön viel quellen.

Eine Idee war den Fräser nachschärfen zu lassen, sodass der Schlitz einfach schmaler wird.

Weiß aber nicht welcher Schärfdienst so etwas macht.
 

Robheld

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Nachtrag: am Verwackeln liegt es ganz sicher nicht. Selbst wenn ich Holz UND Fräse aneinanderzwinge macht es keinen Unterschied.
 

Holzrad09

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yoghurt

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Hallo,
ich kann die Casals qualitativ nicht zuordnen. Kann es sein, dass die Welle einen kleinen Schlag hat? Ist es möglich dass auf dem Fräser selbst ein Zahn ein wenig "aus der Reihe tanzt"?
 

andama

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Das Nachmessen der Dicke des Sägeblatts mit dem Messschieber sollte Klarheit bringen.
 

tiepel

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Hi,
Das Machmessen der Schneiden hilft nicht unbedingt.
Ich hatte mal so eine Billigfräse. Die Zähne waren recht genau 4mm. Allerdings waren die gut 0,2mm aussermittig aufgelötet, sodass die Nut 4,5mm wurde.
Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein, wenn max.4,1mm Nutbreite gemessen wurde.
Waren das wirklich original Lamellos?
Ich habe das auch immer so wie Ingo.
Oft sind die so stramm, dass ich sie im Schraubstock pressen musste. Ganz wenige gehen mit etwas Spiel.
Gruß Reimund
 

seschmi

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Lege das ausgebaute Sägeblatt mal auf einen Spiegel (oder eine andere komplett eben Fläche) und schaue es Dir im Streiflicht an. Bei mir war es so, dass einer der Zähne einen minimalen Grat hatte, der etwas vor stand und dafür gesorgt hat, dass die Schlitze zu breit wurden. Nur weil die Zähne die richtige Breite haben, heißt es ja nicht, dass sie auch perfekt fluchten.
Ich habe den Grat dann mit einer Diamantfeile weggefeilt, danach war es perfekt. Es geht hier ja nur um einen Zehntel oder so.
Die Feuchtigkeit der Lamellos ist aber auch sehr wichtig: Ich bewahre meine immer im Heizungskeller auf, wo es sehr warm und trocken ist. Wenn ich sie direkt von dort hole, sitzen sie auch locker. Wenn sie schon etwas länger in der Kellerwerkstatt bei höherer Luftfeuchtigkeit liegen, passen sie genau.
 

uli2003

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Jedes Päckchen Lamellos fällt anders aus. Mal locker, mal stramm.
Mach den Plastebeutel drum weg und stell das Päckchen ne Stunde raus.
Bloß nix anfeuchten, die quellen ordentlich auf.
 

WinfriedM

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Hab mal nachgemessen, meine originalen Lamellos haben mittig gemessen 4,0-4,1mm. Das ist dann auch stimmig, weil der Fräser 4,0mm ist.

Mir erscheinen also deine Lamellos zu dünn, wenn die teilweise nur 3,7mm dick sind.

Die Luftfeuchte in meiner Werkstatt liegt derzeit bei 60%.
 

Robheld

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Danke für die vielen Ideen.
Auf meinen Lamellos steht "Lamello" - sollten also die Originalen sein.

Ich habe mir jetzt die empfohlenen Flachdübel von Wolfcraft bestellt.

Den Fräser baue ich mal aus und schaue ihn mir genauer an.

Kennt denn jemand einen Schärfdienst, der solche Fräser nachschärfen würde und dabei vielleicht auch 1 oder 2 Zehntel wegnimmt?
 

Besserwisser

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Jedes Päckchen Lamellos fällt anders aus. Mal locker, mal stramm.
Mach den Plastebeutel drum weg und stell das Päckchen ne Stunde raus.
Bloß nix anfeuchten, die quellen ordentlich auf.

genausoisses.
Die quellen doch schon beim bloßen leimangeben.
Lamellos sind auch nicht dazu gedacht zehntelmillimetergenau zu positionieren.
 

tirogast_2018

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Hallo,
Uli2003 hat dir schon ganz richtig geschrieben, aber es war wohl nicht das was du lesen willst.
Also lass dir bitte den Fräser dünner schleifen, und mach dann im Sommer das nächste Thema auf: meine Flachdübel gehen zu streng, wo bekomme ich dünnere Flachdübel zu kaufen:emoji_stuck_out_tongue:
 

Robheld

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Dieses Thema werdet Ihr von mir nicht zu lesen bekommen - versprochen! :emoji_wink:
Außerdem kann man sich da ja leicht helfen: Flachdübel kurz in die Mikrowelle, im Schraubstock quetschen oder kurz übers Schleifpapier ziehen.

Also im Ernst - bei mir sitzen sie wirklich zu locker. Ich habe schon mit einer andere Flachdüelfräse / anderen Flachdübeln gearbeitet und da war das nicht so.

Ich melde mich nochmal wenn
- die neuen Flachdübel da sind
- ich das mit dem Quellen ausprobiert habe
- ich den Fräser ausgebaut und untersucht habe
 

Komihaxu

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Ich habe vor 3 Wochen ein paar Lamellos aus meiner Schublade, die waren recht locker.
Diese Woche (gleiche Lamellopackung, gleiche Schublade) saßen sie äußerst stramm.
 

ranx

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Moin,
meine Lamellos sitzen super stramm. Egal ob der Hersteller Lamello, Kaiser oder Häfele heißt. Bei komplexeren verleimungen fahre ich auch schon zweimal den Schlitz um etwas Spiel zu bekommen. Jeden zweiten oder dritten Flachdübel.
Da habe ich sonst einfach Angst das ich nicht alles dicht zusammen bekomme bis der Leim anfängt abzubinden.

Ist die Casals neu ?

LG uwe
 

matchesder

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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch auf das Werkstück ankommt.
Bei Vollbolz wie Buche oder Kiefer gingen die bisher immer deutlich strammer
als in mdf, mpx oder ähnliches.
Habe auch nur die Originale und auch hier geht mal eins stramm und eins mit Luft.

Gefräst habe ich nach den ersten fehlgeschlagen Gehversuchen mit dem Winkelschleifer-
Aufsatz nur mit den Lamellomaschinen.

Grüße
Martin
 

derdad

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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch auf das Werkstück ankommt.
Bei Vollbolz wie Buche oder Kiefer gingen die bisher immer deutlich strammer
als in mdf, mpx oder ähnliches.
Habe auch nur die Originale und auch hier geht mal eins stramm und eins mit Luft.

Gefräst habe ich nach den ersten fehlgeschlagen Gehversuchen mit dem Winkelschleifer-
Aufsatz nur mit den Lamellomaschinen.

Grüße
Martin

Ja, der Sitz kommt auf das Material, und sogar auf die Richtung an. Ob ich jetzt Hirnholz, längs zur Faser, oder quer zur Faser fräse ist meist ein Unterschied. Bei Plattenmaterial sowieso.
LG Gerhard
 

WinfriedM

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Eigentlich unlogisch: Zuerst wird gelötet, dann geschliffen. Falsch aufgelötet dürfte dann unmöglich sein.
 

tiepel

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Hallo Winfried,
Eigentlich hast Du da Recht.
Bei meiner Billigfräse war es definitiv so.
Ich hatte damals das Blatt mit der (mehrmals) Meßuhr ausgemessen, die Abweichungen notiert und dann von Hand mehrmals nachgeschliffen (habe einen Stein für Hartmeltallplättchen). Danach war der Schlitz in Ordnung, ich hätte das Ding aber besser zurück geschickt.
Ich vermute, dass bei dem Billgblatt nach dem Löten nicht geschliffen wurde.
Gruß Reimund
 
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