Fichte vs. Douglasie: Vergrauungsprozess im Außenbereich?

+villa

ww-nussbaum
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Hallo,

kann mir jemand ein Gefühl dafür geben, wie schnell sich Douglasie und Fichte im Außenbereich unbehandelt optisch angleichen?

Hintergrund meiner Frage ist, ich habe eine abgehängte Decke unterhalb einer Balkenlage. Oben auf der Balkenlage ist eine Terrasse. Durch diese gelangt bei Schlagregen selbstverständlich Regenwasser. Die abgehängte Decke saniere ich gerade.

Die damals gebaute UK ist so totaler Mist - sowohl statisch als auch in punkto konstruktiver Holzschutz.. Da brauchen wir nicht groß drüber reden. Im Plan eine verbesserte Version unter Berücksichtigung von konstruktivem Holzschutz (soweit hier denn überhaupt perfekt möglich). Die Glattkantbretter auf Stoß waren auch Mist. Es wundert mich ehrlich gesagt, dass es - so wie hier umgesetzt - mit Fichte überhaupt 15 Jahre gehalten hat.

Anbei eine Skizze, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Meine zusätzliche Überlegung war jetzt, anstatt wieder nordische Fichte drunter zu schrauben (welche ich dann auch noch behandeln muss => womit es A4 Sondermüll wird), besser direkt Douglasie unbehandelt zu nehmen? Farblich dürfte sich das jedoch mit der weiteren Fläche unterhalb des Baukörpers, wo dann kein Regen hin kommt, evtl. doch zu stark beißen, oder was meint Ihr? Oder ist das vernachlässigbar, weil sich dass nach einem Jahr durch Sonne und Regen sowieso alles angeglichen hat?

Vielen Dank für Euren Rat.
 

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Holzsinn

ww-robinie
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Verstehe ich das Foto richtig so, dass durch die aufliegenden oberen Bodenbretter Regenwasser durchläuft und mit der zukünfigen Verschalung unten aufgefangen wird? Wenn dem so ist, macht es unabhängig von der Holzart wenig Sinn, die Konstruktion unten überhaupt zu schließen. Mehr oder weniger geschlossene Hohlräume, in die Regenwasser von oben eindringt und schwer ablaufen kann, werden immer ein Brutstätte für Holz angreifende Pilze sein.
Ich würde die gesamte Konstruktion nochmal neu denken und zwar so, dass alles auftreffende Wasser so schnell wie möglich abfließt. Und ich würde sie nach unten auf keinen Fall verschließen.
Bei der Skizze fehlen sämtliche Abstandshalter, die verhindern, dass Massivholz egal ob quer oder parallel aufeinader liegt.
Gut wären auch Fotos, die die Gesamtsituation zeigen. So ist es etwas schwer vorstellbar, wo Regenwasser hinkommt und wo nicht.
Melanie
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+villa

ww-nussbaum
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Nein. Da liegt dann ein Missverständnis vor. Natürlich wird das nicht verschlossen. Das wäre ja geradezu irre. :emoji_wink:

Anbei ein altes Foto.

Oben ist eine Terrasse. Die Balken stehen ca. 240 cm über die Betonpfeiler hinaus. Zwischen den Terrassendielen sind ca. 10 mm Abstand. Unten, zwischen den Glattkantbrettern der Decke, sind natürlich auch 10 mm, eher 15 mm Abstand. Alles Wasser was von oben kommt, soll da natürlich unten so schnell wie möglich durchlaufen. Unterhalb der abgehängten Decke ist dann ca. 2,5 m tiefer ein Kiesweg.

In meiner Skizze schwarz eingefärbt wäre ein Gumo-D Distanzband. Damit hab ich bei Terrassen sehr gute Erfahrungen macht.

Die aktuelle UK hat m.E. folgende Defizite:
  1. Seitlich verschraubtes Holz. Statisch Käse. Die Last hängt somit ausschließlich an den Schrauben und nicht auch am Holz.
  2. Stirnseite des 45x95 mm Holz offen und ungeschützt
  3. Nur ein Träger für die Deckenlattung => Stoß an Stoß => maximal ungünstig für von oben kommende Feuchtigkeit. Diese kann sich dort perfekt sammeln.
  4. Fichte für die UK
Ich wollte nun
  1. KDI als UK nehmen
  2. Verschraubungen ausschließlich von unten oder, falls nicht möglich, dann verdeckt.
  3. Zwei Träger, damit die Deckenlattung nicht Stoß an Stoß ist
  4. Das Gumo-D Distanzband zusätzlich drunter setzen, dass - wenn die Deckenlattung ggf. mal wieder fertig ist - die UK nicht angegriffen wird
  5. Douglasie anstatt nordische Kiefer für die Deckenschalung nehmen. Man produziert keinen Sondermüll, spart sich zudem Arbeit und kann die Douglasie in ca. 15 Jahren (vermutlich hält es länger?) notfalls im eigenen Kamin verheizen.
PS: Mir ist bewusst, die Terrassenkonstruktion ist auch nicht ideal. Das ist aber eine andere Baustelle und soll hier nicht Thema sein.
 

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Holzsinn

ww-robinie
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Ich würde die Brüstung so gestalten, dass Wasser nicht nach innen gezogen werden kann. Auch wenn´s vielleicht nicht zum Stil passt, aber eine Regenrinne würde vielleicht schon weiterhelfen oder die Brüstunghölzer senkrecht anzubringen und mit einer Tropfkante zu versehen. Alles optisch keine schönen Ideen - klar - aber in der bestehenden Konstruktion wird die untere Verschalung immer länger feucht bleiben, als dem Holz gut tut. Ich würde mal bei Zimmerleuten nachfragen, was in so einem Fall helfen würde. Die wissen am besten, wie man bestehende Konstruktionen witterungsbeständiger macht.
Unabhängig davon ist natürlich Holz mit einer höheren Resistenzklasse als Fichte immer die bessere Alternative. Die Optik halte ich insgesamt für das geringere Problem als die ungünstige Konstruktion.
Melanie
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+villa

ww-nussbaum
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Vielen Dank. Darüber hatte ich in der Tat auch schon nachgedacht. Jedoch wird es schon ein Mörderaufwand.

Mir ging es primär erst mal um die Fragestellung wie sich Douglasie und nordische Fichte über die Zeit im Außenbereich optisch angleichen.
 

andama

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Vielen Dank. Darüber hatte ich in der Tat auch schon nachgedacht. Jedoch wird es schon ein Mörderaufwand.

Mir ging es primär erst mal um die Fragestellung wie sich Douglasie und nordische Fichte über die Zeit im Außenbereich optisch angleichen.
Dusch mich, aber mach mich nicht nass
Mehr kann ich dazu nicht sagen.
 
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