Feuerhemmende Verleimung - B1 ???

musical_joiner

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Mal ne blöde Frage. Wie sieht es mit den Leimen bzw. Klebstoffe aus, wenn die Ausführung eines Innenausbaus als B1 - feuerhemmend gefordert ist?:confused:
Gibt es da besondere Leime oder sowas?
Ich habe noch nie von sowas gehört.
Aber hier kann man ja mal fragen...

Gruß
 

U 421

ww-kastanie
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Verleimung mit Feuerwiederstandsdauer

Hallo musical_joiner,

welche Bauteile sind von Ihnen zu erstellen? Verleimungen mit einer definierten Feuerwiderstandsdauer von z. B. 30 min (feuerhemmend) werden für tragende Bauteile wie Leimbinder etc. gefordert. Sollte sich diese Forderung auf Verkleidungen (Bekleidungen) erstrecken, so gilt die Feuerwiderstandsdauer nur in Verbindung mit dem tragenden Bauteil. Tragende Bauteile werden nur von zertifizierten Unternehmen unter strengen Qualitätskontrollen angefertigt und die Verbindungsklebstoffe sind vorgeschrieben. Die anderen Bauteile gelten nur als Bekleidungen und können ohne Zertifikat von jedem Handwerksbetrieb mit den handelsüblichen Klebstoffen erstellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

U 421
 

Gromit

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Hallo U421,

es kann durchaus erforderlich sein, den Nachweis zu erbringen, dass verwendete Materialien einer bestimmeten Brandschutzklasse angehören. Auch bei nichttragenden Bauteilen (Wandverkleidungen) gibt es Vorschriften. So weiß ich von Flureinbauten in Krankenhausfluren, dass die ausführenden Betriebe einen Nachweis über die Brandklasse von Trägerplatte, Leim, Dämmstoff und Lack erbringen müssen. Auch sind manche Materialien nur in bestimmten Kombinationen zugelassen.
Im Zweifelsfall vorher die Baubehörde fragen. Nachher wird es teuer, wenn alles wieder raus muss.

Carl
 

W&D

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Hallo!
Ich galube hier gibt es ein Missverständnis. Mit feuerhemmend (F30 = 30 Minuten Feuerwiderstandsdauer) werden Bauteile bezeichnet (z.B. Wände, Türen, tragende Stützen etc.
B1 ist eine Bezeichnung für das "Brandverhalten von Baustoffen" nämlich "schwerenrflammbar".
Welche Baustoffe darunter fallen und wie geprüft wird steht in der DIN 4102.
Gruß
W&D
 

U 421

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Gromit schrieb:
Hallo U421,

es kann durchaus erforderlich sein, den Nachweis zu erbringen, dass verwendete Materialien einer bestimmeten Brandschutzklasse angehören. Auch bei nichttragenden Bauteilen (Wandverkleidungen) gibt es Vorschriften. So weiß ich von Flureinbauten in Krankenhausfluren, dass die ausführenden Betriebe einen Nachweis über die Brandklasse von Trägerplatte, Leim, Dämmstoff und Lack erbringen müssen. Auch sind manche Materialien nur in bestimmten Kombinationen zugelassen.
Im Zweifelsfall vorher die Baubehörde fragen. Nachher wird es teuer, wenn alles wieder raus muss.

Carl

Hallo Carl,

ich habe mich ausführlich mit einem Spezialisten aus dem vorbeugenden Brandschutz über dieses Problem unterhalten und dieser vertritt die Meinung, dass höchstens die gleiche Leimsorte wie für tragende Holzbauteile gefordert werden kann. Könnten Sie mir die geltenden Vorschriften außer der DIN 4102 nennen. Ich würde gerne dieses Wissensdefizit ausgleichen.

Mit freundlichen Grüßen

U 421
 

Gromit

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Hallo U421,

leider habe ich keine Informationen, die über die DIN 4102 hinausgehen. Oftmals gibt es geprüfte Materialkombinationen, z.B. von Resopal, die eine best. Klasse bezüglich des Brandverhaltens aufweisen. Das steht aber in keinem Katalog drin. Die Infos gibt es nur direkt von Resopal.
Bei Leimen, Lacken, Trägermaterialien, Dämmstoffen und Dichtstoffen ist die Brandschutzklasse immer mit angegeben (B1, A1,....)
Im Zweifelsfall würde ich immer eine Klasse besser wählen, also A1 statt B1. Ist aber natürlich eine Preisfrage!
Auch hier mein Rat: vorher bei der Behörde nachfragen und sich seine Konstruktion genehmigen lassen und/oder sie mit der Behörde abstimmen. Das spart eine menge Ärger im Brandfall.
Carl
 

U 421

ww-kastanie
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Gromit schrieb:
Hallo U421,

leider habe ich keine Informationen, die über die DIN 4102 hinausgehen. Oftmals gibt es geprüfte Materialkombinationen, z.B. von Resopal, die eine best. Klasse bezüglich des Brandverhaltens aufweisen. Das steht aber in keinem Katalog drin. Die Infos gibt es nur direkt von Resopal.
Bei Leimen, Lacken, Trägermaterialien, Dämmstoffen und Dichtstoffen ist die Brandschutzklasse immer mit angegeben (B1, A1,....)
Im Zweifelsfall würde ich immer eine Klasse besser wählen, also A1 statt B1. Ist aber natürlich eine Preisfrage!
Auch hier mein Rat: vorher bei der Behörde nachfragen und sich seine Konstruktion genehmigen lassen und/oder sie mit der Behörde abstimmen. Das spart eine menge Ärger im Brandfall.
Carl

Hallo Carl,
herzlichen Dank für die Informationen, ich bin zwischenzeitlich auf eine interessante Seite www.infoholz.de gekommen. Die Verwechslung kam zustande, weil ich so zu sagen musical_joiner auf den "Leim gegangen" bin, in dem die Brandschutztechnischen Anforderungen mit den Verleimbezeichnungen B1 - B4 (Schreinerhirn) verwechselt wurden.

Mit freundlichen Grüßen

U 421
 

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hallo

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nadinestoffel@online.de

hallo ich habe mal eine frage könnt ihr mir sagen welche feuerhemmenden dämmstoffe für den innen und ausenausbau am besten geignet sind

vielen dank für ihre mühe das team der dessauer schule
 
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