Festool CS 70 EB lässt den FI fliegen

NormagFrank

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Hallo zusammen,
meine CS 70 EB lässt nach einer Laufzeit von wenigen Minuten (wenn der Motor eine gewisse Temperatur erreicht hat?) den FI fliegen. Nach allem, was ich gelesen habe, handelt es sich um einen bürstenbesetzten Universalmotor, ein defekter Kondensator scheidet also wohl aus.
Woran kann es liegen?
Danke Euch schon mal!

Grüße Frank
 

NormagFrank

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Also bei mir ist ein dreiadriges Anschlusskabel dran, was ich aufgrund der Tatsache, dass die Säge zu großen Teilen aus Aluminium besteht, auch für sinnvoll erachte. Aluminium ist schließlich ein guter elektrischer Leiter.
 

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Time_to_wonder

ww-robinie
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Woran kann es liegen?
Tja, der FI löst aus, wenn der Strom, der über die Phase in die Maschine fließt nicht mit dem Strom, der über den Neutralleiter zurückkommt, übereinstimmt.

Ergo fließt eine kleine Teilmenge woanders hin, entwerder über den Schutzleiter, oder auf einem anderen, fehlerheften Weg.

Hört sich für mich so an, als ob an irgendeiner Stelle mit Erreichen einer bestimmten Temperatur die Isolation schwächelt - ich finde es aber schwierig, das weiter einzugrenzen.
 

Time_to_wonder

ww-robinie
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Meine CS70 hat ein 2-adriges Kabel, also keinen Kontakt zum Schutzleiter der Steckdose. Daher sagen meine rudimentären Stromkenntnisse, dass der Fehler eher in der Installation zu suchen ist?
Nicht unbedingt, auch bei schutzisolierten Geräten führt ein Isolationsversagen mit entsprechendem Leckstrom (Fehlerstrom) zum Auslösen des FIs, auch wenn es unwarscheinlicher als bei Geräten mit Schutzklasse I ist.
 

jjoerg

ww-birke
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Nicht unbedingt, auch bei schutzisolierten Geräten führt ein Isolationsversagen mit entsprechendem Leckstrom (Fehlerstrom) zum Auslösen des FIs, auch wenn es unwarscheinlicher als bei Geräten mit Schutzklasse I ist.
Genau, um es anschaulich zu verifizieren könnte die Säge auf isolierende Füße gestellt werden, dann bleibt die Maschine an und könnte ausgehen wenn ein leitender Kontakt zur Erdung hergestellt wird (Gehäuse, nicht tun: Anfassen der Maschine, Werkstück mit Kontakt zu anderen Gebäudeteilen, ...). Dabei wird natürlich genau die sinnvolle Sicherheitsfunktion umgangen, die vor Stromschlägen schützen soll, also besser nicht anfassen. Wir müssen beim Auslösen des FI von mind. 30 mA Leckstrom ausgehen.
In unserem letzten Urlaub hatten wir in einem Nachbarland eine Spülmaschine, die beim Anfassen des Gehäuses ein wirklich unangenehmes Kribbeln erzeugte. Ein Messgerät hatte ich nicht dabei, ich schätze einen Strom im Bereich von 1-5 mA, weit unterhalb dessen was ein aktueller FI abfängt (30 mA).
https://etem.bgetem.de/6.2019/titelstories/kribbeln-im-koerper
Im Angesicht der Körperreaktion auf Ströme von schon unter 30 mA würde für mich zu dem Schluss kommen die Säge so nicht mehr zu betreiben, da es unschöne Gedankenexperimente gibt: bei fehlender Ableitung über Gehäuse, da z.B. die leitende Verbindung zum Boden nicht mehr so gut funktioniert (Späne unter Rollen o.ä. ) bleibt die Säge erst einmal an. Nun könnte der Körper als Ableitung in Betracht kommen, bei dem normalen Widerstand des Körpers ist zwar nicht zwingend etwas Schlimmes zu erwarten aber sicher auch nicht auszuschließen: Was ist wenn die z.B. die unter Wärme versagende Isolierung sprunghaft schlechter funktioniert, ich einen muskelverkrampfenden Stromschlag bekomme und meine Hand in einem vermeintlich sicherem Abstand zum Sägeblatt ist ... war?
Viele Grüße
Jörg

P.S.: Bei der regelmäßigen DGUV-Prüfung in denen auch Verlängerungskabel, Kaffeemaschinen und anderes in Betrieben regelmäßig getestet werden würde so eine Maschine sicher durchfallen, wenn der Leckstrom durch den Fehler schon direkt nach dem Start fließen könnte (Messung des Berührungsstroms).
 

Time_to_wonder

ww-robinie
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P.S.: Bei der regelmäßigen DGUV-Prüfung in denen auch Verlängerungskabel, Kaffeemaschinen und anderes in Betrieben regelmäßig getestet werden würde so eine Maschine sicher durchfallen, wenn der Leckstrom durch den Fehler schon direkt nach dem Start fließen könnte (Messung des Berührungsstroms).
Vielleicht würde sie auch mit dem beschriebenen Fehlerbild schon durchfallen, weil ja auch Riso mit mindestens 0,5 kV gemessen wird. Da schwächelt manch marode Isolierung von selbst.
 

dsdommi

ww-robinie
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Laufen noch andere Maschinen auf dem FE?
Es könnte auch an der Summe aller Fehlerströme liegen. Hast du jemanden der eine Isolationsmessung machen kann?
Bis der Fehler gefunden wurde würde ich die Maschine vom Netz trennen.
 
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