erstes Bett – Bitte um Unterstützung / Tipps

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von bastib, 16. Oktober 2019.

  1. bastib

    bastib ww-pappel

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    Hallo!

    Seit einiger Zeit mache ich immer wieder kleinere Projekte und plane nun ein erstes "großes".
    Ich habe nur wenig Platz an und um einer kleinen Werkbank und nur das nötigste an Handwerkzeug.

    Das Bett das ich plane soll aus Esche sein (Material kommt vom Schreiner, in welcher Form – sägerauh / gehobelt – ist noch unklar).
    Der Lattenrost (grob nach dem Plan von Stiftung Warentest) und der Unterbau aus Fichte.

    Das Maß der Matratze is 180x200cm.
    Anbei mal mein derzeitiger Sketchup Plan.

    Kopf und Fußteil sollen mit durchgehender Zapfenverbindung und Holznagel (habe keine so langen Zwingen) verleimt werden.
    Das Kopfteil wird oben verleimt und mit Holznagel fixiert und ist unten lose in einer Nut.
    Die Seitenteile sollen mit Knapp Duo 90/20, die Mittelstrebe mit je zwei Knapp Duo 26/26 fixiert werden.

    Maße:
    Die Lattenroste ruhen auf 4x4 und 4x9cm großen Leisten.
    Seitenwangen und Querbalken: 4x14 (Querschnitt)
    Das Brett am Kopfende soll 2,5cm dick sein, die Eckpfosten am Kopfende ganz oben 3,5cm.

    Macht das ganze Sinn so?

    Vielleicht habt ihr ja Ideen / Kritik oder Fragen.

    Danke schon mal!

    Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.08.07.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.08.32.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.08.49.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.08.59.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.09.08.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.09.16.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.09.25.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.09.36.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.09.48.png Bildschirmfoto 2019-10-16 um 17.10.45.png
     
  2. bastib

    bastib ww-pappel

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    Ein paar ganz konkrete Fragen / Unsicherheiten / Gedanken hätte ich noch:

    • die Auflagen für den Lattenrost (4x4x195) sollen an die Seitenwangen verleimt und zusätzlich mit je zehn Holzdübeln (8mm) gesichert werden. Ist das übertrieben?

    • ist der Querschnitt der Seitenwangen und Querstreben mit 4x14 zu klein oder ist das stabil genug? Hat jemand eine Meinung zum Durchmesser der Füße (oben 4x6, verjüngen sich auf 4x5)?

    • für die Zapfenverbindung der Querstreben (12x70 im Querschnitt) bin ich zu dem Ergebnis gekommen dass sie nur stabil genug sind wenn sie durchgehend sind. Das Loch im Zapfen ist ca. 1mm nach innen versetzt, damit dann der Holznagel / -dübel die beiden Teile zusammenzieht. Sollte ich hier lieber auf zwei Dübel / Holznägel setzen?

    • Ist die Fixierung des Bretts am Kopfteil stabil genug? Der Falz soll 15mm tief und 8mm breit sein. Könnte das dann unten mit der Zeit einreissen? Alternativen wären vielleicht:
    - Ein dickerer Falz, dann vermutlich auch ein dickeres Brett (derzeit 25mm)
    - ein tieferer Falz (könnte die Stabilität der Eckpfosten verringern?
    - den Falz in der Mitte mit Zapfen verleimen statt oben (und dann oben 5mm kürzer machen damit kein "ungewollter Höhenunterschied entsteht zwischen Brett und Fuß falls das Brett schrumpft)
    - das Brett über die volle Breite mit Dübeln fixieren

    • zu den Knapp Verbindern habe ich wenig gefunden, sie scheinen mir aber ganz gut geeignet. Bin mir noch nicht sicher ob ich das genaue ausstemmen im Hirnholz (dann von der Seite, also ins Längsholz) unterschätze.

    • die Latten für den Lattenrost sollen auf einem Rahmen aus 24x48 Hölzern aufliegen, die mit Schlitz und Zapfen verbunden sind

    • Die Verbindungen sollen hergestellt werden mit Stemmeisen (6mm, 12mm, 20mm), Simshobel und Grundhobel (8mm). Rauhbankhobel und Stanley #5 (mit geradem und abgerundetem Eisen) sind vorhanden. Putzhobel wird ggf. noch angeschafft oder restauriert. Ausserdem noch Fuchsschwanz und Veritas Schwalbenschwanzsäge. Das (Eschen)Holz möchte ich beim Schreiner bestellen (mit leichten Zulagen, rechteckig, gehobelt). Das Holz für Unterbau und Lattenrost ggf. im Baumarkt o. Holzhandel selber besorgen
     
  3. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    kannst du grundsätzlich so machen, wie geplant.
    Die Zapfen zwischen Fußteil und Füßen solltest du bis Unterkante Brett durchgehen lassen und mit 2 Holznägeln abnageln, oder bei durchgehendem Zapfen verkeilen. So wird die Verbindung stabiler.
    Das Kopfteil wird stabiler, wenn du quer oben und unten eine Rahmenleiste einzapfst und dann eine lose Füllung einlegst.

    Gruß

    Ingo
     
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  4. Clemens J.

    Clemens J. ww-esche

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    Hallo,

    beim Kopfteil würde ich dieses weiter runterziehen, so dass das Kopfkissen nicht nach hinten durchrutschen kann.
    Wie Ingo geschrieben hat, das Kopfteil auch unten durchzapfen, bzw. einen Nutzapfen anarbeiten der ebenso mit einem Holznagel gesichert werden kann. Das Loch im Nutzapfen muss dann halt als Langloch ausgebildet werden, oder das Kopfteil ist zu trennen und mit eine Nut/Federverbindung gesteckt (lose) zu verbinden, oder als Rahmen/Füllungkonstruktion auszuführen, damit das Holz in der Breite arbeiten kann.

    Gruß Clemens
     
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  5. bastib

    bastib ww-pappel

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    Hallo @IngoS,

    Danke für die Antwort!


    Meinst du das mit dem Zapfen so wie hier im Bild?
    Das wäre 40x105 – ist das ggf. zu hoch um das Holz arbeiten zu lassen (hatte mich bei den Maßen an die gängigen "Daumenregeln" gehalten). Oder sollte ich ihn vielleicht sogar noch nach oben verlängern? Oder zweiteilen?

    Bildschirmfoto 2019-10-17 um 12.07.45.png

    Derzeit wären sie 40mm lang und damit durchgehend. Ich war davon ausgegangen dass kürzer (also dann "verdeckt") ggf. nicht stabil genug wäre. Du meinst das ginge?
    Verkeilten Zapfen habe ich noch nicht gemacht, werde aber ohnehin Test-Verbindungen machen. Du meinst das wäre stabiler als mit Holznägeln? Habe ich da auch den Effekt dass die Teile aneinander gezogen werden (habe vielleicht gerade einen Denkfehler)?

    Also wie bei einer klassischen Rahmenkonstruktion?
    Das wollte ich gerne vermeiden um einen "geradlinigeren" Eindruck zu behalten.
    Gäbe es vielleicht noch andere Varianten?
     
  6. bastib

    bastib ww-pappel

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    Ja, da bin ich auch noc am überlegen. Womöglich werde ich es der Optik halber so lassen.

    Dann müsste das Loch für den Nutzapfen nach oben auch etwas größer sein nehme ich an, damit das Brett auch schrumpfen kann?
    Würde auch ein durchgehender Zapfen in der Mitte funktionieren?

    Also z.B. zwei 15cm breite Bretter mit etwas Abstand zueinander?
     
  7. Clemens J.

    Clemens J. ww-esche

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    Hallo.

    Ja

    [QUOTE
    Also z.B. zwei 15cm breite Bretter mit etwas Abstand zueinander?[/QUOTE]

    genau, wenn der Abstand ganz minimal ist fällt das eventuell gar nicht groß auf, oder wirklich ein 1 cm Abstand, lose Feder dazwischen und die Kanten leicht angefast, so dass die "Arbeitsfuge" leicht betont wird.

    Gruß Clemens
     
  8. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Nur ein durchgehender Zapfen würde auch funktionieren.
    Nutzapfen soll vehindern dass das Brett schüsselt. Und damit an dieser Stelle kein unschöner Spalt ist. Er wird nicht verleimt.
    Je weniger hoch der Zapfen ist, desto strammer sitzt er dauerhaft im Zapfenloch, da sich dann ja sein Schwinden weniger auswirkt.
    Zapfen soll in der Hohe recht stramm eingepasst werden, seitlich weniger stramm, damit der Fuß nicht aufspaltet.
    Gegen dieses Aufspalten wäre es auch sinnvoll, den Bettfuß oben etwas zu verlängern.

    Den Bettfuß würd ich übrigens lieber quadratisch ausführen.
     
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  9. bastib

    bastib ww-pappel

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    Danke!
    Mit "durchgehender Zapfen in der Mitte" meinte ich: eine durchgehende Nut von oben bis unten, die in der Mitte mit einem Nutzapfen fixiert wird.

    Meinst du damit den Fuß am Kopfteil oder am Fußteil (oder beide)? Und wieso?
     
  10. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Das in der Mitte verstehe ich als "Zapfen".
    Der "Nutzapfen" wäre der sehr kurze unverleimte Zapfen oben und/oder unten.
    Ich hoffe doch, ich verwende die Begriffe nicht falsch (?)

    Quadratische Füße finde ich gefälliger; sieht man ja auch meistens so.
    Und vor allem, man hat mehr "Fleisch" für eine stabile Verbindung.
    Sie reißen nicht so schnell auf, wenn man den Zapfen ordentlich stramm einpasst.
    Und mehr Leimfläche..
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2019
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  11. bastib

    bastib ww-pappel

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    Das macht Sinn!
    Werde mal drüber nachdenken, derzeit gefällt es mir aber so wie es ist recht gut…
    Und um da Gesamtbild zu erhalten müsste ich dann auch die Dicke der Seiten erhöhen…

    Habe hier mal ein "Mock-Up" gemacht um sicher zu stellen dass wir von der gleichen Sache reden:

    b:
    Bildschirmfoto 2019-10-17 um 18.55.04.png

    c:
    Bildschirmfoto 2019-10-17 um 18.56.37.png

    Bei Variante b müsste ich oben ein wenig Abstand zwischen Brett und Eckpfosten lassen damit der Spalt, wenn das Brett schrumpft / ausdehnt gewollt aussieht.

    Bei Variante c müsste das untere Loch verlängert werden (und auch ggf. der untere Zapfen?) Damit das Brett schrumpfen kann.

    Ausserdem sähe ich noch die oben genannten Alternativen:
    Und ist die Stärke des Brettes vielleicht zu knapp gewählt? Sollte ich da mehr planen oder das ganze mit einer Gratleiste in der Mitte der Rückseite zusätzlich sperren?


    Zu den Bettbeschlägen: Habe jetzt erst gesehen dass die Knapp Duo Beschläge schwer zu bekommen sind (meist nur als 10er-Paare).
    Falls sich nicht noch eine Quelle auftut (oder ich 10 Paare bestelle und den Rest verkaufe) ist das dann auch wieder offen.
    Dann vielleicht Berliner Bettbeschlag oder Solid MF von Ligno.
     
  12. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Auf die Dicke des quadratischen Fußes? Das würde dann viel zu dick. Macht keinen Sinn.

    Bild 1 triffts vom Prinzip her genau. Nutzapfen oben und unten etwas abgesetzt, damit die Kante des Zafenloches verdeckt und unsichtbar ist.
    Der eigentliche Zapfen kann aber deutlich höher sein. Gut ein Drittel der Gesamthöhe. Dann hast du auch mehr Leimfläche.
    Holznagel zur Sicherung setzt man recht nahe an die Fuge. Abstand der Lochmitte ca doppelter Dübeldurchmesser.
    Bei zu roßem Abstand kann sonst eine Fuge aufgehen, falls der Bettfuß schwindet.

    Noch ein wichtiges Detail: Nuttiefe ca 1mm tiefer als Länge des Nutzapfens. Es muss minimal Luft bleiben am Nutgrund, damit er hier keinesfalls anstösst wenn du zusamenzwingst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2019
  13. bastib

    bastib ww-pappel

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    Hallo!

    habe noch mal die letzten Anpassungen gemacht.
    Das Brett vom Kopfteil wird über Nutzapfen in der Mitte befestigt.
    Die hinteren Bettpfosten bekommen oben etwas mehr Material (verjüngen sich auf 40mm), die Nut wird damit 12mm breit (300mm lang).
    Der Zapfen wird hier 100mm lang. Tiefe sind jeweils 1/3 und 2/3 des 40mm dicken Pfostens.

    Die Querstreben werden an den hinteren Pfosten und den vorderen Beinen nach wie vor mit Zapfen befestigt.
    Die werden aber nicht durchgehend sein (traue mir noch nicht zu dass ich das sauber hinbekomme) sondern ca. 2/3 Tiefe der 40mm dicken Beine haben.
    Da die Beine oben ja 60mm breit sind, werde, die Zapfen dicker, nämlich 20mm. Davon erhoffe ich mir mehr Stabilität.
    Höhe der Zapfen wird 100mm.

    Bildschirmfoto 2019-10-24 um 10.19.23.png Bildschirmfoto 2019-10-24 um 10.19.59.png Bildschirmfoto 2019-10-24 um 10.20.35.png Bildschirmfoto 2019-10-24 um 10.20.50.png

    Was meint ihr?
    Ist das stabil genug?
    Ist damit das lange Brett am Kopfteil wirkungsvoll gegen verwerfen und biegen gesichert ohne die Stabilität der Pfosten zu senken?

    Und: Ich habe nach wie vor keine Möglichkeit gefunden, die Knapp Beschläge einzeln zu ordern. Hat da vielleicht noch jemand einen Tipp?
    Die Schreinerei von der ich das Holz beziehen werde, bverwendet auch nur Berliner Bettbeschläge.
    Wenn ich die verwende, müsste ich ja auch die Beine ausstemmen. Würde ich da dann zu viel Material an den Beinen verlieren (wg. den Zapfen)?

    Danke!
     
  14. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Die Berliner Betthaken werdn ja nur ca 4mm tief eingelassen. Lediglich wegen der Haken musst du an zwei Stellen tiefer ausstemmen, evtl. sogar bis in den Zapfen des Kopfteils hinein. Da bleibt aber trotzdem genug übrig für eine stabile Verbindung.
    Zapfen kannst du ja auch etwas höher machen als das genannte 1/3.

    Und sorry, bei deinen Zeichnungen steige ich überhaupt nicht durch :emoji_slight_smile:
    Kann natürlich an mir liegen.
     
  15. bastib

    bastib ww-pappel

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    Hallo @Friederich,

    Ja, zu den Zeichnungen wäre vielleicht noch etwas Kontext gut gewesen… :emoji_wink:

    Die erste Zeichnung zeigt die geplante Verbindung der Seitenteile (links) mit den Beinen (rechts) von innen.
    Das zweite Bild zeigt den Querbalken und das Bein.
    Das dritte und das vierte Bild zeigen das Kopfteil (Pfosten und Brett).

    Anbei noch mal Bilder mit den genauen Maßen wie ich mir das dachte.
    Bildschirmfoto 2019-10-25 um 10.28.31.png Bildschirmfoto 2019-10-25 um 10.30.40.png

    Bildschirmfoto 2019-10-25 um 10.26.29.png Bildschirmfoto 2019-10-25 um 10.33.20.png
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2019
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