Erster Handhobel

Strawanski

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Hallo,

Ich bin gerade dabei mich nach einem Handhobel umzusehen. Ich will einen gebrauchten kaufen für den Start.

Aufgrund der universellen Einsatzfähigkeit eines Metallhobels dachte ich, dass ich so einen kaufe, z. B. Einen alten Stanley oder Record in 4 oder 4 1/2.
Da ich vorerst nur kleine Werkstücke bearbeite (max. 300mm)
Sollte dieser auch für Schrupp- und Abrichtarbeiten herhalten, besonders wenn ich 2 Klingen habe, eine abgerundete und eine flache.

Da die aber fast nur aus GB zu bekommen sind, da in Deutschland die Peise völlig überhöht sind, wollte ich euch fragen, ob es so einen universellen Hobel auch in Holz gibt?
Also einen, mit dem man bei kleinen Werkstücken alle Arbeiten erledigen kann?
 

pedder

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Warum soll es nur einer sein? Mit einem Schlichthobel und einbem Doppelhobel bist Du gut ausgestellt. Ulmia, Steiner, ECE. 15-20 € sind immer mal zu bekommen.
 

Strawanski

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Da ich erst einsteige und nicht gleich einen kompletten Fuhrpark will, sollte es am Ende noch nichts für mich sein.
Zudem die Finanzen gerade eher knapp sind und ich fur ein Hobby nicht so viel auf einmal ausgeben will, mache ich lieber jeden Monat eine kleine Investition, um so nach und nach alles nach Bedarf dazukaufen.
 
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Bauwas

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Ich verstehe diesen Hype um die englischen gar nicht. Habe mit klassischen Holzhobeln gelernt und bleibe dabei. Die liegen weicher in der Hand und sind nicht so schwer. Ich würde mit einem Doppelhobel anfangen. Man kann ihn gebraucht sehr günstig bekommen.
LG
 

Strawanski

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Ja, das stimmt. Ein zweites Eisen kostet auch. Dachte da eben auch an ein altes gebrauchtes.

Schärfen kann ich. Hab seit ich 16,17 bin damit begonnen (bin 35) . Habe Wassersteine in Körnungen von 400 - 8000 und als letzten Schritt Abziehriemen. Habe bisher noch fast alles zum Rasieren gebracht :emoji_slight_smile:

Ob Holz- oder Metallhobel wäre mir insofern egal. Dachte an die Metallhobel, da sich das Hobelmaul verstellen lässt und dadurch Abricht- wie Putzarbeiten moglich sind, besonders bei kurzen Werkstücken.

Bin da weder dogmatisch noch festgelegt. Wobei natürlich eine gewisse Faszination fur altes Werkzeug mitspielt. Ein Hobrl mit fast 100 Jahten auf dem Buckel ist da schon reizend für mich. Holzhobrl in dem Alter sind schwer zu bekommen und das Mauls steht offen wie ein Scheunentor.
 

pedder

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Wobei natürlich eine gewisse Faszination fur altes Werkzeug mitspielt. Ein Hobrl mit fast 100 Jahten auf dem Buckel ist da schon reizend für mich. Holzhobrl in dem Alter sind schwer zu bekommen und das Mauls steht offen wie ein Scheunentor.
Ok, das sind aber dann ganz andere Anforderungen als im Eingangsthread.

Wenn Du was günstiges zum Hobeln suchst, bleibe ich bei meinen Vorschlägen. Für den Preis des Hobels mit Eisen bekommst Du in D auch kein Ersatzeisen für einen Stanley #4.

Wenn es um Geschichte geht, wird das nicht billig. Da konkurriert der User mit Sammlern.
 

carsten

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Hallo

schließe mich den Kollegen an. Generationen von Schreinern und auch Zimmermännern haben in Deutschland mit Holzhobeln gearbeitet und durchaus ansehnliche Arbeiten hinterlassen. Auf Grund des Hypes um Metallhobel sind die Holzhobel deutlich günstiger.
Und neben all den Verstellmöglichkeiten der Metallhobel ist ein scharfes Eisen viel wichtiger, und das hast du ja schon im Griff wie du schreibst.
 

Strawanski

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Ok, das sind aber dann ganz andere Anforderungen als im Eingangsthread.

Wenn Du was günstiges zum Hobeln suchst, bleibe ich bei meinen Vorschlägen. Für den Preis des Hobels mit Eisen bekommst Du in D auch kein Ersatzeisen für einen Stanley #4.

Wenn es um Geschichte geht, wird das nicht billig. Da konkurriert der User mit Sammlern.

Das ist nur ein Nebeneffekt. Der wäre sicher nicht Kaufentscheidend. Wenn ich jetzt nen 20 Jahren alten Holzhobel bekomme und das ein besserer Deal ist als ein alter Stanley/Record aus den 50ern oder so, dann wird es eben der Holzhobel. Bin da nicht fanatisch und es muss auch kein Hobel vor WWII sein. Mir ist allerdings ein guter Stahl wichtig, und der war nun mal deutlich besser (Kohlenstoffstahl), bis dann in den 60ern alles auf legierten Stahl umgestellt wurde. Das wäre daher ein deutlich wichtigerer Grund für mich einen älteren Hobel zu haben: Kohlenstoffstahl. Lässt sich leichter Schärfen und die Schneide wird grundsätzlich auch feiner.

Ich stelle auch nicht in Frage, ob man mit Metallhobeln bessere Ergebnisse erzielt. Sicherlich nicht! Es schien für mich für den Einstieg lediglich effizienter.
 

Wolfgang EG

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Also einen, mit dem man bei kleinen Werkstücken alle Arbeiten erledigen kann?

Ich habe mir – neben mehr als 10 Handhobeln aus Holz und Metall – auch diesen Hobel zugelegt, sozusagen die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau ... Jedenfalls laut Beschreibung. Was soll ich sagen: Er ist wirklich universell einsetzbar – scharfe(s) Eisen vorausgesetzt –, und ich arbeite gern mit ihm.

Allerdings kann ich Dir da nur als Hobbybastler antworten, der auch mal vor solchen Entscheidungen stand, aber ich nehme an, dass Du auch nicht professionell gewerblich damit arbeiten möchtest.

Wolfgang
 

Johannes

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Hallo,
ich würde an deiner Stelle 2 Ulmia Hobel gebraucht kaufen. Es können ruhig die gleichen sein. Z.B.: 2 Doppelhobel, die werden dann gleichzeitig genutzt. Einer fein eingestellt als Putzhobel und einer etwas gröber. Es ist eine große Erleichterung, nicht immer neu einstellen zu müssen. Ich bevorzuge Ulmia, weil da das Eisen doppel so dick ist wie der Spanbrecher. Bei ECE sind beide ungefähr gleich dick.

Es grüßt Johannes
 

magmog

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Moin,

je ein Putz- und ein Doppelhobel von Ulmia oder ECE vom Flohmarkt
oder aus den Kleinanzeigen und los kann's gehen.
Mittels eines Links zu einer Offerte aus den Kleinanzeigen kann
es hier noch zu qualifizierten Bewertungen kommen.
Das Schärfen muss ohnehin zusätzlich gelernt werden.
 

Strawanski

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Wird denn mit einem Putzhobel die Oberfläche sauberer als mit dem Doppelhobel? Habe mich das schon gefragt, da die Metallhobel ja eigentlich ein Doppelhobel sind mit 45°.
Macht der 50° Winkel einen großen Unterschied zu den 45°?
 
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Johannes

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Wird denn mit einem Putzhobel die Oberfläche sauberer als mit dem Doppelhobel? Habe mich das schon gefragt, da die Metallhobel ja eigentlich ein Doppelhobel sind mit 45°.
Macht der 50° Winkel einen großen Unterschied zu den 45°?

Hallo,
ja es macht einen Unterschied. Es braucht aber einiges an Übung, damit der Unterschied zum Tragen kommt.

Es grüßt Johannes
 

Strawanski

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Hab eben den hobel gefunfen fur 20€, kann ich wahrscheinlich wenig falsch machen, oder?
 

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Sven1988

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Ja, das stimmt. Ein zweites Eisen kostet auch. Dachte da eben auch an ein altes gebrauchtes.

Schärfen kann ich. Hab seit ich 16,17 bin damit begonnen (bin 35) . Habe Wassersteine in Körnungen von 400 - 8000 und als letzten Schritt Abziehriemen. Habe bisher noch fast alles zum Rasieren gebracht :emoji_slight_smile:

Ob Holz- oder Metallhobel wäre mir insofern egal. Dachte an die Metallhobel, da sich das Hobelmaul verstellen lässt und dadurch Abricht- wie Putzarbeiten moglich sind, besonders bei kurzen Werkstücken.

Bin da weder dogmatisch noch festgelegt. Wobei natürlich eine gewisse Faszination fur altes Werkzeug mitspielt. Ein Hobrl mit fast 100 Jahten auf dem Buckel ist da schon reizend für mich. Holzhobrl in dem Alter sind schwer zu bekommen und das Mauls steht offen wie ein Scheunentor.
Mit einem 1000er Stein kriegste problemlos Rasurschärfe hin. Ein gröberer Stein für Scharten ist aber definitiv nicht verkehrt. Finde es super das noch jemand im Forum mit Handwerkzeugen loslegt.
 

Strawanski

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Mit einem 1000er Stein kriegste problemlos Rasurschärfe hin. Ein gröberer Stein für Scharten ist aber definitiv nicht verkehrt. Finde es super das noch jemand im Forum mit Handwerkzeugen loslegt.
Mit nem tausender Rasurschärfe hinzubekommen geht und reicht für vieles auch aus. Hangt aber auch vom stahl und vom Schneidenwinkel ab.
Aber die Rasur ist schon agressiver und ich kann mir vorstellen, dass sich das auch die Oberflache bei Holz auswirken kann. Da sollte schon ein Unterschied merkbar sein zwischen 1000er oder 8000er Politur. Ist aber nur Theorie bei mir, hab ja noch keinen Hobel
 

Sven1988

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Mit nem tausender Rasurschärfe hinzubekommen geht und reicht für vieles auch aus. Hangt aber auch vom stahl und vom Schneidenwinkel ab.
Aber die Rasur ist schon agressiver und ich kann mir vorstellen, dass sich das auch die Oberflache bei Holz auswirken kann. Da sollte schon ein Unterschied merkbar sein zwischen 1000er oder 8000er Politur. Ist aber nur Theorie bei mir, hab ja noch keinen Hobel
Habe auch anfangs nach dem 1000er Stein noch weiter geschliffen. Nach einer Weile ist bei mir der Eindruck enstanden, dass der Arbeitsaufwand auf feineren Schleifsteinen ziemlich wenig dauerhafte Vorteile bringt, da die Schärfe nach 2 Stunden Hobeln spürbar nachlässt. Seit dem benutze ich nur noch meinen 1000er Stein für Alles und konnte keinerlei Nachteile bzgl. Schärfe und Standzeit feststellen.
 

tropenholz

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Habe auch anfangs nach dem 1000er Stein noch weiter geschliffen. Nach einer Weile ist bei mir der Eindruck enstanden, dass der Arbeitsaufwand auf feineren Schleifsteinen ziemlich wenig dauerhafte Vorteile bringt, da die Schärfe nach 2 Stunden Hobeln spürbar nachlässt. Seit dem benutze ich nur noch meinen 1000er Stein für Alles und konnte keinerlei Nachteile bzgl. Schärfe und Standzeit feststellen.

Mit einer sehr fein geschliffener Schneide muss ich viel weniger Kraft beim Stemmen ausüben. Bei 6000 abzuziehen dauert es ja keine ganze Minute bis da einen Grat zu spüren ist. Wie meinst du das mit Arbeitsaufwand, hast du noch weitere Steine nach 1000? Ich höre bei 6000 auf und ziehe es direkt danach mit dem Leder ab. Wenn ich merke, die Schneide wird stumpf, ab zum Leder. 10-15 Sekunden abziehen und es geht weiter.
 

Strawanski

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Ich habe beim Stemmen auch einen Unterschied im Glanz des Holzes feststellen können, wenn ich nach dem 1000er feiner abgezogen habe.
Die Qualitat der Rasur ist auch eine andere, bei 1000er wird auch rasiert, jedoch erst, wenn das Haar auf Spannung ist. Deshalb ziept es manchmal minimal. Schön auspolirt macht es es das nicht und die Haare springe nur so weg, sobald sie mit der Schneide im Berührung kommen.
Dies müsste ein Ähnlicher Vorgang sein, wie er auch beim Hobeln auftritt, wenn das Eisen die Holzfaser durchtrennt. Es würde mich daher extrem wundern, wenn kein Unterschied zu sehen wäre. Beim Rasieren ist dieser definitiv sichtbar, da eine feiner polierte Klinge die Haare deutlich kürzer Abschneidet und keine mini Stoppeln stehen bleiben. Rasurschärfe ist ein sehr breiter Begriff an dessen Ende eine Klinge steht, die ein Haar der Länge nach spalten kann.

Wenn sich die polierte Schneide bei dir 2 Stunden hält, dann wäre es mir als Hobbyist die 1-2 Minuten mehr Aufwand beim Abziehen vermutlich wert. Als Profi, wer weiß...
Ob diese extreme Schärfe aber wirklich notwendig ist oder eher einen Fetischismus darstellt , das ist die andere Frage. Gestern habe ich einen Artikel gelesen, der beschrieb, dass es bis zum 19. oder 20. Jahrhundert in Europa kaum Schleifsteine gab, die nur annähernd so fein waren wie die heutigen. Es wurde von 250er Körnung gesprochen. Ob das so stimmt, weis ich nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dass auch ein blauer oder gelber Brocken nicht fur jeden Tischler erschwinglich oder erhältlich war. Von daher ist es tatsächlich fraglich, ob so feine Oberflächen überhaupt nötig sind, besonders wenn eine Oberflächenbehandlung drauf kommt, für die man eh wieder mit 250er anschleifen muss. Dann würde ein mit 250er geschliffenes Messer eigentlich reichen. Paul Sellers stellte sich dieser Frage in einem seiner Videos und kam zu eben diesem Ergebnis.
 

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