Epoxydharz, Verklebung mit ~ ... gibt's da Unterschiede?

Batucada

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Hallo Holzgemeinde,

meine Fragen richten sich an diejenigen, die sich mit der Verklebung mittels Epoydharz auskennen. Ich hab' mal in ganz jungen Jahren mit dem Zeugs hantiert. Aber das liegt schon zu lange zurück und Detailwissen ist da nicht mehr vorhanden. Ich möchte Stahlblech mit Holzflächen verkleben. Das Stahlblech ist walzblank, oxidfrei und entölt. Die Holzflächen haben eine Oberfläche aus DD-Lack. Ich habe schon mal versucht, etwas zu recherchieren und bin eigentlich nie so richtig fündig geworden, um meine Unsicherheit zu beseitigen. Und ganz wichtig: ich habe nur einen Versuch, der auf keinen Fall misslingen darf. Daher meine Fragen:
  • Gibt es Epoydharz-Produkte, die speziell für diesen Anwendungsfall ausgerichtet sind?
  • Wenn ja, gibt es Produkte mit einer langen Offenzeit, vllt 45...60 Minuten?
  • Würde eine Klebeschicht von 0,3 mm als ausreichend erachtet werden?
  • Gibt es solche Produkte in skalierbaren Gebinden? Ich schätze die benötigte Menge auf etwa netto 150 gr ein.
Vielen Dank schon mal für die Antworten :emoji_relaxed:

Batucada
 

Holzrad09

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Moin
Inwieweit hast die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten bei Temperaturschwankungen berücksichtigt ? Klar, verkleben kann man es ganz sicher, nur hab Ich Bedenken, dass Du bei kalter oder warmer Werkstatt 2 Schüsseln als Abrichttisch bzw. Dickentisch drauf hast. :emoji_wink:
Wie Ich Dich aber kenne, hast Du es längst berechnet und beide Materialien weisen ein identisches Dehnverhalten aus. :emoji_wink:
LG
 

Batucada

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Inwieweit hast die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten bei Temperaturschwankungen berücksichtigt ?
emoji-lippe beißend.jpg
Hab' ich noch gar nicht berücksichtigt!!!! Danke für den Hinweis.

Schüsseln würde es vllt nicht gerade. Aber es liefe mit Sicherheit auf einen kräftemessenden Vergleich hinaus, was besser hält: Die Klebefuge oder der Unterbau. Ohne jetzt die Ausdehnungskoeffizienten genauestens zu wissen, könnte ich mir vorstellen, dass es vllt auf die Zerrüttung der Klebefuge hinaus laufen würde. Müsste ich tatsächlich mal rechnen.

Batucada
 

Holzfummler

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Moin Batacuda,

nicht auf Lack direkt Epoxy. Könnte diesen Anlösen, außerdem deutlich bessere Haftung.bis auf das Holz abschleifen, staub und fettfrei.

Das Blech muss angeraut und geprimert werden. Dann beide Flächen (nass in nass) zusammenfügen.

Unbedingt Herstellerangabe beachten. Über verschieden Härter lässt sich die Topfzeit einstellen.

Hier im Forum gibt es einen Thread, wo eine Firma sehr gute Infos und Produkte dazu anbietet.

Einfach die Suchfunktion nutzen.

Gruß
Thomas
 

Batucada

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Hier im Forum gibt es einen Thread, wo eine Firma sehr gute Infos und Produkte dazu anbietet.
Die Sufu hab' ich mal mit Epoxy bedient und allerlei interessante Beiträge gefunden - aber leider nicht den besagten Faden. Ist mittlerweile aber auch egal.

Ich hab' mich mal tiefer gehend mit den Ausdehnungskoeffizienten befasst. Obwohl die Meldung von @Holzrad09 zunächst erst einmal etwas beunruhigend wirkte, konnte ich bei näherem Hinsehen den Alarm ohnehin wieder ablasen. Man muss schließlich nicht von den absoluten Temperaturextremen ausgehen, ein System, das während der brütenden Sommerhitze geschaffen wurde, hätte natürlich bei Minusgraden im Winter schon etwas Probleme, aber keine argen. Bei der aktuellen Werkstatttemperatur unterscheidet sich die Temperatur im Sommer vielleicht um +10 K, im Winter zwar in umgekehrter Richtung, jedoch vom Betrag her nicht anders. Bezogen auf den größtmöglichen Unterschied der Ausdehnungskoeffizienten (schlechtester Fall) und der Länge von 1500 mm müsste ich im allerhöchsten Falle über einen Ausdehnungsunterschied von 0,135 mm die Stirn runzeln. Über den Einfluss der Ausdehnungsunterschiede über die Breite von 260 mm will ich erst gar nicht nachdenken. Unter diesen Aspekten würde immer ich einer Verklebung mit Epoxydharz positiv gegenüberstehen. Übrigens, bei Edelstahl sieht das schon etwas schlechter aus, doch Edelstahl war ohnehin nicht meine Wahl.

Nach meiner Ansicht sind die Klebeflächen perfekt vorbereitet. Ausgehärteter DD-Lack ist nahezu beständig gegen Lösungsmittel, diesen abzuschleifen widerstrebt mir. Stahlblechflächen mit Primer zu behandeln? 3M empfiehlt für seine Klebeprodukte ebenfalls eine Behandlung mit einem Primer, bei näherem Hinsehen entpuppt sich dieser als Isopropylalkohol... den hätte ich ohnehin zum Entfetten angewendet.

Von wesentlicher Bedeutung ist jedoch die Aussage zu der Scherfestigkeit von Klebebändern. Und das besonders im Hinblick auf unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten. Das von mir derzeit ins Auge gefasste Klebeband lässt einen Ausdehnungsunterschied bis zu 2 mm zu! Warum mach' ich mir eigentlich Sorgen? Damit ist die Anwendung von Epoxydharz vom Tisch.

Batucada
 

Holzfummler

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oke,
auch wenn DD sehr beständig gegen andere Lösungsmittel ist, du hättest diesen anschleifen müssen für eine Epoxyverklebung. Wenn darüber ein Metallblech ist, siehst du den Lack eh nicht.
 
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