Epoxy-Form und Guss – Allgemeine Fragen!

Louis666

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Hallo Leute,
für mein Bachelor-Projekt möchte ich einen großen (etwa B x 70 L x 50 x H 40 cm) organischen Epoxy Körper gießen. Der Körper soll rein aus dem Harz bestehen, sprich ich werde keine Objekte eingießen. Ich habe insgesamt 60kg Harz und Härter (EpoxyPlast 3D B100 UltraPour) von Dipon.de. Die Produkte von denen sind sehr hochwertig.

Hier einige Fragen, die ich als blutiger Anfänger stellen muss. Ich freue mich über jede Antwort und Unterstützung von Euch!

• Das Harz hat eine maximale Gusshöhe von 10 cm. Kann ich das Harz, zum Beispiel in einer Breite von 60cm, bedenkenlos bis zu 10cm hoch gießen, ohne dass es überhitzt/ sprudelt? Auf was muss ich achten?
• Stichwort Blasenbildung: Wie kann ich am besten (ohne Vakuumpumpe) eine erhöhte Blasenbildung vermeiden?
• Kann ich die Behälter zum Mischen bzw. zum Wiegen der Komponenten mehrmals benutzen? – Wahrscheinlich nicht...
• Ich habe eine PET-G Platte (Polyethylenterephthalat-Glykol) vorgesehen als Gießform. Diese werde ich mit dem Heißluftföhn verformen um eine freie, organische Form zu erzeugen: Habt Ihr Erfahrungen mit PET-G gemacht? Funktioniert das ganz gut oder eher weniger? Die Form kann danach in den Müll, das ist kein Problem.
• Die Form sollte mit einem Trennmittel behandelt werden. Ich habe verschiedenes im Netz gelesen (Speiseöle, Vaseline, Silikonspray): Was ist am besten geeignet für mein Vorhaben?
• Da die Form sehr spontan entstehen soll - durch das freie verformen mit dem Heißluftföhn - komme ich nicht drum herum, Formteile miteinander zu verbinden. Um die Dichtigkeit der Stöße zu gewährleisten, habe ich an Silikon gedacht um alles zu versiegeln bzw. zusammen zu kleben. Welches Silikon eignet sich hierbei am besten? Ist Silikon in dem Fall Hitzebeständig genug? Oder sollte ich anderes Material (zum Beispiel geeigneten Kunststoffkleber) zum verbinden der einzelnen Formteile verwenden?

Ich hoffe sehr, dass Ihr mir weiterhelfen könnt! Viele Grüße, Louis
 

Guido_CH

ww-eiche
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Hallo Louis,
bei dieser Menge, und da Du Dich ja schon für ein bestimmtes Produkt eines bestimmten Herstellers entschieden hast, würde ich mich an Deiner Stelle mit diesem Hersteller in Verbindung setzen. Verbindlichere Antworten wirst Du wohl sonst nirgends bekommen.
Grüße
Guido
 

Rasputin

ww-ulme
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Servus,
meine Meinung, ohne jemals Epoxidharz in der Menge gegossen zu haben. MEINUNG und GEDANKEN:

"Ich würde gerne einen Klumpen unvertottbaren Sondermüll produzieren"

1. Falsche Harz-Auswahl? Eher kannst du nicht so viel auf einmal giessen.
2. Vakuumpumpe sehr von Vorteil. Muss natürlich entsprechend groß sein.
3. Nope. Noch mehr Müll.
4. Keine Ahnung, aber: Noch mehr Müll.
5. Ich hab halbwegs gute Ergebnisse mit WD40 gemacht. Muss aber schnell gehen und verfärbt evtl. das Harz.
6. Keine Ahnung.

Nochmal mehr meiner MEINUNG:
Werkstoffkunde ist wohl kein Pflichtfach in deinem Studium?
Im Zweifel hast du eine ca. 700€ teure (ohne Form und Arbeitszeit) Haufenpfütze ohne Nutzen.

Ich würd mir das noch mal deutlichst überlegen. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Ich muss zwangsläufig an Marc-Uwe Klings Käguru denken: "ein zusammengeschweisster, untransportabler Haufen Schrott."
Sehr frei zitiert.

Gutes Gelingen.
 

Martin45

ww-robinie
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Hast du schonmal so eine Platte mit Fön zur Probe verformt?
Wie dick ist sie?
Bei deiner Formgröße respektive Plattengröße wirst du Hilfe zum Halten der heißen verformten Platte bis sie ausreichend erkältet ist brauchen oder eine Hilfskonstruktion aus Holz.
Ich habe schon PMMA oder auch alte Schallplatten mit dem Heißluftfön verformt. Man könnte es auch manuelles Tiefziehen nennen.
Das ganze ist nicht so trivial wie man sich das denkt und wirkliche Formfreiheit hat man nicht, das gibt das Verfahren vor.
Dicker wie 3 bis evtl. 5mm (absolut grenzwertig denke ich) wird eher nicht klappen, da ist der Energieeintrag durch den Fön zu gering für die gr. Materialmenge die du erwärmen musst.

Ich würde dir (wenn das wirklich so gehen sollte?!) einen temperaturregelbaren Heißluftfön (gibt es z.B. von Steinel z.B. dort Modell 2620E ist regelbar) empfehlen und Experimente vorab.
 

Louis666

ww-pappel
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Servus,
meine Meinung, ohne jemals Epoxidharz in der Menge gegossen zu haben. MEINUNG und GEDANKEN:

"Ich würde gerne einen Klumpen unvertottbaren Sondermüll produzieren"

1. Falsche Harz-Auswahl? Eher kannst du nicht so viel auf einmal giessen.
2. Vakuumpumpe sehr von Vorteil. Muss natürlich entsprechend groß sein.
3. Nope. Noch mehr Müll.
4. Keine Ahnung, aber: Noch mehr Müll.
5. Ich hab halbwegs gute Ergebnisse mit WD40 gemacht. Muss aber schnell gehen und verfärbt evtl. das Harz.
6. Keine Ahnung.

Nochmal mehr meiner MEINUNG:
Werkstoffkunde ist wohl kein Pflichtfach in deinem Studium?
Im Zweifel hast du eine ca. 700€ teure (ohne Form und Arbeitszeit) Haufenpfütze ohne Nutzen.

Ich würd mir das noch mal deutlichst überlegen. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

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inselino

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Also erstmal vorweg:
Ich finde es ein wenig schade, dass bei jedem Epoxy-Thema direkt Leute alles als Sondermüll deklarieren. Niemand ist perfekt und bestimmte Dinge erfordern bestimmte Werkstoffe. Wenn ich Holz in Form gießen könnte wäre ja schön, aber das geht nunmal nicht. Und wenn der künstlichere Ansatz darin besteht eine Freiform abzugießen und das in dauerhaft dann ist Epoxy sicherlich ein valides Mittel.

Ich verstehe noch nicht genau, was da wie gemacht werden soll.
Also du willst eine Platte verformen um deren Struktur zu erhalten. Soweit so gut. Aber du brauchst ja ne Schalung, damit dein Epoxy nicht ausläuft.
Vielleicht kannst du eine kurze Zeichnung machen.
Zum Verformen musst du über den Glaspunkt kommen. Bei PETG liegt der wohl so bei 85°C. Das ist gar nicht so wenig und das zu verformen, erkalten lassen etc. könnte schwierig werden. Martin hat ja schon davon gesprochen, dass du ggf. Hilfskonstruktionen brauchst, das wäre dann aber schwierig "spontan" das ganze zu stützen.

Folgende Ideen habe ich zur Thematik:
a) Ich würde die Platte auf Backpapier auf ein Backblech in den Ofen legen bei 90°C erwärmen lassen, dann verformen
b) Ich würde bereits verformte Bereiche partiell abkühlen z.B. mit Druckluft oder Eisspray, das könnte helfen die entsprechende Form zu erhalten. Ne Kalte Badewanne könnte auch gehen, dann wird aber natürlich alles auf einmal kalt. Wenn das aber ohnehin ein "Onetake" ist könnte das klappen.
c) Pass auf, dass du gute wärmefeste Handschuhe hast. Nasse Handschuhe reduzieren die Isolationswirkung enorm, also wenn du mit Wasser kühlst pass auf, dass die handschuhe nicht nass werden.
 

Louis666

ww-pappel
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Hast du schonmal so eine Platte mit Fön zur Probe verformt?
Wie dick ist sie?
Bei deiner Formgröße respektive Plattengröße wirst du Hilfe zum Halten der heißen verformten Platte bis sie ausreichend erkältet ist brauchen oder eine Hilfskonstruktion aus Holz.
Ich habe schon PMMA oder auch alte Schallplatten mit dem Heißluftfön verformt. Man könnte es auch manuelles Tiefziehen nennen.
Das ganze ist nicht so trivial wie man sich das denkt und wirkliche Formfreiheit hat man nicht, das gibt das Verfahren vor.
Dicker wie 3 bis evtl. 5mm (absolut grenzwertig denke ich) wird eher nicht klappen, da ist der Energieeintrag durch den Fön zu gering für die gr. Materialmenge die du erwärmen musst.

Ich würde dir (wenn das wirklich so gehen sollte?!) einen temperaturregelbaren Heißluftfön (gibt es z.B. von Steinel z.B. dort Modell 2620E ist regelbar) empfehlen und Experimente vorab.
Ja ich habe schon Tests gemacht und das hat gut funktioniert. Ich habe einen Kollegen und einen temperaturregelbaren Heißluftfön zur Seite, die mich unterstützen werden. Die Platte die ich habe ist 1mm dick. Spannend wird nur, ob das Harz beim aushärten so heiß wird, dass es die Platte zum schmelzen bringt (Schmelzpunkt bei PET-G liegt bei 70-80 Grad).
 

Martin45

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60kg Harz und 1mm dicke Form. Denk' an die Stabilität. Ohne äußere Abstufungen kann ich mir das nicht vorstellen. Und auch dazwischen wird es die Form verbiegen.
 

Rasputin

ww-ulme
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Warum meldest du dich überhaupt so Abfällig zu meinem Beitrag, wenn man absolut keine sinnvollen Tipps aus deinem Kommentar entnehmen kann? Einfach nur unnötig.
Nun ja, das hier ist ein Forum, und kein Fachbuch.
Wenn dich meine klar deklarierte Meinung stört, schau in ein Fachbuch.
Meine Erfahrungen, wenn derer auch wenige, habe ich geschrieben. Auch wenn du sie nicht sinnvoll findest.
Mit dem Rest meiner Meinung kannst du machen, was du willst.

Wie schon so oft geschrieben, von vielen Anderen:
Man kann Alles aus Allem machen. Obs Sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
 

inselino

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Spannend wird nur, ob das Harz beim aushärten so heiß wird, dass es die Platte zum schmelzen bringt (Schmelzpunkt bei PET-G liegt bei 70-80 Grad).
Hätte nicht erwartet, dass das so heiß wird. Gerade am Rand wird ja die wärme kontinuierliche abgegeben, da wird es eher im inneren heiß hätte ich gedacht. Kenne mich aber im Epoxy Bereich auch nicht wirklich aus.
Wenn das eine reale Gefahr ist, dann kühle das Material ein bisschen. Stelle es in ein Wasserbecken oder richte ein Ventilator drauf, das dürfte dann wirklich reichen.
Obs Sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
Es ist Kunst. Ich sehe noch nicht, warum die sinnvoll sein muss. Öl auf eine Leinwand zu schmieren ist auch nicht sinnvoll. Wenn 22 Menschen einem Ball hinterherrennen ist das auch weit weg von sinnvoll aber erheiternd. Und über deren Umweltfolgen schweigen wir ja auch.
Also muss man hier echt nicht jedes Vorhaben mit derart unterschiedlichen Maßstäben messen. Mich nervt es zunehmend, dass eine vollkommen irrationale Angst und Abneigung gegen sämtliche Nicht-Holz Stoffe besteht wärend der Großteil der Möbel bei den Woodworkern vermutlich keine unbehandelten Echtholzmöbel sind sonden ebenso aus Presspahn, Multiplex und Beschichtungen bestehen, ebenso Müll der einfach der Verbrennung zugeführt wird.
 

Daniboy

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Hallo @Louis666 !
Mein Input als interessierter Epoxy-Laie sind folgende quasi Brainstorming-Punkte:
  1. Die Dauergebrauchstemperatur von PET-G liegt offenbar bei ca 70°C
  2. Die Stabilität hängt sicher auch noch von Materialstärke ab. Einige wenige mm halte ich bei der zu erwartenden Temperatur für zu wenig.
  3. Kann man als Form nicht Blech verwenden, oder damit in kritischen Bereichen verstärken? (Als Hilfe gegen Durchschmelzung der Kunststoffform und zur Kühlung dieser. Eine billige Wärmebildkamera bei der Verarbeitung kann helfen rechtzeitig Hotspots zu sehen und zu kühlen. Die Kamera ist sicherer als Handauflegen um vor Verbrennungen zu schützen wenn es durchschmilzt.)
  4. Temperaturentwicklung vom Harz hängt wohl auch davon ab wie stark die Materialanhäufung ist. der Hersteller gibt zwar mögliche 10cm an aber, wie konzentriert sich das bei dir?
  5. Die Verarbeitungs-Umgebungstemperatur gibt er dabei mit max. 20°C an, besser wäre wohl wenn es kühler ist.
  6. Vielleicht kannst du in einer kühlen Nacht im Freien arbeiten?
  7. Wie heiß das wird weiß ich nicht (die KI Gemini meint bei Zusammenballungen kann das auch 200°C erreichen, wodurch die Form schmelzen könnte! Sie rät auch nicht alles auf einmal anzurühren sondern so 10kg-weise, weiters entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, persönliche Schutzausrüstung! - Letzteres halte ich immer für angeraten)
  8. Muss das Teil voll sein mit 60kg, oder kann das irgendwie reduziert werden durch Hohlwandigkeit?
  9. Ich würde die Form wenn möglich verschrauben und mit Silikon verfugen (das hält ja offenbar 300°C)
  10. Wann hast du Abgabe?
  11. Willst du wirklich ca 1000 Euro in das Material investieren?
  12. Wie stark bist du fixiert auf dieses Material?
  13. Ist ein nachhaltigeres Material möglich?
  14. Ist ein Circular Design möglich?
  15. Kannst du was zum Gesamt-Aufbau sagen, dann kann man wohl besser mitdenken
  16. Solche Themen sind hier immer ein wenig kontrovers :emoji_slight_smile:, da muss man sich einfach das rausziehen was einem hilft.
LG Dani
PS: Wilkommen im Forum :emoji_innocent:

 
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brubu

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Wieviel Schichtstärke und Volumen gegossen werden kann muss mit dem Harzhersteller geklärt werden. Gute Lieferanten geben Richtlinien heraus.
Ein Forum kann nur allgemeine Hinweise liefern und nicht vor Schaden bewahren.
 

inselino

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Wie heiß das wird weiß ich nicht (die KI Gemini meint bei Zusammenballungen kann das auch 200°C erreichen, wodurch die Form schmelzen könnte! Sie rät auch nicht alles auf einmal anzurühren sondern so 10kg-weise, weiters entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, persönliche Schutzausrüstung! - Letzteres halte ich immer für angeraten)
Dafür gibt es einen bestimmten Namen in der Chemie, den ich aber grade nicht mehr weiß. Da geht es um folgendes:
Material härtet aus und wird dabei warm. Das teilweise ausgehärtete Material leitet die Wärme schlechter, es entsteht ein Wärmestau, dadurch steigt die Temperatur, damit die Reaktionsgeschwindigkeit, damit wird noch mehr Wärme frei.
Wenn das unkontrolliert passiert kann da auch die Anlage in die Luft fliegen.
Wichtig sind aber zwei Dinge. Soetwas tritt primär bei großen Mengen auf. DIe Schichtdicke die der Hersteller begrenzt ergibt sich unter anderem daraus. Sonst wird es innen zu heiß und das Material zersetzt sich und es entstehen blasen.
Zum zweiten tritt es eben spezifisch im Material auf. Dort kann die Wärme nicht abgeführt werden, da ja alles Material drumrum auch aushärtet und dabei erwärmt wird. Am Rand wird die Wärme an die FOrm und dann an die Luft angegeben und damit sollte das unkritisch sein

Edit:
Das Ding heißt Trommsdorff-Effekt. Ist zwar eigentlich auch auf radikalische Polymerisationen bezogen, das Ergebnis ist aber das Gleiche.
https://de.wikipedia.org/wiki/Trommsdorff-Effekt
 
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seschmi

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Nur um das klarzustellen: Ausgehärtetes Epoxy ist kein Sondermüll, sondern, falls man es los werden will, schlicht Müll.

Es kann in den Hausmüll, bzw in den „Hausmüllartigen Gewerbeabfall“. Das wird ganz normal in der Müllverbrennung verbrannt.

Natürlich ist weniger Müll besser, aber Epoxidharz ist da wirklich eines der kleinsten Probleme, dafür sorgt allein der hohe Preis.

Ein Hinweis noch: Dir ist klar, dass Epoxy recht UV-empfindlich ist? Wenn Du das vermeiden willst, müsstest Du noch mit UV-filterndem Lack lackieren.
 

seschmi

ww-robinie
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Der Hersteller stellt ja technische Merkblätter auf der Webseite bereits. Dort ist neben der Schichtdicke auch eine Maximalmenge pro Guss angegeben, 6,5 Kg. Du brauchst also 10 Portionen, und der Abstand soll laut Datenblatt 48-72 Stunden betragen, dauert also etwas.

Aufpassen musst Du mit der Temperatur. Die Herstellerangaben sind für 23 Grad, heute waren es 33. Da läuft die Reaktion um ein mehrfaches schneller ab (RGT Regel), und wie Inselino geschrieben hat, ist kaum zu berechnen, ob dann die Wärme noch gut abgeführt werden kann.

Diese Gießharze sind ja so eingestellt, dass die Härtung langsam passiert - je langsamer die Reaktion, desto weniger Wärme. Das ist aber stark Temperatur-abhängig.
 
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60kg Harz und Härter (EpoxyPlast 3D B100 UltraPour) von Dipon.de.
Wenn ich mir die Website des Anbieters anschaue stellen sie das Epoxy selbst her und sind nicht nur ein Vertrieb. (Keine Ahnung ob das stimmt.) Wenn sie wirklich Hersteller sind, nimm bitte direkt mit dem Hersteller Kontakt auf und besprich dein Problem mit einem Chemiker des Unternehmens. Sie werden mehr als genug Anwendungsstudien haben zum Gießverhalten bei flächigen Auftrag oder bei eher kubischen Projekten. Zwei Limitationen haben sie ja schon angegeben - 10cm Gießhöhe oder 6,4kg Masse in einem Auftrag.

Bitte hab keine Scheu davor den Hersteller zu kontaktieren und mit Fragen zu löchern. Wenn er dir nicht weiter helfen kann ist es eben nicht der richtige Lieferant. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie ich als Student zu den (angeblich oder wirklich) großen Firmen aufgeschaut habe und dachte nur ein kleiner Konsument zu sein. Einige Jahre später greift man routiniert zum Telefon uns fragt sich durch oder fragt per Mail an. Das Risiko das dir 1000 EUR Material überhitzen und die Form einschmelzen und du giftige Pampe auf dem Boden hast ist einfach zu groß.
 

inselino

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Bitte hab keine Scheu davor den Hersteller zu kontaktieren und mit Fragen zu löchern.
Ja das ist das beste was man machen kann. Ansprechpartner dafür sind Anwendungstechniker manchmal auch technischer Vertrieb, die haben tatsächliches Hintergrundwissen von den Produkten und können dir dazu was sagen. Lass dich nicht von den normalen Sales PErsonen abwimmeln.
 

Colordelivery

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Hallo, ich gieße Epoxidharz von Epoxid1 (Linie "Art") in eine zuvor gefertigte ca. 2cm dicke Silikon-Kautschukform. Es bilden sich trotz mehrerer Schichten (nachdem ich mit dem Bunsenbrenner die Luftblasen habe immer wieder habe platzen lassen) am Grund der Form immer wieder kleinste Luftblasen...woran kann das liegen, und wie kann ich das vermeiden?
 

SebastianThiel

ww-esche
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Zuviel Luft beim Mischen in das Harz eingebracht, könnte ein Grund sein.
Je nach Viskosität, können nicht alle Luftblasen entweichen.
 

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Ich denke, dass ist nicht der Grund. Habe sehr langsam und gründlich gemischt. Da ich ca. 2cm hoch gegossen habe, habe ich in 3 Gängen a ca. 7mm gegossen und bei jedem Gusgang die Blasen mittels Bunsenbrenner entfernt. Nach Abschluss des letzten Gusses sind quasi keinerlei Luftblasen zu sehen gewesen...die entstehen erst später beim Aushärten....quasi aus dem nichts. Ich kann es mir nicht erklären.
 

Colordelivery

ww-pappel
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Ich hätte noch eine weitere Frage: Ich arbeite aktuell mit dem Epoxidharz von Epoxid1 (Linie "Art"). Hier kosten 2,1 Liter (1,5kg A + 0,6kg :emoji_sunglasses: ca. 47 Euro. Es ist für mich essentiell, das es ein klares Harz ist. Ich denke es gibt aber günstigere Alternativen. Mit diesen möchte ich gerne eine maximale Gusshöhe von 3-4cm erreichen. Kann mir jemand einen preiswerteren Hersteller empfehlen?
 
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