Empfehlung Handsäge(n)

KaiX0

ww-robinie
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Hallo Leute,

schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, mir ein paar gute Handsägen zuzulegen. Nun habe ich einen Grund dafür. Ich fertige aus Vollholz solche und ähnliche Formen, zw. 36 und 44cm lang, 6 bis 7cm breit und etwa 18-28mm stark. Verarbeitet wird Eiche, Nussbaum, Apfel etc.. Einige Schnitte gehen auf derTKS bzw. TS55, andere nicht oder nicht in voller Länge. Ich besitze eine gute Stich- und auch eine Dekupiersäge, denke aber, dass eine gute Handsäge manchmal schneller und unkomplizierter wäre.

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Ich möchte also eine Säge für diese Anwendung, das sind wohl immer Schnitte längs zur Faser, da ich das Ablängen, die Shifterschnitte mit der TKS machen kann.
Dann möchte ich eine neue und bessere Dübelsäge und eine zum Ablängen/Universalsäge.
- Ich habe keine Ahnung vom selber schärfen eines Sägeblattes und will das aktuell auch nicht erlernen
- Ich suche eine gute bis sehr gute, aber nicht die beste Qualität sowohl im Ergebnis als auch in der Haltbarkeit
- Ich habe bis auf meine Dübelsäge keine Erfahrnung mit Japansägen, finde sie aber interessant

Natürlich habe ich die üblichen Angebote bei Feinewerkzeuge, Contorion und anderen Shops schon durch. Mir fehlt aber praktische Erfahrung um die technischen und preislichen Unterschiede bewerten zu können.
Bin gespannt auf Eure Vorschläge und Meinungen
Gruß
Tom
 

MJCV

ww-ahorn
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Sorry wenn ich das noch mal wiederhole aber verstehe ich es richtig, dass du folgendes suchst:
- Längsschnitt in Hartholz
- Dübelsäge
- Universalsäge

Oder sollen die Längsschnitte mit der Universalsäge ausgeführt werden?
 

KaiX0

ww-robinie
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Ja, genau so. Wobei ich bei der 'Universalsäge' unsicher bin. Macht das überhaupt Sinn, wäre eine Säge für Ablängschnitte besser?
Gruß
Tom
 

ChrisOL

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Moin,

zum ausprobieren würde ich dir eine Japansäge empfehlen. Am besten Hartholzsägen.

Es gibt eine Kategorie mit durchgehärteten Blättern, die Sägen super fein. Nur leider bricht man die auch schnell, wenn man unbedarft zu Werke geht.

daher schaue dich hier mal um,https://www.feinewerkzeuge.de/hartholzsaege.html
da dürftest du was passendes finden. Deine Werkstücke haben eine überschaubare Dimension und Stärke. Da reicht eine Universalsäge oder eine für Querschnitte.


Bei deinen Stücken schreit es doch förmlich nach einer kleinen Bandsäge, damit bist du sehr vielseitig aufgestellt.
 

KaiX0

ww-robinie
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Ja, BS wäre fein. Mehr Platz wäre auch fein. Zu Beginn werden es ja nur einige Prototypen. Wird es mehr, werde ich über eine BS nachdenken.
Deiner Meinung nach ist eine Säge für Längsschnitte nicht erforderlich?
Gruß
Tom
 

ChrisOL

ww-robinie
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Deiner Meinung nach ist eine Säge für Längsschnitte nicht erforderlich?
Ich würde es erst mit einer Universal oder Querschnittssäge probieren. Bei 18mm Material hast du ja nicht so viele Zähne im Holz.
Wenn du wirklich Lust bekommst- was ich nicht glaube- Holz längs von Hand zu sägen, dann kannst du dir immer noch eine Längsholzsäge zulegen. Wobei mir da die westlichen Sägentypen besser zusagen. Das ist aber ein neues Thema.

Handsägen schreit doch förmlich nach @pedder !
 

KaiX0

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Ja, die verlinkten Modelle wirken gut. Der verstärkte Rücken scheint mir aber hinderlich bei einem kurzen Längsschnitt. Ich denke, nach einigen CM Schnittlänge ist doch Ende, da der Rücken anstößt?
Gruß
Tom
 

ChrisOL

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Wenn du die Säge schräg hältst schaffst du auch viel längere Stücke. Die Sägen mit Rücken sind einfach stabiler.
 

MJCV

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Mit der Ryoba gibt es quasi die ultimative Universalsäge, weil du sowohl eine Seite für längs als auch Eine für Querschnitte hast. Ich habe eine Ryoba Econprofi von Feinewerkzeuge und eine Dictum Comane 240. Mir gefällt die von Dictum wesentlich besser.

Bei der Dübelsäge kann ich die Kugihiki S-145 von Z-Saw empfehlen. Aber ehrlich gesagt, so lange die Zähne nicht verschränkt sind, kann man glaub ich nicht viel falsch machen bei einer Dübelsäge.

Zum Längsauftrennen von Hartholz per Hand, das ist so eine Sache. Wenn du das halbwegs schnell machen möchtest, nimm entweder gleich die entsprechende Seite der Ryoba oder hol dir eine grob verzahnte Kataba. Aber man liest immer mal wieder, dass sich die nicht für Hartholz eignen und man nur die speziellen Hartholzsägen kaufen soll. Meine Ryobas sind mit Kirsch, Buche und Eiche gut zurecht gekommen und ich hab noch keine Hartholz-Japansäge für Längsschnitte gefunden. Aber es soll erwähnt sein.

Theoretisch gäbe es noch Gestellsägen mit Japanblatt aber Gestellsägen sind noch mal eine eigene Sache.

Langer Rede, kurzer Sinn: Hol dir eine Ryoba von Dictum und irgendeine Dübelsäge. Wenn du ein bisschen Erfahrung mit der Ryoba hast, kannst du ja schauen was dir daran gefällt und was nicht und dann dementsprechend eine Kataba oder Dozuki kaufen.
 

Friederich

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"Ryoba Komane" hat keinen verstärkten Rücken und ist ziemlich universell einsetzbar.
Hat zwei unterschiedliche Zahnungen.
Rückenverstärkung ist überflüssig, da ja auf Zug gearbeitet wird.
 

KaiX0

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Moin Leute,

ich bin nun Euren Empfehlungen gefolgt und habe alle drei Sägen, also die Ryoba Komane, die Kugihiki und die hartholzgeeignete Dozuki bestellt. Vielen Dank für die Tipps.
Gruß
Tom
 

pedder

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Handsägen schreit doch förmlich nach @pedder !
Bei Handsägen ohne Nachschärfen kenn ich mich nicht aus.
Ich würde immer eher eine längere Säge als eine kürzer nehmen und eher gröber bezahnt als fein.
Bei mir in der Werkstatt käme bei einem Teil wohl Fuchsschwänze und Rückensägen zum Einsatz,
wenn es mehr Teile sind eher die Bandsäge.
 
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Astlochfräser

ww-esche
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Als Dübelsäge kann ich die Akagashi (gibt's z.B. bei Dictum) empfehlen. Obwohl ich die viel verwende, ist die nach 2 Jahren immer noch scharf. Eignet sich auch gut für andere kleine Arbeiten um bündig zu sägen.
 

PrimaNoctis

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Dübelsäge habe ich von Veritas. Nicht günstig und mutet etwas an wie ein Butter- oder Steakmesser, schneidet aber sehr sauber bündig, wenn man mit der zweiten Hand etwas andrückt. Muss dann nicht nacharbeiten. Ich denke, da gibt's viele gute Modelle, kann man ja nach Preis bzw. danach entscheiden, wo man sowieso kauft.
 

KaiX0

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In der Regel muss ich garnicht andrücken. Unter dem Zapfen sitzt ein starker Magnet, der zieht das Blatt schön flach auf's Werkstück. Klappt sogar mit meiner Topcraft Billigsäge. Die wird nur langsam stumpf...
 

pedder

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Ideal als Dübelsäge ist doch eine alte Japansäge, bei der man dann auf einer Seit die Schränkung mit einem Schleifstein entfernt.
 

Astlochfräser

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Der Vorteil der Akagashi ist, daß sie recht klein und das Blatt sehr flexibel ist. Damit lässt es sich auch an etwas unzugänglicheren Stellen noch arbeiten.
 

marcus_n

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Ich hab die Akagashi jetzt auch schon seit vielen Jahren im Montageköfferchen und nutze sie sehr gerne. Großer Vorteil dabei: ich habe einen Griff dabei und vier verschiedene Wechselblätter. Das spart enorm Platz und ist auch noch nachhaltig. Sollte ein Blatt mal defekt sein, kann man nachkaufen. Speziell für die Dübelsäge werde ich mir nochmal den ganz kleinen Griff besorgen.
Die Blätter sind durchweg hochwertig. Es gibt verschiedene Griffe, die sich in Größe und Form unterscheiden. Und der Preis ist auch vernünftig.
Mag ich sehr gern.
 
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