Eigenbau-Formatkreissäge

rolldinger

ww-nussbaum
Registriert
1. Oktober 2009
Beiträge
94
Ort
FN
Hallo,

ich bin dabei, mir eine Tischkreissäge mit Schiebetisch zu konstruieren. Ursprünglich hatte ich vor, den Schiebetisch bis direkt ans Sägeblatt reichen zu lassen. Fast alle Sägen, die ich bisher gesehen habe, haben aber noch einen mehr oder weniger breiten festen Tischteil zwischen Sägeblatt und Schiebetisch. Ergeben sich daraus Vorteile in der Handhabung, oder gibt es andere Gründe, dies so zu machen?

Gruß
Bernd
 

Anhänge

  • s20.jpg
    s20.jpg
    51,7 KB · Aufrufe: 625

undertaker112

ww-buche
Registriert
21. Oktober 2008
Beiträge
299
Alter
52
Ort
Hagen
Hast du schon einen Termin im Krankenhaus ? Wie soll das mit der Blattabdeckung und verschiedener anderer Sicherheitseinrichtungen gehen - besser schaust du mal was z.B. Festo anbietet - ist bestimmt besser für die Finger
 

stefan k.

ww-birnbaum
Registriert
30. Juni 2008
Beiträge
211
Ort
Potsdam
Dein Bau von Kreissägen aller Art würd ich wegen Sicherheitsaspekten auch den entsprechenden Herstellern überlassen.

Sicher hat das mit dem Eigenbau Charme, vielleicht auch für eine Ausstellung, wenn es eine Art Gesellenstück oder sowas ist ... aber wenns um die eigenen Finger geht ... ?!?!

VG, Stefan
 

Tischler-Kalle

ww-robinie
Registriert
28. Januar 2009
Beiträge
1.052
Alter
55
Ort
Saarland
Huhu,

wenn ich mir die Zeichnung ansehe, verstehe ich auch was Du meinst. Möchtest Du in das Gerät eine "normale" HKS einbauen, so dass Du den Abstand zum Schiebeschlitten benötigst?
Was möchtest Du denn mit dem Abstand Schiebeschlitten/Sägeblatt bewirken?
 

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.100
Ort
Dortmund
Ich glaub, es hat preisliche Gründe. Viele billige Maschinen haben links vom Sägeblatt noch ein Stück Tisch, bevor der Schiebeschlitten anfängt. Teure Maschinen oft nicht.

Ein Konstruktionsgrund könnte der sein: Wenn dein Holz links nur auf dem Schiebetisch aufliegt, muss der absolut steif und schwer gebaut sein. Sonst fängt dir das Holz an zu vibrieren, der Schnitt wird schlecht und die Säge kann anfangen zu reißen. Wenn man jedoch billige Schiebeschlitten baut, die zudem nur wenige Kg wiegen, bekommt man diese Steifigkeit und Resonanzarmut nicht hin. Weiterhin sind minimale Höhenunterschiede vom Schiebeschlitten dramatischer, wenn der direkt bis zum Sägeblatt reicht. Und wenn man billig konstruiert, bekommt man keine Genauigkeit und Spielfreiheit auf 1/10 mm hin.

Was willst du denn als Linearführung benutzen?
 

rolldinger

ww-nussbaum
Registriert
1. Oktober 2009
Beiträge
94
Ort
FN
Wie gesagt, in meinem ersten Entwurf ging ich davon aus, dass der Schiebeschlitten bis zum Sägeblatt geht. Ich habe mir dann im Internet Abbildungen von Formatkreissägen angeschaut und habe das, was ich gesehen habe, so interpretiert, dass da noch ein fester Tischteil zwischen Sägeblatt und Schiebeschlitten existiert. Warum das so sein soll, war mir nicht ganz klar, drum frage ich ja.
Nach dem vielfachen Hinweis, dass das normalerweise nicht so ist, habe ich mir die Abbildungen nochmal angesehen und festgestellt, dass das, was ich als festen Tischteil angesehen habe, wohl doch Teil des Schlittens ist.

@ undertaker112
Dass die Maschine einen Sägeblattschutz haben muss, ist mir klar. Die Konstruktion ist noch nicht fertig. Alles der Reihe nach.
Welche Sicherheitseinrichtungen gibt es denn noch? Was ist an einer Formatkreissäge gefährlicher als an einer gewöhnlichen Tischkreissäge?


@ WinfriedM:
Die Führung soll realisiert werden über spielfrei einstellbare Kugellagerpaare, die auf blankgezogenen Stahlprofilen laufen. Geschliffen wäre zwar besser, aber auch 10x so teuer. Ich habe die Maßabweichung vom Ideal überprüft - wenige 1/100 mm - das genügt mir.

Gruß
Bernd
 

Tischler-Kalle

ww-robinie
Registriert
28. Januar 2009
Beiträge
1.052
Alter
55
Ort
Saarland
Hallo,

Wenn Deine Maschine einen Vorritzer bekommt, kann ich Dir "Die Tischeinlage" ans Herz legen :emoji_wink:
ein Oberschutz wäre auch angebracht, Spaltkeil sowieso! Ich würde mir nur Gedanken darum machen, wie es mit der Haftung aussieht, im Falle eines Unfalls.
 

Hobla

ww-birnbaum
Registriert
14. August 2008
Beiträge
215
Ort
Austria
Hallo,

nein zwischen Sägeblatt und Tisch ist maximal etwas Luft. Also: Schiebeschlitten, kleiner (1-3mm) Abstand und dann Sägeblatt. Der Vorteil: Wenn man das Werkstück auf dem Tisch leigen hat kann man einfach vorbeifahren am Sägeblatt, kein Reibungswiderstand auf einer Platte.

Aber was spricht für Selbstbau?
 

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.100
Ort
Dortmund
Deine Linearführungskonstruktion ist mir noch unklar, weil die ja in beide Richtungen spielfrei sein sollte, also vertikal wie horizontal. Du kannst ja bei Gelegenheit mal ein Bild der Konstruktion einstellen.
 

rolldinger

ww-nussbaum
Registriert
1. Oktober 2009
Beiträge
94
Ort
FN
Hier sind Details der Führung. Die Lager für die Führung in vertikaler Richtung sind über Exzenterhülsen einstellbar. Die horizontale Führung wird über die Verschraubung der Führungselemente am Führungstisch eingestellt (Langlöcher bzw. ausreichend groß gebohrte Löcher)
 

Anhänge

  • s28.jpg
    s28.jpg
    28,1 KB · Aufrufe: 303
  • s29.jpg
    s29.jpg
    22,5 KB · Aufrufe: 248
  • s26.jpg
    s26.jpg
    24,3 KB · Aufrufe: 250

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.100
Ort
Dortmund
Schaut gut aus. Evtl. musst du dir noch was in Sachen Staub einfallen lassen, der auf die Führung fällt und dann von den Kugellagern festgewalzt wird. Vielleicht einen Abstreifer aus Filz vorsehen.
 

rolldinger

ww-nussbaum
Registriert
1. Oktober 2009
Beiträge
94
Ort
FN
Ich habe das Projekt im November 2009 auf Eis gelegt und bin gerade dabei, es zu reaktivieren. Das Konzept mit der Schnittiefenverstellung über einen Schwenkmechanismus ist zwar relativ einfach, hat aber einen ziemlichen Nachteil in der Handhabung: je nach Schnittiefe müsste der Spaltkeil justiert werden. Den will ich eigentlich nur dann einstellen müssen, wenn ich einen anderen Sägeblattdurchmesser montiere. Was mir auch nicht gefallen hat, war die Staubanfälligkeit der Führung für den Schiebetisch. Mit Rundmaterial statt Flachstahl müsste das besser werden.

Ich werde die Maschine mit den neuen Vorgaben und Erkenntnissen nochmal neu konstruieren. Beim zweiten mal wird's sicher schneller gehen, da ja vieles schonmal durchdacht wurde und Lösungen parat liegen.

Gruß
Bernd
 
Oben Unten