Eichen Stämme / Polter

Holzherrr

ww-birke
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Hallo lieben Foren Freunde,
Ich will mir ein par Eichenstämme kaufen um Sie mit meinem Sägewerk Woodmizer Lt10 aufzusägen. Die Stämme liegen schon etwas länger was halter Ihr von der Qualität? Hat es Nachteile wenn die Stämme schon länger liegen?
Würde gerne einen Nut und Feder Boden daraus machen. Und auch einen Teil etwas dicker als Blockware aufsägen für Tische etc.
Grüße
 

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Hubraumschrauber

ww-esche
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Hallo,

anhand der Bilder lässt sich das nicht beurteilen.

Die Frage, ob es Nachteile hat, dass ein Eiche-Stamm länger liegt, kann man nicht pauschal mit ja beantworten. Es gibt Säger, die lassen Eiche über Jahre „ruhen“, behandeln es aber auch in der Zeit entsprechend.

Erster Punkt zu klären, ob und wie der Wurmbefall unter der Rinde aussieht. Hört es beim Splint auf, oder geht dieser auch in den Kern. Ich hatte vor 2 Wochen eine Eichestamm, da waren im Splint die Klassiker, und 10cm im Kern waren 15mm lange, 0,5mm dicke fadenartige weiße Würmer. Der Stamm war feucht gelegen für Brennholz.

Anschauen und entscheiden.

Wenn die 6-7 stärksten Stämme einen Durchmesser von 50-65cm haben und die Käfer nur im Splint sind, kann man sicherlich was Brauchbares einschneiden.

Basis hierfür ist, dass man beidseitig Scheiben abschneidet, um die Qualität zu beurteilen. Das geht auch nicht, wenn diese gepoltert sind zB ist es nicht möglich anhand dieser Stirnseiten Ringschäle, Jahrringverlauf, Jahrringabstand, zentraler Kern, zu erkennen. Dann entscheidet sich, ob Blockware für Tisch, Bretter für Boden, oder nur für einen Gartenzaun oder Brennholz.

Die kleinen Durchmesser, man sieht es am Verhältnis Splint zu Durchmesser, Brennholz, 80,--/FM. Da bleibt nach dem Einsägen rechts und links vorm Kern bis zum Splint fast nichts mehr übrig.
Zur Qualität kann man keine Aussage machen, nur dass es untere Qualität ist. Drehwuchs, Rosen, etc.
Bei den größeren 6-7 Stämme sauber anschauen, jeden Stamm einzeln, wenn ok und brauchbar, könnte man schon 150-200 €/ FM bezahlen. Vielleicht auch etwas darüber, wenn sonst nichts verfügbar ist.

(Du kommst aus Leonberg… aktuell sind im Schönbuch die Wertholz-Submissionsplätze noch tw. gefüllt. Eiche hat mal wieder dominiert. Am nächsten von Dir müsste der in Herrenberg sein. Leider sind die Käufer bereits beim Abtransport und die Einkäufer sind durch)

Gruß aus Tü
 

weissbuche

ww-robinie
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Hubraumschrauber hat es schon gesagt, anhand der Bilder schwer zu sagen. Bei uns ist der Werftkäfer ein Problem. Immer wieder stellt man fest, daß der in Eiche die länger gelegen hat, tätig war. Einige Stämme haben auch schon deutliche Risse. Da muß man schauen, ob und wie weit die reingehen. Bei uns kostet sowas 100,00 bis 120,00 Euro. Die dickeren Stämme sehen erstmal nicht verkehrt aus. Ich entscheide oft auch nach dem ersten Anschnitt, was weiter geschnitten wird, manchmal wird dann eben Fachwerk draus.
 

Martin45

ww-robinie
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ich habe neulich auch einige Stämme einschneiden lassen. Einer davon war relativ alt, lang eine Weile im Wald auf dem Boden. Das Holz hat schon nicht die Qualität des frischen Holzes. Der Splint taugt eh nichts mehr, nicht weiter tragisch, aber auch innen denke ich wird sich eine Veränderung zeigen, ähnlich gestocktem Holz. In dem Maße hätte ich das bei Eichenkern nicht erwartet. Ich bin noch unschlüssig, ob es trocken dann seinen eigenen Reiz entwickelt oder nur für untergeordnete Projekte genommen werden kann. Bis so ein Stamm genutzt werden kann, steckt da schon viel Arbeit drin, ich würde so altes Holz daher eher versuchen zu vermeiden.
 

wildsau11

ww-ulme
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Wenn Du eh Brennholz brauchst, kauf es um den Brennholz preis. Mehr ist es nicht wert. Den Preis kannst dann noch drücken, da Holz welches schon länger liegt sich bescheidener spalten lässt. Wenn Dir die Woodmizer gehört oder Dich das aufsägen nichts kostet, dann probier es, wenn was brauchbares dabei raus kommt, soll es recht sein.
Nr. 1 und der Stamm ganz rechts sieht für mich aber eher nach Esche aus, kann des sein?
 

magmog

ww-robinie
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Guuden,

Wenn Zeit (mehrere Jahre), Geduld und Freude am Stemmen von Holzhanteln vorliegt,
auch noch ein geeigneter Lagerplatz vorhanden ist, evtl auch Lade - Transportmittel, und dann auch noch technisch Trocknen kann,
viel Spaß!
Eschestämme wären inzwischen mieses Brennholz, selbst als solches kaum noch lohnend.
 

weissbuche

ww-robinie
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Wenn die Esche nicht direkt auf der Erde gelegen hat, ist die eventl. garnicht so schlecht. Ich hatte auch eine Esche "vergessen", habe sie aber doch noch angeschnitten und war überrascht wie gut die noch aussah. Minimal und interessant verfärbt. Also genug geschrieben und ran an den Speck. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
 
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