EB BAS450 Einstellprobleme

dhemkentokrax

ww-pappel
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Hallo zusammen,

ich habe diese Säge umsonst aus einem Schulbestand bekommen und bin dabei sie zu renovieren. Korpus, Laufräder und Motor machen einen guten Eindruck. Keilriemen, untere Bandführung und die Kugellager der oberen Bandführung habe ich gewechselt. Auch ein neues Blatt ist seit heute drauf.

Ich bin Laie, daher sind hier meine Fragen, die hoffentlich nicht zu dumm sind :emoji_wink:

Ich kann das Band nicht lotrecht einstellen. Wenn die Verstellung des oberen Einstellrades nutze, um die Neigung des oberen Laufrades zu verändern wird es besser, aber nicht genau genug. Außerdem ist die Bandposition dann aus meiner Sicht nicht mehr passend. Auch die Schrauben des unteren Laufrades habe ich bereits versucht zu verstellen und auch das hat geholfen, aber eben nicht genug. Würde ich weiter verstellen, würde das Band nicht mehr richtig aufliegen.

Frage 1: Haben die Maschinen eigentlich schon ballige Auflagen?

Die Position des Bandes ist auf dem oberen und unteren Laufrad sehr unterschiedlich und laut meiner Messung (Wasserwaage und Messschieber) steht das unter Rad 3-4 mm weiter vor, sodass sie nicht fluchten.

Frage 2: Kann man durch Lösen aller vier unteren Schrauben die Welle des unteren Laufrades raus und reinziehen? Oder sollte man das besser nicht machen?

Wo seht ihr Handlungsmöglichkeiten?

Alternativ käme mir noch die Idee, die Laufräder so einzustellen, dass das Band gleichmäßig läuft und dann den Tisch so einzustellen, dass es lotrecht wird. Das erscheint mir aber gepfuscht :emoji_slight_smile:

Für Tipps wäre ich dankbar.

Typenschild.jpg
Oberes Laufrad.jpg unteres Laufrad.jpg untere Verstellung.jpg
 

Tom Trees

ww-kiefer
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Hallo, hier ist ein Beitrag, der sich zu lesen lohnt,
da er einige Tipps dazu enthält, warum man sich bei der Achsvermessung nicht auf ein langes, gerades
Richtscheit verlassen sollte – denn die Kanten des Schwungrads müssen innerhalb bestimmter Toleranzen liegen, um als verlässliche Bezugspunkte dienen zu können.

Ich habe mir kurz einige Bilder im Internet angesehen – auch wenn es schwierig ist, ein gutes Bild zu finden –, und es scheint keine Möglichkeit zu geben, die obere Schwungradwelle so zu verstellen, dass die Räder in einer Ebene laufen.
Ich könnte mich irren?

Ich glaube, in dem verlinkten Beitrag erwähnt zu haben, dass ich bei der koplanaren Anordnung keine Leistungsänderung festgestellt habe.
Ich sollte allerdings erwähnen, dass ich das obere Rad weiter aus dem Chassis herausbewegt habe –
also im Grunde genau umgekehrt wie bei deinem scheinbar festen Aufbau.

Sie sagen, dass das Sägeblatt nicht im rechten Winkel zum Tisch steht ...
Ist das bei all Ihren Klingen problematisch?

An deiner Stelle würde ich mich vergewissern, dass sowohl die Schwungräder als auch die Motorriemenscheibe waagerecht ausgerichtet sind, bevor ich mit dem Ausrichten des Sägeblatts zum Tisch experimentiere…

(Vermutlich ist der Tisch bereits rechtwinklig zum Chassis ausgerichtet.)
Es ist zu beachten, dass diese Schwungräder nicht so robust sind wie solche aus Gusseisen.
Eine unsachgemäße Ausrichtung könnte dazu führen, dass sich die Lager im Inneren des Schwungrads lockern.

Meiner Meinung nach ist es ein Risiko, nicht über das entsprechende Werkzeug zu verfügen;
ich hatte bereits erwähnt, dass bei Felgen mit bearbeiteter Flanke – um den Reifen an Ort und Stelle zu halten – ein Laser möglicherweise die sinnvollere Wahl wäre.


https://www.woodworker.de/forum/threads/hilfe-meine-bs350s-record-power-spinnt.139347/page-2

Ich glaube, in meinem Beitrag habe ich vielleicht auch etwas erwähnt, das ich unerwartet gefunden habe,
(zumindest für mich.)

Ich hatte erwartet, dass eine Verschiebung der unteren Radwelle nach Süden dazu führen würde, dass das Sägeband zur Rückseite des Schwungrads hin läuft – doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.

Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass dies bei gewölbten Radabdeckungen schwieriger zu erkennen ist.
Ich habe mindestens ein Handbuch gelesen, das fehlerhafte Informationen
zu dieser Einstellung enthält.
Ich bin mir nicht sicher, ob es schon erwähnt wurde, aber ich habe die Leistung und das Endergebnis meiner flach geformten Radkappen demonstriert. Das Ergebnis war aus zwei Gründen katastrophal:

Dadurch wirkte das Bandsägeblatt auf den Laufrädern extrem locker...obwohl sie extrem eng waren,
Bei allergeringstem Druck glitt die Klinge widerstandslos von den Rädern.
starkes, hartes Reiben an der hinteren Rollenführung,
was dazu führt, dass die Maschine schnell in die Knie geht.

Ich könnte auch erwähnen, dass dadurch elektrische Schäden entstehen können,
aber ich wollte eigentlich nur auf das Zusammendrücken der Zähne eingehen.
Abflachen der Zähne, selbst ohne Kontakt der Zähne mit dem Gummi.
und deutlich schneller, wenn die Sägezähne auf dem Gummi laufen.


Das gilt für Gummi,
aber vielleicht nicht für dieses dehnbare Urethan-Band.
Wie bereits erläutert, nimmt alles, was gedehnt wird, wahrscheinlich eine bestimmte Form an, die zwar flach erscheinen mag, es aber aufgrund physikalischer Prinzipien möglicherweise nicht tatsächlich ist.
Entscheidend ist, wie es funktioniert –
solange die Klinge der Durchbiegung widersteht ...Das bedeutet, dass es irgendwo einen höchsten Punkt gibt, an dem das Bandsägeblatt dazu neigt, zu verbleiben.

Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter.

Viel Glück

Tom
 

willyy

ww-robinie
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Hallo @dhemkentokrax ,

willkommen im Forum !
Ich versuch es mal zu erklären :emoji_wink:
Das folgende bezieht sich auf Richtungen, wenn Du vor der Maschine stehst und in Schnittrichtung schaust.

1. es gibt 2 Lote zum Sägeband, das nach hinten (Winkel hinter das Band stellen Lot "A") und eines zur Seite (Winkel an die Seite stellen Lot "B")
Aus deinem Text vermute ich es geht um Lot A.

Nachdem Du schreibst BS Anfänger zu sein, empfehle ich wärmstens das Buch Stationärmaschinen "Bandsäge" von Guido Henn. Gut investiertes Geld.
Wenn Du schon "rumgeschraubt" hast an den unteren Schrauben versuche mal eine Grundeinstellung herzustellen.
Band spannen und schauen wo und wie es läuft.

Jede Bandsäge kann verschieden breite Bänder aufnehmen mit jeweils unterschiedlichen Bandspannungen. Für eine Grundeinstellung wie Du sie suchst, würde ich ein mittleres empfehlen, ca. 12 - 13 mm breit. Bzw. nimm eines, was nicht das Maximum aus der Bedienungsanleitung ist.
Aus dem Foto würde ich schätzen, Du hast hier ein 19 oder 20 mm Band drauf. Ich weiß nicht, ob die Maschine das packt.
Der Hintergrund meiner Empfehlung ist, dass der Rahmen der Maschine ein C bildet. Mit höhrer Bandspannung zieht man das C etwas zusammen. Die obere Rolle kommt minimal nach rechts und das Lot B ist auch davon abhängig. Der Bandlauf auf der Rolle wird davon natürlich auch beeinflusst.

2. mittleres Band auflegen, spannen und per Hand drehen. Erst nach ein einigen zig Umdrehungen, wenn es nicht nach hinten und vorne wegläuft so weit spannen, bis richtige Spannung drauf ist. Bandlauf wird nur mit der Stellschraube oben hinten eingestellt.
Dann mal kurz laufen lassen, ob das Band wirklich dort bleibt. Ohne Führungen kann das Band anfangen zu schwingen, das ist normal, meist wenn die Spannung zu gering ist. Dann stelle die oberen seitlichen Führungen grob ein.

Frage 1: Haben die Maschinen eigentlich schon ballige Auflagen?
ein gerades Stück Holz leicht auf die Bandage drücken, wenn es kippeln kann ist sie ballig.
Bei balligen sollte das Band etwa mittig laufen, bei geraden die Zähne vorne überstehen.

Frage 2: Kann man durch Lösen aller vier unteren Schrauben die Welle des unteren Laufrades raus und reinziehen?
Lass die Welle mal bitte wo sie ist.
Sämtliche Messungen wie die Räder stehen halte ich für zweifelhaft und schwierig.

Dann berichte mal welche Bandagen Du hast und ob Du ein Band stabil zum laufen bekommst.

Grüße
Thomas
 
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