Dünnes Sägeblatt für Festool TS 55

as1611

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Hi miteinander, ich bin neu hier im Forum und möchte mich auch kurz vorstellen. Ich werke seit ca. 50 Jahren an allem möglichen, von Gartenlauben bis Eigenbaumöbeln und seit ein paar Jahren, habe ich den Instrumentenbau (Gitarren ) entdeckt. Da bin ich ganz gut mit Handwerkszeug und auch mit elektronischem Gerät ausgestattet. Was mir noch fehlt ist eine Säge, mit der ich sehr exakt dünne Schichten (ca. 0,5 mm) von Holzblöcken oder Leisten absägen kann, ohne dass ich zu viel durch den Schnitt selbst verliere. Die Holzblöcke bzw. Leisten sind nicht sehr hoch, ca. 1 cm. Grundsätzlich wäre hier wahrscheinlich eine Bandsäge das Mittel der Wahl, aber da fehlt mir doch der Platz und für die paar mal im Jahr wo ich das benötige ist mir die Anschaffung dann doch zu teuer (was ordentliches liegt halt doch bei jenseits der 1000 €).
Nun habe ich eine Festool TS 55, die ich auch als stationäre Tischkreissäge nutze. Mit der kann ich natürlich sehr schön und sauber die Schichten absägen, aber das kostet mich immer an die 2,5 mm an Material (und das ist wirklich kostbar). Meine Frage daher: Kennt jemand Sägeblätter für die TS 55 die so dünn wie möglich sind, wenn möglich unter 1 mm um den Schnittverlust so gering wie möglich zu halten?
 

marcus_n

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Hallo as. Wenn das so eine Art Furnier werden sollte, warum nimmst du nicht eine einfache Japansäge? Fände ich die beste Lösung und ist auch nicht so laut. Gruß
 

lunateide

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Hallo,
reden wir hier wirklich über Materialstärke von 0,5 mm?
Warum dann nicht gleich furnier verwenden?

Gruß
Roland
 

pedder

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Handsäge japanisch oder westlich ist völlig egal. Wenn Du weniger üben willst Handgehrungssäge.

Aber gleich Funier zu verwenden finde ich auch schlüssiger.
 

as1611

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Es ist kein Furnier, sondern es sind Blöcke, die aus Furnieren verschiedener Farben zusammenklebt sind. Von diesen werden dann dünne Streifen abgeschnitten und wieder verklebt. Je nach Farbe gibt das dann ein Muster. Wird für Verzierungen (z.B. Rosetten) benötigt.
Mit der Japansäge mache ich es jetzt. das geht grundsätzlich ist aber nicht 100%ig sauber. Ich suche noch nach einem wirklich exakten Schnitt.
 

marcus_n

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Dann bau dir eine Sägelade, bei der das Sägeblatt geführt wird und das Werkstück winklig drinne steht.
Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass das mit einer Handkreissäge oder Tischkreissäge funktionieren sollte. Allein wegen der hohen Drehzahl. Ein halber Millimeter, da sind ja die Aussrisse fast schon so dick.
Und wahrscheinlich musst du das doch eh mit Übermass zuschneiden und dann passend schleifen. Bin gespannt welche Vorschläge noch kommen.
 

collo

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Was aus der Bastler-Ecke:
Schau dir mal die Proxxon FET an, da hat das schmalste Sägeblatt 0,5 mm. Wenn es nur kleine Stücke bzw. Flächen sind, die zu sägen sind, dann sollte das gut funktionieren.
 

ChrisOL

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Die TS 55 hat einen Spaltkeil. Wenn du ein dünneres Blatt verwendest klemmt der Schnitt. Oder das Holz in den dünnen Stücken reißt.
Handsäge oder Bandsäge sehe ich da eher als Lösung.
 

as1611

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Mal Danke für die vielen Antworten. Die Proxxon habe ich mir auch schon angeschaut, aber die Kritiken sind da nicht so toll und ich will nicht noch ein Trumm in der Werkstatt stehen haben. So wie es aussieht klappt das mit der TS 55 wohl nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Werde also entweder eine ordentliche Schneidelade basteln oder mir doch mal ne Bandsäge leisten.
 

rafikus

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Sind die Sägeblätter für die Akkumulatorbetriebenen Tauchsägen nicht noch eine Nummer Dünner?
Z.B. Makita bietet 165mm Sägeblätter in 1,5mm und 1,6mm Schnittbreite.
 

Sebl

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Von Bosch Gibts die Nummer 2 608 642 600 - Speed for Wood
165mm, 1,7mm Stärke mit 12 Zähnen.
Die Frage ist, ob bei einem so dünnen Blatt die Schnittgüte gut genug wird, damit sich die Nacharbeit in Grenzen hält.
Das Bosch Blatt ist ziemlich günstig, da gilt im Zweifelsfall Probieren geht über Studieren (1€ Ins Phrasenschwein...)
 

woodtr1

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Die Blätter für die HK 55 und HKC 55 sind 1,8. Aber eben nicht für die TS 55, da ist die Herstellervorgabe 2,2 mm
 

FredT

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Wir haben "früher" Nadelholzleistchen mit einem kleinen (ähnlich Proxxon)-Blatt geschnitten. Kleine Leistung, aber sauber. Wurden dann aber eben auch nur sägerauh verarbeitet. Für besere Qualitäten könnte man auch noch Scheibenfräser verwenden
 

carsten

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Hallo

mit mal ne Bandsäge wird das auch nicht so einfach.
wir hatten hier schon mehrfach User die sich mit dem Sägen von Furnieren beschäftigt haben.
Wenn ich mich an die Beschreibung ihrer Sägen erinnere waren das sehr spezialisiert Umbauten von alten Gußmonstern mit separatem Vorschub und allerlei Zusatz um wirklich zuverlässig Furnierstärke sägen zu können. Eine gute in erster Linie stabile Bandsäge ( wegen Bandspannung), scharfe penibel geschärfte und geschränkte Sägeblätter, akkurate Bandführung.
Vermute bis sie die hier präsentierte Qualität sägen konnten, war das eine Sammlung an Erfahrung und Maschinenevolution die mehrere Jahre in Anspruch genommen hat.
 

woodtr1

Gäste
Hallo,
https://www.bluhmekg.de/die-herstellung/Hier wird die Aussage getroffen, dass Sägefuniere bei 1,2 mm anfangen. Bei 0,5 mm wird es Messerfunier.

Der TO hat nicht klar geschrieben, ob er 1 cm breite Streifen von seinem Holzblock abschneiden möchte, oder ob der Holzblock breiter ist, er aber nur 1 cm Höhe zur Verfügung hat.

Bei 1 cm breiten Streifen wäre es wohl eher ein Hobel (keine Ahnung welcher).
Bis zu welcher Spanstärke sich sowas anwenden läßt, kann ich nicht sagen (YT-Link)
 

collo

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Die Proxxon habe ich mir auch schon angeschaut, aber die Kritiken sind da nicht so toll...
Stimmt, der Hauptgrund liegt wohl an dem Quer-/Parallelanschlag - die sind wackelig und somit für'n Poppes.
Die FET hatte ich mir für kleine exakte Zuschnitte zugelegt und damit das auch funktioniert, mußte ein Schneidbrett her.
FET_1.jpg
FET_2.jpg
FET_3.jpg

Ich dachte auch erst, kleine Teile mit meiner Tauchsäge und einer pfiffigen Spannvorrichtung zu sägen. Alles unpraktisch und kompliziert.
Mit meiner jetzigen Lösung bin ich sehr zufrieden. Gesägt wird Holz, Alu, Messingbleche und POM - alles mit einem HM-Blatt.

Viel Erfolg bei deiner Lösung.
corris
 

rafikus

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Bei 1 cm breiten Streifen wäre es wohl eher ein Hobel (keine Ahnung welcher).
Bis zu welcher Spanstärke sich sowas anwenden läßt, kann ich nicht sagen
Ich hatte mal solche Proben unternommen.
Keine Ahnung, wie stark die Späne waren, aber über die Dicke kann ich was schreiben.
Mit einem eisernen Hobel Nr. 4 oder Nr. 6 konnte ich bis etwa 0,45mm dicke Späne hobeln. Mit einem Schlichthobel ging es bis 0,7mm, aber da knickten die Späne alle 8cm bis 9cm. Das gehobelte Material war ein Stück Werkstatt-trockene, astreie Kiefer oder Fichte mit günstigem Faserverlauf. Mit anderem, oder feuchteren Holz hätte man wahrscheinlich auch ohne die Knicke hobeln können. Bei den dickeren Spänen muß man schon tüchtig den Hobel schieben, dabei war mein Brettchen nur 32mm breit.
 

Martin Graf

ww-eiche
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Wenn Deine gewünschten Streifen wirklich nur 1cm hoch sind und anschließend aufgeklebt werden sollen, dann werden diese doch anschließend nochmals geschliffen, oder?
Dann würde ich den Block nehmen, die entsprechende Fläche mit dem Handhobel ebnen/glätten und dann eine Scheibe mit der Handsäge absägen. Für den nächsten Streifen wieder zuerst hobeln und dann sägen.
Die gesägt Seite ist dann später die Sichtseite, die ja sowieso noch geglättet wird.
Alternativ (und dafür bekomme ich wahrscheinlich gleich richtich Ärger):
Wenn es unbedingt mit der TS55 gemacht werden soll und sich nur um 1 cm Materialstärke handelt, dann besorgt Dir ein Sägeblatt mit möglichst dünnem Stammblatt, lass Dir beim Schärfdienst die Zähne schmaler schleifen und entferne den Spaltkeil (siehe die genannten Bedingungen). Dann musst Du aber noch eine Sägeblattabdeckung bauen, denn die Originale funktioniert jetzt nicht mehr. Außerdem beim Sägen den Block auf ein dünnes Sperrholzbrettchen legen, damit der Abschnitt nicht verschwindet und gut abgestürzt wird.
Wie gesagt, das ist nicht ganz ungefährlich und auch nicht der von mir bevorzugte Weg.

Gruß
Martin
 
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