Couchtisch: Wie die Beine anbauen?

PhipsMu

ww-pappel
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Grüße an alle,

ich möchte mir, passend zu den Schränken, die ich vor einem Jahr gebaut habe, einen Couchtisch bauen. Auch dieser soll aus Birkenleimholz gebaut werden.

Auf den angehängten Bildern kann man sehen, wie das Teil mal aussehen soll (Ohne Verbindung der Tischbeine mit der Platte). Nun bin ich mir nicht so sicher, wie ich die beiden Tischbeine mit der Platte verbinden soll. Der Faserverlauf der Tischplatte und der Beine soll senkrecht zueinander sein. Also scheidet Verleimen schon mal aus.

Ich habe mir das Ganze so gedacht: Ich möchte an die Tischplatte zwei Zapfen anfräsen, in die Mitte dazwischen soll ein Exzenter-Verbinder, der das ganze zusammenhält. Außerdem sollen die zwei Edelstahlstangen verschraubt werden, sodass diese das Ganze ebenfalls zusammenhalten.

An Werkzeug steht mir eine Oberfräse, eine Lamellofräse, eine Festool TS55 und Handwerkzeuge, wie Japansäge und Stechbeitel, zur Verfügung. Wir haben aber auch einen Tischler im Dorf, der mir bestimmt auch helfen würde. Es wäre mir aber lieber, wenn ich es selber hinkriegte.

Ich hoffe ich konnte euch verdeutlichen, wie ich die Verbindung realisieren möchte. Nun hoffe ich, dass ihr einschätzen könnt, ob das so funktioniert und hält.

Ich danke für eure Mühe und sende schöne Grüße

Philipp
 

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Besserwisser

ww-robinie
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Nimm pro Seite zwei klassiche Arbeitsplattenverbinder anstelle der Exzenter. Die kann man viel mehr anknallen.
Vielleicht meinst du mit Zapfen das selbe, Feder an die Platte fräsen, Nut an die Beine (oder umgekehrt).
Design-Anmerkung: Wenn schon zwei Hölzer, dann auch funktional getrennt- Bein-Elemente komlett aus einem Holz, Platte aus dem anderen.
 

PhipsMu

ww-pappel
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Vielen Dank schon mal für deine Antwort. Das mit den Arbeitsplattenverbindern ist eine gute Idee. Mit Zapfen meinte ich genau das von dir Beschriebene.

Das mit den zwei Hölzern ist auf dem Bild ein bisschen unglücklich. Es soll alles aus ein und dem selben Birkenholzgemacht werden. Ich habe das nur unterschiedlich eingefärbt, weil man das sonst nach dem Rendern so schlecht erkennen konnte.

Bin gespannt, ob es noch weitere Anmerkungen gibt.

Gruß

Philipp
 

samatthias

ww-nussbaum
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Servus Philipp

Wenn Du schon eine Lamello hast, kannst Du auch mit den Lamellos als Unterstützung (anstatt normale Dübel) arbeiten. Ich habe mal anstatt klassische Feder und Nut, eine Nut gefräst und auf der anderen Seite einfach x Lamellos eingesetzt. Klappt wunderbar und ist ohnehin genug stabil.
Die Nut habe ich einfach mit der Lamellomaschine selbst gemacht, also nicht mit der Oberfräse. Einfach einfahren und dann schieben bis zum Ende. Dies geht sogar mit abgesetzter Nut.

Gruss
Matthias
 

Alterholzwurm

ww-esche
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Hallo Philipp,
normalerweise wuerde eine normale Lamelloverbindung genuegen.
Vorrausgesetzt du hast die entsprechenden Zwingen dazu, um einen guten Pressdruck zu erzeugen.
Die Idee mit den Arbeitsplattenverbindern finde ich auch gut, fuerchte aber Deine Materialstaerke reicht dafuer nicht aus. Kann mir auch gut vorstellen, dass es schwierig ist die Beine rechtwinkelig zur Platte auszurichten.
 

ChrisOL

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Hallo Philipp,

ich möchte noch ein paar Ideen in den Raum werfen.

Man könnte die Beine auch als Hirnleiste mit der Palette verbinden. Dies hätte den Vorteil, dass die Platte ungehindert quellen und schwinden kann. Hier ein Beispiel zu einer Hirnleiste:
Tischplatte aus Eschenholz *MIT BILD*

Wenn ich die Bilder richtige deute hast du keine Zargen vorgesehen. Wenn du die Beine auf der langen Seite mit einer Zarge verbindest, dann könntest du die Platte mit Nutklotzen an die Zargen anbringen.

Grüße
Christoph
 

Alterholzwurm

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Man könnte die Beine auch als Hirnleiste mit der Palette verbinden. Dies hätte den Vorteil, dass die Platte ungehindert quellen und schwinden kann.
Und somit auch eine gewisse Fugenbildung und wackeln des Tisches in Kauf nimmt.
Eine klasse Verbindung @ Christph, aber fuer diesen Zweck doch etwas ungeeignet wie ich finde.
 

PhipsMu

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Vielen Dank für eure Antworten.

Ich wollte es eigentlich schon ziemlich genau so machen, wie es im von Christoph verlinkten Beitrag gezeigt wird. Allerdings wollte ich anstelle der Holzstifte einen Exzenterverbinder verwenden, um das ganze zusammen zuhalten.

Die Einstellbarkeit der Rechwinkligkeit der Beine zur Platte wollte ich halt über die Edelstahlstangen realisieren.

Was genau meinst du denn mit man müsste mit Fugenbildung und Wackelei leben Alterholzwurm?
 

Besserwisser

ww-robinie
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Nee, das ist Käse, das wird wackeln wie ein Lämemrschwanz.
Ich ziehe auch meine Arbeitsplattenverbinder zurück. Ich denke, ich würde eher sichtbar von der "Kopfkante" des Tisches aus in die Platte schrauben. Und zwar mit einer Stirnlochschraube aus VA oder so. Den Kopf bündig eingelassen sieht das sauber aus, ist konstruktiv ehrlich und sicher am stabilsten. Und das Material wiederholst du ja in deinen Stangen.
 
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