Couchtisch mit schrägen Tischbeinen

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von KomBal, 13. Mai 2019.

  1. KomBal

    KomBal ww-pappel

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    Erbelbach
    Hallo zusammen,

    ich plane derzeit einen Couchtisch, der in etwa so aussehen soll:
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    Allerdings frage ich mich ich die Tischbeine stabil schräg am Korpus montieren kann. Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen?

    Viele Grüße
     
  2. Eder Franz

    Eder Franz ww-esche

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    Dem Link kann ich nicht folgen.

    Eine einfache Lösung um Tischbeine schräg anzusetzen:

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  3. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Ebstorf
    Hallo,

    die Beine auf eine Leiste dübeln (immer zwei Beine auf eine Leiste) und diese unter den Korpus schrauben.

    Gruß

    Ingo
     
  4. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Hallo zusammmen,

    ich komme auch nicht an Möbel Mirek ran. Eine Suche zeigt aber wohl den Tisch: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    (Weitere) Möglichkeiten:

    - Beine oben schräg absägen.
    - Gerade auf eine schräg zugesägte Platte montieren, die ihrerseits dann unter dem Tisch befestigt wird.
    - Beine an kreuzförmige/diagonale schmale Zargen unter dem Tisch.
    - Beine an eine "normale" schräg gearbeitete schmale Zarge.

    Oder meintest Du: wie GENAU und eventuell WOMIT macht man das (jeweils)?

    Rainer
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Mai 2019
  5. welaloba

    welaloba ww-robinie

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    Ich meine:
    Bein lang genug herstellen, Zapfen anarbeiten und diesen in eine Bucheplatte einlassen. Dann lässt sich das ganze bequem anschrauben.
    Ist aber im Prinzip nichts anderes als dübeln.
    Gruß Werner
     
  6. wirklich_rainer_zufall

    wirklich_rainer_zufall ww-eiche

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    Er macht das wirklich schön. Aber wer hat schon so eine aufwändig verstellbare Bohrmaschine.
     
  7. magmog

    magmog ww-robinie

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    Guuden,

    OT:
    Bitte nicht die Vorgehensweise beim Abrichten nachmachen, so wird es nicht unbedingt gerade.
    Möglichst am Rand dickten ist auch nicht so sein Ding.
    Von den fehlenden Ausrüstungen an der TKS mal ganz abgesehen.
     
  8. KomBal

    KomBal ww-pappel

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    Erbelbach
    Danke für die vielen Antworten schon mal.
    Ich finde die Idee mit der kreuzförmigen Zarge interessant, da ich diese Lösung auch optisch schön fände.
    Wir würde ich dann die Tischbeine an der Zarge befestigen.
    Sind Holzdübel hier stabil oder sollte man besser mit Schrauben oder mit einer Zapfenverbindung verwenden?
    Da ich keine Erfahrung im Erstellen von Zapfenverbindungen habe, würde mich noch interessieren, wie diese genau aussehen würde, da sie ja schräg sein müsste und wie man sie genau ausarbeitet, damit sie am Ende auch passgenau ist.
     
  9. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Südniedersachsen
    Hallo Kombal,

    ich (Amateur) würd es mit einer Zapfenverbindung machen. Am besten durchgehend wie in der Skizze, das ist durch Sägen per Hand leichter herzustellen als ein kürzerer, abgesetzter Zapfen in einer nicht durchgehenden Nut. Man sieht dann allerdings den Zapfen oben am Bein, Abhilfe: Absetzen. Zapfen in die Zarge, Nut ins Bein. Nut/Zapfen 1/3 Materialstärke. Herstellen lässt sich das per Handsäge nach genauem Anreißen. Immer abwechselnd ein Stückchen von beiden Seiten am Riss entlang sägen. Wenn Du wenig Übung hast, etwas Übermaß nehmen, dann mit einem Beitel allmählich passend stechen, zur Not passend schleifen/feilen. Beim abgesetzten Zapfen benötigst Du etwas zum Freiräumen der Nut, am besten ein paar Bohrungen nebeneinander, den Rest per Beitel abstechen.

    Es ginge auch auf einer Tischkreissäge, ist aber ein wenig umständlich, da das Schnittgut ja schräg und zur Decke ragend geführt werden müsste, man also erst eine Führung/Halterung für den Parallelanschlag basteln müsste.

    Bandsäge ginge, erfordert wegen der schrägen Lage auch aber auch eine Vorrichtung zum geneigten Anlegen.

    Frästisch ähnlich.

    Meines Erachtens ist man bei vier Verbindungen per Hand schneller, als wenn man da Vorrichtungen baut und die Maschine dann noch genau einstellen muss. Wenn Du Dübeln willst ... halte ich für (etwas weniger aber) auch geeignet. Ich denke aber, das geht - besonders in die Stirnseite der Zarge - nur mit Schablone/Bohrhilfen.

    Durch die Schrägstellung der Beine "wollen die bei Belastung nur in eine Richtung weg", unten weiter nach außen. Das geht einerseits natürlich durch die Verbindung mit der Zarge nicht, dazu ist sie ja da,, andererseits stützt sich die obere Bein-Stirnfläche an der Unterseite der Tischplatte ab. Es wäre daher optimal, aber zweitrangig, wenn Du das auch an der Stelle gut passend hinbekommst.

    Schräges Bein.jpg

    Rainer
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2019
  10. KomBal

    KomBal ww-pappel

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    Erbelbach
    Hallo Rainer,

    danke für die Antwort. Wenn cih das richtig verstanden habe, säge ich erst den Zapfen erst längs und setzte dann die äußeren Teile ab oder?

    Aber bei der Herstellung des Schlitzes muss ich diesen ja schräg ausstemmen. Gibt es dafür einen Trick, wie man das im richtigen Winkel hinbekommt?
     
  11. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Hallo,

    offensichtlich hast Du Dich für den nicht sichtbaren, kürzeren Zapfen entschieden. Denn ansonsten könnstest Du den Schlitz ja auch durch Sägen herstellen, auf beiden Seiten bis an den Querriss heran sägen, eventuell in der Mitte das Stehengebliebene auch noch ein-zweimal einsägen. Von beiden Seiten den Grund mit dem Beitel säubern. In der Mitte (unsichtbar) darf es meines Erachtens ein klein wenig tiefer sein ("Unterstemmen").

    Für die nicht durchgehende Nut fällt mir nur ein: die Schräge nach Gefühl. Wenn man den Zapfen oben noch sehen darf, könnte man ja einen Teil vorsägen, bis zur roten Linie in der Skizze. Beim eventuellen Vorbohren schon den richtigen Winkel treffen, Peilen ist in der Regel genau genug. Oder bei Verwendung eines Bohrständers/einer Tischbohrmaschine gleich für eine winkelgerechte Auflage sorgen. Aber auch dabei ist innen etwas zuviel ja nicht von Nachteil. Vor allem die Flächen müssen beim Verleimen gut und stramm passen, in zweiter Instanz dann noch die aneinanderstoßenden Kanten/Brüstungen. Vorher ausprobieren.

    Zapfen so wie Du es beschrieben hast: zuerst längs, wenn Du auf beiden Werkstückseiten beim Querriss angekommen bist, quer absetzen.

    Kennst Du diese Seiten schon? Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Ich hab da auch gerade noch mal nachgesehen, ich hab ja keine Fachausbildung, weiß also im Grunde nicht, ob "Deine" Verbindung schon ein gestemmter bzw. durchstemmter Zapfen ist. Und ein "abgesetzter Zapfen" ist im Gegesatz zum "einfachen Zapfen" wieder etwas anderes ...

    Schräges Bein 2.jpg
    Rainer
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2019
  12. welaloba

    welaloba ww-robinie

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    andere Möglichkeit wäre, das Bein rechtwinklig einlassen und die Montageplatte abschrägen...
    beinchen.jpg
     
  13. KomBal

    KomBal ww-pappel

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    Hallo Rainer,

    eigentlich dachte ich schon an den sichtbaren Zapfen. :emoji_slight_smile:
    Das heißt, der Schlitz soll auch durchgehend sein. Dabei wollte ich, die du geschrieben hast beide Seiten des Schlitzes bis zum Riss ansägen. Aber was dann in der Mitte noch steht, muss ja ausgestemmt werden und das nicht im rechten Winkel sondern in dem Winkel, in dem das TIschbein am Ende stehen soll.
    Meine Frage ist jetzt, wie ich mit dem Steichbeitel genau in diesem Winkel ansetzen, damit der Schlitz nicht zu tief oder zu flach wird und die Verbindung am Ende auch gut passt.
     
  14. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Um so besser, ist meines Erachtens einfacher.

    Das siehst Du doch an den Sägespuren. Wenn Du Dich mit dem schrägen Sägeschnitt auf beiden Seiten allmählich bis fast an den Querriss heransägst, hast Du die passenden Sägeschnitte, die genau der Schräge folgen. Dabei hilft mir (nochmal: Amateur) oft, dass ich das Werkstück auf die Seite lege und nun nicht von oben sondern von der Seite säge. So kann man per Peilung schön die Sägelage an den Anriss und an die Schräge anpassen, siehe Skizze: Werkstück mit Anrissen, angedeutet das Sägeblatt kurz vorm Endpunkt. Und dann nach dem Einsägen mit dem Beitel soviel wegnehmen, bis die Sägespuren gerade verschwunden sind, dann hast Du die richtige Neigung. Aber wie gesagt, innen etwas mehr schadet ja nicht. Also auf beiden Seiten von außen mit dem Abstechen anfangen, da sollte es ja passen. Am Ende mit einem Lineal oder einer Leiste prüfen, ob es/sie an beiden Querrissen anliegt. Wenns schaukelt, ist in der Mitte noch zu viel Material, das merkt man ja auch schon beim Arbeiten mit dem Beitel. Und die gesamte Passung vorm Leimen noch einmal überprüfen.

    Schräges Einsägen.jpg

    Ich denke mal, diese Arbeit macht auch ein Profi so (ansonsten widersprechen !), durch allmähliche Annäherung, also er sticht nicht gleich mit dem passenden Winkel ab, auch nicht gleich genau am Querriss, sondern zu Anfang von beiden Seiten mit einem etwas steileren Winkel und ein wenig entfernt vom Riss, um sich dann von beiden Seiten dem Ideal allmählich anzunähern.

    Das Ausstemmen wird oft einfacher, wenn man nicht nur die Flanken vorsägt, sondern dazwischen auch noch ein paar Schnitte macht, so dass man dann nicht einen Steg sondern viele kleine stehengebliebene Stege absticht.

    Rainer
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Mai 2019
  15. Eder Franz

    Eder Franz ww-esche

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    Schräg angesetzte Tisch- und Stuhlbeine gibt es ja schon sehr lange. Dementsprechend existieren langfristig bewährte handwerkliche Methoden. Mir fehlt es jedoch an der handwerklichen Kompetenz. Ich bin eher der Typ für technische Beschläge. Wer nicht nach der alten Väter Sitte arbeiten möchte oder kann, wird vielleicht auf entsprechende Beschläge zurückgreifen müssen:

    Die raffiniertesten Leg-Connectors hat meiner Ansicht nach Siso:

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    Mit diesem Beschlag kann man auch verschiedene Anstellwinkel realisieren.
     
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